11:1 Sie liess alles gelingen, was sie unter der Fuehrung des heiligen Propheten unternahmen. [Hos 12,14] 11:2 Sie zogen durch eine unbewohnte Wueste und schlugen in unwegsamen Gegenden ihre Zelte auf. 11:3 Sie leisteten ihren Feinden Widerstand und wehrten ihre Gegner ab. [Ex 17,8-16] 11:4 Als sie duersteten und dich anriefen, wurde ihnen Wasser aus schroffem Fels gegeben, so dass sie ihren Durst stillen konnten aus hartem Gestein. [Ex 17,1-7; Ps 78,15f; 105,41] 11:5 Das Volk Gottes und seine Feinde - sieben Vergleiche: 11,5 - 19,22 Das Wasser des Nil - das Wasser aus dem Felsen: 11,5-14 Denn was ihren Feinden zur Strafe wurde, das empfingen sie als Wohltat in ihrer Not. [Vg formuliert 5b etwas anders und fuegt als V. 6 hinzu: indem es ihnen an Getraenk mangelte, und die Israeliten freuten sich, als sie Ueberfluss hatten. Die VV. 6-26 zaehlt dann Vg als VV. 7-27.] 11:6 Der staendig fliessende Strom wurde durch schmutziges Blut getruebt. [Ps 78,44; 105,29] 11:7 So wurden jene fuer den befohlenen Kindermord gestraft. Diesen aber gabst du wider Erwarten reichlich Wasser, [Ex 1,15-22] 11:8 nachdem du ihnen vorher durch ihren Durst gezeigt hattest, wie ihre Gegner von dir bestraft wurden. [11,4; 16,4] 11:9 Denn als sie geprueft und, wenn auch nur milde, zurechtgewiesen wurden, da erkannten sie, wie die Frevler im Zorn gerichtet und gepeinigt worden waren. [12,21f] 11:10 Sie hast du wie ein mahnender Vater auf die Probe gestellt, die Frevler aber wie ein strenger Koenig gerichtet und verurteilt. [Dtn 8,5; Spr 3,11f] 11:11 Fern von den Gerechten wurden sie ebenso geplagt, wie damals, als sie ihnen noch nahe waren; 11:12 denn zweifaches Leid und Seufzen brachte ihnen die Erinnerung an das Vergangene: 11:13 Als sie naemlich hoerten, dass ihre eigene Bestrafung jenen sogar zur Wohltat geworden war, da erkannten sie das Wirken des Herrn. 11:14 Den sie einst ausgesetzt und weggeworfen, den sie mit Hohn abgewiesen hatten, den mussten sie am Ende von allem bestaunen, nachdem sie einen viel schlimmeren Durst gelitten hatten als die Gerechten. [Ex 2,3.15; 5,23; 10,28] 11:15 Erste Einschaltung: Gottes Art zu strafen: 11,15 - 12,27 Zur Strafe fuer ihre frevlerische Torheit, in die sie sich verirrt hatten, als sie vernunftloses Gewuerm und armseliges Ungeziefer verehrten, sandtest du ihnen eine Menge vernunftloser Tiere. [12,23-27; 15,18 - 16,1 Die Aegypter verehrten Krokodile, Schlangen, Eidechsen, Froesche, Kaefer, Fliegen, ueberhaupt den groessten Teil der in Aegypten heimischen Tierwelt.] 11:16 Sie sollten erkennen: Man wird mit dem gestraft, womit man suendigt. [Ri 1,7] 11:17 Fuer deine allmaechtige Hand, die aus ungeformtem Stoff die Welt gestaltet hat, waere es keine Schwierigkeit gewesen, eine Menge von Baeren gegen sie zu senden oder grimmige Loewen [Gen 1,2; 12,9 Den Ausdruck "ungeformter Stoff" uebernimmt der Verfasser aus der griechischen Philosophie, aber nicht im Sinn einer ungeschaffenen Materie, er bezieht sich vielmehr auf Gen 1,2.] 11:18 oder unbekannte, neugeschaffene, wuterfuellte Tiere, die feuerspruehenden Atem aushauchen oder zischenden Dampf ausstossen oder schreckliche Funken aus den Augen spruehen. [8Ijob 41,10-14] 11:19 Nicht nur ihre verderbliche Gewalt haette sie zermalmen, schon ihr furchterregender Anblick haette sie vernichten koennen. 11:20 Aber abgesehen davon haetten sie durch einen einzigen Hauch fallen koennen, verfolgt von deinem Strafgericht und fortgeweht vom Sturm deiner Macht. Du aber hast alles nach Mass, Zahl und Gewicht geordnet. [Ijob 4,9; Sir 1,9] 11:21 Denn du bist immer imstande, deine grosse Macht zu entfalten. Wer koennte der Kraft deines Arms widerstehen? [2 Chr 20,6] 11:22 Die ganze Welt ist ja vor dir wie ein Staeubchen auf der Waage, wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde faellt. [Jes 40,15] 11:23 Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst ueber die Suenden der Menschen hinweg, damit sie sich bekehren. [12,18; Ps 145,9] 11:24 Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast; denn haettest du etwas gehasst, so haettest du es nicht geschaffen. 11:25 Wie koennte etwas ohne deinen Willen Bestand haben, oder wie koennte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen waere? 11:26 Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens. [Jona 4,11]