Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ FREITAG EröffnungsversPs 86 (85), 8.10 Herr, unter den Göttern ist keiner wie du. Denn du bist groß und tust Wunder. Du allein bist Gott. Tagesgebet Gütiger Gott, lass deine Gnade mächtig werden in unseren Herzen, damit wir imstande sind, unser eigenes Begehren zu meistern und den Anregungen deines Geistes zu folgen. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur Lesung Israel hat sich von seinem Gott abgewandt; die Folge des Abfalls wird der Untergang sein (Fall von Samaria 721). An dieses verlorene Volk richten sich der Ruf zur Umkehr (V. 2-4) und die Heilsankündigung (V. 5-9). Vers 10 bildet den nachdenklichen Abschluss des ganzen Hosea-Buches. Die zentrale Aussage dieser Lesung finden wir in Vers 5: Israel ist unfähig, sich zu bekehren, es ist unheilbar krank. Aber Gott ist der liebevolle Arzt, der helfen kann und helfen will. Er ist der Einzige (vgl. Evangelium), von dem Hilfe und Heilung kommen. Das wurde dem Nordreich Israel gesagt, als es vor seinem Untergang stand. Aber die Menschen haben seither nichts dazugelernt; immer noch sagen sie "unser Gott" (V. 4) zu ihren eigenen Werken und Zielvorstellungen. - Hos 5, 5; 7, 11; 12, 2; Jes 31, 1; Hos 2, 18-19; 9, 15-17; Ps 133; Mi 5, 6; Jes 27, 6; Am 9, 13-15; Hos 4, 17; 2 Kor 6, 14-18; Ps 107, 43; Dtn 32, 4. Erste LesungHos 14, 2-10 Zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott Lesung aus dem Buch Hoséa. So spricht der Herr: 2Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld. 3Nehmt Worte der Reue mit euch, kehrt um zum Herrn und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld hinweg und nimm an, was gut ist: Anstelle von Stieren bringen wir dir unsere Lippen dar. 4Assur kann uns nicht retten, wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet ein Waisenkind Erbarmen. So spricht der Herr: 5Ich will ihre Untreue heilen und sie aus freiem Willen wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt. 6Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es sprosst wie die Lotusblüte und seine Wurzeln schlägt wie der Líbanon. 7Seine Zweige sollen sich ausbreiten, sodass seine Pracht wie die des Ölbaums wird und sein Duft wie der des Líbanon. 8Die in seinem Schatten wohnen, bauen wieder Getreide an und sie sprossen wie der Weinstock, dessen Wein so berühmt ist wie der Wein vom Líbanon. 9Éfraim, was habe ich noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja, ich habe ihm geantwortet und achte auf ihn: Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht. 10Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es. Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall. AntwortpsalmPs 81 (80), 6c-8b.8c-9.10-11b.14 u. 17 (Kv: vgl. 6c.9a) Kv Hört auf die Stimme des Herrn! - KvGL 52, 1, VIII. Ton 6cEine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm: * 7Seine Schulter hab ich von der Bürde befreit, seine Hände kamen los vom Lastkorb. * 8abDu riefst in der Not und ich riss dich heraus. - (Kv) 8cdIch habe dich aus dem Versteck des Donners erhört, * an den Wassern von Meríba geprüft. 9Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! * Israel, wolltest du doch auf mich hören! - (Kv) 10Kein fremder Gott soll bei dir sein, * du sollst dich nicht niederwerfen vor einem fremden Gott. 11abIch bin der Herr, dein Gott, * der dich heraufgeführt hat aus Ägypten. - (Kv) 14Ach, dass mein Volk doch auf mich hörte, * dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen! 17Ich würde es nähren mit bestem Weizen, * dich sättigen mit Honig aus dem Felsen. - Kv Ruf vor dem EvangeliumVers: Mt 4, 17 Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! - Kv (So spricht der Herr:) Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! ZUM EVANGELIUM Die Gesetzeslehrer zählten Gebote und Verbote, sie unterschieden leichte und schwere Gebote, und weil das alles so kompliziert war, fragten sie auch nach dem einen Gebot, das etwa alle anderen aufwog. Nach Mt 22, 35 fragten die Pharisäer Jesus, um ihn auf die Probe zu stellen. Dagegen scheint die Frage des Gesetzeslehrer im Markusevangelium aufrichtig zu sein (vgl. V. 34). Jesus antwortet auf die Frage nach dem ersten Gebot, indem er den ersten Glaubensartikel anführt (V. 29; Dtn 6, 4), der jedem Juden aus seinem täglichen Gebet bekannt ist. Auch das Gebot der Gottesliebe und das der Nächstenliebe stehen bereits im Alten Testament, wenn auch nicht ausdrücklich miteinander verbunden (Dtn 6, 5; Lev 19, 18). Ihren Ernst und ihr Gewicht bekommt die Antwort Jesu durch sein eigenes Handeln. Mit einer so radikalen Einfachheit schenkt er seine Liebe allen, auch den Verachteten, dass er alle Gesetzesparagraphen überholt. So setzt er das ursprüngliche Gottesrecht wieder in Kraft. Und er gewinnt den Schriftgelehrten lieb, der dieses neue Gesetz versteht und bejaht. - Mt 22, 34-40; Lk 10, 25-28; 1 Joh 4, 10; Röm 13, 8-10; 1 Sam 15, 22; Ps 40, 7-9; Am 5, 21-27; Mt 22, 46; Lk 20, 40. EvangeliumMk 12, 28b-34 Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr, ihn allein sollst du lieben Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. In jener Zeit 28b ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? 29Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. 30Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. 31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. 32Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr und es gibt keinen anderen außer ihm 33und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. 34Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen. Fürbitten Jesus Christus zeigt uns, wie wir Gott und unseren Nächsten lieben sollen. Zu ihm wollen wir beten: fS Erfülle die Glieder der Kirche mit der Liebe zu allen Menschen. fS Setze Krieg und Terror ein Ende und führe die Völker der Erde in Frieden zusammen. fS Bewege die Herzen der Sünder zur Umkehr. fS Mache uns bereit, mit den Armen und Hungernden zu teilen. fS Vollende unsere Verstorbenen in der Liebe. Gütiger Vater, deine Liebe ist ohne Grenzen. Hilf uns, in der Liebe zu dir und unseren Nächsten zu wachsen. So bitten wir durch Christus, unseren Herrn. - A: Amen. Gabengebet Herr, unser Gott, schau gnädig auf die Gaben, die wir dir weihen. Nimm sie an und gib, dass sie uns das Heil bringen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Fastenpräfation, S. 750 f. KommunionversVgl. Mk 12, 33 Gott lieben aus ganzem Herzen und den Nächsten wie sich selbst: das ist mehr als alle Opfer. Schlussgebet Barmherziger Gott, komm uns zu Hilfe mit deiner Kraft und schütze uns an Leib und Seele, damit wir die Erlösung, die uns im Sakrament zuteil wird, einst in ihrer Vollendung erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. __________________________________________________________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de __________________________________________________________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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