Berakhoth, Fol. 5b: “Abba Benjamin sagt: Um zwei Dinge war ich in meinem ganzen Leben besorgt: daß mein Gebet vor meinem Bett verrichtet wurde und daß mein Bett in der Richtung von Norden nach Süden gesetzt werde. Rabbi Chama ben Rabbi Chanina hat im Namen

des Rabbi Jizchak gesagt: Jeder, der sein Bett in der Richtung von Norden nach Süden setzt, bekommt männliche Kinder. Rabbi Nachman ben Jizchak sagt: Auch gebärt dessen Frau keine Fehlgeburten.”
Taanith, Fol. 14a: “Wegen anderer Plagen, die über die Gemeinde hereinbrechen, als Jucken, Heuschrecken, Fliegen, Hornissen, Mücken und Invasionen von Schlangen und Skorpionen pflegt man nicht zu lärmen, sondern zu flehen. Wenn das Flehen mit dem Mund geschieht, so geschieht das Lärmen mit der Posaune. Ein angesehener Mann darf sich nicht aufs Gesicht niederwerfen oder sich einen Sack anlegen.”
oben: Ein chassidischer Jude betet an der Klagemauer unten: In sein Gebetbuch vertieft, beschattet ein Jude seine Augen vor dem reflektierenden Licht der Steine.
Der fromme Jude fühlt Gottes Gegenwart näher, wenn er allein, das Gesicht den uralten Steinen zugewendet, an der Klagemauer betet. In solche einem Augenblick und an solch einem geheiligten Ort ist kein Rabbiner nötig, um in seiner Zwiesprache mit Gott als Mittler zu fungieren. So erfüllt die Klagemauer einen höheren Zweck, ob es sich um die Andacht eines chassidischen oder orthodoxen Gläubigen oder die einmal im Leben unternommene Wallfahrt eines nicht in Israel lebenden Juden handelt.

Eine Gruppe frommer Juden betet, nach altem Brauch bedeckten Hauptes, vor der - von Nichtjuden oft als Klagemauer bezeichneten - Westmauer in Jerusalem. Die 48 Meter lange Mauer, das letzte Relikt des 70 n.Chr. von den Römern zerstörten Tempels, wird als mächtiges Symbol des Überlebens des jüdischen Volkes verehrt.
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Fol. 18b: “Wenn die Pflanzen ausarten, wird sofort gelärmt; ebenso beginnt man sofort zu lärmen, wenn von einem Regen bis zum anderen 40 Tage verstrichen sind, da dies die Plage der Dürre ist.
Regnet es für die Pflanzen und nicht für die Bäume oder für die Bäume und nicht für die Pflanzen oder für beide und nicht für die Brunnen, Gruben und Höhlen, so lärme man sofort. Ebenso auch wenn auf eine einzelne Stadt kein Regen kommt, faste und lärme die betreffende Stadt, ihre Umgebung faste und lärme aber nicht.”
Gittin, Fol. 56a: “… Vespasian hatte gerade einen Schuh angezogen und wollte auch den anderen anziehen, jedoch ging sein Fuß nicht hinein. Jetzt wollte er den angezogenen Schuh wieder abziehen, das ging aber auch nicht. Da sprach R. Jochanan zu ihm: Sei unbesorgt; du hast eine gute Nachricht erhalten, und es heißt (Sprü. 15, 30): ‘Eine gute Nachricht gibt Mark den Beinen.1 Vespasian fragte: Was ist jetzt
zu tun? Jener erwiderte: Laß einen Menschen, den du nicht leiden kannst, an dir vorübergehen, denn es heißt (Sprü. 17, 22): ‘Ein niedergeschlagenes Gemüt vertrocknet die Knochen.’ Er tat dies und sein Fuß ging hinein. Darauf sagte er: Wenn ihr klug seid, warum kämest du jetzt nicht heraus? R. Jochanan antwortete: Habe ich es bereits dir nicht gesagt? Dieser entgegnete: Aber auch ich habe dir erwidert. Dann sprach er zu ihm: Jetzt werde ich von hier fortgehen und schicke einen anderen hierher; jetzt kannst du etwas von mir verlangen, und ich werde es dir geben. Da sprach R. Jochanan: Gib mir Jabne und ihre Weisen, dann die Familienglieder R. Gamliels und die Ärzte, die R. Zadok heilen.”
Baba Mezia, Fol. 37a: “Die offenen Fragen sollen liegen bleiben, bis Elijahu kommt.” (Dieser Satz kommt sehr häufig vor.) Berakhoth, Fol. 55b: “Wer in eine Stadt kommt und sich vor bösen Augen fürchtet, nehme den Daumen seiner rechten Hand in 50
seine linke Hand und spreche wie folgt: Ich N., Sohn des N.
entstamme dem Stamme Josephs, über den das böse Auge keine Macht hat.”
Fol. 24a: “Wer mit seiner Frau schläft, der darf seine Tephillin nicht unter sein Kopflager legen. Wenn zwei in einem Bett liegen, so darf dieser das Gesicht abwenden und so das Schema lesen, weil so nur die Hinterbacken sich berühren; die Hinterbacken sind nicht als Scham zu betrachten. Eine nackte Frau darf sitzend Teighebe abschneiden, weil sie ihre Scham durch den Boden verdecken kann.”
Baba mezia, Fol. 42a: “Stets soll man sein Geld bei der Hand haben.
Immer teile man sein Geld in drei Teile: ein Drittel in Grundstücke, ein Drittel in Waren und ein Drittel in seiner Hand. Wenn jemand das Vermögen bereits gemessen hat und nachher den Segen spricht, so ist dies ein unnützes Gebet, weil der Segen weder in einer gewogenen, noch in einer gemessenen, noch in einer gezählten Sache waltet, sondern nur in einer Sache, die dem Auge verborgen ist.
S’chemuel sagte: Geld kann nur in der Erde verwahrt werden, innerhalb drei Handbreiten, wo es kein Hund ausspüren kann; in der Wand kann es nicht verwahrt werden, weil es schon Wandklopfer gibt.”
Jom - Tob oder Bezah, Fol. 37a: “Wenn ein Vieh und sein Junges in eine Grube gefallen sind, so hole man, wie R. Eliezer sagt, das erste herauf, um es zu schlachten und schlachte es; für das andere aber bringe man Futter nach der betreffenden Stelle, damit es nicht verende; R. Jehoschua sagt: man bediene sich einer List: man hole das erste herauf, um es zu schlachten, schlachte es aber nicht, und dann hole man das andere herauf, alsdann schlachte man, welches man wolle.”
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Taanith, Fol. 5b: “… R. Jizchak hat gesagt: Wer nur sagt: Rachab, Rachab! bekommt sofort Pollution (Samenerguß). Darauf versetzte R.
Nachman: Ich spreche den Namen aus und es passiert mir nichts. Da sprach jener: Ich meine es nur, wenn man auf sie eindringlich denkt.”
(Dass. steht MegillahFol. 15a.)
Sotah, Fol. 33a: “R. Jehuda sagte: Man soll seine Wünsche im Gebet nicht in aramäischer Sprache vortragen, denn, wie R. Jochanan sagte, stehen ihm dann die Dienstengel nicht zur Verfügung, da sie die aramäische Sprache nicht verstehen (sondern nur die heilige, jüdische Sprache).”
Schabbath, Fol. 140b: “… R. Chisda sprach zu seinen Töchtern: Esset kein Brot in Gegenwart eurer Männer; esset nachts keine Krauter und trinkt nachts keinen Met; verrichtet nicht eure Notdurft an derselben Stelle, wo eure Männer, faßt euch der Mann mit der einen Hand am Busen und mit der anderen an der Scham, so lasset ihn den Busen anfassen, nicht aber die Scham, bis er ganz aufgeregt ist; sodann lasset ihn.”
Sukka, Fol. 42b: “Wenn das Kind Getreidespeise in der Größe einer Olive essen kann, entferne man sich vier Ellen von seinem Kot und Urin.”
Arachim, Fol. 30b: “Es ist besser für einen Menschen, daß er seine Tochter verkauft, als daß er auf Zins borgt; denn dort vermindert sich seine Schuld mehr und mehr, hier wächst sie mehr und mehr.”
Baba bathra, Fol. 91a: “Man flehe wegen den Waren (d. i., man soll Lärm blasen mit Posaunenstößen und anderen Zeremonien, wenn die Waren im Preis sinken) selbst am Schabbath.”
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Schabbath, Fol. 110a: “Wenn eine Schlange jemanden verfolgt, so reite er vier Ellen auf einem Genossen, wenn sich ein solcher bei ihm befindet, wenn aber nicht, so springe er über einen Graben oder überschreite einen Fluß. Nachts stelle er sein Bett auf vier Fässer und schlafe unter freiem Himmel. Alsdann binde er vier Katzen an die vier Füße des Bettes und lege Holzspäne daneben, damit sie das Geräusch hören und sie auffressen. - Wenn eine Schlange auf eine Frau ein Auge geworfen hat, so nehme die Frau ihre Kleider ab und werfe sie vor diese, und diese wird sich in die Kleider einwickeln. Welches Mittel gibt es dagegen? Sie übe in ihrer Gegenwart den Beischlaf aus.
Oder nehme sie etwas von ihrem Haar und ihren Nägeln, werfe es vor sie und spreche: Ich bin eine Menstruierende, - Wenn eine Schlange in den Leib einer Frau gekommen ist, so setze man sie mit auseinandergespreizten Beinen auf zwei Fässer; darauf hole man
fettes, auf Kohlen gebratenes Fleisch, einen Korb mit Kresse und wohlriechenden Wein, alsdann warte man mit einer Zange in der Hand, fasse sie und verbrenne sie im Feuer, denn sonst kommt sie wieder hinein.”
Kethuboth, Fol. 5a: “… Eine Jungfrau soll am vierten Tage der Woche Hochzeit halten und am fünften beschlafen werden, weil an diesem Tage den Fischen der Segen gegeben worden ist, sich zu mehren. Eine Witwe soll am fünften Tage Hochzeit halten und am sechsten beschlafen werden, weil an diesem Tage dem Menschen gegeben worden ist, sich zu mehren.”
Berakhoth, Fol. 2a: “R. Ada ben Ahabe sagte: … Wenn jemand beim Gebete steht und sich erinnert, daß er samenergußbehaftet ist, breche er sein Gebet nicht ab, sondern kürze es.”
Fol. 63a: “Hillel der Ältere sagte: Wenn aufgesammelt wird, streue du aus; wenn ausgestreut wird, sammle du auf. Bar Kappara trug vor: Ist es billig, so sammle und kaufe davon. Wo kein Mann ist, 53
sei du ein Mann. Stets lehre der Mensch seinen Sohn ein reines und leichtes Handwerk. Der Mensch mehre nicht Freunde in seinem Hause. Rabbi sagte: Der Mensch setze keinen Verwalter in sein Haus ein; denn hätte Potiphar nicht Joseph zum Verwalter in sein Haus eingesetzt, so wäre es nicht zu jener Sache gekommen.”
Schabbath, Fol. 63a: “… Wenn ein Mann aus dem gemeinen Volk fromm wird, so wohne nicht in seiner Nachbarschaft.”
Fol. 80b: “R. Jehuda sagte: Wenn die jisraelitischen Mädchen vorzeitig erwachsen sind, so bestreiche man sie, wenn sie arm sind, mit Kalk, wenn sie reich sind, mit feinem Mehl, und Fürstentöchter mit Myrrhenöl. Es entfernt das Haar und macht die Haut ge-schmeidig.”
Kethuboth, Fol. 59b: “Wer seine Tochter zart machen will, lasse sie kurz vor ihrer Reife Küchlein essen und Milch trinken.”
Berakhoth, Fol. 33a: “Wegen eines Skorpions darf man die Gebete unterbrechen. Man entferne sich von einem unschädlichen Ochsen 50
Ellen und von einem berüchtigten Ochsen, so weit das Auge reicht, man soll sogar auf das Dach steigen und die Leiter unter sich umwerfen. Schemuel sagte: Dies gilt nur von einem schwarzen Ochsen und in den Tagen des (Monats) Nisan, weil dann der Satan zwischen seinen Hörnern umherspringt.”
Mo’ed katan, Fol. 17a: “… R. Jlai (oder Jleaj) sagte: Sieht jemand, daß der böse Trieb sich seiner bemächtigt, so gehe er nach einem Orte, wo man ihn nicht kennt, hülle sich schwarz ein und folge dem Triebe seines Herzens.” (Dass. steht in Hagiga 16a; Kidduschin 40a.)
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Berakhoth, Fol. 22b: “Wenn jemand beim Gebet steht und Kot vor sich erblickt, so gehe er 4 Ellen vorwärts.” (Dass. Nidda 45b.) Pesachim, Fol. 112b: “… Rab sprach zu seinem Sohn Chija: Trinke keine Medikamente, laß keinen Zahn ziehen und reize keine Schlange.
Zuerst öffne den Geldbeutel, nachher löse den Getreidesack.” (Dass.
Fol. 113a.)
Joma, Fol. 84a: “Von was wird ein Hund toll? Rabh sagt: Die Hexen treiben mit ihm Kurzweil. Welches Mittel gibt es dagegen? Man ziehe seine Kleider aus und laufe. Welches Mittel gibt es, wenn jemand gebissen wird? Abajje sagte: Man hole die Haut einer männlichen Otter, schreibe darauf: Kanti, kanti kloros usw. (sinnlose Wörter).
Alsdann ziehe man seine Kleider aus und vergrabe sie in ein Grab, woselbst man sie 12 Monate liegen lasse; darauf hole man sie hervor, verbrenne sie in einem Ofen und zerstreue die Asche auf einem Scheideweg. Während dieses Zwölfinonats-Jahrs trinke man, wenn man Wasser trinkt, nur aus einem Kupferrohr, denn man könnte im Wasser das Bild des bösen Geistes sehen und in Gefahr geraten.”
Schabbath, Fol. 12b: “R. Jehuda und R. Jochanan sagten: Nie bitte man um seine Bedürfhisse in aramäischer Sprache; wenn jemand um seine Bedürfnisse in aramäischer Sprache bittet, so schließen sich ihm die Dienstengel im Gebet nicht an, weil die Dienstengel die aramäische Sprache nicht verstehen!”
Fol. 61 a: “Es wird unter den Rabbinern disputiert, ob man auf den linken oder rechten Fuß die Schuhe zuerst anziehen soll und welche man zuerst zuschnüre. Man wasche zuerst die rechte Hand, man bestreiche beim Salben zuerst die Rechte; wer den ganzen Körper salben will, bestreiche zuerst den Kopf.”
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Pesachim, Fol. 113a: “R. Jochanan sagte: Wenn du in den Krieg ziehst, so gehe nicht zuerst, sondern zuletzt, damit du zuerst heim-kehren kannst.”
Baba kamma, Fol. 50b: “Ist Hungersnot in der Stadt, so zerstreue deine Schritte (d. h., wandere aus). Ist eine Seuche in der Stadt, so gehe man nicht in der Mitte der Straße, weil der Todesengel in der Mitte der Straße umhergeht, denn da ihm Freiheit gegeben ist, so geht er öffentlich; ist Friede in der Stadt, so gehe man nicht an den Seiten der Straße, denn da er keine Freiheit hat, so schleicht er im Verborgenen. Ist eine Seuche in der Stadt, so gehe man nicht einzeln in ein Bethaus, weil der Todesengel da seine Geräte verwahrt. Dies jedoch nur dann, wenn daselbst keine Schulkinder die Schrift lesen und keine Zehn das Gebet verrichten. Wenn Hunde wimmern, so ist der Todesengel in der Stadt eingetroffen; wenn Hunde lustig sind, so
ist Elijahu in der Stadt eingetroffen, oder es ist eine Hündin unter ihnen.”
Baba bathra, Fol. 110a: “Wer ein Weib heiraten will, muß ihre Brüder untersuchen, weil die meisten Söhne den Brüdern der Mutter gleichen.”
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5. BETTREGELN.
Jabmuth, Fol. 55b: “R. Dimi sagte: Unter Anschmiegung ist das Hineinstecken der Eichel zu verstehen. R. Schemuel fugte hinzu: Und unter vollendeter Beiwohnung ist die richtige Vollendung der Beiwohnung zu verstehen; was außerdem erfolgt, ist nichts weiter als eine Berührung, und man ist dieserhalb frei.” (s. Sanhedrin Fol. 73b.) Sanhedrin, Fol. 55b: “… Wenn der Schwager die Witwe seines Bruders beschlafen hat, so hat er sie geehelicht. - Komm und höre: Wenn ein Knabe von neun Jahren und einem Tage seine Schwägerin beschläft, so hat er sie geehelicht, und einen Scheidebrief kann er ihr erst dann geben, wenn er großjährig wird.”
Fol. 75a: “R. Jizchak sagte: “Seit dem der Tempel zerstört wurde, ist der Genuß des Beischlafes abgekommen und den Sündern übergeben worden, denn es heißt (Sprü. 9, 17): ‘Gestohlenes Wasser ist süß und heimliches Brot schmeckt angenehm.’”
Erubin, Fol. l00b: “Rabbi b. Chama sagte: Es ist verboten, seine Frau zur Ausübung der Bettpflicht zu zwingen. R. Jehoschua b. Levi sagte: Wenn jemand seine Frau zur Ausübung der Bettpflicht zwingt, so bekommt er ungeratene Kinder. Raba aber sagte: Wenn jemand männliche Kinder zeugen will, soll er den Beischlaf wiederholen.
Aber nur dann, wenn sie es wünscht. R. Schemuel sagte: Wenn eine Frau ihren Mann zur Ausübung der Bettpflicht auffordert, so bekommt sie Kinder, desgleichen es sogar im Zeitalter Moschehs nicht gegeben hat.”
Jabmuth, Fol. 12b: “R. Bebaj lehrte: Drei Weiber dürfen den Beischlaf mit Watte (Präservativ) vollziehen: die Minderjährige, weil sie schwanger werden und sterben könnte; die Schwangere, 57
weil sie aus dem Fötus eine Mißgeburt machen könnte (durch Superfötation, die der Talmud irrtümlich als möglich hält) und eine Säugende, weil die ihr Kind vorzeitig entwöhnen und es sterben könnte. ‘Minderjährige’ heißt, sie von ihrem elften Jahre nebst einem Tage bis zu ihrem zwölften nebst einem Tage; jüngere oder ältere (Mädchen) vollziehen den Beischlaf auf gewöhnliche Weise - sagt R.
Meir. Die Weisen sagen: die eine wie die andere vollziehen den Beischlaf auf gewöhnliche Weise, und im Himmel werde man sich
ihrer erbarmen, denn es heißt (Ps. 116, 6): ‘Der Herr behüte die Einfältigen!’ (s. Kethuboth, Fol. 39a.)
Kethuboth, Fol. 6b: “R. Chisda sagt: Wenn ein Mädchen sich vor Erlangung des Menstruationsalters verheiratet, so gewähre man ihr vier Nächte, wie die Schule Schammajs sagt: bis die Wunde heilt. Wer eine Jungfrau heiratet, vollziehe die erste Beiwohnung nicht am Schabbath. Die Weisen erlauben es; unter diesen R. Schimon sagt: Die unbezweckte Verrichtung ist erlaubt, nicht wie bei den Babyloniern, die im ‘Biegen’ (Vollzug des Beischlafes, wobei das Hymen nicht verletzt wird) nicht gewandt sind.”
Schabbath, Fol. 86a: “R. Hona sagte: Die Jisraeliten sind heilig, weil sie den Beischlaf nicht am Tage vollziehen. Raba sagte: In einer dunklen Stube ist es erlaubt. Ferner sagte Raba: Einem Schriftgelehrten ist es gestattet, wenn er (den Raum) mit seinem Gewand verdunkelt.”
Kethuboth, Fol. 62b: “… Jehuda, Sohn des R. Chija, war der Schwiegersohn R. Jannajs; er saß stets im Lehrhause und an jedem Vorabend des Schabbaths ging er nach Hause. Wenn er kam, sah man vor ihm eine Feuersäule; einmal vertiefte er sich in eine Lehre und als jenes Zeichen ausblieb, sprach R. Jannaj: Legt sein Bett um (wegen der Trauerpflicht) denn wenn Jehuda lebte, würde er die Bettpflicht jetzt nicht versäumt haben.”
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