1:1 Vorrede: Das Wort des Lebens: 1,1-4 Was von Anfang an war, was wir gehoert haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Haende angefasst haben, das verkuenden wir: das Wort des Lebens. [Joh 1,1-5.14 1-4: Die Vorrede ist mit dem Anfang des Evangeliums verwandt und setzt diesen wohl voraus. Die Zeugen des Mensch gewordenen Wortes ("Wort des Lebens") sprechen als Verkuendiger; sie wollen die Briefempfaenger zu einer tieferen Gemeinschaft mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus fuehren. das Wort des Lebens, woertlich: vom Wort des Lebens sprechen wir.] 1:2 Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkuenden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. 1:3 Was wir gesehen und gehoert haben, das verkuenden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. [1,7; Joh 17,20f; 1 Kor 1,9] 1:4 Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist. [Joh 15,11; 16,20.22.24; 17,13; Joh 12] 1:5 Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 1,5 - 2,17 Das Wesen Gottes: 1,5-7 Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehoert haben und euch verkuenden: Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm. [3,11; Dan 2,22; Joh 8,12; Jak 1,17] 1:6 Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis leben, luegen wir und tun nicht die Wahrheit. [2,4.11; Joh 3,20f] 1:7 Wenn wir aber im Licht leben, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Suende. [Joh 8,12; 12,35f; Hebr 9,14.22] 1:8 Christ und Suende: 1,8 - 2,2 Wenn wir sagen, dass wir keine Suende haben, fuehren wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. [8-2,2: Das Thema "Christ und Suende" durchzieht das ganze Schreiben (vgl. 3,4-9; 3,19-21; 5,3f; 5,16-18).] 1:9 Wenn wir unsere Suenden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Suenden und reinigt uns von allem Unrecht. [Ex 34,6f; Dtn 32,4] 1:10 Wenn wir sagen, dass wir nicht gesuendigt haben, machen wir ihn zum Luegner, und sein Wort ist nicht in uns. [Spr 28,13]