Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ Sonntag in der Weihnachtsoktav oder, wenn Weihnachten auf einen Sonntag fällt, 30. Dezember. Vor dem Evangelium wird dann nur eine Lesung genommen. Fest der heiligen Familie Für die Familie von heute, Vater, Mutter und Kinder, was kann für sie die Heilige Familie von Nazaret bedeuten? Damals war doch alles ganz anders. Alles? Maria und Josef liebten das Kind und sorgten für es. Fragen und Schmerzen warten auf das Kind und die Eltern. Nichts kann ihnen schaden: nichts dem Kind, das geliebt wird, und nichts den Eltern, die vertrauen und bereit sind, das Leben des Kindes und ihr eigenes zu wagen. EröffnungsversLk 2, 16 Die Hirten eilten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in einer Krippe lag. Ehre sei Gott, S. 371 f. Tagesgebet Herr, unser Gott, in der Heiligen Familie hast du uns ein leuchtendes Vorbild geschenkt. Gib unseren Familien die Gnade, dass auch sie in Frömmigkeit und Eintracht leben und einander in der Liebe verbunden bleiben. Führe uns alle zur ewigen Gemeinschaft in deinem Vaterhaus. Darum bitten wir durch Jesus Christus. ZUR 1. LESUNG Mahnungen, wie sie der "Sohn des Sirach" im 2. Jahrhundert v. Chr. geschrieben hat, wagt heute kaum mehr jemand zu schreiben. Umso notwendiger ist es, sie zu überdenken. - Die Lesung hat keine Beziehung zur Heiligen Familie von Nazaret; sie dient allgemein der Familie von damals und von heute als Maßstab eigenen Handelns. Erste LesungSir 3, 2-6.12-14 (3-7.14-17a) Wer den Herrn fürchtet, ehrt seine Eltern Lesung aus dem Buch Jesus Sirach. 2Der Herr hat dem Vater Ehre verliehen bei den Kindern und das Recht der Mutter bei den Söhnen bestätigt. 3Wer den Vater ehrt, sühnt Sünden, 4und wer seine Mutter ehrt, sammelt Schätze. 5Wer den Vater ehrt, wird Freude haben an den Kindern und am Tag seines Gebets wird er erhört. 6Wer den Vater ehrt, wird lange leben, und seiner Mutter verschafft Ruhe, wer auf den Herrn hört. 12Kind, nimm dich deines Vaters im Alter an und kränke ihn nicht, solange er lebt! 13Wenn er an Verstand nachlässt, übe Nachsicht und verachte ihn nicht in deiner ganzen Kraft! 14Denn die dem Vater erwiesene Liebestat wird nicht vergessen; und statt der Sünden wird sie dir zur Erbauung dienen. AntwortpsalmPs 128 (127), 1-2.3.4-5 (Kv: vgl. 1) Kv Selig die Menschen,GL 71, 1 die Gottes Wege gehn. - Kv 1Selig jeder, der den Herrn fürchtet, * der auf seinen Wegen geht! 2Was deine Hände erarbeitet haben, wirst du genießen; * selig bist du - es wird dir gut ergehn. - (Kv) 3Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock * im Innern deines Hauses. Wie Schösslinge von Ölbäumen sind deine Kinder * rings um deinen Tisch herum. - (Kv) 4Siehe, so wird der Mann gesegnet, * der den Herrn fürchtet. 5Es segne dich der Herr vom Zion her. * Du sollst schauen das Glück Jerusalems alle Tage deines Lebens. - Kv Oder: ZUR 1. LESUNG Mit einer dreifachen Verheißung hatte Gott Abraham auf den Weg geschickt: Nachkommenschaft, Land und Segen. Abraham vertraute dem Wort Gottes; glaubend wartete er, bis ihm der verheißene Sohn geboren wurde, der Erbe des Segens. Abraham nannte ihn Isaak: Kind der Freude Gottes und seiner Eltern. Erste LesungGen 15, 1-6; 21, 1-3 Dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein Lesung aus dem Buch Génesis. In jenen Tagen 15, 1 erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: Fürchte dich nicht, Abram, ich selbst bin dir ein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein. 2Abram antwortete: Herr und Gott, was kannst du mir geben? Ich gehe kinderlos dahin und Erbe meines Hauses ist Elièser aus Damáskus. 3Und Abram sagte: Siehe, du hast mir keine Nachkommen gegeben; so wird mich mein Haussklave beerben. 4Aber siehe, das Wort des Herrn erging an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein. 5Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. 6Und er glaubte dem Herrn und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an. 21, 1Der Herr nahm sich Saras an, wie er gesagt hatte, und er tat Sara so, wie er versprochen hatte. 2Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham noch in seinem Alter einen Sohn zu der Zeit, die Gott angegeben hatte. 3Abraham gab seinem Sohn, den ihm Sara gebar, den Namen Ísaak. AntwortpsalmPs 105 (104), 1-2.3-4.5-6.8-9 (Kv: vgl. 7a.8a) Kv Der Herr ist unser Gott;GL 60, 1 auf ewig gedenkt er seines Bundes. - Kv 1Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen aus! * Macht unter den Völkern seine Taten bekannt! 2Singt ihm und spielt ihm, * sinnt nach über all seine Wunder! - (Kv) 3Rühmt euch seines heiligen Namens! * Die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. 4Fragt nach dem Herrn und seiner Macht, * sucht sein Angesicht allezeit! - (Kv) 5Gedenkt der Wunder, die er getan hat, * seiner Zeichen und der Beschlüsse seines Mundes! 6Ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, * ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat. - (Kv) 8Auf ewig gedachte er seines Bundes, * des Wortes, das er gebot für tausend Geschlechter, 9des Bundes, den er mit Abraham geschlossen, * seines Eides, den er Ísaak geschworen hat. - Kv ZUR 2. LESUNG Allen Mahnungen an die Gemeinde und ihre verschiedenen Teile voraus steht die Aussage, dass Gott uns kennt und liebt. Daraus ergibt sich die Grundregel für das Zusammenleben der Christen: Die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. Wo das Wort Christi gehört wird, wohnt der Friede und wird die Freude spürbar, die aus Gott kommt. Zweite LesungKol 3, 12-21 Die Liebe ist das Band der Vollkommenheit Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolóssä. Schwestern und Brüder! 12Bekleidet euch, als Erwählte Gottes, Heilige und Geliebte, mit innigem Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Geduld! 13Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 14Vor allem bekleidet euch mit der Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist! 15Und der Friede Christi triumphiere in euren Herzen. Dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! 16Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. In aller Weisheit belehrt und ermahnt einander! Singt Gott Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder in Dankbarkeit in euren Herzen! 17Alles, was ihr in Wort oder Werk tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Dankt Gott, dem Vater, durch ihn! 18Ihr Frauen, ordnet euch den Männern unter, wie es sich im Herrn geziemt! 19Ihr Männer, liebt die Frauen und seid nicht erbittert gegen sie! 20Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! 21Ihr Väter, schüchtert eure Kinder nicht ein, damit sie nicht mutlos werden! Ruf vor dem EvangeliumVers: Kol 3, 15a.16a Halleluja. Halleluja. Der Friede Christi triumphiere in euren Herzen. Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Halleluja. Oder: ZUR 2. LESUNG Es versteht sich nicht von selbst, dass ein Mensch sich nach dem Wort Gottes richtet. Die Lesung weist auf die großen Gestalten des Ersten Bundes, die Patriarchen, hin. Sie gingen den Weg des Glaubens und vertrauten der Zusage Gottes, auch wenn sie und ihre Nachkommen Gottes Gebote oft nicht hielten. Zweite LesungHebr 11, 8.11-12.17-19 Der Glaube Abrahams, Saras und Isaaks Lesung aus dem Hebräerbrief. 8Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde. 11Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara, die unfruchtbar war, die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt den für treu, der die Verheißung gegeben hatte. 12So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann. 17Aufgrund des Glaubens hat Abraham den Ísaak hingegeben, als er auf die Probe gestellt wurde; er gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte 18und zu dem gesagt worden war: Durch Ísaak wirst du Nachkommen haben. 19Er war überzeugt, dass Gott sogar die Macht hat, von den Toten zu erwecken; darum erhielt er Ísaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild. Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Hebr 1, 1-2 Halleluja. Halleluja. Einst hat Gott zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; heute aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn. Halleluja. ZUM EVANGELIUM Die Eltern Jesu halten sich an die Vorschrift des Gesetzes. Sie bringen ihr Kind zum Tempel, um es dem Herrn zu weihen und das vorgeschriebene Opfer darzubringen. Durch Worte des greisen Simeon wird offenbar, dass Jesus nicht, wie die anderen Erstgeborenen, einfach der Familie zurückgegeben wird. An das Loblied des Simeon schließt sich eine Weissagung an, von der auch Maria, die Mutter, betroffen wird. Schon wird das Kreuz sichtbar. Zunächst aber wird das Kind bei seinen Eltern in Nazaret bleiben und von ihnen alles lernen: sprechen, gehen, beten, arbeiten. EvangeliumLk 2, 22-40 Das Kind wuchs heran, erfüllt mit Weisheit Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. 22Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, 23wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. 24Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. 25Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. 26Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. 27Er wurde vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, 28 nahm Símeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: 29Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. 30Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 31 das du vor allen Völkern bereitet hast, 32ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. 33Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. 34Und Símeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, - 35und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden. 36Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Pénuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; 37nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. 39Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. 40Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm. Oder Kurzfassung: Evangelium Lk 2, 22.39-40 Das Kind wuchs heran, erfüllt mit Weisheit Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. 22Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen. 39Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. 40Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm. Am Sonntag: Glaubensbekenntnis, S. 374 ff. Fürbitten vgl. S. 795 f. ZUR EUCHARISTIEFEIER Jesus hat unser menschliches Leben mit all seinen Facetten geteilt. Nichts Menschliches ist ihm fremd geblieben. Bei den Gaben auf dem Altar hat alles Platz, was unser Leben ausmacht. Hier ist der Ort, wo Veränderung und Wandlung beginnt. Gabengebet Herr, unser Gott, am Fest der Heiligen Familie bringen wir das Opfer der Versöhnung dar. Höre auf die Fürsprache der jungfräulichen Gottesmutter und des heiligen Josef. Erhalte unsere Familien in deiner Gnade und in deinem Frieden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Weihnachtspräfation, S. 416 f. In den Hochgebeten I-III eigener Einschub KommunionversBar 3, 38 Unser Gott ist auf der Erde erschienen, als Mensch unter den Menschen. Schlussgebet Gott, unser Vater, du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt. Bleibe bei uns mit deiner Gnade, damit wir das Vorbild der Heiligen Familie nachahmen und nach der Mühsal dieses Lebens in ihrer Gemeinschaft das Erbe erlangen, das du deinen Kindern bereitet hast. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Wir sind aufgerufen, uns gegenseitig zu achten und zu ermutigen und alle zu erreichen, die in Not sind. Die christlichen Familien haben diese besondere Aufgabe: die Liebe Gottes auszustrahlen und das lebenspendende Wasser seines Geistes zu verströmen. Das ist heute besonders wichtig, denn wir erleben die Ausbreitung neuer Wüsten, die durch eine Kultur des Egoismus und der Gleichgültigkeit gegenüber den anderen gebildet werden. (Papst Franziskus) __________________________________________________________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de __________________________________________________________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. Für Lektorinnen und Lektoren und alle, die einen liturgischen oder sonstigen Dienst im Gottesdienst übernehmen bibelwerk.de __________________________________________________________________________________ Liedvorschläge Hier finden Sie Liedvorschläge und Gottesdienstvorlagen für den Gottesdienst: * Amt für Kirchenmusik Augsburg * Impulse zur Gottesdienstgestaltung Erzdiözese Freiburg __________________________________________________________________________________ Psalmtöne Zum Online-Kantorale antwortpsalm.de __________________________________________________________________________________ Fernkurs Liturgie im Fernkurs SCHOTT-Messbuch Schott Messbücher hier erhältlich Spenden Wenn Sie der Meinung sind, dass der SCHOTT-Online eine gute Sache ist und Sie etwas dafür spenden möchten, sind wir dankbar. Verein der Benediktiner zu Beuron e.V. 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