Schabbath, Fol. 156a: “… R. Chanina sagte: Der Glücksstern macht weise, der Glücksstern macht reich.” - Die Rabbiner streiten dann darüber, ob Jisrael dem Glücksstern unterliegt oder nicht.
Baba bathra, Fol. 73a: “… Es heißt (Jsai. 54, 12): ‘Ich will deine Zinnen aus Kokodstein machen.’ R. Schemuel ben Nachmani sagte: Hierüber streiten zwei Engel im Himmel: Gabriel und Mikhael; manche sagen: zwei Amoräer im Westen, das sind Jehuda und Hizkija, die Söhne R. Chijas; einer sagt, es sei Schamstein und einer sagt, es sei Jaspis. Der Heilige sprach zu ihnen: Wie der eine und wie der andere.”
Megillah, Fol. 12b: “Bei der Mahlzeit von Achaschverosch sagten einige, die Mederinnen seien schöner, und die anderen sagten, die Perserinnen seien schöner. Hierauf sprach Achoschverosch: Das Gefäß, dessen ich mich bediene, ist weder eine Mederin, noch eine Perserin, sondern eine Chaldäerin (aus Kasdim); wollet ihr sie sehen?
Diese erwiderten: Jawohl, aber sie muß nackt erscheinen. Dies lehrt, daß die ruchlose Vaschti Jisraelitinnen holte, um sie nackt auszuziehen und am Schabbath arbeiten zu lassen. ‘Und die Königin Vaschti weigerte sich.’ (Esther l, 12) Merke: sie war ja frech, denn der Meister sagte: sie hatten beide (sie und Haman) sündhafte Absichten, darum kamen sie nicht. R. Joseph erwiderte: Dies lehrt, daß sie vom Aussatz befallen wurde. In einer Barajtha wird gelehrt: Gabriel kam und setzte ihr einen Schwanz an. ‘Da
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ergrimmte der König sehr.’ Warum? Raba erwiderte: Weil sie ihm hat sagen lassen: Der Stallmeister meines Großvaters konnte tausend Maß Wein trinken und betrank sich nicht und du trinkst nur ein wenig und wirst sofort wahnsinnig.”
Sanhedrin, Fol. 98b: “Rabh sagte: Die Welt ist nur wegen der Verdienste Davids erschaffen worden; Schemuel sagte: Wegen des Moschehs. - R. Jehuda sagte: Dereinst wird ihnen der Heilige einen anderen David aufstellen, (s. Jerem. 30, 9.) R. Eliezer sagte: Die messianischen Tage werden 40 Jahre anhalten, (s. PS. 94) R. Eleazar sagte: 70 Jahre (Jsai. 23, 15). R. Doscha sagte 400 Jahre. (1. Mos. 15, 13) Rabbi sagte: 365 Jahre. (Jsai. 63, 3) Abimi sagte: 7000 Jahre (Jsai 62, 5).”
Fol. 70a: “Es streiten Rabh und Schemuel über die Flucht Noachs;
einer sagt, daß Kam ihn kastriert habe, der andere sagt, er habe ihn beschlafen.”
Fol. 70b: “R. Chisda sagt, daß der Baum, von welchem Adam der Urmensch gegessen hatte, ein Weinstock gewesen sei. Jehuda sagt, es sei Weizen gewesen; Nehcema sagt, es sei ein Feigenbaum gewesen, von dem sie dann Feigenblätter zusammennähten.”
Fol. 92b: “… Wo kamen Chananja, Misael und Asarja hin? Rabh erwiderte: Sie starben durch ein böses Auge. Schemuel erwiderte: Sie ertranken im Speichel (die Völker bespuckten die Jisraeliten). R.
Jochanan erwiderte: Sie gingen nach Jisraelland, nahmen da Frauen und zeugten Söhne und Töchter. Wo ging Daniel hin? Nach Tiberija, um dort einen großen Strom zu graben. Schemuel erwiderte.
Kleesamen zu holen. Jochanan erwiderte: Zuchtschweine aus Alexandrien in Ägypten zu holen.”
Pesachim, Fol. 10b: “Ist eine Maus in ein Haus hineingekommen, worauf man es durchsucht und Gesäuertes gefunden hat, so be-148
steht diesbezüglich ein Streit zwischen Rabbi und R. Simon b.
Gamliel. Rabbi sagt, daß das Haus rein ist; R. Simon sagt, daß das ganze Feld dennoch durchsucht werden müsse.”
Fol. 15a: “Es wird disputiert darüber, ob man ein zweifelhaft unreines Fleisch verbrennen soll. Es kann ja nämlich Elijahu (Prophet Elias) kommen und es als rein erklären. R. Aschi sagte: Der Streit besteht nur bezüglich der sechsten Stunde, in der siebenten darf man es verbrennen.”
Schabbtah, Am Fol. 112a wird davon gehandelt, daß, wenn jemand den Pantoffel des linken Fußes auf den rechten zieht, ob er den zusammenschnüren darf oder nicht.
Rösch - Haschanah, Fol. 21b: “Rabh und Schemuel streiten. Einer sagt: 50 Pforten der Weisheit seien auf der Welt erschaffen worden, die, mit der Ausnahme der einzigen, Moscheh anvertraut wurden. Der andere sagt: von den Propheten sei keiner aufgestanden, wohl aber unter den Königen.”
Megillah, Fol. 15a: “… Rabh sagte: Haman hatte dreißig Söhne, zehn starben, zehn wurden aufgehängt und zehn gingen betteln. Rami ben Abba sagte: Zusammen hatte er 208 Söhne.”
Berakhoth, Fol. 51 a:… Im B.-Abschnitt streiten Schammajs Und Hillels Schule über das Thema, was man während der Mahlzeit zuerst machen soll: den Wein oder den Tag segnen, die Hände waschen oder den Wein in das Glas gießen, das Handtuch auf den Tisch oder auf das Polster legen.
Jom - Tob oder Bazah, Fol. 1a: “Ein am Festtag gelegtes Ei darf am selben Tag, wie die Schule Schammjas sagt, gegessen werden, wie die Schule Hillels sagt, nicht gegessen werden.”
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Fol. 22b: “Man darf am Festtag das Lagerzimmer fegen und das Räucherwerk hinstellen, und man darf für die Abende des Pesachfestes einen ausgerüsteten Ziegenbock bereiten. Die Weisen (Rabbiner) verbieten es.”
Gittin, Fol. 90a: “Die Schule Schammajs lehrt: Ein Mensch darf sich nicht von seiner Frau scheiden, es sei denn, daß er etwas Schändliches an ihr gefunden hat. (5. Mos. 24, 1) Die Schule Hillels dagegen sagt: Selbst wenn sie ihm sein Gekochtes hat verbrennen lassen, so darf er sich von ihr scheiden. R. Akiba sagt: Selbst wenn er ein anderes Weib gefunden hat, das schöner ist als sie, denn es heißt: Und es geschieht, wenn sie keine Gunst in seinen Augen findet.”
Reinhold Mayer S. 407: “Im Judentum wird die Frau sehr hoch geachtet als Mitte des Hauses und Hüterin aller guten Sitten.”
Berakhoth, Fol. 40a: “… R. Meir sagte: Der Baum, von dem Adam aß, war ein Weinstock. R. Nechemja sagte: es war ein Feigenbaum.
Jom - Tob oder Bezah, Fol. 21b: “… Die Schule Schjammjas sagt, man dürfe kein Wasser zum Waschen der Füße anwärmen, es sei denn, daß es auch zum Trinken brauchbar ist; die Schule Hillels erlaubt es.”
Fol. 23b: “Man darf am Festtag das Vieh mit einer Karde kratzen; man darf Pfeffer in einer Mühle mahlen. Die Weisen verbieten es.”
Sotah, Fol. 42b: Es heißt (2. Sam. 21, 18): Mutter Goljaths hieß Harapha oder Orpa; Rabh und Schemuel streiten darüber; einer sagt, sie heißt Harapha und wurde deshalb Orpa (Nacken) genannt, weil alle sie von hinten (vom Nacken her) beschliefen; der 150
andere sagt, sie wurde deshalb Orapha genannt, weil alle sie wie Graupen stampften.”
Baba bathra, Fol. 25b: “… R. Jizchak sagte: wenn jemand weise werden will, so wende er sich beim Gebet nach Norden. R. Jehoschua aber sagt, man wende sich stets nach Süden, denn wenn man weise ist, wird man auch reich.”
37. GILT DER TALUND HEUTE NOCH?
Nach den bisherigen Talmud-Texten können wir feststellen, daß eine seelische Verbindung zwischen den Anhängern des Talmuds und dem
deutschen Volk nicht leicht herzustellen sein dürfte. Dazu halten wir es für besonders wichtig, uns die bedeutendsten Punkte in Erinnerung zu rufen, um zu prüfen, ob talmudische Weisheiten und Lebensart überhaupt mit der der Deutschen zu vereinbaren sein könnten.
Wie denken Sie über den talmudischen Grundsatz: “Das jeweilige Landesrecht wird anerkannt, soweit es der Weisung (des Talmuds) nicht widerspricht.”
Können Sie dies anerkennen?: “Der Mensch wurde deshalb einzig geschaffen, um dich zu lehren, daß jeder, der eine israelische Seele vernichtet nach der Schrift ebensoviel tut, als hätte er die ganze Welt vernichtet. Und jeder, der eine israelische Seele erhält macht nach der Schrift ebensoviel, als hätte er die ganze Welt erschaffen.”
Sind Sie mit der talmudischen Rechtsauffassung einverstanden, wenn die Talmudweisen meinen, ihr Gott habe ihnen das Eigentum der Nichtjuden überlassen? Besondere Betonung finden wir in Baba kamma, Fol. 113a: “… Wenn ein Israelit mit einem 151
Nichtjuden vor Gericht kommt, … so komme jenem (Nichtjuden) mit einer Hinterlist.”
Hat Goethe recht, wenn er sagt: “Sie haben einen Glauben, der sie berechtigt, die Fremden zu berauben.”
Sogar bei Lebensgefahr wird eine Rettung nur dann erwogen, wenn Juden in Gefahr sind.
Ob Sanhedrin, Fol. 104a das Vertrauen der Gastgeber fördert?: “Überall, wohin sie (die Juden) kommen, sollen sie sich zu Fürsten ihrer Herren machen.’ (Das i. sie müssen nach Herrschaft streben.)”
Damit wollen wir es genug sein lassen, sonst müßte man vieles wiederholen. Auf jeden Fall regt manches Zitat zum Nachdenken an, was kein Schaden wäre. Wenn beide Seiten nachdenken, kommt eher ein gegenseitiges Verständnis heraus. Und das wollen wir doch erreichen!
Daß der Talmud noch heute seine Gültigkeit und Bedeutung für die Zionisten hat, wurde bereits von Reinhold Mayer deutlich ausgesprochen. Aber wir wollen dies zusätzlich von einem Fachmann bestätigen lassen.
Auf Grund des Beschlusses der 2. Großen Ferienkammer des Landgerichts Berlin vom 20. August 1957 erstellte der Univ. Prof. Dr.
phil. Hermann Wirth Roeper Bosch ein Gutachten, in dem folgendes gesagt wird:
“Frage A: Wird die jüdische Jugend noch heute nach der Thora und dem Gesetzbuch Schulchan Aruch geschult?
Antwort: Die jüdische Jugend, im besonderen die Jugend orthodoxjüdischer Eltern, wird auch heute, nach Errichtung des Staates Israel, wie vordem und zu allen Zeiten, nach der
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Thora, dem Talmud und dem Auszug aus dem Talmud und den Erklärungen zu ihm, dem Schulchan Aruch, geschult.
Im Staate Israel ist die Bibel, d. i. das Alte Testament, enthaltend die Thora … Hauptunterrichtsgegenstand in allen Grundschulen, als der religiöse, literarische und kulturelle Hintergrund der jüdischen Renaissance. In den Oberschulen ist dieses ‘Alte Testament’
Gegenstand einer schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfüng für alle Schüler. Die Abiturienten der Abteilung für Künste und Sprachen werden einer besonderen Prüfung in Literatur und Geschichte des Talmud unterzogen … ” “Aus dem Obenstehenden ergibt sich, daß die orthodoxjüdische Tradition und ihre Gültigkeit in-und außerhalb des Volksstaates Israel von dem orthodoxen Weltjudentum unverändert aufrecht erhalten wird.
‘So war der Talmud Jahrhunderte hindurch der Erzieher, Zucht-und Lehrmeister des jüdischen Volkes’ (Jüdisches Lexikon, Band V, S.
855)
‘Der in ihm (Talmud) vereinigte Stoff ist zugleich Bibelerklärung wie selbständiges, vom Biblischen unabhängiges Gut, …” (Philo-Lexikon, Handbuch des jüdischen Wissens, Philo-Verlag, Berlin-Amsterdam, 1937, Spalte 739) …
Der jüdisch-liberale Philosophie-Professor und Talmudkenner Cohen beschwor am 5. April 1888 als Sachverständiger vor der Strafkammer in Marburg: ‘Die im Talmud enthaltenen Vorschriften des Glaubens und der Sitte sind für den Juden bindend, sie gelten als Gesetz.’”
“Frage B: Predigt die noch heute in den Synagogen und Schulen gelehrte Religion Rache, Völkerhaß und Blutdurst gegenüber Nichtjuden, sowie Enteignung und wirtschaftliche Entmachtung aller nichtjüdischen Völker?
Antwort: Die Thora, das “Gesetz”, muß als Sefer Thora “Buch des Gesetzes” in seinen 5 Rollen in 54 Abschnitten zum Anfang jeden Schabbaths im Laufe des Jahres in seiner Gesamtheit in den 153
Synagogen gelesen werden. Nach Orthodoxem Glauben darf “kein Tittel oder Jota” fortgelassen werden.”
In diesem Gutachten wird Hans Bardtke, “Die Handschriftenfimde am Toten Meer”, Berlin 1953, S. 148-149 zitiert: “… Theologisch gesehen ist und bleibt Endzweck und Endziel ein und dasselbe: die von Thora und Propheten verheißene Weltherrschaft Israels, von dessen Füßen die Fremdvölker den Staub lecken, ihm dienen sollen und deren Vermögen und Güter der Besitz Jerusalems werden soll.”
Ferner enthält dieses Gutachten ein Zitat aus: Schalom Ben-Chorin: “Das ewige Gesetz”. Jüdische Wochenschau: Buenos Aires XVIII (1509), 1957, S. 3):
“Es ist nun die Kontinuität jener Ideologie der Thora, der Propheten, der “Schriften”, über Mischna, Talmud und
Schulchan-Aruch, die das Judentum der Diaspora stets in zwangsläufigen Konflikt mit seinen Wirtsvölkern brachte, daß alle antijüdische Reaktion der Wirtsvölker, geistiger, kultur-politischer Art, stets ihre Ursache haben in jener Überheblichkeit der jüdischen Ideologie, ein von Gott angeblich auserwähltes Volk zu sein, ein Volk, das sich streng gegen die Gojim, die nichtjüdischen Wirtsvölker absonderte und abschloß und ihnen gegenüber jene talmudisch-kasuistische Doppelmoral betätigte, die von jeher Entrüstung und Abwehr dieser Wirtsvölker hervorrief… ”
” … die streng unter der Herrschaft des Talmud leben, die nichts für das Land, in dem sie leben, empfinden, die ihre Wirtsvölker als unreine Geschöpfe verachten, die Sprache, die Sitten und Gebräuche und alles, was diesen Völkern heilig ist, verabscheuen.”
In diesem Gutachten wird auch Marx aus “Una Sancta” zitiert: “Besitz und Priesterschaft! Man kann von Verrat sprechen. (S. 29) Mit dem Talmud richtet man sich auf die ‘Gegebenheiten’ ein. Man trat auf den ‘Boden der Tatsachen’ - Der alte babylonische Talmud zeugt schon den schrecklichen Weg, den man gehen
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wird, eingehüllt in zehntausend Vorschriften, scharf abgesondert von den anderen Völkern, aber willenlos auf dieser Erde: Volk-Nichtvolk.” (S 18) “Der Sieg des Talmud wäre ‘die Herrschaft des Klerus und die klerikale Einpuppung des Judentums’. - ‘So kam die Zweideutigkeit zur Welt: Volk, Nicht-Volk, Über-Volk.’(S. 29) - ‘Sie besitzen Gott.
Sie werden Besitzer eines garantiert echten Gottes.” Wie sagte ein kluger Mann: Die Dummheit der Masse bildet die Grundlage für die Herrschaft der Priester.
Dies bezieht sich nicht nur auf die Orthodoxen, sondern auch auf andere Völker. Und sie merken dabei nicht, wie sehr sie sich selbst damit schaden.
***
155
Quellenverzeichnis zum Talmud, 1. Teil:
Luzsenszky, Br. A.”Der Talmud in nichtjüdischer Beleuchtung”, Budapest, 1931.
Salomon, A., “Talmud Babylonicum”, Tilsit (Bild).
Neues Großes Volkslexikon, Fackelverlag, Stuttgart, 1981.
Mayer, Reinhold, “Der Talmud”, Goldmann Verlag, München, 4/91.
Glagau, Erich, “Die grausame Bibel”, Werner Symanek Verlag, 1991.
Goethe, von, Johann Wolfgang, zit. in Deutscher Volksverlag, Bayreuth, 1935.
Wirth Roeper Bosch, Hermann, Gutachten vom 20. August 1957 und Nachtrag vom 10. 2. 1958.
Ecker, Jakob, zitiert aus Talmud v. Luzsenszky.
Goldschmidt, Lazarus, zitiert aus Talmud v. Luzsenszky.
Altes Testament.
Neues Testament.
***
156
Der Babylonische Talmud
Ein Querschnitt
aus dem grossen Sammelwerk
Teil 2
157-158
Inhaltsverzeichnis
1. Ein Kriegsberichterstatter erzählt.
159
2. Sonderbares - Sinnloses.
160
3. Gespenster, Geister und Dämonen.
173
4. Priesterherrschaft über das gemeine Volk.
176
5. Warnungen.
178
6. Beschimpfungen.
182
7. Vom Leben und Treiben der Dienstengel.
182
8. Über die Todesengel.
184
9. Über die Fastentage.
187
10. Vorbilder.
188
11. Die Macht der Gebete.
188
12. Vorsicht bei Gelübden und Schwüren.
191
13. Neue Meldungen von der Arche Noah.
193
14. Wer soll das glauben?
194
15. Der neueste Stand über Talmud-Deutungen.
204
16. Prophezeiungen.
205
17. Rassenfrage.
208
18. Der Heilige.
209
19. Wunder im Talmud.
211
20. Jesus, der Ungeliebte.
217
21. Unverständliches.
218
22. Religiöse Übertreibungen.
223
23. Tricks.
224
24. Geordnete Verhältnisse.
225
25. Ausreden (Schlitzohrigkeit).
226
26. Schläue.
227
27. Straffreiheit.
227
28. Talmudische Dialektik.
227
29. Ein Traumberuf.
228
30. Brüder im Geist.
228
31. Bann-Regeln.
229
32. Entstehung Roms.
229
II. Über die Talmud-Prozesse in Ungarn.
229
III. Auszug aus “Der Babylonische Talmud” v. Lazarus 231
Goldschmidt.
IV. Der Talmud und die Praxis heute.
239
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159
DER TALMUD UND DIE FOLGEN
1. EIN KRIEGSBERICHTERSTATTER ERZÄHLT
Gittin, Fol. 57a: “Wegen eines Hahnes und einer Henne ist der Königsberg (Tur-Malka) zerstört worden. Es war nämlich dort gebräuchlich, daß, wenn ein Brautpaar zur Trauung ging, ein Hahn •
und eine Henne vor ihnen getragen wurde. Man wollte damit ausdrücken: Seid fruchtbar und mehret euch wie die Hühner. Eines Tagen zog gegen ein solches Brautpaar eine Schar Römer aus und nahm ihm die Henne weg. Da fielen die Juden über die Römer her und schlugen sie. Hierauf kamen jene zum Kaiser und meldeten ihm: Die Juden haben sich gegen dich empört. Da zog er gegen sie aus. Unter den Juden befand sich Bar Darama, der ein Mil weit springen konnte und viele von dem feindlichen Heere erschlug. Da nahm der Kaiser seine Krone, setzte sie auf die Erde und sprach: Herr der Welt! Wenn es dir gefällt, so überliefere mich und mein Reich nicht in die Hand eines Mannes. Als jetzt Bar Darama in einen Abort ging, kam eine Schlange und riß ihm .den Mastdarm heraus, worauf er starb. Der Kaiser wurde von dem Wunder so erschüttert, daß er diesmal die Juden verschonte. Die Juden aber waren über den Abzug des Kaisers sehr erfreut, tanzten, aßen und tranken und veranstalteten eine Beleuchtung, welche so groß war, daß man die Figur eines Siegelrings in der Entfernung von einer Mil sehen konnte. Der Kaiser glaubte jetzt, daß die Juden ihn verspotten, und er zog wiederum gegen sie heran. R. Aschi erzählte: Dreihunderttausend Schwertfuhrer zogen auf den Königsberg und töteten da drei Tage und drei Nächte lang, während auf der anderen Seite Sang und Tanz herrschte; die einen wußten nämlich nichts von den anderen. Sechzig Myriaden-Städte waren auf dem Königsberge, die dem König Jannaj (Janäus) gehörten.

Jede Stadt hatte soviel Einwohner, wie die Auszügler aus Mizrajim (Ägypten) waren. Unter diesen Städten war Kephar Dikhraja deswegen berühmt, daß die Frauen dort erst Knaben und dann Mäd-160
chen gebaren und dann aufhörten. Ich sah diese Stadt, sie faßte nicht einmal Myriaden Rohrstengel; nämlich, wie die Haut der Gazelle das Fleisch nicht mehr faßt, so ist es auch mit Jisraellande; ist es bewohnt, so ist es geräumig, ist es unbewohnt, so zieht es sich zusammen.”