Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ MITTWOCH EröffnungsversPs 71 (70), 8.23 Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob, von deinem Ruhm den ganzen Tag, meine Lippen sollen jubeln, denn dir will ich singen und spielen. Halleluja. Tagesgebet Treuer Gott, du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur Lesung Die erste Missionsreise des Paulus hat deutlich gemacht, wo die Zukunft der Kirche liegen wird: im weiten Raum der Heidenwelt (14, 27). Aber wie muss diese Kirche aussehen, wie weit gilt für sie noch das jüdische Gesetz, im Besonderen die Vorschrift der Beschneidung, die in Apg 15, 1 als "Brauch des Mose" bezeichnet wird? Das war für die Zukunft des Christentums eine entscheidende Frage; nicht zufällig steht sie groß in der Mitte der Apostelgeschichte, im Kapitel über das "Apostelkonzil" in Jerusalem. Für jüdisches Denken hing die Zugehörigkeit zum Bund der Verheißung unlösbar mit der Beschneidung zusammen; für Nichtjuden war das eine fremde Sitte, die ihnen den Weg zum christlichen Glauben praktisch versperrt hätte. Aber wer konnte diese Frage entscheiden? Sie musste in Jerusalem ausgetragen und entschieden werden. Und es ist erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die vorwiegend heidenchristliche Gemeinde von Antiochia die Autorität der Apostel und Ältesten von Jerusalem anerkennt und von ihnen die Entscheidung erwartet. Wir lesen von harten Auseinandersetzungen und heftigem Streit, aber die Einheit wird nicht preisgegeben. - Gal 2, 1-14; Apg 21, 21.25; 15, 23-29; Gen 17, 9-11. Erste LesungApg 15, 1-6 Man beschloss, sie sollten wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und den Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen Lesung aus der Apostelgeschichte. In jenen Tagen 1 kamen einige Leute von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden. 2Da nun nicht geringer Zwist und Streit zwischen ihnen und Paulus und Bárnabas entstand, beschloss man, Paulus und Bárnabas und einige andere von ihnen sollten wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und den Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen. 3Die Gemeinde gab ihnen das Weggeleit. Dann zogen sie durch Phönízien und Samárien; dabei berichteten sie den Brüdern von der Bekehrung der Heiden und bereiteten damit allen Brüdern große Freude. 4Bei ihrer Ankunft in Jerusalem wurden sie von der Gemeinde und von den Aposteln und den Ältesten empfangen. Sie erzählten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan hatte. 5Da erhoben sich einige aus der Partei der Pharisäer, die gläubig geworden waren, und sagten: Man muss sie beschneiden und von ihnen fordern, am Gesetz des Mose festzuhalten. 6Die Apostel und die Ältesten traten zusammen, um die Frage zu prüfen. AntwortpsalmPs 122 (121), 1-3.4-5 (Kv: 1b) Kv Zum Haus des Herrn wollen wir gehen. - KvGL 68, 1, VI. Ton Oder: Kv Halleluja. - Kv 1Ich freute mich, als man mir sagte: * "Zum Haus des Herrn wollen wir gehen." 2Schon stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem: / 3Jerusalem, als Stadt erbaut, * die fest in sich gefügt ist. - (Kv) 4Dorthin zogen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, / wie es Gebot ist für Israel, * den Namen des Herrn zu preisen. 5Denn dort stehen Throne für das Gericht, * die Throne des Hauses David. - Kv Ruf vor dem EvangeliumVers: Joh 15, 4a.5b Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wer in mir bleibt, der bringt reiche Frucht. Halleluja. ZUM EVANGELIUM In der Bildrede vom Weinstock und den Reben gehen Gleichnis und Wirklichkeit ineinander über. Jesus gibt von diesem Wort keine Erklärung (weil es keine braucht), er schließt nur eine Mahnung an. Das Bild vom Weinstock (oder Weinberg) hat ebenso wie das vom Hirten tiefe Wurzeln im Alten Testament. Jesus vergleicht die lebensnotwendige Einheit von Weinstock und Rebe. Nur wer in der Einheit bleibt, kann Frucht bringen: Was er tut, hat Sinn und Wert vor Gott und in der Gemeinde, in der Kirche. Jesus ist der wahre Weinstock, wie er das wahre Licht und der gute Hirt und das lebendige Brot ist: Er ist die urbildliche Wirklichkeit, von der alles Geschaffene ein Gleichnis ist. - Dtn 32, 32; Jes 5, 1-7; Mt 20, 1-16; Lk 22, 17-18; Mt 15, 13; Ps 127, 1; Ez 15, 1-8; Joh 14, 13; 1 Joh 5, 14. EvangeliumJoh 15, 1-8 Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 1Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. 2Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. 4Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. 6Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. 7Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. 8Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet. Fürbitten Aus Christus, dem wahren Weinstock, strömt Leben in Kirche und Welt. Zu ihm lasst uns beten: fS Schenke deiner in Konfessionen gespaltenen Kirche Einheit im Glauben und in der Liebe. fS Bewahre die Völker der Erde vor Terror, Krieg und Katastrophen. fS Hilf uns, treu am Glauben festzuhalten und deinen Frieden zu den Menschen zu tragen. fS Schenke den Früchten der Erde Wachstum und Gedeihen. fS Gewähre unseren Verstorbenen die Fülle des Lebens. Denn du hast versprochen, dass wir erhalten, um was wir bitten. Gepriesen seist du in Ewigkeit. - A: Amen. Gabengebet Herr, unser Gott, gib, dass wir dir allzeit danken durch die Feier der österlichen Geheimnisse. In ihnen führst du das Werk der Erlösung fort; mache sie für uns zur Quelle der unvergänglichen Freude. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Osterpräfation, S. 752 f. Kommunionvers Der Herr ist auferstanden, er hat uns erlöst durch sein Blut. Er ist unser Licht und Heil. Halleluja. Schlussgebet Gütiger Gott, durch das Werk der Erlösung hast du unsere Schuld getilgt, und uns deine Gnade geschenkt. Die Feier der Geheimnisse Christi stärke uns in diesem Leben und schenke uns die ewige Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. ____________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de ____________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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