10. TODESARTEN NACH TALMUDISCHEM RECHT

Sanhedrin, Fol. 49b: “Über vier Todesarten verfugt das Gericht: Steinigung, Verbrennung, Enthauptung und Erdrosselung.”

Fol. 52a: “Folgendes ist das Verfahren bei der Verbrennung: Man versenke den Verurteilten bis an die Knie in Mist, alsdann wickelt man ein hartes Tuch in ein weiches und dreht es ihm um den Hals, und einer zieht das eine Ende an sich und ein anderer das andere Ende an sich, bis er den Mund öffnet; darauf schmelze man eine Metallstange und gießt ihm das Metall in den Mund, so daß es in seine Eingeweide dringt und seine Gedärme verbrennt. Wenn er durch das

Festziehen des Tuches unter ihren Händen stürbe, so würde man ja an ihm das Gebot der Verbrennung nicht vollziehen, vielmehr öffne man ihm den Mund gewaltsam mit einer Zange, alsdann schmelzt man die Metallstange und gießt ihm das Metall in den Mund, so daß es in seine Eingeweide dringt und ihm die Gedärme verbrennt.”

Fol. 52b: “Folgendes ist das Verfahren bei der Enthauptung: Man schlägt ihm den Kopf mit einem Schwert ab, wie es die (nicht-78

jüdische) Regierung zu machen pflegt. R. Jehuda sagte: Dies wäre eine Schändung: vielmehr lege man ihn mit dem Kopf auf einen Block und schlage ihn mit einem Beil ab. Jene entgegneten ihm: Es gibt keine schändlichere Todesart als dies. Folgende werden enthauptet, der Mörder und die Einwohner einer abtrünnigen Stadt. Folgendes ist das Verfahren bei der Erdrosselung: Man versenke den Verurteilten bis an die Knie in Mist, alsdann wickle man ein hartes Tuch in einem weichen ihm um den Hals und einer zieht das eine Ende an sich und ein anderer das andere Ende an sich, bis er das Leben aushaucht.”

Berakhoth, Fol. 8a: “Es wird gelehrt. 903 Todesarten sind in der Welt erschaffen worden; die schwerste unter allen ist die Bräune, die leichteste ist der Tod im Kuß.

Baba mezia, Fol. 107b: “Rabh sagte: Neunundneunzig sterben durch ein böses Auge und einer auf gewöhnliche Weise.”

Aboda zara, Fol. 20b: “Man erzählte von dem Todesengel, daß er voll Augen ist; beim Sterben eines Menschen steht er an seiner Kopfseite mit gezücktem Schwert in der Hand, an welchem ein Tropfen Galle hängt. Sobald der Kranke ihn erblickt, erhebt er und öffnet seinen Mund und dieser wirft ihn hinein; davon stirbt der Kranke wird übelriechend und sein Gesicht wird gelb.”