Gal 5, 1-25 ^1Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Bleibt daher fest und lasst euch nicht von neuem das Joch der Knechtschaft auflegen! ^2Hoert, was ich, Paulus, euch sage: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird Christus euch nichts nuetzen. ^3Ich versichere noch einmal jedem, der sich beschneiden laesst: Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten. ^4Wenn ihr also durch das Gesetz gerecht werden wollt, dann habt ihr mit Christus nichts mehr zu tun; ihr seid aus der Gnade herausgefallen. ^5Wir aber erwarten die erhoffte Gerechtigkeit kraft des Geistes und aufgrund des Glaubens. ^6Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist. ^7Ihr wart auf dem richtigen Weg. Wer hat euch gehindert, weiter der Wahrheit zu folgen? ^8Was man auch gesagt hat, euch zu ueberreden: es kommt nicht von dem, der euch berufen hat. ^9Ein wenig Sauerteig durchsaeuert den ganzen Teig. ^10Doch im Glauben an den Herrn bin ich fest davon ueberzeugt, dass ihr keine andere Lehre annehmen werdet. Wer euch verwirrt, der wird das Urteil Gottes zu tragen haben, wer es auch sei. ^11Man behauptet sogar, dass ich selbst noch die Beschneidung verkuendige. Warum, meine Brueder, werde ich dann verfolgt? Damit waere ja das Aergernis des Kreuzes beseitigt. ^12Diese Leute, die Unruhe bei euch stiften, sollen sich doch gleich entmannen lassen. ^13Ihr seid zur Freiheit berufen, Brueder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand fuer das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! ^14Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Naechsten lieben wie dich selbst! ^15Wenn ihr einander beisst und verschlingt, dann gebt acht, dass ihr euch nicht gegenseitig umbringt. ^16Darum sage ich: Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfuellen. ^17Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenueber, so dass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. ^18Wenn ihr euch aber vom Geist fuehren lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz. ^19Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht [griech. Porneia, Hurerei, Ehebruch], Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, ^20Goetzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jaehzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, ^21Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und aehnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon frueher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben. ^22Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Guete, Treue, ^23Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht. ^24Alle, die zu Christus Jesus gehoeren, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. ^25Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen. Wir wollen nicht prahlen, nicht miteinander streiten und einander nichts nachtragen.