#Erzabtei Beuron (letzte Aktualisierungen) Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron * Schott * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de Menü * Schott * Text Schott Tagesliturgie Sonntag 28 Oktober 2018 * zurück * weiter * 30. Sonntag im Jahreskreis * Hl. Judas, Hl. Simon * Lesejahr: B II, StB: II. Woche [Sonntag, 28.10.2018___] __________________________________________________________________ 30. Sonntag im Jahreskreis B Der Mensch kann sehen und hören, und er weiß, dass er es kann. Dieses Wissen unterscheidet ihn vom Tier. Wenn ein Sinnesorgan gestört ist, fühlt er sich in seinem Menschsein beeinträchtigt, alles wird schwerer für ihn. Außer dem äußeren Sinnesorgan hat der Mensch aber auch eine innere Fähigkeit, das Gesehene oder Gehörte aufzunehmen; diese Fähigkeit kann sich entfalten oder auch verkümmern. Es gibt Wirklichkeiten, die wir sehen, während wir für andere blind und taub sind. Wenn wir für die Wirklichkeit Gottes offen sind, fähig zu sehen und zu hören, dann ist das ein großes Glück. Und Glück verpflichtet. Eröffnungsvers Vgl. Ps 105 (104), 3-4 Freuen sollen sich alle, die den Herrn suchen. Sucht den Herrn und seine Macht, sucht sein Antlitz allezeit. Ehre sei Gott Tagesgebet Allmächtiger, ewiger Gott mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gib uns die Gnade, zu lieben, was du gebietest, damit wir erlangen, was du verheißen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur 1. Lesung Jeremia, der Prophet des Untergangs, durfte nach dem eingetroffenen Gottesgericht (Untergang der beiden Reiche Israel und Juda) auch die Trostbotschaft ausrichten, dass Gott sich um sein Volk kümmern wird. Wie ein Hirt und Vater wird er den Rest Israels wieder sammeln; er will das Verwundete heilen, das Verlorene retten. Messianische Erwartungen klingen an, wenn der Prophet auch den Blinden und den Lahmen Hoffnung zuspricht. ERSTE Lesung Jer 31, 7-9 Blinde und Lahme, tröstend geleite ich sie heim Lesung aus dem Buch Jeremia ^7So spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels. ^8Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. ^9Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn. Antwortpsalm Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 3) R Großes hat der Herr an uns getan. (GL neu 404) Da waren wir fröhlich. - R 1 Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, IX. Ton da waren wir alle wie Träumende. 2ab Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. - (R) 2cd Da sagte man unter den andern Völkern: Der Herr hat an ihnen Großes getan. 3 Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir, fröhlich. - (R) 4 Wende doch, Herr, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland. 5 Die mit Tränen säen; werden mit Jubel ernten. - (R) 6 Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein. R Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich. Zur 2. Lesung Wir haben Grund, dem Wort Gottes zu glauben und der Treue Gottes zu trauen. Wir haben einen Hohenpriester: Jesus, den ewigen Sohn. Er ist einer von uns, kann also mitfühlen mit unserer Schwachheit, und er ist von Gott eingesetzt zum Dienst für die Menschen. Darin gleicht er dem Hohenpriester des Alten Bundes; aber sein Priestertum ist ungleich erhabener; er ist der Sohn, und sein Priestertum ist ein ewiges Priestertum. Er ist mächtig, um alle zu retten, die ihm gehorchen. ZWEITE Lesung Hebr 5, 1-6 Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks Lesung aus dem Hebräerbrief ^1Jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. ^2Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der Schwachheit unterworfen ist; ^3deshalb muss er für sich selbst ebenso wie für das Volk Sündopfer darbringen. ^4Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron. ^5So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt, ^6wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks. Ruf vor dem Evangelium Vers: vgl. 2 Tim 1, 10 Halleluja. Halleluja. Unser Retter Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des Lebens gebracht durch das Evangelium. Halleluja. Zum Evangelium Die Heilung des Blinden von Jericho ist die letzte Wundererzählung im Markusevangelium. Der Blinde wusste, dass er blind war, und schrie um Hilfe. Er wurde sehend und begab sich in die Nachfolge Jesu. Die Jünger dagegen scheinen immer noch blind zu sein. Sie ziehen zwar mit Jesus nach Jerusalem hinauf, aber sie verstehen seinen Weg nicht; bei der Kreuzigung Jesu wird der heidnische Hauptmann der Einzige sein, der sieht und begreift: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. Evangelium Mk 10, 46-52 Rabbuni, ich möchte wieder sehen können + Aus dem heiligen Evangelium nach Markus In jener Zeit ^46als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. ^47Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! ^48Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! ^49Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. ^50Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. ^51Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. ^52Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg. Glaubensbekenntnis Fürbitten: Im Jahreskreis Zur Eucharistiefeier Durch die Taufe sind wir worden, aber der Glaube ist noch ein dunkles Licht. Unser ganzes Leben ist (wenn es richtig geht) ein Erwachen zum Licht Christi. - Herr, öffne mir die Augen, damit ich sehe; zeig mir deine Wege. Gabengebet Allmächtiger Gott, sieh gnädig auf die Gaben, die wir darbringen, und lass uns dieses Opfer so feiern, dass es dir zur Ehre gereicht. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Präfationen für die Sonntage im Jahreskreis Kommunionvers Vgl. Ps 20 (19), 6 Wir jubeln über die Hilfe des Herrn. Wir frohlocken im Namen unseres Gottes. Oder: Eph 5, 2 Christus hat uns geliebt und sich für uns hingegeben als Gabe und Opfer, das Gott wohlgefällt. Schlussgebet Herr, unser Gott, gib, dass deine Sakramente in uns das Heil wirken, das sie enthalten, damit wir einst als unverhüllte Wirklichkeit empfangen, was wir jetzt in heiligen Zeichen begehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Für den Tag und die Woche Blinde und Sehende Es gibt Menschen, die blind sind gegenüber allem Guten, das mehr ist als das Nutzbringende. Es gibt Menschen, die blind sind gegenüber aller Wahrheit, die mehr ist als das Wahrnehmbare und Sichtbare. Und es gibt Menschen, die blind sind gegenüber dem Urgrund aller Dinge, den wir Gott nennen. Es braucht deshalb Menschen, die der Glaube sehend gemacht hat und die fähig sind, andere, die sich noch im Dunkel. befinden, zu führen. (B. Lesniewicz) Schott Tagesliturgie Sonntag 28 Oktober 2018 * zurück * weiter * 30. Sonntag im Jahreskreis * Hl. Judas, Hl. Simon * Lesejahr: B II, StB: II. Woche [Sonntag, 28.10.2018___] Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de __________________________________________________________________ Liedvorschläge Hier finden Sie Liedvorschläge für den Gottesdienst Amt für Kirchenmusik Augsburg __________________________________________________________________ Psalmtöne Zum Online-Kantorale antwortpsalm.de Schott Messbuch bestellen Schott Messbuch für die Sonn- und Festtage Lesejahre A, B, C (auch als CD-Rom-Ausgabe) in der Klosterbuchhandlung bestellen: Bestellformular * Schott * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de © 2013 Erzabtei St.Martin zu Beuron | [javascript protected email address] Adminiatrationsansicht Konzept & Realisierung: Weitblick Internetwerkstatt | Design: Ari Gröbke nach oben ____________________ suchen ×