Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ Zweiter Adventssonntag Kriege bringen den Frieden nicht; sie vermehren nur die Angst und die Not. Ist Friede unter den Menschen überhaupt möglich? Nicht, solange die Menschen nicht "umkehren", anders werden: bereit, zu helfen und einander anzunehmen. Die Menschen: das sind wir. EröffnungsversVgl. Jes 30, 19.30 Der Herr wird kommen, um die Welt zu erlösen. Volk Gottes, mach dich bereit. Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen. Tagesgebet Allmächtiger und barmherziger Gott, deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg. Lass nicht zu, dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern, deinem Sohn entgegenzugehen. Führe uns durch dein Wort und deine Gnade zur Gemeinschaft mit ihm, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Zur 1. Lesung König David stammte aus Betlehem, sein Vater hieß Isai (Jesse). Der Prophet sieht das Ende des davidischen Königshauses voraus. Doch aus dem Wurzelstock, dem "Baumstumpf Isais", wird neue Hoffnung wachsen: ein König, der alle Geistesgaben empfängt. Er bringt der Welt den Frieden. - In den Versen 6-8 handelt es sich nicht um den Frieden im Tierreich; gemeint sind die Menschen und die Völker; wenn sie das Gottesrecht annehmen, werden sie den Frieden haben. Erste LesungJes 11, 1-10 Er entscheidet für die Armen, wie es recht ist Lesung aus dem Buch Jesája. An jenem Tag 1 wächst aus dem Baumstumpf Ísais ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. 2Der Geist des Herrn ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. 3Und er hat sein Wohlgefallen an der Furcht des Herrn. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nach dem Hörensagen entscheidet er nicht, 4sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt das Land mit dem Stock seines Mundes und tötet den Frevler mit dem Hauch seiner Lippen. 5Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften und die Treue der Gürtel um seine Lenden. 6Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie. 7Kuh und Bärin nähren sich zusammen, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. 8Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter und zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus. 9Man tut nichts Böses und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie die Wasser das Meer bedecken. 10An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Ísais sein, der dasteht als Feldzeichen für die Völker; die Nationen werden nach ihm fragen und seine Ruhe wird herrlich sein. AntwortpsalmPs 72 (71), 1-2.7-8.12-13.17 (Kv: vgl. 7) Kv In den Tagen des Herrn sollen Gerechtigkeit blühen GL 47,1 und Fülle des Friedens. - Kv 1Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, * dem Königssohn gib dein gerechtes Walten. 2Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit * und deine Elenden durch rechtes Urteil. - (Kv) 7In seinen Tagen sprosse der Gerechte * und Fülle des Friedens, bis der Mond nicht mehr da ist. 8Er herrsche von Meer zu Meer, * vom Strom bis an die Enden der Erde. - (Kv) 12Ja, er befreie den Armen, der um Hilfe schreit, * den Elenden und den, der keinen Helfer hat. 13Er habe Mitleid mit dem Geringen und Armen, * er rette das Leben der Armen. - (Kv) 17Sein Name soll ewig bestehen, * solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name. Mit ihm wird man sich segnen, * ihn werden seligpreisen alle Völker. - Kv Zur 2. Lesung In jeder Gemeinde gibt es Unterschiede und Gegensätze. Aber das, was alle verbindet, ist stärker als das, was trennen könnte. Alle haben wir Grund, Gott zu danken: für die Treue, mit der er zu den alten Verheißungen steht, und für sein Erbarmen, mit dem er uns alle annimmt. Wir ehren Gott dadurch, dass auch wir einander annehmen. Christus hat es uns gesagt und gezeigt. Zweite LesungRöm 15, 4-9 Christus rettet alle Menschen Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom. Schwestern und Brüder! 4Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben. 5Der Gott der Geduld und des Trostes aber schenke euch, eines Sinnes untereinander zu sein, Christus Jesus gemäß, 6damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einmütig und mit einem Munde preist. 7Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes! 8Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen Diener der Beschnittenen geworden, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen; 9die Heiden aber sollen Gott rühmen um seines Erbarmens willen, wie geschrieben steht: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen. Ruf vor dem EvangeliumVers: Lk 3, 4b.6 Halleluja. Halleluja. Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen. Halleluja. Zum Evangelium Mit dem Kommen Jesu hat die Gottesherrschaft (das "Himmelreich") begonnen. Jetzt ist die Zeit der Gnade; die geforderte Umkehr, die Hinwendung des ganzen Menschen zu Gott, ist die große Möglichkeit, die den Menschen jetzt angeboten wird. EvangeliumMt 3, 1-12 Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 1In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: 2Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. 3Er war es, von dem der Prophet Jesája gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! 4Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.5Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; 6sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. 7Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt? 8Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, 9und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken. 10Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 11Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Glaubensbekenntnis, S. 378 ff. Fürbitten vgl. S. 798 ff. Zur Eucharistiefeier Mit Jesus ist das Reich Gottes angebrochen - ein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens. Wir sollen neue Schöpfung werden, Menschen, die ihm den Weg bahnen durch Taten der Liebe. Gabengebet Barmherziger Gott, wir bekennen, dass wir immer wieder versagen und uns nicht auf unsere Verdienste berufen können. Komm uns zu Hilfe, ersetze, was uns fehlt, und nimm unsere Gebete und Gaben gnädig an. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Adventspräfation, S. 419 f. KommunionversBar 5, 5; 4, 36 Jerusalem, erhebe dich, steig auf den Berg und schau die Freude, die von deinem Gott zu dir kommt. Schlussgebet Herr, unser Gott, im heiligen Mahl hast du uns mit deinem Geist erfüllt. Lehre uns durch die Teilnahme an diesem Geheimnis, die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen und das Unvergängliche mehr zu lieben als das Vergängliche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Für den Tag und die Woche Gott ist treu in seiner Erwählung; doch erspart er den Seinen nicht die Bewährung. Erwählung ist kein Freibrief. Berufung kann auch scheitern. Erwählende Treue Gottes wird missbraucht. Es gibt harte Brüche in der Geschichte eines erwählten Volkes - und in der Lebensgeschichte von Menschen, die sich in besonderer Weise berufen wissen. (Maria Riebl) __________________________________________________________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de __________________________________________________________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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