Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ Zweiter Sonntag der Osterzeit Weisser Sonntag Die Gemeinde lebt vom Glauben an Christus, den Auferstandenen. Dieser Glaube ist Staunen und Freude, Dank und Treue. Wer sich von der Gemeinde absondert, hat es schwer mit dem Glauben. Der Glaube lebt vom gemeinsamen Hören, vom Gotteslob und Gottesdienst und auch von den gemeinsamen Aufgaben. Eröffnungsvers1 Petr 2, 2 Wie neugeborene Kinder verlangt nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst und das Heil erlangt. Halleluja. Oder: Esr 2, 36-37 Freut euch und dankt Gott, der euch zu sich gerufen hat. Ihr seid Kinder Gottes und Erben seiner Herrlichkeit. Halleluja. Ehre sei Gott, S. 375 f. Tagesgebet Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier erneuerst du den Glauben deines Volkes. Lass uns immer tiefer erkennen, wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat, wie mächtig dein Geist, aus dem wir wiedergeboren sind, und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur 1. Lesung Die heutige Lesung bildet den Anfang eines größeren Abschnitts der Apostelgeschichte (2, 42 - 5, 42). Hier wird das Leben der Urgemeinde von Jerusalem geschildert. Gleich zu Beginn wird gesagt, was die Gemeinde zusammenhielt: die Lehre der Apostel, die Gemeinschaft, das Brotbrechen und die Gebete. Durch die überzeugte Gemeinschaft aller übte die kleine Gruppe eine starke Anziehungskraft aus. Auch heute kommt es mehr auf die Kraft des Glaubens und der Liebe als auf gekonnte Selbstdarstellung an. Erste LesungApg 2, 42-47 Alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam Lesung aus der Apostelgeschichte. 42Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. 43Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. 44Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. 45Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. 46Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. 47Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten. AntwortpsalmPs 118 (117), 2 u. 4.14-15.22-23.24 u. 28 (Kv: 1) Kv Danket dem Herrn, denn er ist gut,GL 444 denn seine Huld währt ewig. - Kv Oder: Kv Halleluja. - Kv 2So soll Israel sagen: * Denn seine Huld währt ewig. 4So sollen sagen, die den Herrn fürchten: * Denn seine Huld währt ewig. - (Kv) 14Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; * er ist für mich zur Rettung geworden. 15Schall von Jubel und Rettung in den Zelten der Gerechten: * "Die Rechte des Herrn, Taten der Macht vollbringt sie!" - (Kv) 22Ein Stein, den die Bauleute verwarfen, * er ist zum Eckstein geworden. 23Vom Herrn her ist dies gewirkt, * ein Wunder in unseren Augen. - (Kv) 24Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; * wir wollen jubeln und uns über ihn freuen. 28Mein Gott bist du, dir will ich danken. * Mein Gott bist du, dich will ich erheben. - Kv Zur 2. Lesung Der erste Petrusbrief ist ein Trost- und Mahnwort an Heidenchristen in Kleinasien, die von Verfolgung bedroht sind. Der Brief beginnt mit einem Lobpreis Gottes in hymnisch-liturgischer Sprache. Wir haben von Gott so große Gaben empfangen, dass wir auch für die Zukunft Hoffnung haben können. In der Taufe hat uns Gott als seine Kinder angenommen (1, 3). Das neue Leben erhalten wir noch nicht als vollendete und offenbare Wirklichkeit, sondern als große "lebendige Hoffnung", die ihren Grund in der Auferstehung Jesu hat.Zweite Lesung1 Petr 1, 3-9 Lebendige Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus. 3Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu gezeugt zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4zu einem unzerstörbaren, makellosen und unvergänglichen Erbe, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. 5Gottes Kraft behütet euch durch den Glauben, damit ihr die Rettung erlangt, die am Ende der Zeit offenbart werden soll. 6Deshalb seid ihr voll Freude, wenn es auch für kurze Zeit jetzt sein muss, dass ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet. 7Dadurch soll sich eure Standfestigkeit im Glauben, die kostbarer ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist, herausstellen - zu Lob, Herrlichkeit und Ehre bei der Offenbarung Jesu Christi. 8Ihn habt ihr nicht gesehen und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unaussprechlicher und von Herrlichkeit erfüllter Freude, 9da ihr das Ziel eures Glaubens empfangen werdet: eure Rettung. Ruf vor dem EvangeliumVers: Joh 20, 29 Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Halleluja. Zum Evangelium Die Nachricht "Jesus lebt!" stieß bei Außenstehenden, aber auch bei den Jüngern selbst auf Zweifel. Thomas hatte seine Fragen. Und Jesus hat ihn ernst genommen, er hat den Zweifler im Kreis der Jünger gesucht und gefunden. Er hat ihm geholfen, aber das Wagnis des Glaubens hat er dem Jünger nicht abgenommen. EvangeliumJoh 20, 19-31 Acht Tage darauf kam Jesus bei verschlossenen Türen und trat in ihre Mitte Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. 19Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! 20Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. 21Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! 23Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. 24Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. 26Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! 27Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. 30Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. 31Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen. Glaubensbekenntnis, S. 378 ff. Fürbitten vgl. S. 807 ff. Zur Eucharistiefeier Die Worte Jesu und seine "Zeichen" werden lebendig erfahrbar in der Feier der Sakramente. Auch zu uns sagt der Herr: "Friede sei mit euch!" Er selbst ist unser Friede. Gabengebet Gott, du hast deinem Volk durch das Bekenntnis des Glaubens und den Empfang der Taufe neues Leben geschenkt. Nimm die Gaben (der Neugetauften und aller) deiner Gläubigen gnädig an und lass uns in dir Seligkeit und ewiges Leben finden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Osterpräfation I, S. 427 In den Hochgebeten I-III eigener Einschub KommunionversJoh 20, 29 Selig, die nicht sehen und doch glauben. Halleluja. Schlussgebet Allmächtiger Gott, im heiligen Sakrament haben wir den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Lass diese österliche Gabe in uns weiterwirken und fruchtbar sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Für den Tag und die Woche Der Geist des auferstandenen Christus vertreibt die Angst aus den Herzen der Apostel und drängt sie, aus dem Abendmahlssaal herauszugehen, um den Menschen das Evangelium zu bringen. Auch wir wollen mehr Mut haben, den Glauben an den auferstandenen Christus zu bezeugen! Wir dürfen keine Angst haben, Christen zu sein und als Christen zu leben! Wir müssen diesen Mut haben, hinzugehen und den auferstandenen Christus zu verkündigen, da er unser Friede ist, er hat Frieden gestiftet mit seiner Liebe, mit seiner Vergebung, mit seinem Blut, mit seiner Barmherzigkeit. (Papst Franziskus) __________________________________________________________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de __________________________________________________________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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