3½ Stunden waren vergangen, als wir den letzten Hügel überschritten und den schnurgeraden Weg erreicht hatten, der zunächst durch lichteren Wald, dann durch Buschwerk auf freies Land hinauslief. Es wird mir unvergeßlich bleiben, als schließlich die weiten Flächen der Palu-Ebene sich vor meinem Blicke dehnten und das Meer an der Westküste wie ein schmaler Streifen geschmolzenen Silbers aus weiter, weiter Ferne herüberblitzte.
In spitzem Winkel traten die Ausläufer der östlichen und westlichen Hauptgebirge auseinander, um der breiter werdenden dicht bevölkerten Ebene Raum zu geben. Bald hatten wir Sakédi, das erste Palu-Dorf erreicht.
Sakédi ist in der befruchtenden Umarmung zweier Flüsse entstanden, des vom Lindu-Gebirge herabkommenden Gumbása und des fern vom Süden herströmenden Miu, welche sich etwas unterhalb des Ortes vereinigen und unter dem Namen Palu-Fluß ins Meer münden. Der Ort liegt in einer M. H. von 155 m in stickend heißer Sumpfluft und gilt für wenig gesund. Reisbau und Kopra-Gewinnung sind die beiden Haupterwerbsquellen seiner Bewohner. Diese wie alle Paluesen nennen sich selbst Kajeli und ihr Idiom die Kajeli-Sprache. Sie sind ausnahmslos fanatische Anhänger der Lehre Mohammeds; doch halten sie unbewußt an vielen altheidnischen Bräuchen fest und üben sie bis auf den heutigen Tag.
Ein Regierungs-Pasangrahan mit daneben gelegenen Mannschaftsquartieren bot uns in Sakédi gute Unterkunft.
Sakédi — Sidóndo, den 24. November.
Die Nähe der Küste lockte unwiderstehlich, und es bedurfte heut keiner besonderen Aufmunterung zur Eile. Alle Mann waren frühzeitig auf dem Posten. In taufrischer Morgenstunde setzten wir auf einem Fährboot über den Palu-Fluß, dessen schilfbestandene Ufer Entenflüge, Reiher und gravitätisch stolzierende Störche belebten. Wir kreuzten die hier noch schmale Ebene und setzten den Weg am Fuße des östlichen Randgebirges auf einer hier beginnenden prächtigen Fahrstraße fort. In kurzen Entfernungen folgten einander mehrere blühende Dörfer, die wir ohne Aufenthalt passierten. Von der Ortschaft Lawára ab traten die Berge weit zurück. Die Straße führte jetzt ziemlich durch die Mitte der Ebene, immer in der Nähe des Palu-Flusses. Anmutig wechselten Wälder und Wiesen. Von allen Seiten ertönte das zärtliche Gurren von Tauben; prachtvoll gefärbte Papageien belebten die hohen Baumkronen, und auch die blütenweißen Gefieder lärmender Kakadus hoben sich reizvoll vom dunklen Grün der Bäume ab. Eine ungemein reiche Falterwelt, wie ich sie im dichten Urwald niemals zu sehen bekommen hatte, erfreute mein Auge. — Nach Verlauf von 2 Stunden kamen wir durch das Dorf Sibaleia mit weit hingedehnten Kulturen. Weiter ging es durch Feld und Busch. Auf Brachland sah ich große stachelige Kakteen in Mengen beisammen. Ebendaselbst traten auch Fächerpalmen (Corypha sylvestris) in großer Zahl und in allen Stadien der Entwicklung auf. Namentlich die in Blüte stehenden Palmen verliehen der Landschaft ein ungewöhnliches Aussehen.
Nach abermals zweistündigem Marsche langten wir in Sidóndo an, einer großen betriebsamen Ortschaft am Palu-Flusse. Ein freundlicher Zufall fügte es, daß ich in Sidóndo mit dem Controleur von Palu zusammentraf. Herr van Nisse empfing mich sehr freundlich und beglückwünschte mich zu meinen erfolgreich durchgeführten Reisen. Obwohl er mit einem mehrtägigen Aufenthalt in Sidóndo gerechnet hatte, erklärte er sich in liebenswürdiger Weise bereit, am andern Tage mit mir nach Palu zurückzukehren.
Den Mittag und Abend verbrachten wir gemeinsam im gastlichen Heim eines in Sidóndo einen einträglichen Koprahandel betreibenden Holländers, Mynheer de Bet.
Anläßlich der Anwesenheit des Controleurs in Sidóndo hatten sich daselbst mehrere eingeborene Fürsten — Mágu, wie sie in Palu genannt werden — eingefunden. Als ich bei einem Zusammensein ihre prunkvollen seidenen Kopftücher bewunderte, die mit echten Goldstickereien bedeckt waren, nahm der Mágu von Biromáru sein »siga-sábe« ab, um es mir als Geschenk zu überreichen.
Der freundlichen Vermittelung des Controleurs verdanke ich auch die Bekanntschaft mit einer der interessantesten Palu-Spezialitäten, den Priester-Ärztinnen der Kajeli (Wálias, pl. Bálias). Diese sondern sich in 3 Kasten, deren höchste die der Rátu ist. Die diesen Rang bekleidenden Frauen tragen bei Ausübung ihrer Funktionen eine Art Bischofsmütze (talim-búso), die reich bestickt, mit aufgenähten Glimmerplättchen verziert und mit aufrechtstehenden Büscheln Reiherfedern geschmückt ist. Dazu gehören eine höchst interessante weiße Fuja-Jacke mit schwarzen Mustern (badju sindjulo), ein besonders feingewebter Sarong (sarong m’bésa) und ein Priestermesser (katándo). — Die Bálias zweiten Ranges sind die Djndja. Anstatt der hohen Mütze tragen sie einen roten Kopfring oder besser Stirnband, das in zwei gelbe Dreiecke ausläuft. Auch dieser Kopfschmuck ist kunstvoll bestickt und mit Glimmerschmuck ausgestattet. Dazu gehören ein rotgelber Fuja-Umhang in Gestalt einer ärmellosen offenen Jacke (alúa) und ein Schultertuch (slendang sindjulo). In den Händen tragen die Djndja Blattbüschel der heiligen roten Pflanze, die sie als Sprengwedel gebrauchen. — Auf der dritten und niedrigsten Rangstufe stehen die Tambilángi. Diese tragen um die Stirn lange, rotgelb gefranste Fuja-Kopfschärpen, deren Enden tief auf den Rücken herabhängen.
Auf Wunsch des Controleurs kamen im Laufe des Nachmittags Vertreterinnen der 3 Rangklassen zu uns in den Pasangrahan zur Vorstellung. Alle waren im vollen Ornat. Als ich sie photographieren wollte, hielten sie sich wie auf Verabredung die Hände mit weitgespreizten Fingern vor die runzeldurchfurchten Gesichter.
Ich ließ es natürlich nicht an Bemühungen fehlen, einige der hochseltenen Gewänder zu erlangen, deren Alter mit dem ihrer Trägerinnen wetteiferte. Doch wäre der Liebe Mühe wohl umsonst gewesen, hätten sich nicht Herr v. N. und vor allem auch die Mágus für mich verwendet. Der Hauptgrund für das ursprünglich so ablehnende Verhalten der alten Weiblein war wohl in dem Mißtrauen zu suchen, man wolle ihnen die Sachen ohne Vergütung nehmen. Auf Anraten meiner freundlichen Gönner holte ich also eine Hand voll Ringgits hervor. Der Anblick wirkte Wunder. Es war ordentlich amüsant zu sehen, wie die listigen Äuglein aufleuchteten, als sie sich von dem Ernst meiner Kaufabsicht überzeugt hatten. Alles weitere war rasch erledigt. Unter Assistenz der Fürsten, an die sich die Bálias bei jedem Stück um Rat wandten, wurden die Preise festgesetzt, und Gulden wie Gegenstände wechselten ihre Besitzer. Es war eine stattliche Summe, die ich zu bezahlen hatte; dafür aber handelte es sich auch um Objekte, die unter gewöhnlichen Umständen überhaupt nicht zu erlangen sind. — Die Kasten der Bálias sind eine aus dem Heidentume überkommene Institution, und die Zeit ist nicht mehr fern, da auch sie der Vergangenheit angehören.
Ein recht anregendes Bild bot sich uns gegen Sonnenuntergang, als die Frauen Sidóndos auf dem zum Flusse führenden Wege vorüberkamen, um zu baden und Wasser zu holen. Letzteres geschieht in Palu nur noch selten in Bambusrohren, sondern in Schalen von Kokosnüssen, welche, wie die Kokosnuß in Palu überhaupt, »kalúku« genannt werden. Auf dem Wege zum Flusse tragen die Frauen die an Schnüren hängenden Schalen zu 10–20 an einer geschulterten Tragstange. Auf dem Rückwege verteilen sie die gefüllten Behälter gleichmäßig auf beide Enden der elastisch federnden Stange.
Die Kajeli-Frauen sind ihrer Schönheit wegen berühmt, und die von Sidóndo sollen die schönsten unter ihnen sein. Abgesehen von ihrer stattlichen Figur ist davon außerhalb der Häuser leider nur wenig zu sehen, da sie nach mohammedanischer Malayensitte von Kopf bis zum Fuß in ihre Slendangs gehüllt sind.
Sidóndo — Palu, den 25. November.
Das war mir schon ewig lange nicht mehr passiert, die Landschaft von einem eleganten Cab herab so rasch an mir vorüberfliegen zu sehen. Ein 8stündiger Marsch auf heißer Landstraße blieb mir auf solche angenehme Weise erspart. Wir verließen Sidóndo gegen 7 Uhr morgens und erreichten nach einer Stunde flotter Fahrt den großen Kampong Dólo, der, aus mehreren dicht aneinandergrenzenden Gemarkungen bestehend, auch Kotarindau oder Kotabúlu genannt wird. Da wir von den hier maßgebenden Persönlichkeiten niemand zu Hause antrafen, setzten wir die Fahrt nach kurzem Aufenthalt fort, um ¾ Stunden später in einem der größten Kampongs des Palu-Tales, in Kalukubula (= weiße Kokos) einzutreffen. In diesem Dorfe fanden wir eine große Anzahl Eingeborener beisammen, deren Verhalten uns gegenüber zum mindesten wenig freundlich war. Ohne zu grüßen, traten die Leute scheu zur Seite. Keiner von ihnen erbot sich freiwillig, das Pferd zu halten, wie sich denn die Palu-Bevölkerung überhaupt wenig fremdenfreundlich zeigt.
Unbekümmert um die Menge, verließen wir den Wagen, um der hier gebietenden Fürstin einen Besuch abzustatten. Diese blieb jedoch unsichtbar. Dagegen wurde uns der kleine Prinz, ein Knäblein von 3–4 Jahren, vorgestellt. Seine ganze Kleidung bestand in einem grünen Samtmützchen, einem Amulett um den Hals und einem originellen Anhängsel »vorn herum«. Letzteres war eine Nachbildung der männlichen Genitalien in Gold (rasu buláwa), ein Schmuck, den nur Radja-Sprößlinge zu tragen berechtigt sind. Seine Babu (= Wärterin) war ein Mann, eines jener sonderbaren, »Bissu« genannten Wesen, die niederen Priesterrang bekleiden und sich wie Weiber tragen und gebärden. Sie spielen in den vornehmen Eingeborenen-Familien eine nicht zu unterschätzende Rolle als Berater. Dieser Bissu war ein bereits bejahrtes Mannweib mit vollkommen ausgebildeten Frauenbrüsten und lang herabhängendem Haupthaar. Trotz seines etwas kindischen Getues wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, in diesem seltsamen Geschöpf einen Hermaphroditen zu erblicken, wenn mich nicht Herr v. N. speziell darauf aufmerksam gemacht hätte.
Inzwischen war in Kalukubula nach Bálias-Ornaten geforscht worden, deren ich noch weitere 4 Stück erwarb.
Nach einstündigem Verweilen fuhren wir weiter nach Palu, der letzten Station. Die Landschaft nahm auf diesem Teile der Fahrt ein steppenartiges Aussehen an. Rot-weiß blühende Kakteen (Opuntien) traten in geschlossenen Beständen auf und bedeckten ganze Felder. Der dürre Boden, dessen sie sich bemächtigt hatten, zeigte noch wohl erkennbare Spuren alter Sawa-Anlagen. Da die Kunst Sawas anzulegen, wie sie in höchster Entwickelung in Java existiert, den Kajeli unbekannt ist, so darf hiernach wohl auf sehr frühe Einwanderung fremder Elemente geschlossen werden.
Unweit des neu eingerichteten Kampongs Bone kamen wir um 12 Uhr mittags an den auf baumlosem Steppenboden errichteten Kasernen und Offizierswohnungen der wichtigen Regierungsstation Palu vorüber, und wenige Minuten später fuhren wir vor dem Hause des Herrn v. N. vor, dem schönsten Gebäude des Platzes inmitten gefälliger Anlagen.
Ich konnte die Vorzüge des eleganten, mit europäischem Komfort ausgestatteten Heims des Herrn v. N. nur wenige Stunden genießen; denn bald nach Sonnenuntergang gedachte ich mich nebst allem Gepäck auf einer buginesischen Prau nach Donggala einzuschiffen. — Die vorausgesandten Träger hatten Palu wohlbehalten erreicht, und somit war alles in bester Ordnung; trotzdem war jede Minute kostbar, da ich noch möglichst viel an ethnographischem Material zu erwerben wünschte. Für die mir dabei geleistete Unterstützung und die unübertreffliche Bewirtung im Hause des Herrn Controleurs sei diesem hier nochmals verbindlicher Dank gesagt.
Der große Eingeborenen-Kampong von Palu ist von der Regierungsstation durch den Palu-Fluß getrennt, über den eine interessante eiserne Hängebrücke führt. Regelmäßig angelegte Straßen durchziehen die ausgedehnten Quartiere der einheimischen Bevölkerung, die hervorragend sauber gehalten sind. Fast jedes der nach Buginesenmanier zierlich bemalten und mit reichem Giebelschmuck versehenen Häuser liegt gesondert in eigenem Fruchtgarten. In Palu, als einem bedeutenden Hafenort, haben sich bereits viele Chinesen angesiedelt, die wohlausgestattete Kaufläden unterhalten und ein eigenes Viertel am Hafen bewohnen.
Ausgesandte Boten verständigten die Vorsteher der verschiedenen Bezirke, sich gegen Abend mit ev. verkäuflichen Objekten im Kontroleurhause einzufinden. Inzwischen unternahmen wir gleich nach Tisch einen einstündigen Ritt nach Biromáru, dessen Fürst uns in Sidóndo von einem dort erhältlichen goldenen Kris erzählt hatte. Wie es sich jetzt herausstellte, war es eine silber-vergoldete Waffe, für die ich die geforderten 250 fl. nicht ausgeben mochte. Unverrichteter Dinge kehrten wir zurück. — Desto besser verlief die Einkaufsaktion in Palu, wo ich von den mittlerweile erschienenen Kapalas ganz hervorragend seltene Objekte erwerben konnte, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. — Meine Gepäckstücke waren bereits zum Boote gebracht worden, und um 10 Uhr begab ich mich nach herzlicher Verabschiedung von Herrn v. N., geleitet von einem mit Laterne versehenen Opas (= Polizisten), bei stockfinsterer Nacht und strömendem Regen zur gemieteten Prau, um die langweilige Fahrt bis Donggala womöglich zu verschlafen.
Palu — Donggala, den 26. November.
Als ich beim Morgengrauen erwachte, erfuhr ich, daß widrige Winde unsere Abfahrt unmöglich gemacht hatten und wir noch immer im Hafen von Palu lagen, wo wir bis gegen 7 Uhr durch die Ebbe festgehalten wurden. Erst bei einsetzender Flut segelten wir dann bei schwacher Brise in die Bay hinaus, um ein paar Stunden später bei eingetretener Windstille auf demselben Punkte zu verharren. Den Tag unter heißer Sonne im Boote zu vertrauern, war nichts für mich. Kurz entschlossen, ließ ich mich an Land rudern und trat, nur von No begleitet, den Marsch nach Donggala an.
Am Fuße der sich hier ins Meer verlierenden westlichen Gebirgsausläufer ging es nun auf steiniger Straße rüstig vorwärts. Die Landschaft mit ihren dürren Felsengehängen erinnerte an die Gestade Süditaliens. Wir kamen an vielen kleinen Dörfern vorüber, alle von Palmen und Mangogärten umgeben. Die Mangobäume waren voll reifer Früchte, deren scharfer Duft auf größere Entfernung die Luft schwängerte. Überall fanden wir die Dorfbewohner mit der Einerntung beschäftigt. In Palmblattgeflechten wurden sie zu je 100 Stück zu Markte gebracht und weithin verschifft, — in Stücke zerschnitten und an der Sonne gedörrt, von den Eingeborenen für den eigenen Bedarf aufbewahrt. — Die Kokospalmen fand ich allerorts mit Eigentumsbezeichnung, eingeschlagenen oder aufgemalten Zeichen, versehen. — Vor den meisten Hütten wehten an langen Stangen weiße Zauberfähnchen zum Fernhalten von Krankheit, eine Reminiscenz an die jüngst vergangene Schreckenszeit, in der die Cholera hier fürchterlich gewütet hatte. —
Meine Erwartung, das zwischen Bergtälern versteckt liegende Städtchen Donggala auf der gleichnamigen Landspitze, die in der Luftlinie ganz nahe schien, in ein paar Stunden zu erreichen, erwies sich als irrig. Tief einschneidende Buchten, die umgangen werden mußten, verdoppelten die Entfernung. Nach langen 5 Stunden aber war auch der Endpunkt meiner Celebes-Wanderungen erreicht, und herrlich blaute mir der unendliche Ozean entgegen, der mich wenige Tage später auf seinem Rücken der fernen Heimat entgegentragen sollte.
Donggala ist ein kleines Städtchen mit eng zusammengedrängten Häusern und Gassen. Sehr heiß und ungesund, leidet es speziell unter erbärmlichen Trinkwasserverhältnissen. — Die stark gemischte Bevölkerung mit allen Untugenden der Küstenbewohner hat wenig Gewinnendes an sich. An geschäftlichem Einfluß fällt in Donggala den schon ihrer Religion wegen großes Ansehen genießenden Arabern der Löwenanteil zu. Erst in zweiter Linie kommen die Chinesen in Betracht. Die Wohnungen der Beamten, die Kasernen und der Pasangrahan liegen ringsum malerisch auf Hügeln.
Donggala, den 27.–29. November.
Meine Prau traf erst am zweiten Tage nach ihrer Abfahrt von Palu, morgens gegen 9 Uhr ein, und ihr langes Ausbleiben hatte mich schon recht besorgt gemacht. — Es waren aufregende und arbeitsreiche Tage, die ich bis zum Eintreffen des fälligen Postdampfers in Donggala verbrachte; die mir keine Zeit ließen, der näheren Umgebung dieses Küstenplatzes meine Aufmerksamkeit zu schenken.
Am 29. vormittags dampfte die »G. G. Daendels« in die Bay. Alle meine Kisten, über 50 an der Zahl, wurden zum Schiffe hinübergebracht. Zum letztenmal vernahm ich von meinen sich verabschiedenden treuen Begleitern Ramang und No deren »salamat!« (Heil)!
Dankbaren Gemütes schied ich von der wunderschönen Insel, von der ich eine so reiche Fülle unvergeßlicher, herrlicher Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause nehmen konnte, und aus vollem Herzen rufe auch ich dem hinter unserem Schiffe verschwindenden Celebes zu: Salamat, salamat!