27:1 David bei den Philistern: 27,1 - 28,2 David ueberlegte: Eines Tages werde ich doch noch durch Saul umgebracht. Es bleibt nichts anderes uebrig, als mich im Land der Philister in Sicherheit zu bringen. Dann wird Saul mich in Ruhe lassen und aufhoeren, mich weiter im ganzen Gebiet Israels zu suchen, und ich bin seiner Hand entkommen. [23,23] 27:2 David machte sich also auf den Weg und ging mit den sechshundert Maennern, die bei ihm waren, zu Achisch hinueber, dem Sohn Maochs, dem Koenig von Gat. [21,11-16] 27:3 Und er blieb mit seinen Leuten bei Achisch in Gat; alle hatten ihre Familien bei sich, David seine beiden Frauen: Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil aus Karmel, die (fruehere) Frau Nabals. 27:4 Als man Saul meldete, dass David nach Gat geflohen war, suchte er nicht mehr weiter nach ihm. 27:5 David sagte zu Achisch: Wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann weise mir einen Platz in einer der Staedte des flachen Landes zu, wo ich mich niederlassen kann. Warum soll dein Knecht bei dir in der Koenigsstadt wohnen? 27:6 Da gab ihm Achisch noch am gleichen Tag Ziklag. Deshalb gehoert Ziklag den Koenigen von Juda bis zum heutigen Tag. [30,1] 27:7 Die Zeit, die David im Land der Philister verbrachte, betrug ein Jahr und vier Monate. 27:8 David zog mit seinen Maennern aus, und sie unternahmen Raubzuege bei den Geschuritern, den Geresitern und den Amalekitern; diese bewohnen von jeher das Gebiet in Richtung Schur und nach Aegypten zu. 27:9 David verheerte das Land und liess weder Maenner noch Frauen am Leben; Schafe und Rinder, Esel, Kamele und Kleider aber nahm er mit. Wenn er dann zurueckkehrte und zu Achisch kam 27:10 und Achisch ihn fragte: Wohin habt ihr heute euren Raubzug gemacht?, antwortete David: Ins Suedland von Juda, oder: Ins Suedland der Jerachmeeliter, oder: Ins Suedland der Keniter. [30,29] 27:11 Weder Maenner noch Frauen liess er am Leben, und er brachte niemand nach Gat; denn er sagte sich: Niemand soll etwas ueber uns berichten und sagen koennen: Das und das hat David gemacht. So hielt er es die ganze Zeit ueber, solange er sich im Land der Philister aufhielt. 27:12 Achisch aber schenkte David Vertrauen, denn er sagte sich: Er hat sich bei seinem Volk, bei den Israeliten, so verhasst gemacht, dass er fuer immer mein Knecht bleiben muss.