Heller Himmel, blau und golden,
Lerchenschlag, Pirolensang,
Lockten mich mit meiner Holden
Nach umbuschten Bergeshang.
Wie berauscht vom Wonnemorgen,
Plaudernd bald, und singend bald,
Streiften wir ganz ohne Sorgen
Immer tiefer in den Wald.
Und schon trieb die muntere Heerde
Blasend ein der ferne Hirt,
Da – macht' Etwas uns Beschwerde;
Denkt! wir hatten uns verirrt.
Alles war so lau und luftig,
Gleich dem Sammte schien das Gras,
Maien wehten, ach! so duftig –
Doch, zu hungern, ist kein Spaß!
»Laß an Drei und Vier uns halten;«
Sprach ich – »der steht Felsenfest
An ein unbekanntes Walten,
Schützend selbst des Sperlings Nest.«
»»Magst mir's, wenn ich satt bin, sagen;« –
Meinte, schlecht erbaut, mein Kind! –
»Doch, sieh' dort den Meiler ragen;
Laß zu ihm uns gehn geschwind.««
Ob wir gleich den Lauf begannen,
Eifrig suchten kreuz und quer,
Sah'n wir, ob der hohen Tanne,
Doch nun selbst den Rauch nicht mehr.
Bald – wie einst der schwarz Rabe
Fütternd zum Propheten kam,
Bot von Eins und Zwei ein Knabe;
Erdbeer' uns und Brod und Rahm.
Von der treuen Ersten Hütte
Wählten wir den Speisesaal;
Milch und Brod in ihrer Mitte
Mahnt' uns an ein fröhlich Mahl.[114]
Doppelt schien der Wald nun luftig,
Noch einmal so grün der Grund,
Auch die Tanne weht' uns duftig,
Glas an Glas und Mund an Mund!
»Siehst Du, Kind!« – so rief ich fröhlich –
»Daß der Letzte nicht verläßt;
Woll'n an ihm, – dann sind wir seelig –
Gleich, der Ersten, halten fest!« –
F. K.
Den Schlüssel hier zur Schraube
Giebt zwar – der Köhlerglaube, –
Doch nimm ihn nicht sogleich als baare Münze hin,
Prüf' lieber erst genau, bis Du erspähst den Sinn!
Dann schlage hier noch nach, triffts hier auch glücklich ein?
So war die Freude groß und – nirgends leerer Schein! –
So prüf' gefälligst auch die Prosa dieser Schrift
Und sprich nicht gleich zuvor die schrieb gewiß kein Swift! –
Ist dir dann manches neu, doch der Geschichte treu gewesen,
Dann bitte, nimm es an, als Deiner Nachsicht werth zum Lesen. –