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Erich Glagau
Der babylonische Talmud
Ein Querschnitt aus dem grossen Sammelwerk
Teil 1 und 2
Scanned by Mark Truelies
1.11.1996
Copyright auch für Kopien, Schriften und Tonträger, Filme: Verlag Neue Visionen GmbH
Postfach
CH - 5436 Würenlos/Schweiz ISBN 3-9520669-7-4

mitgeliefertes Einlegeblatt
4
DER BABYLONISCHE TALMUD
Ein Querschnitt
aus dem grossen Sammelwerk. Teil 1
Vorwort des Verlages
Die drei grossen Religionen, welche sich in Europa treffen, sind der Mosaismus, das Christentum-und der Islam. Der Mosaismus sollte zuerst genannt werden, weil er die Wurzel der beiden anderen Religionen ist.
Da wir in Europa nun immer mehr zusammenrücken, auch was die Religionen betrifft, so ist es verständlich, dass die Menschen aufge-schlossener und auch neugieriger werden.
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Es ist eine traurige Tatsache, dass die Christen ihre Bibel zu wenig lesen, weil sie ihnen zu umfangreich ist. Aus diesem Grunde haben die Kirchen kleinere Zusammenfassungen ihrer Lehre herausgegeben.
Für die evangelische Kirche ist dies der Katechismus. Es sind die „Leitfäden der christlichen Glaubenslehre in Frage und Antwort”.
Die katholische Kirche brachte den für das Volk bestimmten Katechismus des Canisius (1555), danach folgten der katholische Einheits-Katechismus von 1925, und 1969 eine Neufassung. Für den Islam gibt es ebenso gedrängte Ausgaben des Koran, so dass jeder in der Lage ist, sich ein Bild über das dort Gelehrte zu machen.
Obgleich man meinen könnte, dass der Mosaismus im Alten Testament, der Thora, dem Pentateuch, jedem Interessierten Aufschluss geben kann; was er seine Gläubigen lehrt, so erfahrt man doch recht bald, dass es mit diesem Werk allein nicht getan ist. Wer den Mosaismus tiefer verstehen will, dem bleibt es nicht erspart, sich mit der „Lehre”, dem Talmud, zu beschäftigen. Denn auf das Auslegen der Thora kommt es an. Der Talmud bietet sie im vollen Umfang an.
Aber der Wissensdurst, sich mit dem Talmud zu beschäftigen, scheitert sehr schnell an einem grossen Hindernis. Er umfasst nämlich 12 dicke, grossformatige Bände mit vielen tausend Seiten. Man kann es also keinem Menschen zumuten, dieses Gesamtwerk zu lesen.
Dennoch: Die Neugierde ist geblieben. Um hier eine Hilfestellung zu geben, haben wir uns die Mühe gemacht, eine Zusammenstellung der Passagen zu bringen, die genau eine Lücke ausfüllt, die Reinhold Mayer hinterlässt, der in seinem Buch „Der Talmud” nur einen Teil dieses Werkes bespricht.
CH-5436 Würenlos/Schweiz
1996
7-9
Inhaltsverzeichnis
Der Weg zum Thema.
11
Was ist der Talmud?
12
Die Traktate.
17
Das Problem mit der absoluten Bibelwahrheit.
19
Zur Sache
19
1. Juden über sich selbst.
20
2. Juden über die Nichtjuden.
26
3. Was sagt der Talmud zum Thema Frauen?
39
4. Seltsame Ratschläge.
48
5. Bettregeln.
56
6. Jüdische Weisheiten und Regeln zum Beischlaf.
58
7. Jüdische Sitten und Gebräuche.
65
8. Das Land Israel.
69
9. Notdurft-und Abortregeln im Talmud.
71
10. Todesarten nach Talmudischem Recht.
77
11. Eigenartige Todesursache.
78
12. Talmudische Verbote.
79
13. So regelt man eine Erbschaft.
82
14. Erlaubtes.
82
15. Die Ratschläge der Weisen.
83
16. Erklärungen der Weisen.
86
17. Die Weisheiten der Weisen.
95
18. Die Erschaffung der Menschen.
102
19. Entschädigung.
105
20. Das Weltall aus der Sicht der Weisen von Babylon.
106
21. Familienklatsch aus dem Hause Abraham-Sara.
109
22. Über Scheidungen.
113
23. Neues vom Moscheh (Mose).
114
24. Neues über Schelomo (Salomo).
115
25. Bestrafungen.
116
26. Neues von David.
123
27. Über das Verhältnis der Juden zu Tieren.
126
28. Über die Gesetzeslehre.
128
29. Richtlinien für den Schabbath.
130
30. Über die Entstehung Italiens.
132
31. Sprüche und Redensarten.
133
32. Geheimsprache.
136
33. Nobelpreisverdächtige Mediziner.
137
34. Probleme der Beschneidung.
144
35. Erkenntnisse über den Handel.
144
36. Streitfragen der Gelehrten.
146
37. Gilt der Talmud heute noch?
150
10
SIND DIE JUDEN EINE „RASSE”?
ANTWORT: NEIN
SIND DIE JUDEN EINE „ETHNIE”?
ANTWORT: NEIN
IST DAS JUDENTUM EINE „RELIGION”?
ANTWORT: NEIN
[1] TEIL l
Quelle: Institut für Finanzanalyse
[BWB - Wirtschaftsbrief N. 97 v. 13.2.1997]
11
DER WEG ZUM THEMA.
Warum sollten die Deutschen den Talmud kennen?
Die Deutschen sind das beliebteste Volk der Erde. Ja, man könnte fast von einer Auserwähltheit sprechen! Wie, Sie glauben uns nicht? Dann sehen Sie sich einmal um, wer alles zu ihnen kommt! Würden sie wohl so zielstrebig dieses Land und Volk aufsuchen, wenn unsere Behauptung nicht richtig wäre?
Aber sie sind auch das gutmütigste Volk der Erde! - Allerdings kennen wir es aus unserem eigenen Verhalten, daß wir, wenn wir irgendwohin kommen, sei es in ein anderes Land oder nur zu den Familien der Verwandtschaft, Augen und Ohren aufsperren, um zu entdecken, welchen Lebensgewohnheiten wir uns anzupassen haben.
Und alles läuft reibungslos ab. Wir wissen, wie weit wir zu gehen haben, und die anderen merken, daß wir nicht anecken und sie nicht in andere Gewohnheiten zwingen wollen.
Das ist in Deutschland im großen gesehen ganz anders. Sie erwarten nicht, daß sich der Besuch wie ein Besuch, also mit Rücksichtnahmen, benimmt. Nein, sie kommen diesem Besuch in allem entgegen, was er eigentlich gar nicht erwartet. (Oder haben Sie andere Erfahrungen gemacht?) Mit einem Satz: Sie bemühen sich, ihre Gewohnheiten zurückzustecken und sich denen ihrer Gäste (wenn schon, denn schon!) restlos zu unterwerfen.
Da ihre Freunde nicht alle aus einem einzigen Land und Volk kommen, werden sich in ihren Anpassungsbemühungen Probleme ergeben. Sie müssen also vielseitig sein! Und wo sollen sie anfangen?
Mit den Gästen aus Afrika haben sie wahrscheinlich die wenigsten Schwierigkeiten. Sie brauchen nur in eine Disco zu gehen; dort lernen sie am besten, sich im gemeinsamen Rhythmus zu bewegen und sich Ringe durch Nase und Ohren zu ziehen. Der Rest kommt dann beim ‘Bügeln’.
Das Zusammenleben mit Menschen anderer Völker kann ihnen da schon mehr Kummer bereiten. Aber sie sind ja lernfähig und spontan bereit, irgendwo anzufangen.
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Da auch die Deutschen sich nun schon wie ‘Auserwählte’ fühlen, ist dies vielleicht der beste Aufhänger, sie mit dem anderen ‘auserwählten’ Volk und seinen Gepflogenheiten bekanntzumachen. Und da das jüdische Volk nach bestimmten ‘Gesetzen’ und ‘Weisungen’ sein Leben gestaltet, halten die Deutschen es für am besten, wenn sie sich nach diesen Lebensregeln ausrichten. Der Zweck der Übung liegt also klar auf der Hand: sie möchten ihre Volksgenossen veranlassen, die ‘Gesetze’ und ‘Weisungen’ des jüdischen Lehrbuches, des Talmud, zu lesen, zu begreifen, nachzuempfinden und wo nötig, das eigene Leben entsprechend umzugestalten.
Daß sie mit ihrem Ansinnen gar nicht so schiefliegen, beweisen folgende Tatsachen: In Deutschland leben (1992) rund 35.000 Juden,
das sind bei einer Gesamtbevölkerung von 77 Millionen rund 0,045
Prozent. Und wie sehr sie sich den Sitten und Gebräuchen dieser Menschen anpassen, und nicht etwa umgekehrt, was absolut normal wäre, zeigen die höchsten deutschen Würdenträger, wenn sie ihre Käppis zur Schau tragen. Es soll allerdings auch Landsleute geben, die vermuten, daß diese Deutschen jüdischer Abstammung sind.
WAS IST DER TALMUD?
Neuhebräisch heißt TALMUD ‘das Lernen’. Er ist also ein Lehrbuch.
Nach dem Neuen Großen Volkslexikon: Er ist die bedeutendste Zusammenfassung der Lehren, Vorschriften und Überlieferungen des biblischen Judentums. Der Talmud besteht aus der Mischna, (der Aufzeichnung der Religionsgesetze) und der
Gemara, der
Niederschrift der Diskussionen über die Mischna. Der kompetente ungarische Übersetzer des Talmuds, Luzsenszky, schreibt in seiner Einleitung: “Der Talmud ist das Ergebnis der Denkarbeit rund eines Jahrtausends. Mündliche Überlieferungen
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begannen im 6. Jahrhundert v. Chr. Um diese Lehren vor dem Untergang zu bewahren, begann um das Jahr 450 n. Chr. ein Rabbiner namens Judas mit der Aufzeichnung, die er Mischna nannte. Beendet wurde diese Arbeit um das Jahr 500 n. Chr. von dem Rabbi Aschi, seinem Sohn Mär und einem gewissen Maremar. Die Auslegungen zur Mischna heißen Gemara. Alles zusammen ergibt den Talmud.”
Es gibt einen Talmud von Jerusalem und einen Talmud von Babylon.
Der babylonische Talmud wird von den Juden bevorzugt. Der Umfang des babylonischen Talmuds umfaßt 14 starke Bände, großformatige Folianten, die in 63 Traktate unterteilt sind. Er ist der Grundstein der jüdischen Religion und der Unterrichtsstoff der Rabbinerseminarien.
Es gab bis 1939 zwei Rabbinerseminarien in Deutschland, nämlich in Berlin und in Breslau. Alle orthodoxen Juden schöpfen ihre Moral-und Weltanschauung aus dem Talmud. Er ist die Richtschnur für das ganze jüdische Leben.
Viele Passagen des Talmuds sind langatmig und wirken ermüdend.
Das Gesamtwerk der Übersetzung von Lazarus Goldschmidt umfaßt 12 Bände mit mehreren tausend Buchseiten. Deshalb kann die vorliegende Arbeit nur einen Auszug aus verschiedenen Lebens-bereichen bringen. Als Grundlage haben wir die Übersetzung von A.
LUZSENSZKY benutzt, die 1931 in Budapest erschienen ist. Wenn sich die Deutschen also bemühen wollen, die in Deutschland lebenden Juden zu verstehen, so müssen sie sich mit dem Talmud befassen.
Wie angedeutet, werden wir die allzu langatmigen Stellen vermeiden.
Aber auch aus dem übrigen Text werden die Leser erfahren, daß die Juden das Diskutieren erfunden haben. Es geht oft soweit, daß man am Ende genauso schlau ist wie am Anfang. Die jüdische Dialektik, die Spitzfindigkeit, ist weltbekannt. Diese Art des Diskutierens oder des Auslegens (von Gesetzen und der Bibel) haben auch die Priester
(Pfarrer) der christlichen Religion übernommen.
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Zwei Ansichten über den Talmud von berühmten Juden möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:
Jakob Ecker sagt: “Der Talmud enthält die Gesetze keineswegs in systematischer Ordnung, sondern sie liegen in demselben zerstreut, mit weitläufigen Grübeleien und abgeschmackten Tüfteleien, hundert nutzlosen Erzählungen, kindischen Märchen und Fabeln.” [bei Luzsenszky]
Lazarus Goldschmidt sagt: “Der babylonische Talmud ist kein System, keine Methode, ein Durcheinander von Lehren und Beleh-rungen, Sprüchen und Sentenzen, Schnurren und Anekdoten. Neben einer haarspaltigen Deduktion eine Fabel, eine harmlose Zote an eine Rechtsfrage anschließend. Scholastische Hermeneutik (Kunst der Auslegung) und metaphysische Spekulation durcheinander gemengt der historische Bericht mit der Himmelskunde. Wie die Materie, so auch die Sprache: Ein Gewirr verschiedener Zungen, ein Jargon ohne Zügel.” [bei Luzsenszky] Der Talmud bleibt das allumfassende Lehrbuch der Juden. Und deshalb muß es jeder kennenlernen, der mit Juden zu tun hat und mit ihnen leben will.
Bevor wir an die Bearbeitung der Talmud-Übersetzung (als Auszug) von Luzsenszky gingen, haben wir uns mit dem ‘Querschnitt’ der Talmud-Erläuterungen von Reinhold Mayer befaßt. [Der Talmud, ausgewählt, übersetzt und erklärt von Reinhold Mayer, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 4/91]. Mayer ist Jahrgang 1926 und evangelischer Theologe. Man muß dies wissen, um seine Äußerungen, die hier auch gewürdigt werden, besser einordnen zu können.
Er sagt (S. 9): “Alle Offenbarungen (Gottes) an Abraham, an Mose, an die Propheten ist Anrede; Gottes Wort ergeht aber nicht vor allem an diese Menschen als Einzelpersonen, sondern als Vertreter Israels.”
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Woher will er dies wissen? Wieso eine solche Behauptung? Er unterschlägt an dieser Stelle geflissentlich, daß die Esra-Bibel keine Vokale enthält und daher eine ca. 800.000fältige Lesart zuläßt. Er hält also tatsächlich die Juden für das auserwählte Volk Gottes, zu dem sie von Mose gemacht wurden. Er erklärt auch gar nicht, ob alle die im Alten Testament so reichhaltig aufgeführten ‘Gespräche mit Gott1
überhaupt möglich waren. Hieraus geht klar hervor, daß er die von Menschen verfaßte Bibel, insbesondere die fünf Bücher Moses, die Thora, als das ‘Wort Gottes1 betrachtet, obgleich er als Theologe weiß, daß das A. T. erst im Mittelalter fertiggestellt und von vielen Menschen bewiesen wurde, daß die Wahrheit über das sogenannte ‘Wort Gottes’ ganz anders aussieht. [Siehe: Die grausame Bibel, Verlag Werner Symanek.]
Mayer sagt (S. 11): “… der Talmud ist … kein verstaubtes Aktenwerk.
Wir können also nur deshalb, weil wir so wenig über den Talmud wissen, nicht sagen, er habe heute keine Gültigkeit. Das Gegenteil ist
der Fall!”
Mayer (S. 11): “Vieles von dem, was die Lehrer Israels aufgezeichnet haben, ist heutigen Menschen unmittelbar verständlich. Es zeigt sich nicht nur, wie tief menschlich das Judentum war und ist, sondern auch, wie sehr die christlichabendländische Gesittung vom Judentum her bestimmt ist. Christentum und Judentum haben nämlich als gemeinsame Wurzel die hebräische Bibel.”
‘Unmittelbar verständlich’ ist blanker Unsinn, denn alles wird ja von den Priestern und Weisen den Leuten ‘nähergebracht’! Auf derselben Seite steht noch etwas sehr Bemerkenswertes: “Die Wissenschaft kommt zu Wort, vor allem die sich stets verfeinernde Kunst der Bibelauslegung.”
Hier hat Mayer den Nagel auf den Kopf getroffen! Die Bibel ist also nicht so einfach ‘Gottes Wort’ und “unmittelbar verständlich”, sondern es kommt darauf an, was man daraus macht. Und im Talmud zeigen die Talmud-Juden, daß sie die Meister der
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Auslegungskunst sind. Da wird nicht Gott beim Wort genommen, sondern dem lieben Gott wird klargemacht, was er eigentlich gemeint haben muß.
Um den Kritikern, die noch immer der Ansicht sind, der Talmud wäre nicht mehr aktuell, dies zu beweisen: Mayer auf S. 13: “Darum ist auch der Talmud unter Christen bestenfalls ein Geheimbuch geblieben, obgleich er Antwort gibt, wenn immer er befragt wird. Was bisher trennte, kann aber jetzt zu einer Brücke werden, auf der es durch die Entdeckung ursprünglicher Zusammengehörigkeit wieder zur Begegnung kommt.”
Das ist Mayers Ansicht über den Talmud. Aber er bringt (auch wenn er dies als ‘Querschnitt’ bezeichnet) nur solche ‘Querschnitte’, die kein umfassendes Bild des ganzen Talmuds liefern. Und so bekommt der Leser nur die halbe Wahrheit zu sehen. Einen kritischen Geist fordert dies natürlich zur Neugierde heraus. Aber Herr Mayer hat für solche vorwitzigen Geister bereits vorgebeugt. Und es macht ihm gar nichts aus, wenn er sich zu dem eben Gesagten widerspricht: S. 53: “Der Talmud ist ein Buch für den innerjüdischen Gebrauch. Wer in die Intimsphäre eines Menschen oder einer Menschengruppe Einblick erhält, darf sich nur mit der Haltung der Ehrfurcht nahen. Was er nicht versteht, darf er nicht verlachen oder verachten oder anderen zum Mißbrauch preisgeben.” Dies ist nicht korrekt an der Einstellung dieses Theologen! Deshalb muß man sehr deutlich hervorheben, was Mayer auf S. 52 sagt:
“Später unterstanden Juden der Gerichtsbarkeit der herrschenden
Macht oder des Gastlandes. Das jeweilige Landesgesetz wird
anerkannt, soweit es der Weisung nicht widerspricht” Wir wollen keinem Menschen das Denken verbieten, erwarten aber, daß man es auch uns nicht verbietet.


17-18
DIE TRAKTATE IM TALMUD
Berakhoth
Traktat der Segen
Schabbath
Ruhetag
Erubin
Von der Gebietsvereinigung
Pesachim
Passalämmer
Joma
Vom Versöhnungstag
Rosch-Haschanah
Vom neuen Jahr
Jom-Tob oder Bezah Bester Tag, Festtag oder Ei
Sukka
Vom Laubhüttenfest
Taanith
Vom Fasttag
Megillah
Von der Esterrolle
Mo’ed katan
Vom Halbfest
Chagigah
Vom Festopfer
Jabmuth Von der Schwägerin
Kethuboth
Von den Ehepakten
Kidduschin
Von den Antrauungen
Gittin
Von den Scheidebriefen
Nedarim
Von den Gelübden
Sotah
Von der ehebruchsverdächtigen Frau
Baba kamma
Erste Pforte. Von den Zivilprozessen
Baba mezia
Mittlere Pforte. Von den Zivilprozessen
Baba bathra
Letzte Pforte
Sanhedrin
Gerichtshof
Aboda zara
Fremder Cultus, Götzendienst
Makkoth
Von der Geißelung
Schebuoth
Vom Eid
Kalla
Von der Braut
Zebachim
Von den Schlachtopfern
Menachoth
Von den Speiseopfern
Bekhoroth
Von den Erstgeburten
Cholin
Von der Profanschlachtung
Arachim
Von den Schätzungen d. heiligen Dinge
Nidda
Von der weiblichen Unreinheit
Die Titel haben oft keinen Zusammenhang mit dem Text. Wir verweisen darauf, was Jakob Ecker und Goldschmidt dazu gesagt haben.
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DAS SPIEL MIT DER ABSOLUTEN BIBELWAHRHEIT.
Ziehen Sie selbst den Schluß folgenden Zitats aus der TalmudÜbersetzung von Reinhold Mayer: S. 30:
“Die Bibeltexte wurden genau studiert, kleinste Beobachtungen gemacht, Unebenheiten ausgeglichen, die sachlichen Unterschiede verschiedener Bibelstellen durchdacht. Durch eine Vokalisation, die bewußt von der geläufigen Lesung des nur konsonantisch
geschriebenen Bibeltextes abwich, wurde oft eine andere, erstaunliche Seite der biblischen Wahrheit aufgedeckt.” Erstaunlich ist für uns die Selbstverständlichkeit, mit der die unterschiedlichen Auslegungen des “Wort Gottes” ausgesprochen wird. Deshalb ist es geradezu eine Herausforderung, hier einen gerechten Ausgleich zu schaffen. Der am Talmud Interessierte bekommt also nur dann einen einigermaßen gerechten Querschnitt geboten, wenn er den von Reinhold Mayer und den von uns liest.
ZUR SACHE
Zum Wahrheitsgehalt der Bibelstellen und Textauslegungen kann nicht oft genug hervorgehoben werden, daß der gesamte Bibeltext mehr als fragwürdig ist. Wir haben dies in “Die grausame Bibel”
(bezüglich des A. T.) dargelegt. Nochmals sollte betont werden, daß die Bibel erst im Mittelalter fertiggestellt wurde und aus diesem Grunde die vermeintlichen Weissagungen mit der Zukunft gut abgestimmt werden konnten, was für das A. T. ebenso wie für das Neue Testament zutrifft. Die Urheber des Talmud scheinen uns - wie man so sagt - päpstlicher als der Papst gewesen zu sein. Sie haben nicht nur ihren eigenen Thora-Text nach Belieben ausgelegt, sondern sie haben ihren Gott einfach ausdiskutiert. Natürlich wurde auch Mose nicht verschont. Hatte er - immer nach den Angaben des A. T. 20
eine Gesetzesflut geschaffen, so überschlägt sich dieser Eifer förmlich im Talmud.
Noch ein Hinweis auf die Form des Talmuds: Die einzelnen Seiten der Folianten sind in a-und b-Seiten unterteilt.
1. JUDEN ÜBER SICH SELBST.
Wenn sich Menschen miteinander bekanntmachen, so erwartet jeder, daß er möglichst ein komplettes Bild von seinem Gesprächspartner erhält. Wir haben das große Glück, daß sich die Juden gern selber darstellen. Das Alte Testament, besonders die Thora, also die Bücher Moses und der Talmud sind in diesem Falle eine wahre Fundgrube.
Kethuboth, Fol. 110b: “… Die Rabbiner lehrten: Man wohne immer in Jisraellande, wenn auch die Mehrzahl (der Einwohner) aus Nichtjuden (Fremden, Nokhrim) besteht und wohne nicht im Auslande, wenn auch die Mehrzahl von Jisraeliten besteht. Jeder, der in Jisrael wohnt, gleicht dem, der einen Gott hat, jeder aber, der nicht in Jisrael wohnt, gleicht dem, der keinen Gott hat. R. Eliezer sagte: Wer im Jisraellande wohnt, weilt ohne Sünde. R: Jirjemja sagte: Wer nur vier Ellen im Jisraellande wandelt, darf sich versichert halten, daß
er ein Sohn der künftigen Welt ist. R. Eleazar sagte: Die gestorbenen Gerechten im Auslande wälzen sich in der Erde fort bis nach dem Jisraellande und leben da wieder auf. Da hielt ihm R. Abba Sala der Große entgegen: Da wird doch aber das Wälzen den Gerechten Schmerz bereiten? Darauf hat Abajja gesagt: Es werden da Höhlungen in der Erde für die gemacht werden.”
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Taanith, Fol. 3a: “Wie die Welt nicht ohne Winde bestehen kann, so kann sie auch nicht ohne Jisraeliten bestehen, (s.
Abodazara, Fol. 10a.)”
Fol. 10a: “Zuerst ist das Land Jisrael geschaffen worden, am Ende erst die ganze Welt. Das Land Jisrael tränkt der Heilige selbst, die ganze Welt tränkt ein Bote. Das Land Jisrael trinkt Regenwasser, die ganze Welt nur von dem Überreste. Das Land Jisrael trinkt zuerst und nachher erst die ganze Welt, gleich einem Menschen, der Käse bereitet, der das Genießbare herausnimmt und das Unbrauchbare zurückläßt.”
Kidduschin, Fol 4b: “Zehn Maß (Kab) Weisheit kam auf die Welt; neun Maß bekam das Land Jisrael und ein Maß die ganze übrige Welt; zehn Maß Schönheit kam auf die Welt; neun Maß bekam das Land Jisrael und ein Maß die ganze übrige Welt.”
Sanhedrin, 104a: “Raba sagte’im Namen R. Jochanans: Überall,
wohin sie (die Juden) kommen, sollen sie sich zu Fürsten ihrer Herren machen.” (Das ist: sie müssen nach Herrschaft stre ben.) Berakhoth, Fol. 20a: “R. Jochanan pflegte gewöhnlich hinzugehen und sich vor den Eingängen der Reinigungsbäder zu setzen. Er sagte nämlich: Wenn die Töchter Jisraels heraufsteigen und vom Bad kommen, so mögen sie auf mich schauen, damit sie Kinder bekommen, die so schön sind wie ich. Die Rabbinen sprachen zu ihm: Fürchtet der Herr nicht das böse Auge? Er erwiderte ihnen: Ich stamme vom Samen Josephs ab, über den das böse Auge keine Macht hat.”
Baba mezia, Fol. 59a: “Wer ein verheiratetes Weib beschlafen hat, der wird durch Erdrosselung hingerichtet, hat aber einen Anteil an 22
der zukünftigen Welt; wer aber einen anderen Juden beschämt, hat keinen Anteil an der zukünftigen Welt.”
Fol. 21a: “… Es heißt (2. Sam. 13, 3-15): ‘Dann aber haßte Amon Tamar sehr.’ Aus welchem Grund? R. Jizchak erwiderte: Ein Haar wickelte sich um die Genitalien und dies verstümmelte ihm die Harnröhre. Was konnte sie denn dafür, daß es sich umwickelt hatte?
Sage vielmehr, sie wickelte ihm ein Haar um die Genitalien und verstümmelte ihm die Harnröhre. Rabba aber sagt, daß die Schönheit der Töchter Jisraels darum berühmt war unter allen Völkern, weil sie weder unter den Armen, noch an der Schani Haare gehabt haben.”
Megilla, Fol. 28a: “Von Abuha und Minjamin bat einer, es möge ihm zugute kommen, daß er nie einen Nichtjuden angeschaut hat, und ein anderer, es möge ihm zugute kommen, daß er sich nie mit einem Nichtjuden assoziiert hat.”
Gittin, Fol. 56b: “Ankelos bar Kalonikos (Kallinikos), ein Schwestersohn des Titus, wollte zum Judentum übertreten. Da ging er, ließ durch Nekromantie (Toten-Geisterbeschwörung) den Titus heraufholen und sprach zu ihm: Wer ist in jener Welt geachtet? Er sagte: Die Jisraeliten. Soll man sich ihnen anschließen? Er sagte: Ihre Gebote sind zu viel und du kannst sie nicht einhalten; lieber gehe und bedränge sie, so wirst du Oberhaupt werden, denn es heißt (Klagel 1,5): ‘Ihre Bedränger sind zum Haupte geworden.’ Dann fragte er ihn: Womit bist du gerichtet? Er sagte: Was ich für mich bestimmt habe: jeden Tag versammelt man meine Asche und nachdem ich geurteilt werde, wieder verbrennt man mich und verstreut die Asche auf sieben Meere. Hierauf ließ er Bileam heraufkommen und sprach zu ihm: Wer ist in jener Welt geachtet? Er sagte: Die Jisraeliten. Soll man sich ihnen anschließen? Er erwiderte: ‘Nicht suche ihren Frieden und ihr Bestes alle deine Tage.’ (5. Mos. 23, 6) Dann fragte er ihn: 23
Womit bist du gerichtet? Mit siedendem Samenerguß. Hierauf ließ er Jeschu (Jesum) heraufkommen und sprach zu ihm: Wer ist in jener Welt geachtet? Er sagte: Die Jisraeliten. Soll man sich ihnen anschließen? Er sagte: Suche ihr Bestes und suche nicht ihr Böses; jeder, der an ihnen rührt, das gilt so, als wenn er seinen Augapfel berührte. Da fragte er ihn: Womit wirst du gerichtet? Er sagte: Mit siedendem Kot, denn der Meister sagte: Wer über die Worte der Weisen spottet, wird durch siedenden Kot gerichtet. Komm und sieh den Unterschied zwischen einem Abtrünnigen Jisraels und dem heidnischen Propheten.”
Cholin, Fol. 86a: “R. Jehuda sagte: An. jedem Tag läßt eine Himmelsstimme diese Worte vernehmen: Die ganze Welt wird nur wegen Chanina, meines Sohnes gehalten.”
Pesachim, Fol. 118a: “… Die Frommen steigen hinab in den Kalkofen, aber sie werden befreit. Auch unseren Vater Adam hat der ruchlose Nimrod in den Glutofen hinabgestoßen, aber Gabriel hat ihn gerettet.”
Fol. 119a: “R. Chama bar Chanina sagte: Der ägyptische Joseph vergrub seiner Zeit in Ägypten drei große Geldkisten, von denen eine der Rottenführer Korach gefunden hat. Sie war so groß, daß 300
weiße Maulesel allein an den Schlüsseln zu tragen hatten; die zweite Kiste fand Kaiser Antoninus Pius; die dritte liegt noch verborgen für die Gerechten (Jisraeliten) der Zukunft.” Davon steht in unserer Bibel nichts.
Baba mezia, Fol. 84a: “Elijahu begegnete einst dem R. Jismael und schimpfte ihn zusammen, weil er die (jüdischen) Diebe zur Hinrichtung angezeigt hatte.”
24
Baba bathar, Fol. 92b: “… R. Jochanan sagte: Die frommen Jisraeliten sind dem Herrn lieber, als die diensttuenden Engel.”(Dasselbe steht in Holin 91b.)
Jabmuth, Fol. 63a: “… Ferner sagte Eleazar: Alle Geschlechter, die am Erdboden wohnen, werden nur wegen der Jisraeliten gesegnet; selbst die Schiffe, die nach Gallien und nach Spanien verkehren, werden nur der Jisraeliten wegen gesegnet.”
Sanhedrin, Fol. 37a: “Der Mensch wurde deshalb einzig geschaffen, um dich zu lehren, daß jeder, der eine jisraelische Seele vernichte nach der Schrift ebensoviel tut, als hätte er die ganze Welt vernichtet. Und jeder, der eine jisraelische Seele erhält, macht nach der Schrift ebensoviel, als hätte er die ganze Welt erschaffen.”
Baba kamma, Fol. 37b: “Wenn der Ochs eines Jisraeliten den Ochsen eines Nichtjuden niedergestoßen hat, so ist der Jisraelit ersatzfrei.
Wenn aber der Ochs eines Nichtjuden den Ochsen eines Jisraeliten niedergestoßen hat, so muß er, ob gewarnt oder unge-warnt, den vollständigen Schaden ersetzen, weil Gott ihr (der Nichtjuden) Vermögen den Jisraeliten frei gab.” (s. Fol. 13a., ferner Fol. 38a., und Choschen hamischpath 406,1)
Fol. 113a: “… Wenn ein Jisraelit mit einem Nichtjuden vor Gericht kommt, so sollst du ihm nach jüdischem Gesetz möglicherweise recht geben und zu jenem (Nichtjuden) sagen: so sei es nach eurem Gesetz; wenn aber (dies auch) nicht, so komme jenem (Nichtjuden) mit einer Hinterlist.”
Fol. 113b: “… Schemuel sagte: Das Irreführen des Akum beim Zurückgeben (wenn der Nichtjude sich zu seinem Nachteil geirrt) oder ihn betrogen hat, beim Zurückzahlen ist erlaubt.
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(s. Choschen hamischpath 348,2.) So kaufte Schemuel einst von einem Nichtjuden ein goldenes Becken als bronzenes für vier Zuz und übervorteilte ihn außerdem (beim Zählen) um einen Zuz. R. Kahana kaufte einst von einem Nichtjuden 120 Fässer als 100 und
übervorteilte ihn außerdem (beim Zählen) mit einem Zuz; er sprach noch zu ihm: Siehe, ich verlasse mich auf dich. Rabina kaufte einst von einem Nichtjuden eine Palme zum Zerspalten; da sprach er zu seinem Diener: Gehe, hole mir von der Wurzel, denn der Nichtjude kennt nur die Anzahl. R. Aschi befand sich auf dem Weg und sah Weintrauben in einem Obstgarten, an welchem Weintrauben hingen; da sprach er zu seinem Diener: Gehe und siehe zu: gehören sie einem Nichtjuden, so hole mir welche und gehören sie einem Jisraeliten, so hole sie nicht.”
Baba mezia, Fol.24a. u. b: “Wenn irgendwo die-Mehrheit aus Jisraeliten besteht, so muß man die gefundene Sache ausrufen; wenn aber die Mehrheit aus Nichtjuden besteht, so kann man sie behalten.”
Fol. 26b: “Wenn jemand gesehen hat, daß einem ein Zuz in den Sand gefallen ist und er ihn gefunden und an sich genommen hat, so braucht er ihn nicht zurückzugeben. Wenn jemand in einem Laden etwas findet, so gehört es ihm; wenn zwischen dem Ladentisch und dem Krämer, so gehört es dem Krämer; wenn vor einem Wechsler, so gehört es dem Wechsler. Wenn jemand von seinem Nächsten Früchte gekauft oder jemand ihm Früchte geschickt und er darunter Geld findet, so gehört es ihm, ist es aber eingebunden, so muß er es ausrufen.”
Fol. 32b: “Wenn das Vieh einem Nichtjuden und die Last einem Jisraeliten gehört, so lasse man es (die Tierquälerei); wenn aber das Vieh einem Jisraeliten und die Last einem Nichtjuden gehört, so muß man helfen.” (Dasselbe: Choschen hamischpath 272,3.) 26
Fol. 61b: “Der Heilige sprach: Ich, der in Mizrajim (Ägypten) zwischen einem Samentropfen eines Erstlinges und einem Samentropfen eines Nichterstgeborenen unterschieden habe: werde dereinst den strafen, der sein Geld auf den Namen eines Nichtjuden an einen Jisraeliten auf Wucher borgt.”
Fol. 65b: “Wenn jemand einem anderen Geld auf sein Feld borgt und zu ihm spricht: Wenn du es mir von jetzt ab bis nach drei Jahren nicht bezahlst, gehört das Feld mir. So tat Boethos, der Sohn Zonius mit Zustimmung der Rabbinen.”
Taanith, Fol. 29b: “Wenn ein Jisraelit einen Prozeß mit einem Nichtjuden hat, so weiche er ihm im Monat Ab aus, weil ihm dann das Glück günstig ist.”
Joiria, Fol. 84b: “Wenn an einem Schabbath neun Christen mit einem Juden verschüttet würden, und ein anderer Jude würde sie retten, wir glauben, sie alle würden dem Juden dankbar sein, wenn sie auch wüßten, daß der Jude es bloß tat, um seinen Glaubensgenossen zu retten.”
2. JUDEN ÜBER DIE NICHT JUDEN
Mo’ed katan, Fol. 10b: “Man darf (am Halbfesttag) zur Messe der Nichtjuden gehen und Vieh, Sklaven, Mägde, Häuser, Felder und Weinberge ankaufen, denn es ist ebenso, als rette man es aus ihrer Hand.”
Taanith, Fol. 27b: “Warum beten am Sonntag die Männer der Priesterwache nicht? R. Jochanan erwiderte: Wegen der Nazarener, d.
h., nicht in den Verdacht der Fraternisierung mit den 27
Nazarenern zu geraten, die den Sonntag als ‘dies domini’ erklärten.”
Megillah, Fol. 25b: “R. Chona sagte: Ein Jisraelit darf zu einem Nichtjuden sagen: Nimm den Götzen (Kruzifix) und lege ihn in dein Gesäß.”
Aboda zara, Fol. 6a: “R. Tachlipha sagt, daß der geschäftliche Verkehr nach R. Jismael mit den Christen immer verboten sei.
(Dasselbe steht am Fol. 7b., wo der christliche Sonntag zu den Festen der Götzendiener gerechnet wird.)”
Fol. 16b: “Einst wurde R. Eliezer wegen Häresie (Christentum) inhaftiert und man führte ihn zur Schandbühne, um ihn zu richten. Der Richter sprach zu ihm: Ein so alter Mann beschäftigt sich mit solchen eitlen Dingen! Dieser erwiderte ihm: Der Richter ist gerecht gegen mich! Der Richter erwiderte: Weil du überzeugt bist, daß ich gerecht geurteilt habe, so sollst du frei sein. Als er nach Hause kam, besuchten ihn seine Schüler, um ihn zu trösten, er nahm aber ihre Tröstungen nicht an. Darauf sprach R. Akibä zu ihm: Rabbi, erlaube mir, etwas von dem zu sagen, was du mich selbst gelehrt hast. Vielleicht hast du etwas von der Ketzerei (Christentum) gehört und hast dich gefreut und deshalb bist du ergriffen worden. Der erinnert mich an etwas. Einmal lustwandelte ich auf der obersten Gasse von Sepphoris und traf einen von den Schülern Jeschu (Jesu) des Nazaräers, namens Jakob vom Dorfe Sechanja. Dieser sprach zu mir: Es heißt in eurer Thora (5.
Mos. 23, 19): ‘Du sollst nicht Buhlerlohn in das Haus deines Gottes bringen.’ Kann man davon einen Abort für einen Hohenpriester errichten? Da ich ihm darauf nichts erwiderte, sprach er ferner zu mir: So hat mich Jeschu der Nazaräer belehrt: Es heißt (Micha l, 7): ‘Denn vom Buhlerlohn ist gekommen und zu Buhlerlohn soll er wieder kommen.’ (?) Dieses Wort gefiel mir, und deshalb bin ich wegen Ketzerei gefangen. Ich habe dem zuwider gehandelt, was 28
geschrieben steht (Sprü. 5, 8): Entferne deinen Weg von ihr (von der Buhlerin) und nahe dich nicht der Tür ihres Hauses.”
Jabmuth, Fol. 16b: “Wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraelitin beiwohnt, so ist das Kind ein Hurenkind.” (s. Jore de’ahNr. 377, 1.)
Fol. 22b: “Die Rabbiner lehrten: Wer seiner Schwester, die die Tochter der Frau seines Vaters ist, beiwohnt, ist wegen einer Schwester und wegen einer Tochter der Frau seines Vaters schuldig.
Es heißt ja (3. Mos. 18, 9 und 11): Die Scham deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter…, die Scham der Tochter deines Vaters, von deinem Vater erzeugt, deine Schwester ist sie? R. Jehuda fugte hinzu, daß (die fleischliche Berührung, der Beischlaf) mit der verboten sei, die dein Vater ehelichen kann, ausgenommen die Schwester von einer Sklavin oder Nichtjüdin, die dein Vater nicht ehelichen kann”
Aboda zara, Fol. l a: “Drei Tage vor den Festen der Nichtjuden ist es verboten, mit ihnen Handel zu treiben, ihnen etwas zu leihen, ihnen Geld zu borgen, ihnen zu zahlen. R. Jehuda sagte, man dürfe sich nicht von ihnen bezahlen lassen, weil dies ihnen leid tut.” (Siehe auch Jore de’ah 148,1)
Berakhoth, Fol. 25b: “R. Jehuda sagte: Vor einem nackten Nichtjuden ist es verboten, das Schema zu lesen. Warum vor einem Nichtjuden? Dies ist ja auch bei einem Jisraeliten der Fall! Dies ist nötig, da es ja von ihnen heißt. (Ezech. 23, 20): Deren Fleisch dem Fleisch des Esels gleicht, - so könnte man glauben, er sei nur als Esel zu betrachten.”
Fol. 53a: “Bei einer Tischgesellschaft der Nichtjuden ist das Licht gewöhnlich dem Götzen gewidmet.”
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Fol 58a: “Wer die Scharen der Nichtjuden (Gojim) sieht, spreche (Jer. 40, 12): Beschämt ist eure Mutter, zu Schande, die euch geboren hat.” (Auch im Orach chajjim 224, 5.) “R. Schila geißelte einen Mann, der eine Nichtjüdin beschlafen hatte. Dieser ging und verleumdete ihn beim König… Der König sprach: Warum hast du diesen gegeißelt? Er erwiderte: Er hat eine Eselin beschlafen. Jener erwiderte: Hast du Zeugen? Er erwiderte: Ja. Da kam Elijahu (Prophet Elias), der ihnen wie ein Mensch erschien, und bezeugte es… Als er fortging, sprach ein Mann zu ihm: Der Allbarmherzige läßt den Lügnern Wunder geschehen! Er erwiderte: Ruchloser! Werden sie denn nicht Esel genannt?! Es heißt ja (Ezech. 23, 20): Deren Fleisch dem Fleische der Esel gleicht.” (s. Fol. 25b.) Fol. 58b: “Wer die Gräber der Nichtjuden sieht, spreche (Jer. 50, 12): Beschämt ist eure Mutter, zu Schanden, die euch geboren hat.”
Schabbath, Fol. 18a: “Die Rabbanan lehrten: Man darf (vor dem Schabbath) einem Nichtjuden keine Sache verkaufen, nichts leihen,
nichts borgen und nichts schenken, es sei denn, daß er sein Haus noch (vor dem Schabbath) erreichen kann.”
Fol. 83a. Es wird dreimal nacheinander gesagt, daß der Goj und die Goja verunreinigt sind.”
Fol. 145b: “Weshalb sind die Nichtjuden schmutzig? Weil sie Ekel und Kriechtiere essen.”
Fol. 146a: “Weshalb sind die Nichtjuden schmutzig? Weil sie am Berge Sinaj nicht gestanden haben. Als nämlich die Schlange der Chava (Eva) beiwohnte, impfte sie ihr einen Schmutz ein; bei den Jisraeliten, die am Berge Sinaj gestanden haben, verlor sich der 30
Schmutz, bei den Nichtjuden aber verlor er sich nicht.” (Siehe auch Aboda zara 22b.)
Erubin, Fol. 19a: “Es sind manche im Fegefeuer, die unser Vater Abraham heraufholt und aufnimmt; ausgenommen ist der Jisraelit, der einer Nichtjüdin beiwohnt, den er nicht erkennt, da seine Vorhaut über die Eichel gezogen ist.”
Fol. 41b: “Drei Dinge bringen den Menschen von seinem Verstand und von der Anerkennung seines Schöpfers, nämlich: Nichtjuden, ein böser Geist und drückende Armut. Drei Dinge schützen vor der Ansicht des Fegefeuers, nämlich: drückende Armut, Unterleibsschmerzen und die Obrigkeit; manche sagen: auch wenn man eine böse Frau hat.”
Megillah, Fol. 6b: “R. Dostaj sagte: Es ist erlaubt, auf dieser Welt die Frevler zu reizen.” (Frevler sind die Nichtjuden.) Mo’ed katan, Fol. 9b: “… R. Jehuda sagt: Man darf an nichtjüdischen Festtagen von ihnen eine Zahlung annehmen, weil dies ihnen jetzt leid tut. Rabina sagte: Einem Nichtjuden ist eine Zahlungsleistung immer unangenehm.”
Jabmuth, Fol. 45a: “Wenn ein Nichtjude oder ein Sklave einer Jisraelitin beiwohnt, so ist das Kind ein Hurenkind, sagte R. Dimi, R. Jizchak und andere. Es kam dann einst jemand (der Sohn einer Jisraelitin von einem Nichtjuden war) vor Rabh und fragte, wie es denn sei; er antwortete ihm, daß so ein Kind ‘tauglich’ sei. Darauf jener: Dann gib mir deine Tochter! Das schon nicht! Antwortete Rabh.
Da sprach Simi ben Chiga zu Rabh: Die Leute pflegen zu sagen: In Medien tanzt ein Kamel auf einem Kab (kleines Getreidemaß, griechisch Kabos); da ist ein Kab, da ist das Kamel und da ist Medien, es tanzt aber nicht! Sagte Rabh (und
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Jehuda auch) wenn ein solcher vor ihm kam: Entweder gehe an einen fernen Ort (wo man dich nicht kennt) oder nimm eine von deinesgleichen.”
Fol. 47a: “Ein Nichtjude kann kein Zeugnis ablegen.”
Fol. 47b: “R. Chija sagte: Ein Nichtjude wird wegen eines Betruges unter einer Peruta (Heller, Pfennig) hingerichtet und er kann das nicht zurückerstatten, weil er einem Jisraeliten Sorgen verursachte.”
(Dasselbe steht in Aboda zara 7Ib.) (Höchst sonderbarerweise schreibt Ritter von Pawlikowsky-findet man nirgends eine Vorschrift, die zeigen könnte, wie ein Jude behandelt werden soll, der einen Christen bestiehlt.)
Fol. 49a: Mischna: “R. Schimon ben Azaj sagt: Ich fand in Jerusalem eine Rolle der Genealogie, in welcher stand: Jener Mann ist ein Hurenkind von einem verheirateten und hurenden Weibe geboren.”
(Unter “jenem” Mann ist Christus zu verstehen, wie dies schon alle nichtjüdischen Talmudforscher konstatiert haben.) Fol. 61 a: “Es wird gelehrt: Ebenso lehrt R. Schimon ben Jochaj: Die Gräber der Nichtjuden verunreinigen nicht durch Bezeltung (d. h., denjenigen, der sich auf diesen befindet, und sie mit dem Körper bezeltet), denn es heißt (Ezech. 34, 31): ‘Ihr aber seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, Menschen seid ihr.’ D. h., ihr heißt Menschen, die (weltlichen) Völker heißen (aber) nicht Menschen.
Die Weisen sagen: Unter Hure sind nur die Proselytin (die Nichtjüdin, siehe Eben haezer 6,1.) die freigelassene Sklavin und die in Unzucht Beschlafene (im verbotenen Beischlaf) zu verstehen. “
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Tosephot, Fol. 94b: “Der Samen der Nichtjuden (Fremden, Nokhrim) ist ein Viehsamen.” (Dasselbe steht in Kethuboth 3b.
Tosephoth.)
Kidduschin, Fol. 82a: “Der beste Arzt gehört in die Hölle und der beste Metzger ist ein Genösse Amaleks und den besten der Gojim sollst du töten.” (Siehe auch: Jerusalem. Kidduschin 40b.; Sophrim XV. 10; Aboda zara 26b. Tosephol; Majmonides: Jad chasaka (Starke Hand): 49b; R. Jismael: Mechitah (Zerstörung): lla.) Gittin, Fol. 62a: “Man soll nicht einen Nichtjuden an seinem Feste besuchen und ihn begrüßen; wenn man ihn auf der Straße trifft, so grüße man ihn leise und schwerfallig.” (Dasselbe steht im Jore de’ah 148, 9.)
Nedarim, Fol. 8b: “Resch Lakisch sagte: In der zukünftigen Welt gibt es kein Fegefeuer, sondern der Heilige wird die Sonne aus ihrem Futteral hervorkommen lassen und durch sie werden die Gerechten geheilt und die Frevler gerichtet.”
Sotah, Fol. 35b: “Es heißt (Jes. 35, 12): ‘Die Völker werden zu Kalk verbrannt.1 Gleich wie der Kalk keinen Bestand hat, sondern verbrannt wird; so haben auch die weltlichen (nichtjüdischen) Völker keinen Bestand (im Weltgerichte) sondern werden verbrannt.” Der Begriff “Völker” bezieht sich immer auf Nichtjuden.
Fol. 71b: “R. Jehuda, nach anderen R. Schimon sagte: Es ist erlaubt, den Frevlern in dieser Welt zu schmeicheln.” (Dasselbe steht in Aboda zara l Ob.)
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Baba kamma, Fol. 13a: “Wenn der Ochs eines Jisraeliten den Ochsen eines Nichtjuden niedergestoßen hat, so ist er ersatzfrei.” (Siehe auch Fol. 37b.)
Fol. 114a: Wenn ein Jisraelit ein Grundstück, das an das Feld eines anderen Jisraeliten grenzt, an einen Nichtjuden verkauft, so tue man ihn in den Bann, weil der Nachbar sagen kann: Du hast einen Löwen an meiner Grenze hingelagert. Man läßt ihn solange im Bann, bis er die Verantwortung für jeden Schaden, der durch diesen entsteht, übernimmt.” (Dasselbe steht im Baba mezia Fol. 108b. und Jore de’ah 334, 43.)
Baba mezia, Fol. 33b: “… ‘Wir werden eure Freunde ansehen und sie werden zu Schanden sein.’ (Isai. 66, 5) Das ist: die weltlichen Völker werden zu Schanden sein, die Jisraeliten werden sich freuen”.
Tosephot, Fol. 61 a: “Die Beraubung eines Bruders (Jisraeliten) ist nicht erlaubt, die Beraubung eines Nichtjuden ist erlaubt, denn es steht geschrieben (3. Mos. 19, 13): ‘Du sollst deinem Bruder kein Unrecht tun’ - aber diese Worte -sagt Jehuda - haben auf den Goj keinen Bezug, indem er nicht dein Bruder ist.”
Fol. 71 a: “R. Nachman sagte: Eher gib einem Jiraeliten umsonst, als einem Nichtjuden auf Wucher.”
Fol. 75b: “Drei schreien und werden nicht gehört: Wer Geld hat und es ohne Zeugen verleiht, wer einen Herrn über sich kauft und der, über den seine Frau herrscht. Wer ist, wer einen Herrn über sich kauft? Der sein Geld auf den Namen eines Nichtjuden schreiben läßt.”
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Fol. 111b: “Nach R. Jehuda ist die Beraubung eines Bruders (Jisraeliten) nicht erlaubt, die Beraubung eines Nichtjuden ist erlaubt.” (S. oben Fol. 61a.)
Baba bathra, Fol. 48a: “R. Jehuda sagte: Der erzwungene
Scheidebrief (wenn er gerichtlich ausgestellt ist) ist, wenn er durch einen Jisraeliten erfolgt ist, gültig, und wenn durch einen Nichtjuden, ungültig; wenn dies aber durch einen Nichtjuden erfolgen soll, so schlage man ihn und spreche zu ihm: Tu, was der Jisraelit dir sagt!”
Fol. 54b: “Die Güter der Nichtjuden gleichen der Wüste, sind wie ein herrenloses Gut und jeder, der zuerst von ihnen Besitz nimmt, erwirbt sie.” (Dasselbe steht im Choschen hamischpath 156,5 u.
271,4.)
Sanhedrin, Fol. 57a: “Es wird bezüglich des Raubes gelehrt: Diebstahl, Raub und Raub einer schönen Frau und desgleichen ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichtjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Jisraeliten verboten, und einem Jisraeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt. Das Blutvergießen ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichtjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Jisraeliten verboten und einem Jisraeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt. Das Zurückhalten des Lohnes ist einem Nichtjuden gegenüber einem Nichtjuden und einem Nichtjuden gegenüber einem Jisraeliten verboten und einem Jisraeliten gegenüber einem Nichtjuden erlaubt. Es wird gelehrt, daß man Nichtjuden und Kleinviehhirten weder heraufziehe (wenn die in eine Grube fallen und in Lebensgefahr

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schweben) noch hinabstoße.” (Dasselbe steht Aboda zara Fol. 13b u.
26b.)
Fol. 58b: “R. Chona sagte: Einem Nichtjuden ist seine Tochter (für Beischlaf) erlaubt, einem Sklaven ist sowohl seine Mutter als auch seine Tochter erlaubt. Wenn ein “Noachide” eine Magd für seinen Sklaven bestimmt und sie beschläft, so wird er deswegen hingerichtet.
Wenn ein “Noachide” die Frau seines Genossen auf widernatürliche Weise beschläft, so ist er straffrei. Wenn ein Nichtjude einen Jisraeliten schlägt, so verdient er den Tod. Wenn jemand einen Jisraeliten ohrfeigt, so ist es ebenso, als hätte er die Gottheit geohrfeigt.”
Fol. 59a: “Wenn ein Nichtjude am Schabbath feiert, so verdient er den Tod, denn es heißt (1. Mos. 8, 22): Tag und Nacht sollen sie nicht ruhen.’ Wenn ein Nichtjude sich mit der Gesetzlehre (Thora) befaßt, so verdient er den Tod, denn es heißt (5. Mos. 33, 4): ‘Eine Lehre übergab Mosche zum Erbbesitz.’”
Tosephot, Fol. 74b: “Der Beischlaf der Fremden (Nichtjuden) ist wie Beischlaf der Viecher.”
Fol. 82a: “R. Chija sagte: Jeder, der eine Nichtjüdin beschläft, tut ebenso, als hätte er sich mit den Götzen verschwägert, so dürfen ihn die Eiferer niederstoßen.”
Aboda zara, Fol. 4a: “Rabi Ghana ben Chanina wies auf einen Widerspruch hin: Es heißt: (Jesai. 27, 4.): Zorn fühle ich nicht, -und es heißt Nahum 1,2: Der Herr ist ein Rächer und voller Zorn. Dies ist kein Widerspruch; das eine spricht von den Jisraeliten, das andere von den weltlichen Völkern. (S. Berakhot 7a.) Der Heilige sprach zu Jisrael: Wenn ich die Jisraeliten richte, so richte ich sie nicht wie die weltlichen Völker.”
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Fol. 4b: Tos.: “Einen Häretiker darf man eigenhändig töten.”
Fol. 13a: “Man darf zur Messe der Nichtjuden gehen und Vieh, Sklaven, Mägde, Häuser, Felder und Weinberge ankaufen, denn man rettete es aus ihrer Hand.”
Fol. 20a: “… R. Jehuda sagte: Man darf nicht sagen: wie schön ist diese Nichtjüdin! Als R. Akiba die Frau Rufus sah, spuckte er aus, lächelte und weinte. (S. auch Jore de’ah 81,7.)
Fol. 21 a, b: “Man darf den Fremden in Jisraelland keine Häuser vermieten und um so weniger Felder; im Ausland darf man ihnen vermieten. Und selbst da, wo es ihnen zu vermieten erlaubt ist, gilt dies nicht von einem Wohnraum, weil er da seine Götzen hineintragen würde.”
Fol. 22b: “Mär Ukaba sagte: Die Nichtjuden treiben Unzucht mit den Weibern ihrer Genossen, und wenn ein Nichtjude zuweilen zu ihr kommt und sie nicht antrifft, so beschläft er das Tier, welches er da findet. Wenn du aber willst, sage ich: selbst wenn er sie antrifft, beschlafe er dieses, denn der Meister sagte, das Tier eines Jisraeliten sei ihnen lieber, als ihre eigene Frau. - R. Jehuda erzählte, er habe gesehen, wie ein Nichtjude eine Gans auf dem Markt kaufte und sie beschlief, erwürgte und aß.”
Fol. 25b: “Wenn ein Jisraelit auf dem Weg mit einem Nichtjuden zusammentrifft, so lasse er ihn rechts gehen. R. Jismael sagt: Hat dieser ein Schwert, so lasse er ihn rechts gehen; hat er einen Stock, so
lasse er ihn links gehen. Gehen sie aufwärts, so soll niemals der Jude unten und der Akum oben sein, doch soll er ihn immer ein wenig zur Rechten lassen und niemals soll er sich vor ihm beugen. Fragt er ihn: Wo gehst du hin? - so soll er, wenn er eine Meile zu gehen hat, zwei Meilen sagen.” (Dasselbe steht im Jore de’ah 153, 3.) 37
Fol. 26a: “Eine Jisraelitin darf einer Nichtjüdin keine Geburtshilfe leisten, weil sie damit ein Kind für den Götzendienst gebären hilft.” (Dasselbe steht im Orach chajjim 330, 2.) “Eine Nichtjüdin darf das Kind einer Jüdin nicht säugen, weil die des Blutvergießens verdächtig ist.” (Auch im Jore de’ah 154, 2.) Fol. 26b: “R. Abahu lehrte vor R. Jochanan: Die Fremden und Kleinviehhirten (soll man) nicht (aus der Todesgefahr oder aus der Grube) heraufziehen und (auch nicht) hinabstoßen, aber die Häretiker, Verräter und Abtrünnige soll man hinabstoßen und nicht heraufziehen.
.. Wenn sich eine Stiege in der Grube befindet, zerstöre man sie… und spreche zu ihm: Damit mein Vieh nicht hinabfalle; sollte ein Stein (zum Zudecken) der Öffnung vorhanden sein, so wälzt man ihn auf die Öffnung und sagt: ich lasse die Öffnung solange zu, bis ich mein Tier vorüber führe; wenn sich darin eine Leiter befindet, so nehme man sie fort und sage zu ihm: Ich will erst meinen Sohn vom Dach herabholen.” (Dass. steht am Fol. 13b. und im Sanhedrin Fol. 57a.) Fol. 26b: Tos.: “Die Juden, die sich jetzt taufen lassen und sich unter die Emigranten mischen… von solchen wird nicht gesagt (5. Mos. 25, 35): ‘Dein Bruder soll unter dir wohnen’ - sondern es ist ein Gebot, daß man ihn in den Brunnen hinabstoße.”
Fol. 27b: “Einst wurde Ben-Dama, ein Schwestersohn R. Jismaels, von einer Schlange gebissen. Da kam Jakob aus Sechanja (ein Apostel Christi), um ihn zu heilen. R. Jismael gestattete es aber nicht. Da sprach Ben Dama zu ihm: R. Jismael, mein Bruder, gestatte mir, mich von ihm heilen zu lassen, ich will dir aus der Thora beweisen, daß es erlaubt ist. Er hatte aber dieses Wort noch nicht beendet, als seine Seele ihn verließ und er starb. Da rief R. Jismael über ihn aus: Heil dir, Ben-Dama! Dein Körper ist rein und deine Seele hat ihn in Reinheit verlassen, ohne daß du die Worte der Kollegen übertreten hast, denn diese haben gesagt (Koh. 10,
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8): ‘Wer den Zaun niederreißt, den beißt die Schlange.’ Anders ist die Häresie, diese ist ja verführerisch und man kann durch sie verleitet werden.” (Also die Christen wären Häretiker.) Fol. 37a: “Rabina sagte: Ein nichtjüdisches Mädchen von drei Jahren und einem Tag, da sie (dann) zum Beischlaf geeignet ist, verunreinigt ebenfalls gleich einer Flußbehafteten.” - Das geschändete Mädchen
hat beim Beischlaf keinerlei Genuß.
Zebachim, Fol. 45b: “R. Aschi erklärte, daß die Nichtjuden keine Kinder der Willfährigkeit sind.”
Baba kamma, Fol. 113b: “Woher (wissen wir), daß das Verlorene eines Nichtjuden erlaubt ist? Es heißt (5. Mos. 22, 3): ‘Mit allen Verlorenen deines Bruders.’ Also deinem Bruder mußt du es zu-rückgeben, nicht aber einem Nichtjuden. Bringt er es aber ihm zurück, so begeht er eine große Gesetzesübertretung.” (Dass. i.
Choschen hamischpath 226,1; 261,2.)
Joma, Fol. 85a: “R. Joseph sagt: Bei der Lebensrettung richte man sich nicht nach der Mehrheit. Wenn aber die Mehrheit aus Nichtjuden ist, so ist man zur Lebensrettung nicht verpflichtet.”
Jom - Tob oder Bezak, Fol. 21b: “R. Jose und R. Akiba sagen: Für euch, nicht aber für Hunde, für euch, nicht aber für Nichtjuden sind die Feiertage. Warum sind aber die Hunde mit Inbegriffen und die Nichtjuden ausgeschlossen? Weil ihre (der Hunde) Nahrung dir obliegt und die Nahrung der Nichtjuden dir nicht obliegt.”
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3. WAS SAGT DER TALMUD ZUM THEMA FRAUEN?
Schabbath, Fol. 143b: “R. Jehuda sagte: Frauenmilch macht verunreinigungsfähig, auch wenn sie ohne Willen auf den Gegenstand gekommen ist. Die Milch eines Viehes ist nur dann verunreinigungsfähig, wenn sie mit Willen auf den Gegenstand gekommen ist.”
Berakhoth, Fol. 45b: “Es sind nur drei Männer verpflichtet zum gemeinschaftlichen Tischgebet, zwei aber nicht. Weiber, auch wenn sie hundert sind, zählen nicht mehr, als zwei Männer. Dasselbe gilt auch von den Sklaven.”
Fol. 61 a: “… Wer hinter einer Frau durch einen Fluß geht, hat keinen Anteil an der zukünftigen Welt.”
Schabbath, Fol. 11 a: “Raba ben Mechasja sagte: Jede andere Krankheit, nur keine Darmkrankheit; jedes andere Weh, nur kein Herzweh; alle anderen Schmerzen, nur keine Kopfschmerzen; alles Böse, nur nicht die Bosheit einer Frau.”
Fol. 62a: “Eine Frau darf nicht mit einer geöhrten Nadel, noch mit einem Fingerringe, der ein Petschaft hat, noch mit einer Schneckenspange, noch mit einer Schminkbüchse, noch mit einem Riechfläschchen am Schabbath ausgehen.”
Erubin, Fol. 8b: “Wenn jemand Geld aus seiner Hand in die einer
Frau zählt, oder aus ihrer Hand in seine, so bleibt er vom Höllengericht nicht verschont, selbst wenn er unserem Meister Mo scheh gleicht.”
Pesachim, Fol. 72b: “R. Jochanan sagte, daß man, wenn man seiner menstruierenden Frau beiwohnt, zum Opfer schuldig sei; 40
wenn man aber seiner menstruierenden Schwägerin beiwohnt, so ist man frei, weil man sich schämt, die Schwägerin zu fragen, ob sie rein ist.”
Fol. 111a: “… Wenn zwei Weiber auf der Straße sitzen, eins auf der einen Seite, das andere auf der anderen Seite, und das Gesicht einander zuwenden, so befassen sie sich zweifellos mit Zauberei.”
Fol. 113a: “… Mache deinen Schabbath zum Wochentag, nur um nicht der Mitmenschen bedürftig zu sein. Ist deine Tochter mannbar, so befreie deinen Sklaven und gib sie ihm. Sei vorsichtig mit dem ersten Verlobten deiner Frau.”
Joma, l a: “Sieben Tage vor dem Versöhnungsfest lasse man den Hochpriester sich aus seiner Wohnung zurückziehen und in der Beamtenkammer Aufenthalt nehmen. Man reserviere ihm noch einen zweiten Priester, weil er untauglich werden kann. R. Jehuda sagt, man reserviere ihm auch eine zweite Frau, weil seine sterben kann.”
Fol. 6a: “Wozu zurückziehen? R. Jehuda erklärte: er könnte seiner Frau beiwohnen, während ein Zweifel hinsichtlich ihrer Menstruation obwalte.”
Fol. 18b: “Rabh pflegte bei seinem Eintreffen in Darsis auszurufen: Welche Frau will mir für einen Tag angehören? - R. Nachman pflegte bei seinem Eintreffen in Sekanzib auszurufen: Welche Frau will mir für einen Tag angehören?”
Fol. 22b: “… R. Zera sagte: Weshalb wurde Esther mit einer Hindin verglichen? Weil sie, wie die Hindin einen engen Muttermund hat und dem Männchen stets beliebt bleibt wie das erstemal: ebenso blieb auch Esther dem Ahasverus stets beliebt wie das erstemal.”
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Fol 75a: “R. Jose sagt: Der Herr verfluchte die Frau, jeder aber läuft ihr nach.”
Rösch - Haschanah, Fol. 6a: “R. Jochanan, oder wie manche wollen, R. Eleazar hat gesagt: Das Weib eines Menschen stirbt nur dann, wenn es Geld von ihm verlangt und er hat keins, oder weil man von ihm eine Geldforderung verlangt und er nichts hat.”
Taanith, Fol. 24a: “… Osaja sagte: Eine Braut (die im Hause ihres Vaters ist) bedarf keiner Untersuchung, solange ihre Augen schön sind, wenn sie aber mit ihren Augen zwinkert, so bedarf ihr ganzer Körper einer Untersuchung.”
Megilla, Fol 13a: “R. Jochanan sagte: Aus der Schändlichkeit dieses Frevlers ist auch seine Unkeuschheit zu ersehen: er übte den Beischlaf nicht am Tage aus. Und so ward Esther zum Könige Achaschverosch in seinen königlichen Palast geholt, das ist der Monat Tebeth - der Monat, in dem der Körper vom Körper genießt. ‘Und der König gewann Esther lieb, mehr als alle anderen Frauen.’ Rabh sagte: Wollte er den Genuß einer Jungfrau kosten, so hatte er es. “Und als man ein zweites Mal Jungfrauen zusammenbrachte” usw. “Er (der König) holte sich Rat von Mordekhaj und dieser sprach zu ihm: Nichts beneide eine Frau so sehr, wie die Hüfte ihrer Genossin.”
Fol. 14b: “Rabba ben Schemuel erklärte: Abigail hat ihren Schenkel entblößt (1. Sam. 25, 33) und bei dessen Glanz ging David drei Parasangen.”
Fol. 15a: “Die Rabbiner haben gelehrt: Rachab buhlte (verführte) durch ihren Namen, Jael durch ihre Stimme, Abigail durch ihre Nennung und Michol durch ihren Anblick.”
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Mo’ed katan, Fol. 9b: “Die Rabbiner lehrten: Folgende sind die Schönheitsmittel der Frauen: sie bestreichen sich die Augen mit Stibium und schminken den Körper mit hellrotem Pulver. Manche sagen: Sie entfernen das Haar unter ihrer Scham. R. Chisda sagte: Dies lernten sie nur von einer Jungen, nicht aber von einer Alten.
Dieser erwiderte: Bei Gott, sogar deine Mutter, sogar deine Großmutter und selbst eine, die am Rande ihres Grabes steht, denn die Leute sagen: Gleich der sechsjährigen läuft die Sechzigjährige hinter der Pauke her (wenn es zum Tanzen geht).”
Jabmuth, Fol. 4a: “Es wird gelehrt: Man darf die Genotzüchtigte oder Verführte seines Vaters und die Genotzüchtigte oder Verführte seines Sohnes heiraten.”
Fol. 25a: “Wenn jemand seine Frau wegen übler Nachrede entfernt hat, so nehme er sie nicht wieder; und er muß sie, wenn er sie bereits genommen hat, wieder entfernen.”
Fol. 26a: “Frauen machen einander durch den Beischlaf (mit einem fremden Ehemanne) nicht verboten, somit passen sie auf einander nicht auf.”
Fol. 26b: “Raba ben Hona sagte: Wenn drei Schwägerinnen, die Schwestern sind, zwei Schwäger, die Brüder sind, zugefallen sind, so
vollziehe einer die Chalisa mit der einen Schwägerin, der andere mit der anderen Schwägerin, und die mittelste Schwägerin muß es mit beiden Männern.”
Fol. 33b: “Eine Frau wird durch den ersten Beischlaf nicht schwanger.
R. Nachman erwiderte: Wenn sie den Beischlaf vollzogen und wiederholt haben. Nach Eliezer ist (ein Ehebrecher) wegen jedes Stoßes beim Beischlaf schuldig. Wenn also R. Nachman nur vom ersten Stoße spricht, spricht er ebenso nur vom ersten Beischlaf. Raba sprach zu R. Nachman: Tamar war ja durch
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den ersten Beischlaf schwanger geworden? Dieser erwiderte: Tamar rieb sich mit dem Finger (und so hat sie schon früher das Hymen entfernt). R. Jizchak sagte nämlich: Alle diejenigen im Hause Rabbis, die sich mit dem Finger rieben, nannte man Tamar, und zwar nannte man sie nach jener Tamar, die sich mit dem Finger rieb. Er und Onan vollzogen den Beischlaf widernatürlich. Man wandte ein: Während der 24 Monate (der Säugerzeit) dresche man innen und streue außen (den Samen).
Raba sagte: Ein Weib verwendet beim Huren Watte, damit es nicht schwanger werde.”
Fol. 63a: “… Als Rabh sich von R. Chija verabschiedete, sprach dieser zu ihm: Gott behüte dich vor dem, was schlimmer ist, als der Tod.
Gibt es denn etwas Schlimmeres als den Tod? Als Rabh fortging, dachte er nach und fand folgendes (Pred. 7, 26): ‘Bitterer als der Tod ist das Weib.’ Den Rabh quälte seine Frau. Sagte er ihr, daß sie ihm Linsen koche, kochte sie ihm Kichererbsen; daß sie ihm Kichererbsen koche, kochte sie ihm Linsen. Als sein Sohn Chija erwachsen war, bestellte er verkehrt. Jener sprach: Deine Mutter hat sich gebessert.
Dieser erwiderte: Ich bestelle jetzt alles verkehrt.”
Fol. 63b: “R. Chama sagte: Wenn man ein Weib nimmt, so werden seine Sünden verstopft (sind zu Ende). Raba sagte: Es ist Gebot, ein böses Weib fortzujagen, denn es heißt (Sprü. 22, 10): ‘Jage den Spötter fort, so geht auch der Zank weg und Streit und Schimpf hören auf Ein böses Weib ist wie ein Tag des Gewitters. Einem bösen Weib mit großer Morgengabe (Mitgift) setze man eine Nebenbuhlerin zur Seite.”
Fol. 63b: … (Mischna): “Wenn jemand eine Frau genommen hat, ohne daß sie gebiert, dann darf er sie nicht behalten (er muß sich eine andere nehmen.)”
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Fol. 65a: “Wenn der Mann sagt, daß die Frau daran schuld sei, daß sie keine Kinder hat, so ist die Frau mehr glaubwürdig. R. Ami sagt:-Weil sie weiß, ob der Same wie ein Pfeil hervorschießt, der Mann weiß dies
aber nicht. Wenn er sagt, er wolle noch eine Frau nehmen und probieren, so muß er ihr die Morgengabe zahlen. Raba sagt: Jeder dürfe mehrere Frauen heiraten, nur muß er sie ernähren können.”
Fol. 65b: “Der Mann ist zur Fortpflanzung verpflichtet, nicht aber die Frau. Jehudith, die Frau R. Chijas litt in Geburtswehen. Da verkleidete sie sich und kam vor R. Chija und fragte ihn, ob einer Frau die Fortpflanzung geboten sei. Dieser erwiderte: Nein. Hieraufging sie fort und nahm einen Unfruchtbarkeitstrank.”
Kethuboth, Fol. 62b: “Abajje sagte: Einem Weibe ist ein Kab (Hohlmaß) Ausschweifung lieber als zehn Kab von Enthaltsamkeit, d.
h., die öftere Beiwohnung ist ihr lieber, als der höchste Verdienst.”
(Siehe auch SotahFol. 20a.)
Fol. 63a: “Wenn eine Frau gegen ihren Mann widerspenstig ist, so ziehe er ihr sieben Denare wöchentlich von ihrer Morgengabe ab, bis zum Betrag ihrer Morgengabe.”
Fol. 65a: “Ein Becher (Wein) steht dem Weibe schön, zwei sind unanständig, bei drei fordert sie (unzüchtig) mündlich auf, bei vier nimmt sie sogar einen Esel auf dem Markt (zu ihrer Befriedigung) ohne daran Anstoß zu nehmen.”
Fol. 72a: “Folgende sind ohne Morgengabe zu entlassen: Die die das Mosaische Gesetz und die jüdischen Traditionen (Mores) übertreten.
Das Mosaische Gesetz: Wenn sie ihm zu essen gibt, was nicht verzehntet ist, wenn sie sich als Menstruierende von ihm begatten läßt, wenn sie Teighebe nicht absondert, oder etwas gelobt hat und es nicht hält. Jüdische Traditionen übertreten heißt:
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wenn sie mit entblößtem Haupte ausgeht, wenn sie auf der Straße spinnt (und dadurch die Schamstelle markiert) oder wenn sie sich mit jedem Menschen unterhält. R. Tarphon (Tryphon) sagt: Auch die Schreierin. Wer heißt Schreierin? Wer zu Hause spricht und die Nachbarn ihre Stimme hören; auch wenn sie über die Angelegenheit der Beiwohnung laut spricht, oder wenn bei ihrer Niederdrückung in diesem Hofe ihr Stöhnen in einem anderen Hofe gehört wird.”
Kidduschin, Fol. 2b: “Ein Weib wird auf drei Weisen als Eheweib erworben und auf zwei Weisen erlangt sie wieder ihre Selbständigkeit.
Erworben wird sie durch Geld, durch Urkunde und durch Beischlaf; Sie erlangt ihre Selbständigkeit wieder durch Scheidebrief und durch Tod ihres Mannes.”
Fol. 74a: “Rabba b. Bar-Chana sagte: Wer ein unwürdiges Weib nimmt, der macht nach der Schrift so, als hätte er die ganze Welt mit Salz besät.”
Sanhedrin, Fol. 22b: “R. Schemuel sagte: Das Weib ist ein formloser Klumpen und schließt mit dem ein Bündnis, der es zum fertigen Gerät
macht, denn es heißt: ‘Dein Gemahl ist dein Schöpfer.1 “
Fol. 30b: “Wenn einer bekundet, daß ein Mädchen zwei Haare auf dem Rücken oder auf dem Bauche habe, so ist das Mädchen großjährig.”
Fol. 69b: “Wenn eine Frau mit ihrem minderjährigen Sohn Unzucht treibt und er mit ihr eine Anschmiegung der Geschlechtsorgane vollzieht, so hat er sie, wie die Schule Schammajs sagte, für einen Priester untauglich gemacht; die Schule Hillels sagt: sie sei tauglich. R. Chija sagte: Alle stimmen überein, daß die Begattung eines Kindes von neun Jahren und einem Tag als Begattung gelte.
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Akitophel (2. Kon. 17) zeugte mit acht Jahren und Bath-Sebah gebar mit sechs Jahren, denn ein Weib ist entwickelter.”
Makkoth, Fol. 14b: “Ein Weib ist nur dann unrein, wenn der Blutfluß durch die Scham herauskommt.”
Arachim, Fol. 45a: “Jusrina, die Tochter des Severus, des Sohnes Antonius, hat Rabbi gefragt: In welchem Alter kann sich ein Mädchen verheiraten? - Mit drei Jahren und einem Tag. - In welchem Alter kann sie schwanger werden? - Mit zwölf Jahren und einem Tag. Wehe dann über die drei Jahre, die ich im Vaterhause verloren habe! Rabbi sagte über dies zu seinen Schülern: Ich sage euch mit Ezech.
23, 20: ‘Wie Fleisch von Eseln ist ihr Fleisch.1 (S. auch Berakhoth 25b.)
Schabbath, Fol. 152a: “… Es wird gelehrt: Die Frau ist ein Schlauch voll Unrat, ihre Öffnung ist voll Blut, dennoch läuft ein jeder ihr nach!”
Fol. 31b: “Dreier Übertretungen wegen sterben Frauen bei ihrer Niederkunft: wenn sie nicht achtsam sind bei der Monatsblutung, bei der Teighebe und beim Lichtanzünden (am Schabbath).
Kethuboth, Fol. 12b: “Wenn jemand eine Frau geheiratet und bei ihr keine Jungfernschaft gefunden hat und sie sagt, sie sei, nachdem er sie sich angelobt hat, genotzüchtigt worden, so daß sein Geld überschwemmt worden ist: und er sagt: Nein, bevor er sie sich angelobt hat, so daß sein Kauf irrtümlich ist: so ist sie glaubhaft.”
Fol. 14b: “Einst stieg ein Mädchen zu einer Qelle hinab, um Wasser zu schöpfen und wurde genotzüchtigt: da entschied R. Jochanan b.
Nuri: Die meisten Einwohner verheiraten (ihre Töch-47
ter) an Priester, so darf auch diese von einem Priester geheiratet
werden.”
Baba mezia, Fol. 97a: “R. Albimi sagte: Für einen Menschen, den Weiber getötet haben, gibt es kein Recht und keinen Richter. (Er ist schuld, daß er sich gelassen hat.)
Sanhedrin, Fol. lOOb: “Eine Tochter ist für ihren Vater ein beunruhigender Schatz; aus Besorgnis für sie findet er nachts keinen Schlaf; solange sie klein ist, daß sie nicht verfuhrt werde; wenn sie erwachsen ist, daß sie nicht verhure; wenn sie mannbar ist, daß sie nicht sitzen bleibe; wenn sie verheiratet ist, daß sie nicht kinderlos bleibe; wenn sie alt ist, daß sie nicht Zauberei treibe. Der Dünnhäutige ist hinterlistig; der Dickbärtige ist dumm; wer einen geteilten Bart hat, dem kann die ganze Welt nicht beikommen. - Ein böses Weib ist ein Aussatz für seinen Mann; man jage es aus seinem Haus, sodann wird man von seinem Aussatz geheilt. Wohl dem Mann eines schönen Weibes, die Zahl seiner Tage zählt doppelt. Wende deine Augen von einem liebreizenden Weib, denn du könntest in seinem Netze gefangen werden. Verkehre nicht bei seinem Mann, um mit ihm Wein und Rauschtrank zu trinken, denn durch das Aussehen eines schönen Weibes sind schon viele zugrunde gegangen und zahlreich sind, die es gemordet hat.”
Nidda, Fol. 20b: “Einmal brachte ein Weib Menstruationsblut vor R.
Eleazar; da saß R. Ami vor ihm, er besah es und sprach: Es ist Blut des Gelüstes. Als R. Eleazar hinausgegangen war, machte sich R. Ami mit dem Weibe zu schaffen. Sie sprach zu ihm: Mein Mann war auf der Reise, und es gelüstete mich nach ihm. - Iphra Hormis, die Mutter des Königs Schabur, schickte Menstruationsblut zu Raba, und es saß Rab Obadja vor ihm; da beroch er es und sprach zu ihr: Es ist Blut des Gelüstes. Da sagte sie ihrem Sohne:
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Siehe, wie weise die Juden sind! Dann sandte sie sechzigerlei Blut zu ihm, und Raba sagte von allen, was für Blut es sei. Das letzte war Blut von Ungeziefer, und er kannte es nicht. Da hatte er (himmlischen) Beistand in dieser Sache, daß er gerade einen Kamm, auf dem man Ungeziefer tötet, sandte. Da sprach sie: Die Juden sitzen im Innersten meines Herzens.”
Schabbath, Fol. 65b: “Weiber, die miteinander lesbisch verfahren (mit der Zunge die Scham kitzeln), sind für die (Hoch)-priester (zum Heiraten) untauglich.”