Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ FREITAG nach Aschermittwoch EröffnungsversPs 30 (29), 11 Höre mich, Herr, und sei mir gnädig! Herr, sei du mein Helfer! Tagesgebet Allwissender Gott, du siehst nicht auf unsere äußeren Werke, sondern auf unser Herz. Gib, dass wir mit reiner Gesinnung vollbringen, was wir in diesen vierzig Tagen an Buße und Verzicht auf uns nehmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur Lesung Die Lesung beginnt mit einer prophetischen Anklage, Antwort auf die Klagen des Volkes, weil sein Beten und Fasten nichts nützt. Die Antwort: Euer Fasten ist schlecht, weil ihr gleichzeitig mit brutaler Gewalt eure Geschäfte betreibt (V. 3-4). Rein körperliches Fasten ("den Kopf hängen lassen wie eine Binse") interessiert Gott nicht (ähnliche Kritik in Am 2, 8 und Ps 50). Das richtige Fasten wird in V. 6-7 beschrieben, der eigentlichen Mitte dieser Lesung. Wirksame Hilfe, unter Verzicht auf eigenes Wohlbehagen, das ist das rechte Fasten vor Gott. Wer so fastet, stellt sich auf die Seite Gottes, und ihm gilt die Zusage des Heils (V. 8-9a). Das Heil besteht darin, dass der Mensch zu Gott ruft und dass Gott ihm antwortet. - Mal 3, 14; Joël 2, 13; Am 5, 21-24; Tob 4, 16; Ijob 31, 16-22; Jes 52, 12; Ps 145, 18. Erste LesungJes 58, 1-9a Das ist ein Fasten, wie ich es wünsche Lesung aus dem Buch Jesája. So spricht Gott, der Herr: 1Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Widderhorn! Halt meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden! 2Sie suchen mich Tag für Tag und haben daran Gefallen, meine Wege zu erkennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und vom Recht ihres Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir gerechte Entscheide und haben an Gottes Nähe Gefallen. 3Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum haben wir uns gedemütigt und du weißt es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte und alle eure Arbeiter treibt ihr an. 4Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. 5Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt: wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem Herrn gefällt? 6Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen? 7Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen? 8Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. 9aWenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich. AntwortpsalmPs 51 (50), 3-4.5-6b.18-19 (Kv: 19b) Kv Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. - KvGL 276, II. Ton 3Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, * tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! 4Wasch meine Schuld von mir ab * und mach mich rein von meiner Sünde! - (Kv) 5Denn ich erkenne meine bösen Taten, * meine Sünde steht mir immer vor Augen. 6abGegen dich allein habe ich gesündigt, * ich habe getan, was böse ist in deinen Augen. - (Kv) 18Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie geben, * an Brandopfern hast du kein Gefallen. 19Schlachtopfer für Gott ist ein zerbrochener Geist, * ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz &ps_einzug;wirst du, Gott, nicht verschmähen. - Kv Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Am 5, 14 Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! - Kv Sucht das Gute, nicht das Böse; dann werdet ihr leben und der Herr wird mit euch sein. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! ZUM EVANGELIUM Von Hochzeitsgästen erwartet man nicht, dass sie trauern und fasten. Mit Hochzeitsgästen vergleicht aber Jesus seine Jünger: Sie stehen bereits in der Freude der Heilszeit, während die Jünger des Johannes und die Pharisäer noch im Dunkeln tappen und warten. Aus der Frage nach dem Fasten ergibt sich eine Aussage über die Heilszeit, die Zeit der Freude, die mit dem Kommen Jesu angebrochen ist. Zeit zum Trauern und Fasten wird sein, wenn der Bräutigam weggenommen ist: Am heutigen Freitag wird unser Blick bereits auf den Karfreitag gelenkt. - Mk 2, 18-20; Lk 5, 33-35; Hos 2, 21; Mt 22, 2; 25, 1; Offb 19, 7. EvangeliumMt 9, 14-15 Wenn ihnen der Bräutigam weggenommen sein wird, dann werden sie fasten Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. In jener Zeit 14 kamen die Jünger Johannes' des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? 15Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten. Fürbitten Gott lädt uns ein, uns durch Verzicht, Gebet und Werke der Liebe zu erneuern. Ihn bitten wir: fS Erneuere alle Glieder der Kirche, damit sie zu wahren Zeugen deiner Liebe werden. fS Befreie die Menschen von aller Selbstsucht und Habgier. fS Öffne unsere Augen für die Not in der Welt und in unserer Umgebung. fS Stehe allen bei, die wegen einer schwierigen Lebenssituation zu verzweifeln drohen. Herr, unser Gott, du willst, dass wir einander annehmen und helfen. Gib uns größeren Eifer zu Taten der Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. - A: Amen. Gabengebet Herr, unser Gott, wir feiern das heilige Opfer in diesen Tagen der Buße. Nimm in deinem Sohn auch uns an und schenke uns größeren Eifer zu einem Fasten, wie du es liebst. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Fastenpräfation, S. 750 f. KommunionversPs 25 (24), 4 Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade! Schlussgebet Allmächtiger Gott, du gibst uns Anteil am Leib und Blut deines Sohnes. Dieses Sakrament reinige uns von Schuld und stärke uns in unserer Schwachheit. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. _________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de _________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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