Wechselstrophen

Ein kleiner Garten nur ist mein,

Vier Mauern drum, der Efeu bindet

Und sprengt den morschen, grauen Stein,

Um den er sich im Klettern windet.

Am Borde winziger Beete sprießt

Der Buchsbaum, regelrecht geschnitten,

Die schmalen Wege sind bekiest,

Sie kreuzen sich nach wenig Schritten.

Die Bäume strecken ihren Ast

Nach Dir in täppischem Verlangen,

Bald wird zum Scherz die Hand gefaßt,

Bald kratzen sie Dir grob die Wangen.

Kein klarer Wasserstrahl wagt kühn

Im Sprunge hoch empor zu steigen,

In herber Schönheit, schwarz und grün,

Ruht auf dem Garten ernstes Schweigen.

Aus keinem stillen Teiche quillt

Der blaue Himmel Dir entgegen,

Und keines Vogels Spiegelbild

Siehst Du die Schwingen dort bewegen.

Nie ist beim frohen Honigraub

Ein Schwarm von Bienen zu entdecken,

Es leuchtet wie Metall das Laub,

Die scharfe Speise will nicht schmecken.

Der schwere Duft macht müd und matt,

Nur Buchsbaum, Myrten und Cypressen,

Hier findest Du kein totes Blatt,

Doch auch die Blüten sind vergessen.

*                    *
*

Ich habe hinter meinem Haus

Ein Winkelchen. Der Sand, der gelbe,

Sieht heller bald, bald dunkler aus,

Das Einerlei bleibt stets dasselbe.

Ein einziger Baum steht dort, er kann

Mich mit dem Schatten grade decken,

Ich liebe es, mich dann und wann

Behaglich drunter auszustrecken.

Das grüne Laubdach ist so leicht,

So luftig das Gebälk, die Streben,

Wenn kaum der Wind darüber streicht,

Läßt er die Blätter alle beben.

Mir däucht, des kleinsten Vogels Lied

Muß diesem Baume Freude wecken,

Sobald ich grade stehe, sieht

Das Auge über dichte Hecken.

Da draußen zittert heiße Luft,

Doch meines Herzens Unrast schwindet,

Denn einer einzigen Rose Duft

Verrät ihm, daß es Liebe findet.

Ein Traum von Stunden und von Jahren

Vergessene Stunden sehe ich vorüber wallen.
Francis Vielé-Griffin.

Die Schatten schmückte ich mit kalten

Und blassen Blüten, mit den Falten

Versäumter Tage meine Wand.

Erstorbnen Abenden war ihre Farbe gleich,

Und meiner Träume Land

Erschien in dem Gewebe, schattenhaft und bleich,

Die goldne Blume zitterte in reiner Hand.

Und die Erinnerung irrt durch das stumme Haus im Dämmerlicht

Von Stund zu Stund, von Raum zu Raume,

Sie weint, sie lacht im Traume,

Sie ist’s mit ihrem alt vertrauten Angesicht.

Doch die Sandale

Schwebt still dahin, sie stört ja nie den Schlaf.

Ein goldner Strahl aus ihrer Silberlampe traf

Hellblitzend die getreue Wächterin, die Hand, die fahle,

Die schirmend ihr Gewicht

Auf die vergessne Zeit legt, die im Aschenkleide,

Geschlossnen Auges und mit funkelndem Geschmeide

Auf reichgeschnitztem Sessel ruht im weiten Saale.

Und dieser düstere Raum ist meiner Seele Zelt,

Wo von der Decke auf die Fließen

Die Falte an den Wänden fällt.

Versäumter Tag, erstorbner Abend mahnt mich dort,

Die Fenster, ach, sie schauen alle gegen Nord,

Am Horizont sind Himmel, Straßen und das Meer.

Ihr Träume, tragt mich doch noch einmal fort,

Wie einst, zur Welt,

Auf fernen Straßen bis ans Meer,

Ihr Träume, führt mich wieder fort,

In Eurer Hand die goldne Blume weiß den Ort.

Ein Traum von Morgenrot und Schatten

Die Zeit ist ewig, nur die Stunden, sie verfließen!

Gar lieblich rinnt der Strom zum Meere, hell und klar,

Noch steht die Pforte auf, doch schnell wird sie sich schließen,

Schon heut kann Asche sein, was gestern Leben war.

Der Herbst zeigt mir die Frucht in seiner Gärten Schatten

Im Augenblick, da sie des Daseins Höhe mißt,

Geschwellt im Saft erscheint sie mir, dem Übersatten,

Wie bald, und sie fällt ab ...! noch eine kleine Frist.

Mein Leben, Klinge in der Scheide, ruhmlos träumend!

Heiß glüht der goldne Griff in meiner zagen Hand,

Die mit der Waffe spielt, die Stunde feig versäumend ...

Und doch — —, vielleicht ist dieses Abends blutiger Brand

Das Bild des Tages, den das Schicksal morgen sendet!

Geweint hab ich, da gestern freundlich mir’s gelacht,

Weh mir, weh, wenn es weint, dem Strom abgewendet,

Der meinen Tag hinabschwemmt in die ewige Nacht!

Der Raufbold

Mit stolz erhobnem Blick, gebräunt, keck und verwegen,

Das Seidenwamms geschlitzt, hält breit gespreizt und fest

Er vor dem Lager Wacht, dem Teufel und der Pest

Tritt ohne lang zu fragen trotzig er entgegen.

Mit Feuer und mit Schwert spricht er den Erntesegen,

Vom Appenin zum Alpenrand, von Ost nach West

Schweift plündernd er, um frech bis auf den letzten Rest

Die Lombardei, die Marken Mailands auszufegen.

Den Fluch im Mund, den Zorn im Blick lechzt er nach Krieg,

Ihm ist es gleich, ob Marignano ihm den Sieg,

Gleich, ob Pavia ihm den Ruhm nur hat gegeben.

Er lacht des Schicksals, das am Wege lauernd droht,

Die offnen Nüstern saugen aus dem vollen Leben

Den Bluthauch künftiger Schlacht, sie wittern schon den Tod.

Chrysilla

Ist einst der Becher voll, o Göttin reich an Gnaden,

Erspar es mir die Zeit, die zögernde, zu sehn,

Sie soll nicht tränenlos an meinem Lager stehn,

Sie kürzt mir viel zu spät des Lebens langen Faden.

Schick Eros aus! er hat mit Haß mich stets beladen,

Ich weiß es nur zu gut, könnt es nach ihm geschehn,

Im Sterben würde ich der Qual noch nicht entgehn,

In meinem Herzblut müßte sich die Erde baden.

Doch nein! ruf abends, wenn die frohe Sonne scheidet,

Die Jugend an mein Bett, stumm, schön und unbekleidet,

Wie sie den Reif auf bleiche Rosenblüten haucht.

Die Quelle weint ein Lebewohl, die Stunden neigen

Das Haupt vor ihr, die weder Pfeil noch Sichel braucht,

Gern will ich dann zum finstern Hades niedersteigen.

Fernand Gregh

geb. 1873

Prüfung

Zu Boden ward ich fast geschlagen,

Ward heimgesucht und hart gequält,

Doch meine Seele ward gestählt,

In Leid verjüngt, ich darf nicht klagen.

Ich hab ihn Tag und Nacht geschaut,

Des Menschenlebens tiefen Jammer,

Gefühlt hab ich des Schicksals Hammer,

Jetzt ist mir erst der Schmerz vertraut.

Nicht nur der Schmerz, der in den Wunden

Der Seele haust, gern gönnt er ja

Dem armen Leibe hier und da

Ein Glück von spärlichen Sekunden.

Nein! jener Schmerz, der dumm, brutal

Den Körper schlägt, an dessen Plage

Ich zu erinnern nie mich wage,

Des Tieres ganz gemeine Qual,

Die Pein, die unsere Tage stündlich

Zur gräßlichen Tragödie macht,

Die höhnisch aller Bitten lacht,

Die tief uns packt und unergründlich.

Gesundheit freut sich ihres Seins

Und schert sich nicht um fremde Leiden,

Kaum kann sie Güte unterscheiden

Von Schwäche, beides scheint ihr eins.

Wir pflücken gierig alle Trauben,

Wir folgen stürmisch unserer Lust,

Schlecht sind wir, wir sind’s unbewußt,

Solang wir an das Leben glauben.

Der trotzig lebensfrohe Sinn

Ist Klippe meinem Sein gewesen,

Nun da im Buche ich gelesen

Des Schmerzes, sank mein Stolz dahin.

Des Nächsten Trauer beugt mich nieder,

Ich friere mit dem nackten Kind,

Mich schüttelt jeder leise Wind

Und jedes Leid hallt in mir wieder.

Ich denke an den bleichen Mann,

Der in des Kerkers kalten Schauern

Den Frühling jenseits hoher Mauern

Nur ahnt und ihn nicht sehen kann.

Der Kranken denke ich, sie liegen

Still auf dem Rücken, stumm, in Schweiß,

Indeß die Augen fieberheiß

Durch der Tapete Muster fliegen.

Ich denke des Rekruten, den

Des Abends spät aus der Kaserne

Das Heimweh trägt in weite Ferne,

Dort wo im Dorf die Linden stehn.

Ja selbst der Tiere muß ich denken,

Der Rosse, die die Peitsche treibt,

Die das Geschirr zerdrückt, zerreibt,

Die müde ihre Köpfe senken.

So lastet auf mir jede Not;

Daß fremde Schmerzen mich zerreißen,

Mag Klugheit immer Schwäche heißen.

Doch täglich läßt mich so der Tod

Des eignen Lebens Tiefen sehen;

Ich weiß, daß ich mir Erbe bin

Und daß ich wirklich bin, mein Sinn

Beginnt den Weltgeist zu verstehen.

Abend in der Großstadt

Halboffen saugt mein Mund den Lenz aus frischem Winde,

Die Dämmerung senkt sich auf das Giebeldach herab,

Die Kinder spielen froh im Schatten jener Linde,

Des Frühlings Frieden löst den starren Winter ab.

Das Volk der Vorstadt strömt nach Haus in hellen Haufen,

Mein Kummer gleicht ihm ganz, verzweiflungsvoll, doch mild;

Von harter Arbeit will’s ein wenig nur verschnaufen,

Manch Rotkopf eilt vorbei, des Heilands Ebenbild.

Wie fremd erscheinen mir all diese Dinge heute!

Ein Schwindel packt mich, seltsam kommt mir alles vor,

Des Abends Stille, dieses Licht, die armen Leute,

Das Rauschen der Unendlichkeit schlägt an mein Ohr.

Von Träumen ist mein Herz bedrückt, die Leid nur bringen,

Ich irre ohne Ziel verzagt umher und blaß,

Das Herz, der arme Narr, vor Liebe will’s zerspringen,

Mir scheint, ich weine gar noch über alles das ....

Musik in der Ferne

Im Dunkel plätschert kalter Regen

Wie Kummer, der nicht sprechen will,

Auf graue Bäume stumm und still,

Der Sturmwind wird sie trocken fegen.

Dort unten in der finstern Nacht

Erklingt ein Instrument vom weiten,

Krächzt eine Weise, die vor Zeiten

Vergnügten Leuten Spaß gemacht.

Es stöhnt und weint mit heiserer Kehle

Das arme Instrument im Wind,

Naiv und harmlos wie ein Kind,

Wie eine Musikantenseele.

Ein jeder Ton ist falsch, o Gott!

Und solch ein Ding, das Harmonien

Wie die zeugt, die vorüber ziehen,

Nennt sich Harmonika — —, zum Spott.

Es wimmert, wie die Kinder wimmern,

Wenn Strafe ihnen ward als Lohn;

Im Wind zerflatternd lockt sein Ton

Die Träume, die im Dunkel flimmern.

Wie kläglich dünn ist die Musik!

Und dennoch rührt mich fast zu Tränen

Der jämmerliche Klang, mein Sehnen

Weckt armer Hände Ungeschick.

Das zage Herz zieht sich in Trauer

Zusammen, müde, leer und hohl,

Du Eckchen Himmel, lebe wohl!

Es regnet, mich durchrieseln Schauer.

Dort aus dem grauen Dunkel tönt

Der Singsang, dürftig und bescheiden,

Ein Lied des Lebens, das in Leiden,

Die niemals enden wollen, stöhnt.

In diesem Schluchzen weint die Klage

Der ganzen Menschheit still und leis,

Des ungelösten Rätsels Frage,

Des blütenlosen Herbstes Tage,

Der Schmerz, der nichts von Schönheit weiß.

Zweifel

Die müde Sonne geht zur Neige,

Noch einmal streut sie im Verglühn

Ihr Märchengold durch alle Zweige

Des Waldes, auf sein Rot und Grün.

Des Abends Farben, sie ermatten,

Des Himmels warme Pracht erbleicht,

Schnell huscht wie eines Blitzes Schatten

Der Vogel, der vorüber streicht.

Ein Zauber quillt in tiefem Strome

Aus allen Dingen, leise rinnt

Er durch das Leben, dess’ Atome

Beseligt, glücklich, göttlich sind.

Aus weiter Ferne hallt begehrlich

Der dumpfe Lärm der großen Stadt ...

Woher der Schreck, der unerklärlich

Die Seele mir benommen hat?

O Gott, wie uns die Weisheit blendet,

Wenn stumm wir vor den Dingen stehn,

Den Bettlern wird ein Mahl gespendet,

Die staunend diese Tafel sehn!

Die wir in Einfalt nach Dir streben,

Wir finden Dich zu jeder Frist,

O Gott, in diesem reichen Leben,

Der Du vielleicht nicht einmal bist.

Dämmerstunde

Der Horizont wird grau, schon ist die Nacht erschienen,

Du hörst das Schweigen, wie es durch die Zimmer schleicht,

Still stirbt der matte Bernsteinton in den Gardinen

Mit all dem Lärm, der aus dem alten Hause weicht,

Und unterbrochen scheint des Lebens wildes Hasten

Für einen Augenblick, dem nie ein morgen naht,

Tief Atem schöpfend hält es auf dem ewigen Pfad,

Wie Pilger, welche müde auf der Höhe rasten.

Im Kelchglas schlafen die verträumten Blumen ein,

Sie hauchen ihrer Seele Balsam in den Schatten,

Und auf den Spiegel streut das Zwielicht, auf den matten,

Wie feuchter Augen Schimmer seinen Widerschein.

Nur nebenan die Wanduhr in der finstern Kammer

Tickt unablässig ruhelos denselben Schlag,

Die bleichen Schatten peinigt sie mit ihrem Hammer,

Die Stunde nagelt sie an den versunkenen Tag.

Ein letzter Strahl dringt durch das Fenster, durch die Falten

Des halbgeschlossenen Vorhangs in den Saal, es scheint

Hier drinnen alles zu ersterben, zu erkalten,

Der Abend schweigt, und dennoch hör ich ihn: er weint.

Betrachtung

Ich sah, ein ernstes, zartes Kind, im Traum ein Land,

Wo goldene Morgen ich gelebt und einst gelacht;

In meinen großen Augen starb die Märchenpracht

Wie Maiensonnenschein, der von dem Spiegel schwand.

Die Sehnsucht hab ich und die Hoffnung wohl gekannt,

Des Mittags schon gewiß, da kaum ich noch erwacht;

Das Paradies verblich, ach, eh’ ich es gedacht,

Ich hab ja nicht geahnt, daß ich mich dort befand.

Der Traum entfloh, die Hoffnung ist zu Gram verblaßt,

Der heiße Drang nach Glück, das trotzige Verlangen

Versank, ich harrte noch verdüstert und befangen

Und wartete gequält. Da stand als einziger Gast

Die Reue eines Abends zwischen kahlen Wänden — —

Vorbei, vorbei ...! ach, wie so bald muß alles enden.

Gutenberg-Verlag, Gesellschaft
mit beschränkter Haftung, in
Hamburg-Großborstel.

Sämtliche Bücher in hervorragend schöner Ausstattung (holzfreies Papier, schöner Druck, solider u. geschmackvoller Einband).

Von fast allen deutschen Ministerien warm empfohlen!

Kunst-Wanderbücher
von Oskar Schwindrazheim.

Eine Anleitung zu Kunststudien im Spazierengehen. Mit zahlreichen Abbildungen nach Aufnahmen des Verfassers.

1. Bändchen: Unsere Vaterstadt. 126 Seiten Text und 12 Tafeln mit Abbildungen. Preis geheftet M. 1.20, in biegsamem Einband M. 1.80.

2. Bändchen: Stadt und Dorf. 111 Seiten Text und 12 Tafeln mit Abbildungen. Preis geheftet M. 1.20, in biegsamem Einband M. 1.80.

3. Bändchen: In der freien Natur. 71 Seiten Text und 12 Tafeln mit Abbildungen. Preis geheftet M. 1.20, in biegsamem Einband M. 1.80.

4. Bändchen: Wandern u. Skizzieren. 96 Seiten. Mit zahlreichen Abbildungen nach eigenen Skizzen des Verfassers. Preis geheftet M. 1.60, in biegsamem Einband M. 2.40.

5. Bändchen: Von alter zu neuer Heimatkunst. 84 Seiten Text und 32 Tafeln mit Abbildungen. Preis geheftet M. 2.—, in biegsamem Einband M. 3.—.

Zur Erläuterung und als Beispiele zum Text sind jedem Bändchen künstlerische Landschafts- und Städtebilder nach eigenen Aufnahmen oder Skizzen des Verfassers, besonders auf Kunstdruckpapier gedruckt, beigegeben.

Vorzugs-Ausgabe auf sehr starkem, aber federleichtem hochweißem Elfenpapier in feinem biegsamem Ledereinband; die ersten 3 Bände zusammen in einen Band gebunden 10 M., Band 4 M. 4.50, Band 5 M. 6.—.

Inhalt der ersten vier Bändchen:

1. Bändchen: Unsere Vaterstadt.

Unsere Stadt und Kunst? Der Grundriß unserer Stadt. Gesamtansichten. Stadteingänge: Ältere Formen des Stadteinganges; Stadttor und Mauer; Neuere Stadteingänge. Unsere Straßen: Straßen der Altstadt; Straßen des 18. Jahrhunderts; Moderne Straßen. Unsere Plätze. Straßen und Plätze bei besonderen Gelegenheiten. Unsere Bürgerhäuser: Alte Hausbauweise; Hausgrundrisse; Historische Stilarten im Bürgerhaus; Hausinneres; Unsere Kritik des Gesehenen; Türen, Fenster; Der Laden, Ladenschild; Hauszeichen u. dgl. Öffentliche Gebäude. Denkmäler. Brunnen. Gärten. Friedhof. Wagen. Trachten.

2. Bändchen: Stadt und Dorf.

Vom Studium der Vaterstadt zum Studium der Fremde. Führer durch fremde Orte. Selbständig Sehen. Der fremde Ort im allgemeinen. Hilfsmittel beim Studium des fremden Ortes. Kunstgebilde in freier Landschaft. Eigenart in den neuen Straßen. Plätze. Alte Befestigungen. Hausstudien im Dorf: Das alte Bauernhaus, Einzelheiten am alten Bauernhause; Der „Stil“ des Bauernhauses; das alte Bauernhaus und die Jetztzeit; Nebengebäude des Bauernhauses, Öffentliche Gebäude des Dorfes; Dorfkirche und Friedhof. Erster Anblick eines fremden Ortes. Eintritt in den fremden Ort. Im Ort. Der Grundriß. Straßenstudien in der Altstadt: Eigenart in der alten Straße; Das Neue in der Altstadt. Straßenstudien in der Neustadt; Hausstudien in der alten Stadt: Das alte Bürgerhaus, Der „Stil“ des alten Bürgerhauses; Hauseinzelheiten; Die Kirche; Das Rathaus, Andere öffentliche Gebäude. Hausstudien in der Neustadt. Studien in den Häusern. Wagen, Schiffe u. dgl. Die Menschen im fremden Ort.

3. Bändchen: In der freien Natur.

Zwecke der Kunststudien im Freien. Perspektive. Spiegelung. Hell und dunkel. Unser Sehen. Vom Gedankenmittelpunkt. Die Linien der Landschaft. Licht und Schatten. Die Farbe. Einfluß der Farbe auf unser Gefallen. Von der Eigenart des Künstlers und auch anderer Leute. Wahl des Standpunktes u. a. Menschen, Tiere u. dgl. Maltechnik. In ihren Mitteln beschränkte Techniken. Einfluß des Zweckes einer Landschaftsdarstellung. Naturstudien des Plastikers. Naturstudien des Kunstgewerblers. Naturstudien des Laien.

4. Bändchen: Wandern und Skizzieren.

Vorwort. Wandern und Skizzieren. Skizzen: Ortsbilder, Ortsgrundrisse, Straßen, Hausgrundrisse, Bauernhäuser, Stadthäuser, Hauseinzelheiten, Haus und Grün, Rathäuser, Türme u. dgl., Kirchen, Friedhöfe u. dgl., In Dorf und Feld, Gerät und Möbel, Wappen, Monogramme u. dgl.

5. Bändchen: Von alter zu neuer Heimatkunst.

Die Entdeckung der alten Heimatkunst. Wie unsere alte Heimatkunst entstand und unterging. Heimat und Bauernhaus. Heimat und Bürgerhaus, Kirche usw. Heimat und Hausinneres. Wie unsere alte Heimatkunst unterging. Reformgedanken der letzten Jahrzehnte. Der Gedanke der neuen Heimatkunst. Der Heimatkunstgedanke und die anderen Reformgedanken. Kann der Heimatkunstgedanke eine Modelaune sein? Der Weg zu neuer Heimatkunst. Ist neue Heimatkunst denkbar? Wie gehen wir den Weg zu neuer Heimatkunst? Heimatschutz. Unserer Väter Werke als Vorbilder. Wie lernen wir von alter Heimatkunst? Studium der heimatlichen Natur. Studium im heimatlichen Volkstum. Was ist zu erwarten und was ist schon geschehen? Bemerkungen zu den 73 Abbildungen.

Die Gegenwart, Berlin:

Als „Anleitung zu Kunststudien beim Spazierengehen“ habe ich ein trefflicheres Werk noch nicht kennen gelernt, da keines so durchsichtig in Aufbau und Methode, keines so leichtverständlich und wahrhaft unterhaltend und doch so umfassend zugleich war. Ich möchte das handliche kleine Werkchen in keinem deutschen Hause missen. Besonders Lehrer und Volksbildner, wie alle, die irgendwo und wie einmal dazu kommen könnten, in Gemeinde und Staat über Fragen der Baukunst und Heimatkunst mitzureden, zu raten und zu bestimmen, sollten das Lesen dieses Bändchens und das dringendste Weiterempfehlen nicht versäumen; sie werden viel Segen damit stiften und sich um die Heimatschönheit verdient machen.

Die Grenzboten, Leipzig:

Die „Kunstwanderbücher“ haben für unsere Bestrebungen auf dem Gebiete der Heimatkunde und Heimatkunst einen ganz besonderen Wert, weil sie ohne jede Vorbereitung von jedem einzelnen auf ihre Richtigkeit geprüft werden können. Man braucht nur auf die Straße oder vor die Stadt zu gehen, dies oder jenes Kapitel durchzulesen und dann selbst zu beobachten und die Augen richtig aufzumachen. Auf Schritt und Tritt stoßen wir auf Gegenstände, seien es Bauten oder Naturgebilde, die wir nach den Schwindrazheimschen Bemerkungen ganz anders zu beurteilen vermögen wie vielleicht bisher. Und darin liegt eben der große Gewinn und die Freudigkeit, etwas selbst zu sehen und zu entdecken, was man früher nicht beobachtet hat.

Tägliche Rundschau, Berlin:

Der besten einer, die für die Achtung vor unserer heimischen Kunst auch in ihren unscheinbarsten Äußerungen eintreten, ist Oskar Schwindrazheim. Nun will er in einer Folge von „Kunstwanderbüchern“ eine Anleitung geben „zu Kunststudien im Spazierengehen“. Wer in Deutschland reisen will, sollte sich von einem Cicerone wie Schwindrazheim zuvor sagen lassen, was es da alles zu sehen gibt.

Die Lehrerin in Schule und Haus, Leipzig:

Man weiß nicht recht, wem man’s am meisten ans Herz legen soll; dem Vater, der seinen Kindern Sonntags die Vaterstadt zeigt, um sie ihnen lieb und wert zu machen? dem Lehrer, der in Heimatkunde unterrichten soll? den Vätern der Stadt, die berufen sind, ihre alte Schönheit zu schützen und neue Schönheit zu schaffen? oder dem jungen Menschenkinde, das gern auf eigene Faust Entdeckungsreisen macht? oder dem alternden Junggesellen, der einsamen alten Jungfer, um ein freundliches Licht in ihre Seele zu werfen? Ihnen allen, und all denen auch, die ich nicht genannt, möchte ich das Büchlein ans Herz legen.

Wandern und Reisen, Freiburg i. Br.:

Mit einer Fülle neuer Anregung und geschärfter Genußfähigkeit treten wir den Heimweg an und sind den drei Bändchen, die uns so sehr bereichert, von Herzen dankbar. Wir wünschen recht vielen unserer Leser ein gleiches und deshalb empfehlen wir ihnen warm den Ankauf derselben.

Goethes Faust.
Erster Teil.

Mit Bildern und reichem Buchschmuck
von
Ernst Liebermann.

Gebunden in Geschenk-Einband M. 6.—
Vorzugs-Ausgabe auf Büttenpapier M. 12.—
Luxus-Ausgabe in Pergament-Band M. 20.—

Die „Kölnische Zeitung“ schrieb über die Ernst Liebermannsche Faust-Ausgabe:

„In Papier und Druck vollendet vornehm ausgestattet, erhält diese Ausgabe einen ganz besonderen Wert durch die Bilder und den Buchschmuck von Ernst Liebermann. Sinnvoll und von einfacher Klarheit in den symbolischen Darstellungen und den altdeutschen Charakter in den realistischen Szenen mit kräftigem Griffel kennzeichnend, sind diese Bildwerke ein glänzender Beweis für den außerordentlichen Fortschritt der modernen graphischen Kunst. Im Vergleich mit anderen Faustdarstellungen, wie etwa denjenigen Kaulbachs oder Krelings, geben sie sowohl in ihrer rein künstlerischen Kraft des Ausdrucks, wie namentlich auch in der Tiefe der künstlerischen Phantasie, die dem Dichter bildend nachgeht, ein höchst bemerkenswertes und überaus lehrreiches Bild einer völlig verwandelten Kunstkultur.“

Die „Neue Freie Presse“, Wien, schrieb:

„Der ‚Faust‘ hat in dieser Ausgabe schon äußerlich etwas Feierliches, Ernstes und Würdiges. Er erscheint wie ein Brevier, wie eine literarische Hausbibel, der ein besonderer Platz im Bücherkasten angewiesen und die mit einer gewissen Andacht hervorgeholt wird. Diesem Charakter des Buches entsprechen auch die Bilder und Verzierungen, die der Münchener Maler Ernst Liebermann gezeichnet hat und die durch ihre kräftige Holzschnittmanier dem großen, starken Frakturdruck entsprechen. Zu der äußeren Ausstattung stimmt auch der Leineneinband, der sehr einfach ist, aber dem Buche auch das Aussehen eines wertvollen Kodex gibt.“

Bibliothek wertvoller Memoiren.

Lebensdokumente hervorragender
Menschen aller Zeiten und Völker.

Herausgegeben in Verbindung mit

Prof. Dr. Carl Brockelmann, Leipzig Hofrat Prof. Dr. August Fournier, Wien — Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Karl Theodor von Heigel, München — Geh. Hofrat Prof. Dr. Karl Lamprecht, Leipzig — Prof. Dr. Karl Wenck, Marburg i./H.

von Dr. Ernst Schultze, Hamburg.

Der allgemeine Wert guter Memoiren ist von keiner Zeit deutlicher empfunden worden als der unsrigen. Für die Mehrzahl aller Gebildeten gilt heute mehr als je, was Goethe von sich über die starke Anziehungskraft berichtete, die „alles wahrhaft Biographische“ auf ihn ausübte.

Um so sonderbarer mag es anmuten, daß in keinem Lande der Welt seither der Versuch unternommen wurde, die wertvollsten Memoiren aller Zeiten und Völker in einem Sammelwerke zu vereinigen. Wohl gibt es Memoiren-Sammlungen verschiedener Art, aber eine umfassende Sammlung aus der ganzen Weltliteratur existiert noch nicht. Sie ist nicht leicht herzustellen — und je geringeren Umfang sie haben soll, desto schwerer. Aber sie kann von allergrößtem Interesse für jeden sein, für den die lebendige Schilderung von Vorgängen aus Geschichte und Kulturgeschichte Reiz besitzt.

Welche Schätze in diesen vergessenen Memoiren schlummern, das zeigen schon einige der ersten Bände dieser Sammlung. Hoffentlich erregen sie das gewünschte Interesse und erfüllen damit ihren Zweck: die Neigung für die Beschäftigung mit Geschichte und Kulturgeschichte zu stärken und Hunderten Wissensdurstiger Stunden interessanter Belehrung zu verschaffen.

Von der
Bibliothek wertvoller Memoiren
erschienen bis jetzt folgende Bände:

Band 1: Reisen des Venezianers Marco Polo im 13. Jahrhundert. Bearbeitet von Dr. Hans Lemke, Berlin. 543 Seiten. 3.-5. Tausend.

Band 2: Deutsches Bürgertum und deutscher Adel im 16. Jahrhundert. Erinnerungen des Stralsunder Bürgermeisters Bartholomäus Sastrow und des schlesischen Ritters Hans von Schweinichen. Bearbeitet von Dr. Max Goos, Hamburg. 324 Seiten.

Band 3: Aus der Dekabristenzeit. Erinnerungen hoher russischer Offiziere von der Militär-Revolution des Jahres 1825 (Jakuschkin, Obolenski, Wolkonski). Bearbeitet von A. Goldschmidt, Berlin. 382 Seiten.

Band 4: Die Eroberung von Mexico. Drei eigenhändige Berichte von Ferdinand Cortez an Kaiser Karl V. Bearbeitet von Dr. Ernst Schultze. Mit Bildern und Plänen. 645 Seiten.

Band 5: Die Erinnerungen des Grafen Paul Philipp von Ségur, Adjutanten Napoleons I. Bearbeitet von Friedrich M. Kircheisen, Genf. Mit Kartenskizzen im Text. 472 Seiten.

Band 6: Erinnerungen aus dem indischen Aufstand 1857/58. Von Lady Inglis und Sergeant Forbes-Mitchell. Bearbeitet von Elisabeth Braunholtz, Cambridge. Mit Bildern und Plänen. 376 Seiten.

Band 7: Memoiren aus dem spanischen Freiheitskampfe 1808/11. Bearbeitet von Friedrich M. Kircheisen, Genf. 506 Seiten.

Band 8: Am Rande der Kulturwelt. Briefe und Tagebuchblätter des Generals Charles Gordon of Khartum. Ausgewählt und übersetzt von Dr. Max Goos, Hamburg. 455 Seiten.

Band 9: Die Memoiren Garibaldis. Ein Auszug aus seinen Tagebüchern. Bearbeitet vom Kgl. Archivdirektor Prof. Dr. Walter Friedensburg, Stettin. 452 Seiten. Mit Porträt Garibaldis.

Band 10: Feldzugserinnerungen aus dem Kriegsjahre 1809. Bearbeitet von Friedrich M. Kircheisen, Genf. 387 Seiten.

Band 11: Der Tiroler Volksaufstand des Jahres 1809. Erinnerungen des Priesters Joseph Daney. Bearbeitet von Joseph Steiner, Innsbruck. 400 Seit.

Preis und Vorzugspreis
siehe die nächstfolgende Seite.

Bibliothek denkwürdiger Reisen

Erzählungen über berühmte Reisen
aus der Feder von Teilnehmern.

Herausgegeben in Verbindung mit

Wirkl. Geheimrat M. v. Brandt, Exzellenz, Weimar — Prof. Dr. Siegmund Günther, München — Prof. Dr. Eugen Oberhummer, Wien — Prof. Dr. Siegfried Passarge, Hamburg — Hofrat Prof. Dr. Franz Ritter von Wieser, Innsbruck

von Dr. Ernst Schultze, Hamburg.

Es ist eine auffallende Erscheinung, daß trotz des großen Interesses, welches das deutsche Volk von jeher allen Reisen und Entdeckungen in fremden Ländern und Weltteilen entgegengebracht hat, dennoch im ganzen Laufe des 19. Jahrhunderts keine einzige großzügige Sammlung berühmter Reisen in Deutschland erschienen ist, während im 18. Jahrhundert mehrere solche Sammlungen einen großen und eifrigen Leserkreis fanden.

Diesem Mangel in unserer Literatur soll nun durch die „Bibliothek denkwürdiger Reisen“ abgeholfen werden. Eine Anzahl der hervorragendsten Fachgelehrten hat dem Herausgeber der Sammlung ihre Unterstützung geliehen. Es ist daher wohl zu erwarten, daß sie ihren wichtigen Zweck erfüllen wird: das Interesse für denkwürdige Reisebeschreibungen anzuregen und die hervorragendsten Großtaten auf geographischem Gebiete in den Schilderungen der Teilnehmer selbst der Gegenwart lebendig vor Augen zu führen.

In der
Bibliothek denkwürdiger Reisen
erschienen bisher folgende Bände:

Band 1: Die Weltumseglungsfahrten des Kapitäns James Cook. Auszug aus seinen Tagebüchern. 554 Seiten mit 8 Bildern und einer Karte. Bearbeitet von Dr. Edwin Hennig, Berlin.

Band 2: Die Erschließung Japans. Erinnerungen des Admirals Perry von der Fahrt der amerikanischen Flotte 1853/54. Bearbeitet von Privatdozent Dr. A. Wirth, München und Dr. Adolf Dirr, Tiflis. 376 Seiten. Mit 6 Bildern.

Band 3: Aus dem Lande der lebenden Buddhas. Die Erzählungen von der Mission George Bogle’s nach Tibet und Thomas Mannings Reise nach Lhasa (1774 und 1812). 480 Seit. Mit 4 Bildern und 1 Karte. Übersetzt und mit einer Einleitung und mit Anmerkungen versehen von M. von Brandt, Exzellenz, Weimar.

Band 4: Auf der Suche nach dem Goldlande. Erzählungen deutscher Südamerikafahrer des 16. Jahrhunderts (Nicolaus Federmann, Philipp von Hutten, Ulrich Schmiedel, Hans Staden). Bearbeitet von Dr. Ernst Schultze, Hamburg. Mit Bildern. Erscheint 1911.

Band 5: Die Reise des Arabers Ibn Batuta durch Indien und China. (14. Jahrhundert.) Bearbeitet von Dr. Hans von Mzik, Wien. Erscheint im Herbst 1910.


Der Preis jedes Bandes der „Bibliothek denkwürdiger Reisen“ sowohl wie der „Bibliothek wertvoller Memoiren“ ist einheitlich auf M. 6.— geheftet u. M. 7.— gebunden festgesetzt.

Vorzugspreis: Wer sich zur Abnahme von 4 Bänden verpflichtet, also ein Abonnement auf 4 Bände nimmt (die völlig frei aus den schon erschienenen oder noch erscheinenden Bänden einer der beiden Sammlungen, auch gemischt, ausgewählt werden können), erhält einen besonderen Vorzugspreis.

Es kosten dann pränumerando:

4 Bände gebunden nur M. 22.— statt M. 28.—
4   geheftet     20.—     24.—

In der Regel sollen die neuen Bände jeder der beiden Sammlungen in Abständen von etwa 4 Monaten erscheinen. Allen Abonnenten wird von dem Erscheinen eines neuen Bandes 14 Tage vorher Mitteilung gemacht; auch werden ihnen regelmäßig Zuschickungen über die neu in Aussicht genommenen Bände zugehen.


Über die Luxus-Ausgaben einzelner Bände befinden sich nähere Angaben in dem illustrierten Sonder-Prospekt über die „Bibliothek wertvoller Memoiren“ und „Bibliothek denkwürdiger Reisen“, der auch ausführliche Auszüge aus Besprechungen enthält und auf Wunsch gern kostenlos zugesandt wird.

Schöne Literatur.

Aeckerle, H.: Stille Wasser. Novellen. 170 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Aeckerle, H.: Prismen. Weihnachtl. Geschichten. 220 Seiten. Preis geheftet 3 M., geb. 4 M.

Korolenko, Wladimir: Im fremden Lande. Auswanderer-Roman. Deutsch von Adda Goldschmidt und H. Aeckerle. 239 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Loewenberg, J.: Stille Helden. Novellen. 223 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Einbandzeichnung zu: Waltharilied. Der arme Heinrich. Lieder der alten Edda.

Maurer, Amalie: Gedichte einer Mutter. Mit Bildern von Ernst Liebermann. Pr. gb. 3 M.

Rosen, Erwin: Der König der Vagabunden. Lustige Geschichten von amerikanischem Gelichter. 192 S. Pr. geh. 3 M., geb. 4 M.

Scharlau, Willy: Hauptmann Althaus. Roman eines Offiziers. 360 S. Preis geheftet 4 M., geb. 5 M.

Einbandzeichnung zu: Venezianische Novellen von Adolf Stern.

Stern, Adolf: Venezianische Novellen. Mit Einbandzeichnung von Richard Lipps, München. 245 S. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Stern, Adolf: Die Sängerin von Santa Maria dell’Orto und andere Novellen. 346 Seiten. Preis geh. 3 M., geb. 4 M.

Als Einzeldruck aus diesem Bande:

Stern, Adolf: Maria vom Schiffchen. Römische Novelle. Mit Einbandzeichnung von Richard Lipps, München. 74 Seiten. Preis geheftet 1 M., geb. 1.50 M.

Waltharilied. Der arme Heinrich. Lieder der alten Edda. Übersetzt von den Brüdern Grimm. Mit Buchschmuck von Ernst Liebermann. 180 S. gr. 8°. Preis gebunden 5 M. Luxus-Ausgabe in Pergament-Band 20 M.

Weiß, Hedwig: Weihnachtsbuch. Illustriert. Jedes Exemplar von der Künstlerin selbst durchgesehen. Preis geb. 5 M.

Wilda, Johannes: Kriegsflagge und Fischersegel. Novellen aus dem Seeleben. Band 1: Kadetten- und Kapitäns-Abenteuer. 184 Seiten. Band 2: Boots- und Bord-Novellen. 188 Seiten. Jeder Band geheftet 2.50 M., gebunden 3.50 M.

Wister, Owen: Novellen aus dem Abenteurerleben des Wilden Westens. Ins Deutsche übertragen von Adda Goldschmidt. 240 Seiten. Geheftet 2 M., gebunden 3 M.

Plattdeutsches.

Garbe, Robert: Görnriek. Gedichten för Jungs un Deerns. Biller von Oskar Schwindrazheim. Preis geheftet 0.80 M., geb. 1 M.

Meier, Heinrich: De rechte Schaul. Erzählung. Preis geheftet 1.50 M., geb. 2.50 M.

Poeck, Wilhelm: De Herr Innehmer Barkenbusch und andere Geschichten von der Waterkant. Mit Buchschmuck von O. Schwindrazheim, Hamburg. 186 S. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Poeck, Wilhelm: In de Ellernbucht. En Geschicht von de Hamborger Waterkant. 448 Seiten. Preis geheftet 4 M., gebunden 5 M.

Stavenhagen, Fritz: Grau und Golden. Hamburger Geschichten und Skizzen. Mit Buchschmuck. 178 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Stavenhagen, Fritz: Mudder Mews. Niederdeutsches Drama in 5 Akten. 121 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Stavenhagen, Fritz: Jürgen Piepers. Niederdeutsches Volksstück in 5 Akten. Mit Buchschmuck. 165 Seiten. Preis geheftet 3 M., geb. 4 M.

Stavenhagen, Fritz: Der Lotse. Hamburger Drama in 1 Akt. 50 Seiten. Preis geheftet 1 M., geb. 2 M.

Stavenhagen, Fritz: De dütsche Michel. Niederdeutsche Bauernkomödie in 5 Akten. Mit Buchschmuck v. Oskar Schwindrazheim, Hamburg. 154 Seiten. gr. 8°. Preis geheftet 3 M., gebunden 4 M.

Stavenhagen, Fritz: De ruge Hoff. Niederdeutsche Bauernkomödie in 5 Akten. 144 Seiten. Preis geheftet 2.50 M., geb. 3.50 M.

Allgemeinverständliche wissenschaftliche Literatur.

Classen, W. F.: Großstadtheimat. Beobachtungen zur Naturgeschichte des Großstadtvolkes. Mit Einbandzeichnung von O. Schwindrazheim, Hamburg. 244 Seiten. Preis geheftet 3 M., geb. 4 M.

Classen, W. F.: Vom Lehrjungen zum Staatsbürger. Zur Naturgeschichte unserer heranwachsenden Jugend. 114 Seiten. Geheftet 1.60 M., geb. 2.25 M.

Grimm, Jakob: Auswahl aus den Kleinen Schriften. Herausgegeben und mit Einleitung versehen von Dr. Ernst Schultze. Mit Bildnis Grimms. 286 Seiten. Preis geh. 2 M., geb. 3 M.

Als Einzeldruck aus diesem Bande:

Grimm, Jakob: Rede auf Schiller. Mit Bildnis Schillers von Gerhard von Kügelgen. 32 Seiten. Preis geheftet 50 Pf., geb. 1 M.

Hennig, Dr. Richard: Wunder und Wissenschaft. Eine Kritik und Erklärung der okkulten Phänomene. 247 Seiten. Preis geheftet 3 M., geb. 4 M.

Hennig, Dr. Richard: Der moderne Spuk- und Geisterglaube. Eine Kritik und Erklärung der spiritistischen Phänomene. 2. Teil des Werkes „Wunder und Wissenschaft“. 367 Seiten. Preis geheftet 4 M., geb. 5 M.

Loewenberg, Dr. J.: Deutsche Dichter-Abende. Eine Sammlung von Vorträgen über neuere deutsche Literatur. Mit Bildnis Liliencrons. 200 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Als Einzeldruck aus diesem Bande:

Loewenberg, Dr. J.: Detlev von Liliencron. Mit Bildnis Liliencrons. 32 Seiten. Preis geheftet 50 Pf., geb. 1 M.

Schultze, Dr. Ernst: Aus dem Werden und Wachsen der Vereinigten Staaten. (Kulturgeschichtliche Streifzüge, Band 1.) 224 Seiten. Preis geheftet 2 M., gebunden 3 M.

Aus einer längeren Besprechung in der „Deutschen Literaturzeitung“:

„Die Arbeit des Verfassers hat in einer der ersten, wenn nicht der besten amerikanischen Wochenschrift, dem „Outlook“, eine sehr günstige Beurteilung gefunden, und der Kritiker empfiehlt sogar eine möglichst baldige Übersetzung des Buches ins Englische, da es eine besonders interessante Übersicht jetzt bestehender Zustände gibt. Dies Lob ist verdient.“

„In ihren einfachen, allen Übertreibungen fernbleibenden Schilderungen tatsächlicher Verhältnisse müssen diese Skizzen zu dem Besten gezählt werden, was über die Vereinigten Staaten in den letzten Jahren veröffentlicht worden ist.“

Weimar.

M. v. Brandt, Kaiserl. Gesandter a. D.

Bücher über Pädagogik und Volksbildung.

Archiv für das Volksbildungswesen aller Kulturvölker. Herausgegeben von Dr. Ernst Schultze und Prof. G. Hamdorff. Band 1. 352 Seiten. Preis geheftet 5 M., geb. 6 M.

Bilder aus dem Kinderleben des Pestalozzi-Fröbelhauses zu Berlin. Reich illustriert. 95 Seiten. Preis geheftet 1 M.

Lieder und Bewegungsspiele. Für das Pestalozzi-Fröbelhaus zu Berlin gesammelt, bearbeitet und herausgegeben von Else Fromm. Mit Noten. 215 Seiten. 3. Auflage. Preis gebunden 2.50 M.

Loewenberg, Dr. J.: Geheime Miterzieher. Studien und Plaudereien für Eltern und Erzieher. 5. Auflage. Preis geheftet 1.50 M., geb. 2.50 M.

Schultze, Dr. Ernst: Freie öffentliche Bibliotheken (Volksbibliotheken und Lesehallen). Illustriert. 362 Seiten. Preis geh. 6 M., geb. 7 M.

Schultze, Dr. Ernst. Die Volksbildung im alten und im neuen Jahrhundert. 28 Seiten. Preis geheftet 0.50 M.

Schultze, Dr. Ernst: Volksbildung und Kneipenleben. 16 Seiten. Preis geheftet 0.20 M.

Schultze, Dr. Ernst: Volksbildung und Volkswohlstand. Eine Untersuchung ihrer Beziehungen. 84 Seiten. Preis geheftet 2 M., geb. 3 M.

Ausführliche illustrierte Prospekte mit Auszügen aus Besprechungen versendet der Verlag gern unberechnet und portofrei. Ebenso benachrichtigt er Interessenten mit Vergnügen fortlaufend über sämtliche Neuerscheinungen.

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