Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ DIENSTAG TAGESGEBET Gott des Lebens.Durch die Auferstehung deines Sohnes wissen wir: Der Tod ist überwunden, der Weg zu dir steht offen, unser Leben ist unvergänglich. Hilf uns, in dieser Gewissheit unser Leben anzunehmen und daraus zu machen, was du von uns erwartest. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (MB 308, 9) Oder ein anderes TAGESGEBET (vgl. S. 2). Jahr I ZUR LESUNG Der Glaube ist ein Weg. Aber er ist nicht ein schöner Spazierweg, sondern ein mühevoller Wanderweg durch die Wüste und bisweilen auch eine Rennbahn (12, 1). Die Glaubenden des Ersten Bundes schauen auf uns wie "eine Wolke von Zeugen" und wünschen, dass wir das Ziel erreichen. Wir aber schauen auf den, der uns auf dem Weg vorausgegangen ist. Ursprung und Ziel unseres Glaubens ist Jesus, der Gekreuzigte und in die Herrlichkeit Gottes Erhöhte. Er hat für die Zukunft gelebt und gelitten, für seine und unsere Zukunft. Sein Weg wird auch der unsere sein. Der Widerstand gegen unseren Glauben ist nicht immer ein blutiger Kampf. Wir kämpfen gegen die eigene Trägheit oder Ungeduld und die kalte Gleichgültigkeit der Umwelt. Dieser Kampf ist aber nicht harmlos und nicht weniger kräftezehrend. Wo das Gebet anstrengend ist, wo es Kraft kostet, da ist Wachstum im Glauben. - Gal 5, 7; Hebr 2, 10; Mt 4, 3-11; Joh 6, 15; 2 Kor 8, 9; Phil 2, 6-8; Ps 110, 1; Apg 2, 33; Lk 2, 34; Hebr 10, 32-39. ERSTE LESUNGHebr 12, 1-4 Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt Lesung aus dem Hebräerbrief. Schwestern und Brüder! 1Darum wollen auch wir, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, alle Last und die Sünde abwerfen, die uns so leicht umstrickt. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt, 2und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. 3Richtet also eure Aufmerksamkeit auf den, der solche Anfeindung von Seiten der Sünder gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermattet und mutlos werdet! 4Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet. ANTWORTPSALMPs 22 (21), 26-27.28 u. 30ab.31-32 (Kv: vgl. 27b) Kv Den Herrn will ich loben. - KvGL 657,3, II. Ton 26Von dir kommt mein Lobpreis in großer Versammlung, * ich erfülle mein Gelübde vor denen, die Gott fürchten. 27Die Armen sollen essen und sich sättigen; / den Herrn sollen loben, die ihn suchen. * Aufleben soll euer Herz für immer. - (Kv) 28Alle Enden der Erde sollen daran denken / und sich zum Herrn bekehren: * Vor dir sollen sich niederwerfen alle Stämme der Nationen. 30abEs aßen und warfen sich nieder alle Mächtigen der Erde. * Alle, die in den Staub gesunken sind, sollen vor ihm sich beugen. - (Kv) 31Nachkommen werden ihm dienen. * Vom Herrn wird man dem Geschlecht erzählen, das kommen wird. 32Seine Heilstat verkündet man einem Volk, das noch geboren wird: * Ja, er hat es getan. - Kv Jahr II ZUR LESUNG Im Ostjordanland hat König David ein neues Heer zusammengestellt. Es war schwächer als das Heer des rebellischen Abschalom, aber Abschaloms Heer wurde geschlagen, und dieser selbst fand den Tod. David klagte über Abschalom, ähnlich wie er früher über Saul und Jonatan geklagt hatte. Der Siegestag war für ihn ein Trauertag, und es brauchte die ganze Energie des kommandierenden Joab, um David aus seiner lähmenden und gefährlichen Trauer herauszureißen. "Du zeigst denen deine Liebe, die dich hassen" (19, 7), das macht ihm Joab zum Vorwurf, von seinem Standpunkt aus nicht mit Unrecht. Und doch ist dies einer der vielen Züge im Bild Davids, die uns an Jesus, den Sohn Davids, erinnern. ERSTE LESUNG2 Sam 18, 6.9-10.14b.24-25b.30 - 19, 3 Mein Sohn Abschalom! Wäre ich doch an deiner Stelle gestorben! Lesung aus dem zweiten Buch Sámuel. In jenen Tagen 18, 6 zogen die Leute Davids ins Feld, den Israeliten entgegen, und im Wald Éfraim kam es zur Schlacht. 9Plötzlich kam Ábschalom in das Blickfeld der Krieger Davids; er ritt auf einem Maultier. Als das Maultier unter den Ästen einer großen Eiche hindurchlief, blieb Ábschalom mit dem Kopf fest an der Eiche hängen, sodass er zwischen Himmel und Erde schwebte und das Maultier unter ihm weglief. 10Jemand sah es und meldete Joab: Ich habe gerade Ábschalom an einer Eiche hängen sehen. 14bJoab nahm drei Spieße in die Hand und stieß sie Ábschalom, der noch lebend an der Eiche hing, ins Herz. 24David saß zwischen den beiden Toren. Der Späher aber war auf das Dach des Tores, auf die Mauer, gestiegen, und als er Ausschau hielt, sah er einen einzelnen Mann herbeilaufen. 25abDer Späher rief dem König die Meldung zu. Der König sagte: Wenn er allein ist, dann bringt er eine gute Nachricht. 30Der König befahl dem Späher: Tritt zur Seite und stell dich hierher! Der trat zur Seite und blieb dort stehen. 31Da kam ein Kuschíter und sagte: Mein Herr, der König, lasse sich die gute Nachricht bringen, dass der Herr dir heute Recht verschafft hat gegenüber allen, die sich gegen dich erhoben hatten. 32Der König fragte den Kuschíter: Geht es dem Jungen, Ábschalom, gut? Der Kuschíter antwortete: Wie dem jungen Mann möge es allen Feinden meines Herrn, des Königs, ergehen, allen, die sich in böser Absicht gegen dich erhoben haben. 19, 1Da zuckte der König zusammen, stieg in den oberen Raum des Tores hinauf und weinte. Während er hinaufging, rief er: Mein Sohn Ábschalom, mein Sohn, mein Sohn Ábschalom! Wäre ich doch an deiner Stelle gestorben, Ábschalom, mein Sohn, mein Sohn! 2Man meldete Joab: Der König weint und trauert um Ábschalom. 3So wurde der Tag der Rettung für das ganze Volk zu einem Trauertag; denn die Leute hörten an diesem Tag: Der König ist voll Schmerz wegen seines Sohnes. ANTWORTPSALMPs 86 (85), 1-2.3-4.5-6 (Kv: 1a) Kv Neige dein Ohr, o Herr, GL 664,1, VIII.Ton und gib mir Antwort! - Kv 1Neige dein Ohr, Herr, und gib mir Antwort, * denn elend und arm bin ich! 2Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! * Rette, du mein Gott, deinen Knecht, der auf dich vertraut! - (Kv) 3Mein Herr, sei mir gnädig, * denn zu dir rufe ich den ganzen Tag! 4Erfreue die Seele deines Knechtes, * denn zu dir, mein Herr, erhebe ich meine Seele! - (Kv) 5Du, mein Herr, bist gut und bereit zu vergeben, * reich an Liebe für alle, die zu dir rufen. 6Vernimm, o Herr, mein Bittgebet, * achte auf mein lautes Flehen! - Kv Jahr I und II RUF VOR DEM EVANGELIUMVers: vgl. Mt 8, 17 Halleluja. Halleluja. Christus hat unsere Leiden auf sich genommen, unsere Krankheiten hat er getragen. Halleluja. ZUM EVANGELIUM Jesus ist Herr über die Natur und über die Dämonen (4, 35-41; 5, 1-20), er ist auch Herr über Krankheit und Tod. Das zeigen die beiden Wunder des heutigen Evangeliums. Die Heilung der kranken Frau wird erst vollendet durch das Wort Jesu. Jetzt erst erfährt auch der Glaube dieser Frau die notwendige Klärung. Beim zweiten Wunder, der Auferweckung des toten Mädchens, sind die Leute entsetzt (V. 42). Es wird nicht berichtet, ob sie zum Glauben kamen. Sein Ziel hat dieses Wunder erst dann erreicht, wenn wir, heute, glauben, dass Gott uns durch Jesus seine erbarmende Liebe anbietet und das Leben, das über den Tod hinaus bleibt. - Mt 9, 18-26; Lk 8, 40-56; Mk 2, 13; Tob 2, 10; Mk 6, 56; Mt 8, 10; Apg 9, 40-42. EvangeliumMk 5, 21-43 Mädchen, ich sage dir, steh auf! Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. In jener Zeit 21 fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galiläa hinüber und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, 22 kam einer der Synagogenvorsteher namens Jaírus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen 23 und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie geheilt wird und am Leben bleibt! 24Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn. 25Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutfluss litt. 26Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden. 27Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten heran - und berührte sein Gewand. 28Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. 29Und sofort versiegte die Quelle des Blutes und sie spürte in ihrem Leib, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. 30Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgeströmt war, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? 31Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt? 32Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. 33Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. 35Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaírus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger? 36Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht! Glaube nur! 37Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. 38Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Tumult sah und wie sie heftig weinten und klagten, 39 trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. 40Da lachten sie ihn aus. Er aber warf alle hinaus und nahm den Vater des Kindes und die Mutter und die, die mit ihm waren, und ging in den Raum, in dem das Kind lag. 41Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talíta kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! 42Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute waren ganz fassungslos vor Entsetzen. 43Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben. FÜRBITTEN Jesus ist der Herr über Krankheit und Tod. Im Vertrauen auf seine Macht bitten wir: fS Erfülle alle, die sich in den christlichen Kirchen für das Evangelium vom Reich Gottes einsetzen, mit deinem Geist. fS Unterstütze alle, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen, im Bemühen um eine gerechtere und friedlichere Welt. fS Berühre die Herzen der Menschen, dass sie sich öffnen für die frohe Botschaft. fS Stärke die Zuversicht der Kranken und gib ihnen Vertrauen in ihre Helfer. fS Behüte unsere Kinder und lass sie im Glauben wachsen. Du kennst unseren Glauben und unser Vertrauen, unsere Angst und unsere Zweifel. Zu dir rufen wir heute und in Ewigkeit. - A: Amen. _________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de _________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. Für Lektorinnen und Lektoren und alle, die einen liturgischen oder sonstigen Dienst im Gottesdienst übernehmen bibelwerk.de _________________________________ Liedvorschläge Hier finden Sie Liedvorschläge und Gottesdienstvorlagen für den Gottesdienst: * Amt für Kirchenmusik Augsburg * Impulse zur Gottesdienstgestaltung Erzdiözese Freiburg _________________________________ Psalmtöne Zum Online-Kantorale antwortpsalm.de _________________________________ Fernkurs Liturgie im Fernkurs SCHOTT-Messbuch Schott Messbücher hier erhältlich Spenden Wenn Sie der Meinung sind, dass der SCHOTT-Online eine gute Sache ist und Sie etwas dafür spenden möchten, sind wir dankbar. 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