Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ Dreissigster Sonntag - im Jahreskreis Gott ist groß. Aber seine Größe ist nicht wie eine abweisende Grenze. Er lässt es sich gefallen, dass Menschen über ihn reden und dass sie zu ihm reden; auch dass wir Dummes sagen, etwa: Ich danke dir, dass ich nicht bin wie dieser Pharisäer. Gott wartet darauf, dass wir still werden und unsere Armut begreifen. EröffnungsversVgl. Ps 105 (104), 3-4 Freuen sollen sich alle, die den Herrn suchen. Sucht den Herrn und seine Macht, sucht sein Antlitz allezeit. Ehre sei Gott, S. 365 f. Tagesgebet Allmächtiger, ewiger Gott, mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gib uns die Gnade, zu lieben, was du gebietest, damit wir erlangen, was du verheißen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur 1. Lesung Dass Gott sich auf die Seite der Armen und Unterdrückten stellt, steht überall im Alten Testament, auch im Neuen. Von einem feststellbaren Eingreifen Gottes wird allerdings nur selten berichtet. Im Textzusammenhang der heutigen Lesung ist vom rechten und vom ungerechten Opfer die Rede. Nur der gerechte Mensch kann Gott ein rechtes Opfer darbringen; auf den Menschen kommt es an, auf seine aufrichtige Hinwendung zu Gott und die Bereitschaft, dem Mitmenschen zu helfen, wenn er in Not ist. Erste LesungSir 35, 15b-17.20-22a Das Gebet eines Demütigen durchdringt die Wolken Lesung aus dem Buch Jesus Sirach. 15Der Herr ist Richter und es gibt vor ihm kein Ansehen der Person. 16Er bevorzugt niemanden gegenüber einem Armen, die Bitte eines ungerecht Behandelten wird er erhören. 17Er missachtet nicht den Hilferuf der Waise und die Witwe, wenn sie ihren Jammer ausschüttet. 20Wer Gott wohlgefällig dient, wird angenommen und seine Bitte dringt bis in die Wolken. 21Das Gebet eines Demütigen durchdringt die Wolken, und bevor es nicht angekommen ist, wird er nicht getröstet und er lässt nicht nach, bis der Höchste daraufschaut. 22aUnd er wird für die Gerechten entscheiden und ein Urteil fällen. AntwortpsalmPs 34 (33), 2-3.17-18.19 u. 23 (Kv: vgl. 7) Kv Der Herr erhört den ArmenGL 651,3 und hilft ihm aus all seiner Not. - Kv 2Ich will den Herrn allezeit preisen; * immer sei sein Lob in meinem Mund. 3Meine Seele rühme sich des Herrn; * die Armen sollen es hören und sich freuen. - (Kv) 17Das Angesicht des Herrn richtet sich gegen die Bösen, * ihr Andenken von der Erde zu tilgen. 18Die aufschrien, hat der Herr erhört, * er hat sie all ihren Nöten entrissen. - (Kv) 19Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen * und dem zerschlagenen Geist bringt er Hilfe. 23Der Herr erlöst das Leben seiner Knechte, * niemals müssen büßen, die bei ihm sich bergen. - Kv Zur 2. Lesung Der Apostel Paulus hat nicht nur gepredigt und Briefe geschrieben. Er hat mit seinen Händen gearbeitet und keine Anstrengung und Gefahr gefürchtet. Am Ende seines Lebens sind ihm die Hände gebunden; er ist ein einsamer, alter Mann, von allen im Stich gelassen. Dennoch ist er voll Dank und voll Hoffnung. Das Geheimnis dieses Apostellebens war die Liebe; sie ist das Geheimnis jedes fruchtbaren Lebens. Und die Liebe hört nie auf. Das Opfer des eigenen Lebens wird der letzte Gottesdienst des Apostels sein. Zweite Lesung2 Tim 4, 6-8.16-18 Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timótheus. Mein Sohn! 6Ich werde schon geopfert und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. 7Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue bewahrt. 8Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sein Erscheinen ersehnen. 16Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden. 17Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Völker sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen. 18Der Herr wird mich allem bösen Treiben entreißen und retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen. Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. 2 Kor 5, 19 Halleluja. Halleluja. Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt und uns das Wort von der Versöhnung anvertraut. Halleluja. Zum Evangelium Das Beispiel vom Pharisäer und vom Zöllner wird denen erzählt, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt sind, heute etwa denen, die ihr Christentum "praktizieren" und deshalb geneigt sind, die zu verachten, die es nicht tun; den Frommen also, die Gott, den Menschen und vor allem sich selbst vorrechnen, welch große Verdienste sie sich erworben haben. Von Gott aber wird nur der angenommen ("gerechtfertigt"), der alles Vertrauen auf eigene Leistung und Gerechtigkeit preisgegeben hat. Der Zöllner gehört zu den Armen, die Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit, die von Gott kommt. EvangeliumLk 18, 9-14 Der Zöllner ging gerechtfertigt nach Hause zurück, der Pharisäer nicht Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. In jener Zeit 9 erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Gleichnis: 10Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. 12Ich faste zweimal in der Woche und gebe den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. 13Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Glaubensbekenntnis, S. 368 ff. Fürbitten vgl. S. 812 ff. Zur Eucharistiefeier Gott, du hast das ganze Universum geschaffen, du bist groß und erhaben, und doch nutzt du deine Macht, um mich zu beschenken. Ich habe nichts, was ich dir geben kann, weil dir eh schon alles gehört. Was bleibt, ist mein Dank für deine große Güte und mein Lobpreis. Gabengebet Allmächtiger Gott, sieh gnädig auf die Gaben, die wir darbringen, und lass uns dieses Opfer so feiern, dass es dir zur Ehre gereicht. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Präfation, S. 420 ff. KommunionversVgl. Ps 20 (19), 6 Wir jubeln über die Hilfe des Herrn. Wir frohlocken im Namen unseres Gottes. Oder:Eph 5, 2 Christus hat uns geliebt und sich für uns hingegeben als Gabe und Opfer, das Gott wohlgefällt. Schlussgebet Herr, unser Gott, gib, dass deine Sakramente in uns das Heil wirken, das sie enthalten, damit wir einst als unverhüllte Wirklichkeit empfangen, was wir jetzt in heiligen Zeichen begehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Für den Tag und die Woche Denn wie ich, die Weisheit, alles geordnet habe, als ich den Kreis des Himmels umfing, so habe ich auch in Salomo über die Liebe des Schöpfers zu seiner Schöpfung und der Schöpfung zu ihrem Schöpfer gesprochen: darüber, wie der Schöpfer die Schöpfung geschmückt hat, als er sie erschaffen hat, weil er sie sehr liebte; und wie die Schöpfung vom Schöpfer den Kuss erlangte, als sie ihm gehorchte, weil sie ihm in allem gehorsam war. Denn die Schöpfung empfing vom Schöpfer bereits den Kuss, als Gott ihr alles Notwendige gab. Ich aber vergleiche die Liebe des Schöpfers zur Schöpfung und der Schöpfung zum Schöpfer mit der Liebe und der Treue, durch die Gott den Mann und die Frau verbindet, damit Nachkommen aus ihnen hervorgehen, wie auch die ganze Schöpfung aus Gott hervorgegangen ist. (Hildegard von Bingen) __________________________________________________________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de __________________________________________________________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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