Cholin, Fol. 107a: “Rabh sagte: Selbst während seiner Krankheit vollzog David die 18 pflichtmäßigen Begattungen. (Er hatte 18
Weiber).”
Sanhedrin, Fol. 21 a: “Der König darf nicht viele Frauen halten, nicht mehr als achtzehn. Rabina wandte ein: Er darf sich nicht mehr als vierundzwanzig Frauen halten. Vierhundert Kinder hatte David; es waren Kinder von den schönen Frauen, die David auf seinen Kriegszügen gefangen nahm; alle trugen sie Locken, fuhren 124
in goldenen Wagen und gingen an der Spitze von Räubertruppen; diese waren die Faustmänner des Davidschen Hauses.” (s. Fol. 49a.) Fol. 22a: “Abisag sprach zu David: Heirate mich. Er antwortete ihr: Du bist mir verboten. (Er hatte schon 18 Frauen gehabt.) Da erwiderte sie ihm: Wenn dem Dieb der Mut (Reiz, Lust) fehlt, so wird er tugendhaft. Daraufsprach er: Ruft mir Bath-Schebah. Und es heißt (1.
Kon. l, 15): ‘Da kam Bath-Schebah zum König in das Zimmer.’ R.
Jehuda sagte: In dieser Stunde wischte sich Bath-Schebah in dreizehn Tüchern ab. (Nach jedem Beischlaf hatte sie sich abwischen müssen.)”
Pesachim, Fol. 119b: “Einst wird der Heilige den Gerechten ein Gastmahl geben an dem Tage, wo er dem Samen Jizchaks seine Liebe erweisen wird. Nachdem sie gegessen und getrunken haben, reicht er unserem Vater Abraham den Becher, um den Segen darüber zu sprechen… Aber endlich wird David den Segen sprechen.”
Sanhedrin, Fol. 95a. “R. Jehuda sagte: (2. Kon. 21, 16): Eines Tages ging David auf die Falkenjagd, und der Satan erschien ihm in Gestalt eines Hirsches; da schoß er auf ihn mit Pfeilen, traf ihn aber nicht, und so lockte er ihn bis in das Land der Philistäer. Als ihn Jesbibenob sah, sagte er: Der ist es, der meinen Bruder Goliath getötet hat; da band er ihn, drückte ihn zusammen und legte ihn unter den Preßbalken. Da geschah ihm ein Wunder, und die Erde wurde unter ihm locker. Es war gerade ein Vorabend des Schabbaths und Abisaj wusch sich den Kopf und er bemerkte Blutflecke. Da sprach er: Es scheint so, daß sich der König Jisraels in Not befindet. Darauf ging er zu ihm nach Hause und traf ihn nicht. Da sprach er: Sein Pferd reiten darf man nicht; aber im Lehrhaus erwiderte man ihm, in einer Stunde der Gefahr sei es erlaubt. Darauf machte er sich auf den Weg und die Erde zog sich unter ihm
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zusammen (sodaß der Weg abgekürzt wurde). Im Vorübergehen sah er dessen Mutter Orpa, wie sie saß und spann; als sie ihn bemerkte, riß
sie die Spindel los und warf sie nach ihm, denn sie wollte ihn töten, da schleuderte er aber sie ihr ins Gehirn und tötete sie. Als ihn Jesbibenob sah, dachte er: Jetzt sind sie nun zwei und werden mich töten; da warf er David in die Höhe und hielt seinen Speer darunter, indem er dachte, daß er nun auf diesen fallen wird. Da sprach aber Abisaj den Gottesnamen aus und David schwebte zwischen Himmel und Erde. Darauf fragte er ihn: Wie kommst du hierher? Er erwiderte: So sprach der Heilige zu mir, daß denn durch meine Veranlassung wurde Doeg verstoßen und wurden Saul und seine drei Söhne erschlagen; also ich soll wählen: entweder sollen meine Nachkommen untergehen, oder ich soll in die Hand meines Feindes fallen. Jener sprach: Ändere deine Bitte; mag lieber dein Enkel später Wachs verkaufen, du aber sorge (für die späteren Nachkommen) nicht.
Alsdann sprach Abisaj wiederum den Gottesnamen aus und David stieg herab. Darauf setzte jener ihnen nach; als sie dann nach Ort BeTre kamen, sprachen sie ihm: Geh nun zurück, du findest deine Mutter Orpa schon im Grab. Als sie den Namen seiner Mutter nannten, verlor er seine Kraft und sie töteten ihn. - Die Rabbiner lehrten: Dreien zog sich die Erde zusammen: Eliezer, dem Diener Abrahams, unserem Vater Jakob und Abisaj, dem Sohn der Zeruja. - Von Jakob wird erzählt (1. Mos. 28, 10), daß Gott die Sonne schnell untergehen ließ, damit er dort am Weg übernachten müsse.”
Schabbath, Fol. 30a: “Was Schelomoh (Salomo) gesagt hat: Besser ist ein lebendiger Hund, als ein toter Löwe, ist nach Jehuda im Namen Rabhs so zu erklären: es heißt (Ps. 39, 5): Tue mir kund, o Herr, mein Ende etc. … und er erwidert ihm (d. h. dem David): Du wirst am Schabbath sterben… Hierauf saß nun David und studierte den ganzen Tag. An dem Tag, da seine Seele zur Ruhe einkehren sollte, trat der Todesengel vor ihn hin, vermochte aber nichts gegen ihn, da sein Mund vom Studieren nicht abließ.
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Da sprach er: Was mache ich nun mit ihm? Da ging der Todesengel in den Garten, der sich hinter seiner Wohnung befand, stieg auf die Bäume und schüttelte sie. Als David hinausging, um nachzusehen, brach die Treppe, die er bestieg, unter ihm zusammen; da wurde er still und seine Seele kehrte zur Ruhe ein. Da ließ Schelomoh im Lehrhaus anfragen: Der Vater ist tot und liegt vor der Sonne, auch sind die Hunde in meinem väterlichen Haus hungrig, was soll ich tun?
Man ließ ihm sagen: Zerschneide ein Aas und lege es vor die Hunde; auf den Leichnam deines Vaters lege einen Laib Brot oder ein Kind, so darfst du ihn fortbewegen.”
Makkoth, Fol. 11 a: “Als David die Abflußkanäle grub, quoll das Meer hervor und wollte die Welt überschwemmen; da fragte er, ob man den Gottesnamen auf eine Scherbe schreiben und sie ins Meer werfen dürfe, damit es zurück in seine Stätte sinke? Niemand aber sagte ihm etwas darüber.”
Kidduschin, Fol. 76b: “R. Jehuda sagte: David hatte 400 Burschen von schönen gefangenen Heidinnen; diese hatten das Haar geschoren und trugen Haarflechten, saßen in goldenen Wagen und gingen an der Spitze der Truppen; sie waren Faustmänner des Hauses Davids.”
27. ÜBER DAS VERHÄLTNIS DER JUDEN ZU TIEREN
Berakhoth, Fol. 57b: “Alle Arten Tiere sind im Traume gutbedeutend, ausgenommen der Elefant, der Affe und die Meerkatze.
(Der Elefant nur dann, wenn er keinen Reitkorb aufhat.)”
Schabbath, Fol. 41 a:… Im V. Abschnitt wird behandelt, womit das Vieh und welches Vieh am Schabbath ausgetrieben werden 127
dürfe. (Z.B. Das Kamel mit dem Halfter, das Pferd mit dem Hals-geschirr, der Esel aber nur mit einer befestigten Decke.) Fol 25a: “Ein in Gefahr schwebendes Vieh darf man nicht schlachten.”
Baba kamma, Fol. 34b: “R. Joja sagte: Es war ein schlauer Ochs, der ein Jucken am Rücken hatte,.und er wollte etwas verbrennen, um sich in der Asche wälzen zu können. Der Ochs des R. Papa hatte Zahnschmerzen, da ging er und öffnete das Faß, trank vom Bier und genas.”
Aboda zara, Fol. 20b: “… R. Jehuda sagte, daß man bei Tieren auf dieselbe Weise das Glied hineinstecken dürfe wie den Stift in das Schminkrohr.” (s. Baba mezia Fol. 91a.)
Schebuoth, Fol. 29b: “Zur Zeit des Königs Sapor war eine Schlange, die 13 Bund Stroh fraß.”
Cholin, Fol. 59b: “Der Kaiser sagte zu R. Jehoschua ben Cahanja: Euer Gott wird mit einem Löwen verglichen (Amos 3, 8) Hierauf sprach Jehoschua zu ihm: Er wird nicht mit einem gewöhnlichen Löwen verglichen, sondern mit einem Löwen in Be-Jlaj (Hochwald).
Der Kaiser sagte: Ich will ihn sehen. Da betete Rabbi Gott an, und der Löwe wurde aus seinem Orte losgelassen. Als er noch 400 Parasangen entfernt war, fing er an zu brüllen, infolgedessen alle Schwangeren abortierten und die Mauer von Rom einstürzte. Als er noch 300
Parasangen entfernt war, brüllte er abermals; da fielen den Leuten alle Zähne heraus, auch der Kaiser fiel von seinem Throne zur Erde. Jetzt aber sprach er zu ihm: Ich bitte dich, bete zu Gott, daß der Löwe wieder an seinen Ort zurückkehre. Der Rabbi bat Gott und der Löwe kehrte zurück.”
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Reinhold Mayers Zitat S. 31: “Da die abweichenden Meinungen
Einzelner bewahrt wurden, konnte immer wieder auf sie zurück-gegriffen werden; und so ist das Gespräch des Talmuds eigentlich nie zu Ende.”
28. ÜBER DIE GESETZESLEHRE
Berakhoth, Fol. 5a: “Rabbi Levi ben Chama sagte im Namen des Rabbi Simeon ben Lakis: Was bedeutet der Schriftvers (2. Mos. 24, 12): ‘Ich will dir geben die Steintafeln, die Lehre und das Gebot, das ich geschrieben, um sie zu lehren.1 Die Tafeln: das sind die 10
Gebote; die Lehre, das ist die (heilige) Schrift; das Gebot: das ist die Mischna; das ich geschrieben: das sind die Prophetenbücher und Hagiographen; um sie zu lehren: das ist die Gemara. Dies lehrt, daß sie sämtlich dem Moscheh auf dem (Berg) Sinaj überliefert wurden.”
Fol. 6a: “… Babin ben Rabbi Ada sagte im Namen Rabbi Jizchaks: Woher (wissen wir), daß der Heilige im Bethaus zu finden ist? Es heißt (Ps. 81, 1): Gott steht in der Gottesgemeinde. Derselbe Rabbi sagte: Woher (wissen wir), daß der Heilige, Tephillin anlegt? Es heißt (Jsai. 62, 8): Der Herr hat bei seiner Rechten geschworen und bei seinem mächtigen Arm. Seine Rechte: das ist die Thora (Gesetzeslehre). Bei seinem mächtigen Arm: das sind die Tephillin, wie es heißt (Ps. 28, 11): Der Herr wird seinem Volke Macht verleihen.”
Baba kamma, Fol. 83a: “R. Dostai aus Biri trug vor: Es heißt (4.
Mos. 10, 36): ‘Und wenn sie sich niederließ, sprach er: Kehre wieder, o Herr, zu den Myriaden und Tausenden Jisraels.’ Dies lehrt, daß die Gottheit auf weniger als zwei Tausend und zwei Myriaden nicht ruht.
Wenn nun einer fehlt, und eine schwangere
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Frau vorhanden ist, die die Zahl voll machen könnte und ein Hund sie anbellt und sie fehlgebiert, so veranlaßt dieser, daß die Gottheit den Jisraeliten entzogen wird.”
Baba mezia, Fol. 59b: “An einem Tage machte R. Eliezer alle Einwendungen der Welt, man nahm sie aber nicht an. Hierauf sprach er: Wenn die Halakha so ist, wie ich lehre, so mag es dieser Johannisbrotbaum beweisen. Da rückte der Johannisbrotbaum 100
Ellen von seinem Ort fort; manche sagen: 400 Ellen. Sie erwiderten aber: Man bringt keinen Beweis von einem Johannisbrotbaum.
Hierauf sprach er ferner: Wenn die Halakha so ist, wie ich lehre, so mögen dies die Wände des Lehrhauses beweisen! Da neigten sich die Wände des Lehrhauses und drohten mit Einstürzen. Da schrie sie R.
Jehoschuah an und sprach zu ihnen: Wenn die Gelehrten einander in der Halakha bekämpfen, was geht dies euch an? Sie stürzten hierauf nicht ein, wegen der Ehre R. Jehoschuahs, und richteten sich auch nicht gerade auf, wegen der Ehre R. Eliezers; sie stehen noch geneigt.
Darauf sprach er ferner: Wenn die Halakha so ist, wie ich lehre, so
mag man dies aus dem Himmel beweisen! Da erscholl ein himmlischer Widerhall und sprach: Was habt ihr gegen R. Eliezer?
Die Halakha ist stets nach ihm zu entscheiden. Da stand R.
Jehoschuah auf seine Füße und sprach: Es heißt (5. Mos. 30, 12): ‘Sie ist nicht im Himmel.’ Was bedeutet dies? R. Jeremija erwiderte: Die Gesetzeslehre ist bereits am Berg Sinaj verliehen worden (deshalb ist sie nicht mehr im Himmel) und, sobald die Gesetzeslehre nicht mehr im Himmel ist, kann auch die Halakha nicht im Himmel sein, denn bereits vom Berg Sinaj her steht geschrieben (2. Mos. 23, 2): ‘Nach der Mehrheit ist entschieden.’
Erubin, Fol. 54b: “R. Schemuel b. Nachmani sagte: Weshalb werden die Worte der Gesetzlehre mit einer Hindin verglichen? Weil die Hindin einen engen Muttermund hat und daher ihrem Männchen zu jeder Zeit beliebt ist, wie das erste Mal: ebenso sind 130
die Worte der Gesetzlehre den Studierenden zu jeder Zeit beliebt.”
(Sprü. 5, 19)
Sanhedrin, Fol. 91 a: “Einst kamen die Einwohner von Afrika und führten Streit mit den Jisraeliten vor Alexander dem Makedonier, indem sie sagten, daß die Juden das Silber und das Gold, was sie ihnen genommen haben, zurückgeben sollen. Da sprach Gibeha b.
Pesisa zu den Weisen: Erteilt mir Erlaubnis, so werde ich gehen und mit ihnen den Streit vor Alexander rühren; wenn sie mich besiegen, so saget: ihr habt nur einen Gemeinen unter uns besiegt; wenn ich aber siege, so saget: die Gesetzlehre unseres Meisters Moscheh hat euch besiegt. - Er sprach zu ihnen: Woher wolltet ihr das beweisen? Sie erwiderten ihm: Aus ihrer Gesetzlehre. Er entgegnete ihnen: Auch ich will euch nur mit einem Beweis aus der Gesetzlehre erwidern: bezahlt uns nun den Arbeitslohn für 60 Myriaden Menschen, die ihr 430 Jahre lang in Mizrajirn (Ägypten) geknechtet habt. Jetzt sprach Alexander zu jenen: Gebt ihnen Antwort! Sie sprachen zu ihm: Gewähre uns eine Frist von drei Tagen. Er gewährte ihnen diese Frist. Sie suchten nach und fanden keine Antwort; da ließen sie ihre Felder bebaut und ihre Weinberge bepflanzt zurück und liefen fort. Jenes Jahr war gerade ein Siebenjahr.” (Dieselbe Geschichte wird dreimal nacheinander erzählt.) 29. RICHTLINIEN FÜR DEN SCHABBATH
Schabbath, Fol. 12a: Wenn man am Schabbath eine Laus tötet, ist es ebenso, als hätte man ein Kamel getötet. Man darf nicht die Kleider vom Ungeziefer reinigen. Wenn jemand seine Kleider nicht vom Ungeziefer reinigt, so zerreibe er es und werfe es fort, töte jedoch nicht. So lehrt es die Schule Schammajs; die Schule Hillels erlaubt es.”
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Fol. 54a. “Die Widder dürfen am Schabbath umbunden ausgetrieben werden. Man bindet ihnen ein Fell über das Zeugungsglied, damit sie die Weibchen nicht bespringen. Den Schafen bindet man den Schwanz nach unten, damit die Männchen sie nicht bespringen sollen. Ziegen dürfen mit verbundenen Eutern ausgetrieben werden.”
Fol. 110a: “… R. Raba sagte: Alle Getränke darf man am Schabbath trinken, ausgenommen den Urin” (nach manchen das Fußwasser) Fol. 111a: “Fürstenkinder dürfen am (Schabbath) sich eine Wunde mit Rosenöl bestreichen. R. Schimon sagt: Alle Jisraeliten sind Fürstenkinder.” (s. Fol 128a)
Erubin, Fol. 43b: “Es ist bereits Jisrael zugesichert worden, daß Elijahu weder an einem Vorabend des Schabbaths, noch an einem Vorabend eines Festtages kommen werde. (Mal. 3, 23) Der Messias aber wohl, denn sobald der Messias kommt, sind alle Sklaven der Jisraeliten.”
Kethuboth, Fol. 7a: “R. Ami erlaubte die erste Beiwohnung am Schabbath zu vollziehen. R. Zabid hat selber die erste Beiwohnung am Schabbath vollzogen. R. Jehuda erlaubte es am Festtag auch.”
Schabbath, Fol. 107b: “R. Eliezer sagte: Wenn man am Schabbath eine Laus tötet, ist man ebenso schuldig, als hätte man ein Kamel getötet. - Den Floh darf man auch fangen, aber nicht töten.”
Fol. 113b: “Man darf am Schabbath nicht Erde essen. So aß jemand einst eine Erdscholle, mit der er Kresse mitaß, da wuchs diese in seinem Leib bis ans Herz heran, so daß er starb.”
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Am Fol. 121 a. wird davon disputiert, ob man am Schabbath den Kot eines kleinen Kindes mit einer Schüssel bedecken darf.
Jom - Tob - oder Bezah, Fol. 16a: “Simon b. Lakisch sagte: Am Vorabend des Schabbaths gibt der Heilige dem Menschen eine zweite Seele, die man ihm am Schabbathausgang abnimmt.” (s. Taanith, Fol.
27b.)
Schabbath, l a: “Das Hinausbringen (der Gegenstände) am Schabbath erfolgt in zwei Arten, die in vier zerfallen, für den, der sich außen befindet. Auf welche Weise? Wenn (z. B.) der Arme außen und der Hausherr innen steht, und der Arme seine Hand nach innen ausstreckt und etwas in die Hand des Hausherrn legt oder aus dieser nimmt und herausbringt, so ist der Arme schuldig und der Hausherr frei.”
(Verkehrt ist der Arme schuldig usw. Darüber wird auf 8 Seiten disputiert.)
30. ÜBER DIE ENTSTEHUNG ITALIENS
Schabbath, Fol. 55b: “… R. Jehuda sagte im Namen Schemuels: Als Schelomo die Tochter des Paroh geheiratet hat, stieg Gabriel herab und steckte ein Rohr ins Meer, dieses brachte eine Sandbank hervor, auf welcher die große Stadt Rom erbaut wurde. An dem Tag, da-Jerabam die beiden goldenen Kälber einführte, das eine in Bethel und das andere in Dan, wurde eine Hütte erbaut, das ist das ionische Italia.”
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31. SPRÜCHE UND REDENSARTEN
Rösch - Haschanah, Fol. 16b: “R. Jizchak sagte: Wenn am Anfang des Jahres nicht geblasen wurde, so wird dessen Ende schlecht sein, da der Satan nicht in Verwirrung gebracht wurde.”
Fol. 17b. “R. Jochanan sagte, daß der Heilige wie der Vorbeter sich in den Gebetsmantel hüllt und dem Moscheh die Gebetsordnung zeigte.”
Schabbath, Fol. 88b. “Ula sagte: Schamlos ist die Braut, die in ihrem Hochzeitszimmer buhlt.” (D.h., frech1 ist das Volk, das noch beim Empfang des Gesetzes das goldene Kalb anbetet.)
Fol. 92a: “Mär Keschischar, der Sohn Rabas, sagte: Die Göttlichkeit ruht nur auf einem, der weise, kräftig, reich und hochgewachsen ist.”
Taanith, Fol. l Ob: “Ein großer Schritt raubt ein Fünfhundertstel vom Augenlicht des Menschen.”
Fol. 19a: “Was wird als Pest betrachtet? Wenn aus einer Stadt, die 500
Mann stellen kann, in drei Tagen hintereinander drei Tote hinausgeführt werden; wenn weniger, so ist dies keine Pest.”
Kethuboth, Fol. 10b: “… Rabh sagte: Wer Datteln gegessen hat, darf keine Entscheidung treffen. Man wandte ein: Datteln sind morgens und abends gut, vor der Abendmahlzeit schädlich, mittags vortrefflich gut; sie stören drei Dinge: trübe Gedanken, Leibschmerzen und Stuhlverstopfung.”
Fol. 110b: “Schemuel sagte: Die Änderung der Lebensweise ist der Ursprung der Leibschmerzen.”
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Schabbath, Fol. 140b: “R. Katthina sagte: Wenn jemand in der Mitte des Bettes steht, so ist es dasselbe, als würde er auf dem Bauche einer Frau stehen.”
Berakhoth, Fol. 60a: “R. Jizchak ben R. Ami sagte: Wenn der Mann zuerst Samen bringt, so gebärt sie ein Mädchen, wenn die Frau zuerst
Samen bringt, so gebärt sie einen Knaben.” (s. Nidda Fol. 3 Ib.) Schabbath, Fol. 9b: “Man darf kurz vor dem Vespergebete sich nicht vor den Barbier setzen, bevor man das Gebet verrichtet hat. Auch gehe man nicht ins Bad” etc.
Joma, Fol. 22b: “… R. Nachman sagt: Weshalb hatte das Saulische Königshaus keine lange Dauer? Weil dies ganz ohne Makel war; denn R. Jochanan sagte, daß man nur denjenigen zum Verwalter über eine Gemeinde einsetze, dem hinten ein Korb mit Kriechtieren nachhängt, damit man, wenn er hochmütig würde, zu ihm sagen könnte: Tritt zurück!”
Megilla, Fol. 13b: “Jakob sprach zu Rakhel: Laß dich von mir heiraten. Sie antwortete ihm: Gern, aber mein Vater ist ein Betrüger und du kannst ihm nicht beikommen. Daraufsprach er: Ich bin sein Bruder im Betrug. Ist es denn einem Frommen erlaubt, sich eines Betruges zu bedienen? Er erwiderte: Jawohl: ‘Mit den Lautern verfährst du lauter und mit den Verkehrten verdreht.’ (Ps. 17, 27)
Kidduschin, Fol. 80b: “Ein Mann darf nicht mit zwei Frauen allein sein, wohl aber darf eine Frau mit zwei Männern allein sein, -weil die Frauen leichtsinnig sind.”
Fol. 82a. b: “Rabbi sagte: Die Welt kann weder ohne Parfümerie noch ohne Gerber bestehen; wohl dem aber, dessen Gewerbe die 135
Parfümerie ist und wehe dem, dessen Gewerbe die Gerberei ist. Die Welt kann weder ohne Männer noch ohne Frauen bestehen, wohl aber dem, der Knaben hat und wehe dem, dessen Kinder Mädchen sind.”
(s. Baba bathra Fol. 16b.) u. Sanhedrin Fol. 110b.) “R. Simon b.
Eleazar sagte: Hast du jemals ein wildes Tier oder einen Vogel ein Gewerbe treiben sehen? Und doch ernähren sie sich ohne Mühe. Und sie sind doch erschaffen, um mir zu dienen und ich sollte nicht ohne Mühe ernährt werden? Ich habe noch nie gesehen, daß ein Hirsch Feigentrockner, ein Löwe Lastträger oder ein Fuchs Krämer gewesen wäre. Und sie sind doch erschaffen…” usw wie oben.
Fol. 37a: “Unverschämt ist die Braut, die im Hochzeitsbaldachin gehurt hat.”
Pesachim, Fol. 112b: “… Heirate keine zwei Frauen; hast du zwei geheiratet, so heirate eine dritte.”
Fol. 19b: “Wenn man eine Nadel im Fleisch findet, sind das Messer und die Hände rein, das Fleisch aber unrein.”
Schabbath, Fol. 10a: “In der ersten Stunde speisen die Lydier, in der zweiten speisen die Räuber, in der dritten speisen die Erbschafter, in
der vierten speisen die Arbeiter, in der fünften speisen gewöhnliche Leute.”
Berakhoth, Fol. 47a: “Wer das Amen lange spricht, dem verlängert man Tage und Jahre.”
Cholin, Fol. 24b: “Sobald einem der Bart ausgewachsen ist, ist er geeignet Gemeindevertreter zu werden. Von wann ab ist er zum Tempeldienst tauglich? Sobald er zwei Haare an der Scham bekommen hat.”
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Berakhoth, Fol. 62b: “Bar Kappara verkaufte Sprüche um Denare: Iß, solange du Hunger hast; trinke, solange du Durst hast. Solange dein Topf (Hinterteil) heiß ist, entleere ihn. Ertönt das Hörn in Rom, so verkaufe, Sohn des Feigenhändlers, die Feigen deines Vaters.”
Baba bathra, Fol. 12b: “R. Chona sagte: Wenn jemand an Wein gewöhnt ist, so öffnet der Wein sein Herz, selbst wenn es jungfräulich verschlossen ist.”
Berakhoth, Fol. 18b: “R. Jizchak sagte: Das Gewürm im Fleische des Toten, ist wie eine Nadel in dem Fleische des Lebenden.” (s.Schab.
Fol. 152a.)
Fol. 55a: “… R. Chisda sagte: Jeder Traum (bedeutet etwas) ausgenommen ein solcher, der durch Fasten kommt.”
Fol. 57b: “… Die Rabbinen lehrten: Ein Toter im Hause bedeutet Frieden.”