Lied für die Trinitatiszeit.

Heilig, Heilig, Heilig, ist der Herr Zebaoth.

Hochheilige Dreieinigkeit,

Die Du so süss und milde

Mich hast geschaffen in der Zeit

Zu deinem Ebenbilde:

Ach, dass ich Dich von Herzensgrund

Doch lieben möchte alle Stund!

Drum komm doch und zeuch ein bei mir,

Mach Wohnung und bereit mich Dir.

O Vater, nimm ganz kräftig ein

Das sehnende Gemüthe;

Mach es zu deinem innern Schrein

Und deiner stillen Hütte;

Vergieb, dass meine Seele sich

So oft zerstreuet jämmerlich;

Versetze sie in deine Ruh,

Dass nichts in ihr sei als nur Du.

Gott Sohn, erleuchte den Verstand

Mit deiner Weisheit Lichte;

Vergieb, dass er sich oft gewandt

Zu eitelem Gedichte:

Lass Thun und Denken nur allein

Auf Dich hinfort gerichtet sein;

Zeuch mich, dass ich hier allbereit

Entreisse mich vom Tand der Zeit.

O heilger Geist, Du Liebesfeur,

Entzünde meinen Willen;

Stärk ihn, komm mir zu Hülf und Steur,

Den deinen zu erfüllen:

Vergieb, dass ich so oft gewollt

Was ich als sündlich nicht gesollt;

Verleih, dass ich mit reiner Brunst

Dich ewig lieb und deine Gunst.

O heilige Dreieinigkeit,

Führ mich nur ganz von hinnen;

Richt zu dem Lauf der Ewigkeit

Die Seel und alle Sinnen:

Vereinge mich, und lass mich hier

Eins mit Dir sein, dass ich mit Dir

Auch dort sei in der Herrlichkeit,

O heiligste Dreieinigkeit.

Johann Angelus. 1624-1677.

Hymn for Trinity Sunday.

Holy, Holy, Holy, is the Lord of Hosts.

Isa. vi. 3.

Most high and holy Trinity!

Thou God of all Compassion!

Who, in Thy Godhead’s Likeness, me

From nothing once didst fashion;

Oh! that my secret soul might be

Filled only with the Love of Thee!

Do Thou Thyself my heart prepare,

Then come and make Thy Dwelling there.

Bend, Father, with a force divine,

To Thee each inclination;

And make my soul Thine inmost shrine,

And peaceful habitation.

Forgive me, Lord, that day by day,

Vain joys have drawn my heart astray;

Now filled with Thee, let nought beside

O Father! in my soul abide.

O God the Son! Thy Truth make plain,

With That my mind awaken;

Forgive, that oft by fictions vain

It has been captive taken;

Henceforth let every deed and thought

Into Thy Service, Lord, be brought;

Draw me to Thee, and Grace bestow,

To wean me from the joys below.

O Holy Ghost! Thou Fire of Love,

My slothful will inflaming,

Thy Work to do, Thy Will to prove,

Let me be ever aiming:

Forgive me, that my wayward mind

So oft to sin has been inclined;

Now let me in Thy Favour rest,

Thy Love implanted in my breast.

Most high and holy Trinity!

Lead me from earth to Heaven;

To Thee and to Eternity

Let all my thoughts be given:

Oh! make me one with Thee below,

That when from earth’s dark scenes I go,

In Glory I may dwell with Thee,

Most high and holy Trinity!

Tauflied.

Lasset die Kindlein zu mir kommen, und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.

Liebster Jesu, hier sind wir,

Deinem Worte nachzuleben:

Dieses Kindlein kommt zu Dir,

Weil Du den Befehl gegeben,

Dass man sie zu Christo führe,

Denn das Himmelreich ist ihre.

Ja, es schallet allermeist

Dieses Wort in unsern Ohren:

Wer durch Wasser und durch Geist

Nicht zuvor ist neu geboren,

Wird von Dir nicht aufgenommen,

Wird in Gottes Reich nicht kommen.

Darum eilen wir zu Dir,

Nimm das Pfand von unsern Armen;

Tritt mit deinem Glanz herfür

Und erzeige dein Erbarmen,

Dass es dein Kind hier auf Erden

Und im Himmel möge werden.

Mache Licht aus Finsterniss,

Setz es aus dem Zorn zur Gnade;

Heil den tiefen Schlangenbiss,

Durch die Kraft im Wunderbade;

Vor des heilgen Geistes Wehen

Lass den Sündenwust vergehen.

Hirte, nimm dein Schäflein an,

Haupt, mach es zu deinem Gliede;

Himmelsweg, zeig ihm die Bahn,

Friedefürst, schenk ihm den Friede,

Weinstock, hilf, dass diese Rebe

Auch im Glauben Dich umgebe.

Nun wir legen an dein Herz

Was von Herzen ist gegangen;

Führ die Seufzer himmelwärts,

Und erfülle das Verlangen:

Ja, den Namen, den wir geben,

Schreib ins Lebensbuch zum Leben.

Benjamin Schmolck. 1672-1737.

Baptismal Hymn.

Suffer the little children to come unto Me, and forbid them not; for of such is the kingdom of God.

St. Mark, x. 14.

Jesus, Lord, Thy servants see,

Yielding here obedience willing;

Lo! this infant comes to Thee,

Thus Thy mandate blest fulfilling:

’Tis for such, Thyself declarest,

Thou the Kingdom now preparest.

Loudly sounds Thy warning plain,

Us with holy fear imbuing,

“He must here be born again,

Heart and mind and life renewing,

Born of water and the Spirit,

Who My Kingdom will inherit.”

Take the pledge we offer now,

To Thy font baptismal hastening;

Make him, Lord, Thy child below,

Let him feel Thy tender chastening,

That he here may love and fear Thee,

And in heaven dwell ever near Thee.

Let Thy Light from darkness shine,

Grace instead of wrath revealing,

Through the water’s power divine,

Satan’s venomed death-sting healing;

Make his soul Thy Spirit’s dwelling,

By His Breath all sin expelling.

Prince of Peace, Thy Peace bestow,

Shepherd, to Thy sheep-fold take him,

Way of Life, his pathway shew,

Head, Thy living member make him,

Vine, abundant fruit providing,

Keep this branch in Thee abiding.

Lord of Grace! to Thee we cry,

Filled our hearts to overflowing;

Heavenward take the burdened sigh,

Blessings on the babe bestowing:

Write the name we now have given,

Write it in the Book of Heaven.

Lied zur Heiligen Communion.

Wer mein Fleisch isset, und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben.

Mein Jesu, der Du vor dem Scheiden,

In deiner letzten Trauernacht,

Uns hast die Früchte deiner Leiden

Im Mahl des neuen Bunds vermacht:

Es preisen gläubige Gemüther

Dich, Stifter dieser hohen Güter.

So oft wir dieses Mahl geniessen,

Wird dein Gedächtniss bei uns neu,

Und neue Lebensströme fliessen

Uns zu von deiner Lieb und Treu:

Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen

Erneuern sich in unsern Herzen.

Es wird dem zitternden Gewissen

Ein neues Siegel aufgedrückt,

Dass unser Schuldbrief sei zerrissen,

Dass unsre Handschrift sei zerstückt,

Dass wir Vergebung unsrer Sünden

In deinen blutgen Wunden finden.

Das Band wird inniger geschlungen,

Das Dich und uns zusammenfügt;

Die Liebe, die uns schon durchdrungen,

Zu Dir, o Heiland, steigt und siegt:

Wir werden neu in solchen Stunden

Mit Dir zu Einem Geist verbunden.

Diess Brod kann wahre Nahrung geben,

Diess Blut erquicket unsern Geist.

Es mehrt sich unser innres Leben,

Wenn unser Glaube dich geneusst:

Wir fühlen neue Kraft und Stärke

In unserm Kampf und Glaubenswerke.

Wir treten in genaure Bande

Mit deines Leibes Gliedern ein,

Mit denen wir im Bundeslande

Ein Herz und Eine Seele sein:

Der Geist muss mehr zusammenfliessen,

Da wir Ein Fleisch und Blut geniessen.

Dein Fleisch muss uns zum Pfande dienen,

Dass unser Fleisch, so schwachheitvoll,

Einst herrlich aus dem Staube grünen

Und unverweslich werden soll;

Ja, dass Du uns ein ewig Leben

Nach dieser Pilgerzeit wirst geben.

O theures Lamm, so edle Gaben

Hast Du in dieses Mahl gelegt!

Da wir Dich selbst zur Speise haben,

Wie wohl ist unser Geist gepflegt!

Diess Mahl ist unter allen Leiden

Ein wahrer Vorschmack jener Freuden.

Johann Jacob Rambach. 1693-1735.

Hymn for Holy Communion.

Whoso eateth My Flesh and drinketh My Blood, hath eternal Life.

St. John, vi. 54.

O Lord, Who on that last sad eve,

Ere Thou didst die to save our race,

The fruits of this Thy Death didst leave

In our New-covenant Meal of Grace;

For this, of all Thy Gifts the best,

Thy Holy Name be praised and blest!

New life, through Thy life-giving Blood,

This Sacramental Cup bestows;

We take and eat this hallowed Food,

And call to mind Thy dying Woes;

Thy Wounds, Thy Cross, Thy bitter Pain,

Our thoughts recall them each again.

We hail an added Sign and Seal,

Anew on burdened hearts impressed,

That Thy deep Wounds our wounds can heal;

Thy Love has set our fears at rest,

Cancelled the debt we could not pay,

Torn up and thrown the bond away.

The cords more firmly here we tie,

That close with Thee our souls unite;

The flame of Love mounts up on high,

And rules with all-subduing might:

This sacred Rite can grace afford,

To make us one with Thee, O Lord.

With strength anew from Thee derived,

The strength Thy Flesh and Blood impart,

Here feels his inner life revived

Each guest who comes with faithful heart;

With fresh resolve once more begin

The works of Faith, the wars with sin.

With all Thy members, Christ our Head,

We cherish thus communion sweet;

To drink One Cup, to eat One Bread,

This makes our union more complete:

One Soul unites our brother-band,

Possessors of this Covenant land.

Thy Flesh a solemn pledge conveys,

That our weak flesh, though here it dies,

Like herbs brought forth by dews and rays,

A glorious body shall arise,

Which, when this pilgrim state is o’er,

Shall live with Thee for evermore.

O Lamb of God, such precious gifts

Are in this holy Banquet stored,

The soul from earth to heaven it lifts,

In faith to feed at this Thy Board:

How high the Feast, the gain how vast,

Where Thou Thyself art our Repast.

Trauungslied.

Der Herr segne dich und behüte dich:

Er erleuchte sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Erhebt euch, frohe Jubellieder,

Zu Gottes lichtem Thron empor;

Es hört, es neigt zu uns hernieder

Der Weltenherr sein Vaterohr:

Gott, der da ist, sein wird und war,

Gott, segne dieses neue Paar.

Ja, möge Gott euch beide segnen,

Mög Er, ohn Den kein Haupthaar fällt,

Mit Licht und Kraft euch stets begegnen,

Beim Gang durch diese dunkle Welt:

Gott, segne dieses neue Paar,

Sei mit ihm heut, seis immerdar.

Lasst euch vom Worte Gottes leiten,

Nach Christus bildet euren Sinn,

Stets eingedenk der Ewigkeiten;

Dort führt das Pilgerleben hin:

Gott, segne dieses neue Paar,

Sei mit ihm heut, seis immerdar.

Schämt euch nicht, Gott um Gnad zu flehen,

Ohn Den euch keine Freude blüht;

Seid nicht zu träg vor Gott zu stehen,

Bis ihr in Liebe zu Ihm glüht:

Gott, segne dieses neue Paar,

Sei mit ihm heut und immerdar.

Wohlan, ergreift mit Gottes Freude

Und voll Vertraun den Pilgerstab,

Dass euch nichts von einander scheide,

Von Gott nichts bis ins stille Grab:

Gott, segne dieses neue Paar,

Sei mit ihm heut und immerdar.

Wohlan, es sei mit euch der Friede,

Die treuste Liebe Lebenslang;

Beim Morgen- und beim Abendliede

Stärkt täglich euch im Christengang:

Gott, segne dieses neue Paar,

Sei mit ihm heut und immerdar.

Wohlan, sprecht nun: Herr, wir geloben

Dir ewge Treue, Hand in Hand!

Bis wir Dich schauen einst dort oben

In jenem selgen Heimathland:

Gott der da ist, sein wird und war,

Sei mit euch heut, seis immerdar.

Ungenannt.

Wedding Hymn.

The Lord bless thee, and keep thee; the Lord make His face shine upon thee, and give thee peace.

Numb. vi. 24-26.

Rise high, ye notes, a glad ovation,

To God’s bright Throne, with accents clear;

The Author blest of man’s creation

Now lends our song a Father’s ear;

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

O’er each event of life presiding,

May God rich gifts on both bestow,

With heavenly light your footsteps guiding,

As through the world’s dark wild ye go;

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

By God’s own Word each action measure,

And follow Christ in earnest race;

Still fix your hearts on Heavenly Treasure,

This pilgrim life fleets on apace.

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

Together bend, God’s grace imploring,

Or no true joy your love will know;

Your voices blend, His Name adoring,

Till Love to God each heart o’erflow;

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

With cheerful faith in God confide ye,

The pilgrim’s staff with courage take,

And, till the silent grave divide ye,

God and each other ne’er forsake;

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

May peace and love, your lives adorning,

Attend you all your course along;

Your Christian walk, each night and morning,

More steadfast make with prayer and song;

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

Together now your voices raising,

Vow truth to God, hand joined in hand.

Till, on His Glories ever gazing,

Ye meet in heaven’s own happy land;

Eternal Lord of heaven above,

Look down and bless their plighted love.

Des Sterbenden Christens Lebewohl.

Ich habe Lust abzuscheiden,

Und bei Christo zu sein.

Geht nun hin und grabt mein Grab,

Denn ich bin des Wanderns müde,

Von der Erde scheid ich ab,

Denn mir ruft des Himmels Friede,

Denn mir ruft die süsse Ruh

Von den Engeln droben zu.

Geht nun hin und grabt mein Grab,

Meinen Lauf hab ich vollendet;

Lege nun den Wanderstab

Hin, wo alles Irdsche endet;

Lege selbst mich nun hinein

In das Bette sonder Pein.

Was soll ich hienieden noch

In dem dunkeln Thale machen?

Denn wie mächtig, stolz und hoch

Wir auch stellen unsre Sachen,

Muss es doch wie Sand zergehn,

Wann die Winde drüber wehn.

Darum, Erde fahre wohl,

Lass mich nun in Frieden scheiden!

Deine Hoffnung, ach! ist hohl,

Deine Freuden selber Leiden,

Deine Schönheit Unbestand,

Eitel Wahn und Trug und Tand.

Darum letzte gute Nacht,

Sonn und Mond und liebe Sterne,

Fahret wohl mit eurer Pracht!

Denn ich reis’ in weite Ferne,

Reise hin zu jenem Glanz,

Worin ihr verschwindet ganz.

Ihr, die nun in Trauren geht,

Fahret wohl, ihr lieben Freunde:

Was von oben niederweht,

Tröstet ja des Herrn Gemeinde;

Weint nicht ob dem eitlen Schein,

Droben nur kann ewig sein.

Weinet nicht, dass nun ich will

Von der Welt den Abschied nehmen,

Dass ich aus dem Irrthum will,

Aus den Schatten, aus den Schemen,

Aus dem Eitlen, aus dem Nichts

Hin ins Land des ewgen Lichts.

Weinet nicht, mein süsses Heil,

Meinen Heiland hab ich funden,

Und ich habe auch mein Theil

In den warmen Herzenswunden,

Woraus einst sein heilges Blut

Floss der ganzen Welt zu Gut.

Weint nicht! mein Erlöser lebt;

Hoch vom finstern Erdenstaube

Hell empor die Hoffnung schwebt,

Und der Himmelsheld, der Glaube,

Und die ewge Liebe spricht:

Kind des Vaters, zittre nicht!

Ernst Moriz Arndt. 1769-1860.

The dying Christian’s Farewell.

I have a desire to depart, and to be with Christ.

Phil. i. 23.

Go! and let my grave be made—

Tired and weary now with straying,

I farewell to earth have said,

Heaven’s call to peace obeying:

Calls me now the happy rest

Of the angels ever blest.

Go! and let my grave be made,

Since my days are now expended;

Let the prilgrim’s staff be laid

Where all earthly things are ended:

Then lay me too, even me,

In the bed from anguish free.

In the darksome valley, why

Find delight or occupation?

Since however great or high,

Proud or rich, may be our station,

All away, like sand, shall flit,

When the wind blows over it.

Therefore earth, farewell I say,

False the hopes from thee we borrow!

Let me now in peace away—

E’en thy very joy is sorrow;

Fleeting is thy beauty’s glow,

Vain deceit and empty show.

Therefore, now a last good-night!

Sun, and moon, and stars of fire,

Farewell, all your splendour bright!

Higher now I soar, far higher,

Where will dawn such glorious day,

Ye will vanish quite away.

Fare ye well, beloved friends!

Ye whose tears so fast are flowing;

God for all will make amends,

Since our griefs are His bestowing:

Weep not joys that ne’er endure,

Heavenly joy alone is sure.

Weep not that I now farewell

Bid the world and all its errors,

Far from vain deceits to dwell,

Far from darkness, far from terrors:

Weep not that I take my flight

Toward the land of endless light.

Weep not—lo! my Saviour there,

Mercy to my soul revealing;

I too have obtained a share

In His Heart’s deep wounds so healing,

Whence the Holy Fountain streamed,

Which this sinful world redeemed.

Weep not—my Redeemer lives—

High above dark earth ascending,

Hope her heavenly comfort gives;

Faith stands by, her shield extending;

Love eternal whispers near,

‘Child of God, no longer fear.’

Beim Begräbniss eines Kindes.

Selig sind die Todten,

die in dem Herrn sterben.

So hab ich obgesieget,

Mein Lauf ist nun vollbracht:

Ich bin gar wohl vergnüget,

Zu tausend guter Nacht!

Ihr aber, meine Lieben,

Thut nicht so ängstiglich:

Was wollt ihr euch betrüben?

Stehts doch sehr gut um mich.

Fahr hin, o Angst und Schmerzen,

Fahr immer, immerhin!

Ich freue mich von Herzen,

Dass ich erlöset bin:

Ich leb in tausend Freuden

In meines Schöpfers Hand;

Mich trifft und rührt kein Leiden,

So dieser Welt bekannt.

Die noch auf Erden wallen

In irrthumsvoller Zeit,

Vermögen kaum zu lallen

Von froher Ewigkeit:

Viel besser wohl gestorben,

Als in der Welt gelebt;

Die Schwachheit ist verdorben,

Worinnen ich geschwebt.

Schmückt meinen Sarg mit Kränzen,

Wie sonst ein Siegsmann prangt:

Aus jenem Himmelslenzen

Hat meine Seel erlangt

Die ewig grüne Krone;

Die werthe Siegespracht

Rührt her von Gottes Sohne,

Der hat mich so bedacht.

Noch netzet ihr die Wangen,

Ihr Eltern, über mir,

Euch hat das Leid umfangen,

Das Herze bricht euch schier:

Des Vaters treue Liebe

Sieht sehnlich in mein Grab,

Die Mutter stehet trübe

Und kehrt die Augen ab.

Ich war euch nur geliehen

Auf eine kurze Zeit;

Zum Herren musst ich ziehen,

Drum werfet hin das Leid,

Und sprecht: Gott hats gegeben;

Gott nimms! Du hast es Recht,

Bei Dir steht Tod und Leben;

Der Mensch ist Gottes Knecht.

Dass ihr mein Grab müsst sehen,

Zeigt unsern schwachen Stand;

Dass es sobald geschehen,

Thut Gottes Vaterhand:

Gott wird das Leid euch stillen,

Ich sterbe nicht zu jung:

Wer stirbt nach Gottes Willen,

Der stirbt schon alt genung.

* * *

Fahr wohl, o liebe Seele,

Geniess der süssen Lust;

Uns in der Trauerhöhle

Ist nichts hiervon bewusst:

Wenn wird doch angelangen

Des grossen Tages Schein,

Da du uns wirst umfangen!

O möcht er heute sein!

Gottfried Wilhelm Sacer. 1635-1699.

On the Burial of a Child.

Blessed are the dead which die in the Lord.

Rev. xiv. 13.

My race is now completed,

And were that last good-night

A thousand times repeated,

My gain would well requite.

Dear friends! because I leave you,

O be not thus distrest;

For what indeed should grieve you?

Since I am now at rest.

Away! all grief and sadness,

Henceforth away from me!

My heart o’erflows with gladness,

That I am thus set free:

Now thousand joys I borrow

From my Creator’s hand;

And earthly pain and sorrow

Come not in this fair land.

Ah! those whom earth yet captures,

Who rove as pilgrims still,

But faint can lisp the raptures

Eternity which fill:

To die in God is better

Than in the world to live;

Now sin can no more fetter,

No frailties pain can give.

Then strew my bier with flowers,

As ’twere a conqueror’s car;

I gain from vernal bowers,

That bloom in heaven afar,

A crown that ne’er shall wither;

And He Who ever lives,

God’s Son, Who bears me thither,

The victor’s chaplet gives.

My father, where I’m sleeping,

To pierce the darkness tries;

My mother stands by weeping,

And turns away her eyes:

But though your hearts are breaking,

And anguish whelms you o’er,

Now heavenly comfort seeking,

Dear parents! weep no more.

A little while but lent you,

Now God has called me home;

So now, no more lament you

Because my hour is come:

But say, “the Lord has given,

Then let Him take away;”

God wills our fate in heaven,

We must His Will obey.

This shews how frail our state is,

That you my grave must see;

From God’s own Hand my fate is,

A Father’s hand to me:

Then comfort take, and think not

Too soon I yield my breath;

For they too early sink not,

Who please their God in death.

* * *

To join God’s seraph-legions

Blest soul! speed on your flight;

We, in these mournful regions,

Know nought of your delight:

But though awhile you leave us,

When dawns that glorious ray,

With joy you will receive us;

Oh! might it be to-day!

Verklärte Heiligen.

Wer überwindet, der wird es alles ererben:

Und ich werde sein Gott seyn und er wird mein Sohn seyn.

Wer sind die vor Gottes Throne?

Was ist das für eine Schaar?

Träget jeder eine Krone,

Glänzen wie die Sterne klar;

Alleluia singen all,

Loben Gott mit hohem Schall.

Wer sind die, so Palmen tragen,

Wie ein Sieger, in der Hand,

Wenn er seinen Feind geschlagen,

Hingestrecket in den Sand?

Welcher Streit und welcher Krieg

Hat gezeuget diesen Sieg?

Wer sind die in reiner Seide

Göttlicher Gerechtigkeit,

Angethan mit weissem Kleide,

Das bestäubet keine Zeit,

Das veraltet nimmermehr;

Wo sind diese kommen her?

Es sind die, so wohl gerungen

Für des grossen Gottes Ehr,

Haben Welt und Tod bezwungen,

Folgend nicht dem sündgen Heer;

Die erlanget auf den Krieg

Durch des Lammes Blut den Sieg.

Es sind die, so viel erlitten,

Trübsal, Schmerzen, Angst und Noth,

Im Gebet auch oft gestritten

Mit dem hochgelobten Gott:

Nun hat dieser Kampf ein End,

Gott hat all ihr Leid gewendt.

Es sind Zweige Eines Stammes,

Der uns Huld und Heil gebracht;

Haben in dem Blut des Lammes

Ihre Kleider hell gemacht;

Sind geschmückt mit Heiligkeit,

Prangen nun im Ehrenkleid.

Es sind die, so stets erschienen

Hier als Priester vor dem Herrn,

Tag und Nacht bereit zu dienen,

Leib und Seel geopfert gern;

Nun sie stehen all herum

Vor dem Stuhl im Heiligthum.

Wie ein Hirsch am Mittag lechzet

Nach dem Strom, der frisch und hell,

So hat ihre Seel geächzet

Nach der rechten Lebensquell:

Nun ihr Durst gestillet ist,

Da sie sind bei Jesu Christ.

Auf dem Zionsberg sie weidet

Gottes Lamm, die Lebenssonn

Mitten in dem Stuhl sie leitet

Zu dem rechten Lebensbronn;

Hirt und Lamm, das ewge Gut,

Lieblich sie erquicken thut.

Dahin streck auch ich die Hände,

O Herr Jesu, zu Dir aus;

Mein Gebet ich zu dir wende,

Der ich noch in deinem Haus

Hier auf Erden steh im Streit:

Treibe, Herr, die Feinde weit.

Hilf mir in dem Kampfe siegen

Wider Sünde, Höll und Welt;

Lass mich nicht danieder liegen,

Wenn ein Sturm mich überfällt:

Führe mich aus aller Noth,

Herr, mein Fels, mein treuer Gott.

Gieb, dass ich sei neu geboren;

An Dir als ein grünes Reis

Wachse, und sei auserkoren,

Durch dein Blut gewaschen weiss:

Meine Kleider wahre rein,

Meide allen falschen Schein.

Dass mein Theil sei bei den Frommen,

Welche, Herr, Dir ähnlich sind,

Und auch ich, der Noth entnommen,

Als dein Dir getreues Kind,

Dann, genahet zu dem Thron,

Nehme den verheissnen Lohn.

Welches Wort fasst diese Wonne,

Wann ich mit der heilgen Schaar,

In dem Stral der reinen Sonne,

Leucht auch, wie die Sterne, klar!

Amen, Lob sei Dir bereit,

Dank und Preis in Ewigkeit.

Theodor Schenk. Died 1727.

Saints in Glory.

He that overcometh shall inherit all things, and I will be His God, and he shall be My son.

Rev. xxi. 7.

Who are these, like stars appearing,

These before God’s throne who stand?

Each a golden crown is wearing—

Who are all this glorious band?

Alleluia, hark! they sing,

Praising loud their heavenly King.

Who are these, who palms are clasping,

Like a conqueror, in their hand,

When he sees his foeman gasping,

Stretched before him in the sand?

What the combat, who the foes,

Whence this joyful triumph rose?

Who are these, of dazzling brightness,

These in God’s own truth arrayed,

Clad in robes of purest whiteness,

Robes whose lustre ne’er shall fade,

Ne’er be touched by Time’s rude hand?

Whence come all this glorious band?

These are they who have contended

For their Saviour’s honour long,

Wrestling on till life was ended,

Following not the sinful throng:

These, who well the fight sustained,

Triumph through the Lamb have gained.

These are they whose hearts were riven,

Sore with woe and anguish tried,

Who in prayer full oft have striven

With the God they glorified:

Now, their painful conflict o’er,

God has bid them weep no more.

Branches of that Stock that saved them,

Where both grace and health unite,

In the Lamb’s pure Blood they laved them,

Washed their robes and made them white:

Now adorned with holiness,

Shine they in their festal dress.

These like priests have watched and waited,

Offering up to Christ their will,

Soul and body consecrated,

Day and night to serve Him still:

Now, in God’s most Holy Place,

Blest they stand before His Face.

As the hart at noon-tide panteth

For the brooks of water clear,

For the life-spring Jesus granteth

These have groaned, with frequent tear:

Now their thirst is satisfied,

For they are by Jesus’ side.

Lo! the Lamb Himself now feeds them

On Mount Sion’s pastures fair;

From His central Throne He leads them

By the living fountains there:

Lamb and Shepherd! Good Supreme!

Free He gives the cooling stream.

Heavenward now my hands extending,

Jesus, Lord, to Thee I pray,

Low before Thy footstool bending—

Since on earth I still must stay,

In Thy Church still wage my war,

Drive, good Lord, my foes afar.

In the strife the conquest send me

Over hell, the world, and sin;

With Thy grace, O Lord, defend me,

When temptation’s storms begin:

All my dangers bear me through,

Lord, my Rock, my Saviour true!

Oh that, Lord, with Thee connected

Like a living branch I grew!

Make me one of Thine elected,

Let me here be born anew;

Keep from stain my garments free,

Let me no dissembler be.

With the just, who Thee resemble,

Let, O Lord, my lot be cast;

Far from all that makes me tremble,

Let Thy faithful child at last

Make Thy pledged reward his own,

Ever dwelling near Thy Throne.

With that holy throng uniting,

Then what rapture shall be mine!

In the Sun’s bright beams delighting,

I too like the stars shall shine:

Lord, for this my voice shall raise

Thanks to Thee, and endless praise.

Christi Fusstapfen.

Lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens.

Lebt, ihr Christen, so allhier auf Erden,

Dass ihr Christo möget ähnlich werden,

Der aus dem Leiden

Ging zum Vater in das Reich der Freuden.

Seht auf die mit eifrigem Verlangen,

Die Ihm nach und euch sind vorgegangen;

Schaut an ihr Leben,

Wie sie euch dazu ein Beispiel geben.

So vollführet eures Herzogs Lehren,

Folgt Ihm, wo ihr Ihm wollt angehören:

Entsagt dem allen,

Was dem Fleisch und Welt noch kann gefallen.

Opfert euch Ihm auf und eure Glieder,

Fallet unterm Kreuze vor Ihm nieder;

Im Kreuzesorden

Seid ihr seine Knecht und Ritter worden.

Haltet euch an Ihn, da ihr müsst streiten,

Bleibt beständig, Er steht euch zur Seiten:

Er hilft euch ringen,

Giebt euch Kraft, den Sieg davon zu bringen.

Er wird euch, wenn einst es kommt zum Scheiden,

Statt der Noth mit seiner Ruh bekleiden:

Ihr habt zu hoffen,

Was von niemand hier wird angetroffen.

Nur, dass ihr im Glauben hier recht kämpfet,

Und die Sünde, euren Feind, stets dämpfet,

Der euch mit Haufen

Und mit grossem Sturm pflegt anzulaufen.

Wer nun glücklich diesen Kampf geendet,

Und den schweren Kleinodslauf vollendet,

Dem wird die Krone

Der Gerechtigkeit geschenkt zu Lohne.

Die bleibt ihm vom Herren beigeleget,

Der sein Bildniss ihm ins Herz gepräget,

Er wird ihn leiten

Zu den Brunnen aller Seligkeiten.

Ach, so lohnt der Richter allen denen,

Die Ihn lieben und sich nach Ihm sehnen;

Er kennt die Seinen,

Die drauf warten, dass er mög erscheinen.

Ungenannt.

The Footprints of Christ.

Let us run with patience the race that is set before us, looking unto Jesus, the Author and Finisher of our faith.

Hebrews xii. 1.

O fear not, Christians, that rough path to tread,

Whereon blest Footprints of your Saviour lead,

His bliss to gain,

Who went not up to joy but through sharp pain:

Gaze on that countless host with steadfast eyes,

His followers, your fore-runners to the skies,

And scan their life,

Examples each with holy lessons rife.

Would ye to join those chosen ranks ascend,

With watchful zeal your King’s commands attend,

And bid adieu

To each unhallowed wish and worldly view:

Take up your Cross, beneath it bending low,

And for your Master’s Will your own forego,

Nor count it loss,

Knights of the Order of the Holy Cross.

Keep close to Christ, if conflict sore betide;

Stand fast, remembering He is at your side,

To give you strength

In battle, and the victor’s crown at length:

And when from earth’s unquiet scene ye part,

His rest shall compensate its keenest smart,

And ye shall know

Joy ne’er experienced in this world below.

Fight well the fight of faith, and ye shall win;

And boldly strive against besetting sin,

Which all the way,

In varied warfare, shall your progress stay:

Whoe’er from those dread lists shall come away,

Unscathed, unvanquished, at his dying day,

He shall receive

The crown of righteousness which Christ shall give:

That righteous crown by Christ in heaven laid up,

For those who bear His Image, drink His Cup,

Whom He will lead,

By springs of ever new delights to feed:

Thus will the Judge of all the earth reward

All those who love and long to meet their Lord,

Whom He will own,

At that Great Day, as jewels of His Crown.