Aber davon wollte der Herzog nichts wissen. Er wurde fuchsteufelswild. Der Hauptmann der Landjäger mußte kommen, und der Herzog befahl allen, sie müßten nach Kasperle suchen. Das ganze Schloß geriet in Aufregung, und als die Prinzessin Gundolfine hörte, was geschehen war, vergaß sie, sich vor Ärger ihre Haare aufzusetzen.
Fackeln wurden angezündet, die Hunde losgelassen, Landjäger und Diener marschierten auf, und alle schickten sich an, nach Kasperle zu suchen. Zuletzt fiel es dem Herzog noch ein, Kasperle könnte beim Herrn von Lindeneck sein, und er befahl, man solle dort zuerst fragen.
Da marschierten mitten in der Nacht mit Bumbum und Trara Landjäger vor Schloß Lindeneck auf, und Marlenchen, die gerade einen lieblichen Traum gehabt hatte, lief erschrocken an das Fenster. Was war denn geschehen?
„Kasperle ist verschwunden,“ hörte sie rufen. Da erschrak sie tief in ihrem Herzen. Hatte der kleine Freund wirklich sein Wort gebrochen? Sie schlüpfte rasch in ihre Kleider und lief barfuß die Treppe hinab. Unten stand ihr Vater, der redete mit dem Hauptmann und sagte, daß Kasperle nicht im Schloß sei. Und der Hauptmann erzählte, was eigentlich geschehen war. Auf einmal fragte er: „Haben Sie eine Glocke auf dem Hofe, Herr von Lindeneck?“
Der schüttelte den Kopf, aber er horchte verwundert auf. Es war wirklich, als bimmele irgendwo ein Glöckchen, fein und zart. Von dorther klang es, wo der blühende Rosenbusch stand. Und das klang und tönte noch, als die Landjäger schon mit Bumbum und Trara das Schloß verlassen hatten.
Da ging der Herr von Lindeneck an den Rosenbusch und fand dort sein Marlenchen sitzen. Das lachte und lachte, hing sich an seinen Hals und rief froh: „Kasperle ist frei! Er hat sein Versprechen nicht gebrochen.“
„Wenn sie ihn nicht einfangen, den armen, lieben kleinen Schelm,“ sagte der Herr von Lindeneck. Aber Marlenchen schüttelte den Kopf und sagte geheimnisvoll: „Da suchen sie ihn nicht, wo er hingelaufen ist.“
Frau Mummeline aus Waldrast, die im Schloß hatte übernachten dürfen, war gleich zur Prinzessin gelaufen und hatte dort gesagt: „Gewiß ist Kasperle in den Wald hinausgerannt wie damals.“
Da schrie die Prinzessin im ganzen Schloß herum, man möchte im Hochwald suchen. Doch der Herzog befahl, überall im ganzen Land und namentlich an der Grenze beim Waldhaus sollten Wächter stehen. Er brummte und schalt ganz schrecklich über Kasperles Davonlaufen, am meisten aber schalt er auf die Prinzessin; die sei an allem schuld, sagte er.
Inzwischen hatte Kasperle schon den Wald erreicht. Er schlüpfte in seinem grasgrünen Kasperlekleid durch das Gebüsch, und als er einmal einen Förster daherkommen sah, warf er sich zu Boden und der Mann ging dicht an ihm vorbei und sah ihn nicht. Kasperle rannte, schlug Purzelbäume und gelangte ziemlich rasch an das Waldende. Der Morgen dämmerte schon, rosenrote Wolken segelten lustig am graublauen Himmel dahin, ein schöner Tag stieg herauf.
Als Kasperle aus dem Walde trat, sah er das Land schon ganz hell vor sich liegen, er sah aber auch auf dem Stück Landstraße, das er noch bis zu dem Schloß des Grafen von Singerlingen zu gehen hatte, Menschen wandern. In der nahen Stadt war Markt und die Landleute fuhren und trugen ihre Waren dahin.
Ein bißchen ungemütlich war das Kasperle, er dachte aber leichtsinnig: Ach was, ich schlupf’ durch! Nun, er wollte gerade wieder seinen flinken Lauf beginnen, als er plötzlich neben sich etwas sehr Verwunderliches erblickte: ein Kasperle, das genau so aussah wie er. Aber es war aus Holz, und Kasperle erkannte es gleich, das hatte der gute Meister Friedolin geschnitzt. Unter der Kasperlefigur Illustration 163 war eine Schrift zu lesen, und weil das Lesen Kasperles schwache Seite war, dauerte es ziemlich lange, bis er die Worte entziffert hatte. Dann aber riß er freilich auch seinen Mund sperrangelweit auf. Da stand nämlich: Wer einen kleinen Buben findet, der so aussieht, der soll ihn eiligst fangen und dem Herzog August Erasmus abliefern.
Potzhundert, das war eine Geschichte! Kasperle war so verdonnert, daß er gar nicht die Schritte hörte, die sich ihm nahten, und dann fiel er vor Schreck platt um, als jemand zu ihm sagte: „Na, Kasperle, was sagst du denn dazu?“
Es war der Kasperlemann, der so redete. Der Kasperlemann, der ihn immer verfolgt hatte.
Kasperle schnappte vor Angst, als wäre er ein Fischlein, das man auf ein Sofa gelegt hat.
„Du bist wohl ausgerissen?“ fragte der Kasperlemann lächelnd.
„Er hat’s gesagt, ich durfte,“ schrie Kasperle in seiner Angst.
„Du, schrei nicht so! Komm ein wenig unter den großen Baum, da, wo mein Karren steht!“ sagte der Kasperlemann. „Wenn dich Leute sehen, kann’s dir schlecht gehen.“
„Er hat’s doch gesagt!“ stöhnte Kasperle.
„Wer hat was gesagt?“
„Der Herzog! Ich solle zum Teufel gehen. Und nun bin ich frei.“ Dem Kasperle rollten vor Angst dicke, dicke Tränen über seine Backen und der Kasperlemann sagte mitleidig: „Armes Kasperle! Wenn er dich fängt, läßt er dich doch nicht frei. Aber ich will dir helfen, denn du hast mir auch geholfen, damals, als ich mich zu einer sehr schlechten Tat habe verleiten lassen. Ich habe versprochen, es dir nie zu vergessen. Krieche mal vorläufig flink in meinen Karren! In der Ferne kommen Landjäger.“
Da war Kasperle flinker im Karren, als die Landjäger ritten. „Verstecke dich nur tief hinein!“ sagte der Kasperlemann. „Und wohin willst du eigentlich? Über die Grenze am Waldhaus kannst du doch nicht laufen!“
„Zum Grafen von Singerlingen, der hilft mir schon,“ murmelte Kasperle.
„Heiho, Kasperlemann,“ rief da ein Landjäger, „mit wem redest du denn da?“
„Na, mit meinem Kasperle, wie’s halt ein Kasperlemann tut,“ antwortete der. „Ich will zum Herrn Grafen von Singerlingen und fragen, ob ich heute dort nicht einmal kaspern kann.“
„Hei, wir suchen auch ein Kasperle!“ antworteten die Landjäger, die näher gekommen waren und nun den ganzen Wagen umstanden. „Aber nicht so ein hölzernes Ding wie deine Kasperles, ein richtiges lebendiges Kasperle, das dem Herzog August Erasmus gehört und ihm ausgerissen ist. Wir müssen aber weiter, sonst läuft der Schelm gar noch über die Grenze.“
„Viel Glück auf den Weg!“ rief der Kasperlemann den Landjägern nach. Dann hockte er sich lachend neben seinen kleinen Karren Illustration 165 hin und redete hinein: „Nun, warten wir noch, bis die Landjäger am Schloß vorbei sind! Dann fahre ich dich hin.“
Dem Kasperle war es trotz der guten Worte doch recht bänglich ums Herz. Es traute dem Kasperlemann noch immer nicht recht, und als der mit seinem Eselswagen losfuhr, seufzte und stöhnte er jämmerlich. Der Mann hörte es, und der Esel hörte es; der Kasperlemann lachte ein wenig über den furchtsamen Schelm, der Esel aber, weil er eben ein Esel war, fing ein schreckliches Gerase an vor Angst. Rumpelpumpel, hoppedihopp ging es die Landstraße entlang, der Kasperlemann mußte springen, um nur mitzukommen. Ruck, schubb, hopsassa! Innen im Wäglein purzelten das lebendige Kasperle und sein hölzerner Gefährte durcheinander, schön war es gerade nicht.
Aber auf einmal hielt der Wagen mitten aus dem Hof des Grafen von Singerlingen. Der wollte just in seinen Garten gehen und spazierte gerade über den Hof. Da sah er den Kasperlemann, und weil er ein freundlicher Herr war, blieb er stehen und fragte: „Was willst du denn?“
„Ich bringe Kasperle,“ antwortete der Mann.
Da streckte auch schon Kasperle seine große Nase heraus und sagte kläglich: „Jemine, jemine, der dumme Esel!“
„Na nu, wen meinst du denn? Woher kommst du überhaupt?“
„Den da.“ Kasperle hob sein Fingerlein, deutete auf den Esel und fügte etwas bedrückt hinzu: „Der Herr Herzog hat gesagt, ich soll zum Teufel gehen, und da bin ich hierher gekommen.“
„Ei, du bist ja recht freundlich!“ rief der Graf. „Hältst du mich gar für den Teufel?“
„Nä!“ Kasperle grinste, und dann kletterte er ganz aus dem Wäglein, faßte zutraulich des Grafen Hand und bettelte: „Gelt, du hilfst mir?“
„Das schon, aber erst muß ich wissen, wie sich das mit dem Zum-Teufel-Gehen verhält. Hat das der Herzog wirklich gesagt?“
Kasperle nickte, und dann erzählte er treuherzig, wie er den Herzog dazu gebracht hatte.
„Ei, du Schelm, du!“ Der Graf lachte herzhaft. „Da kann ich mir denken, daß der Herzog dein Ausreißen nicht gelten lassen will. Er mag sich recht ärgern.“
„Aber er hat’s doch gesagt!“ Kasperle schaute kläglich drein, er fand, gesagt war gesagt. Und das fand auch der Graf von Singerlingen, gesagt war gesagt. Also durfte das Kasperle schon ausreißen, und er versprach ihm seine Hilfe. „Ich fahre dich ins Waldhaus,“ versprach er.
„Aber an der Grenze wird’s bös,“ erwiderte der Kasperlemann.
„Bah, in meinem Wagen sucht niemand nach!“ Der Graf befahl gleich das Anspannen, ließ im Wagen die Fenster verhängen, und dann ging die Reise los. Oben blies ein Diener ins Horn: „Trarira, Trarira!“ und lustig liefen die Pferde die Landstraße entlang.
„Hei, da fährt der Graf von Singerlingen!“ sagten die Leute, und weil sie den Grafen gern hatten, nickten und winkten sie und riefen: „Guten Tag!“ und „Glückliche Reise!“
Ein Städtchen kam. „Trarira, trarira!“ rasselte der Wagen hindurch. Vor einem Wirtshaus saßen Landjäger, die hatten ein hölzernes Kasperle aufgestellt und sie riefen: „Wer einen findet, der so aussieht, der soll ihn festhalten; er bekommt eine große, große Belohnung.“
„Trarira, trarira!“ Der Wagen des Grafen von Singerlingen rollte vorbei. Niemand sah hinein, niemand vermutete das Kasperle drin.
Dörfer kamen, wieder eine Stadt, dann wieder ein Dorf. Und als Kasperle in seiner Nähe einmal ein bißchen hinaussah, prallte er erschrocken zurück. Jemine, das war ja Protzendorf!
Auf einem Felde stand eine Magd. Ihr Haar glänzte in der Sonne wie lauteres Gold, sie schwang ihre Sichel und sang dazu. Hell tönte ihre Stimme und Kasperle sagte leise: „Das ist die Dörte vom Bauer Strohkopf.“
„Ach so, die das Lied gesungen und dir den vortrefflichen Rat gegeben hat!“ antwortete der Graf. „Na, warte, sie soll sich heute noch freuen!“ Er ließ halten und fragte die Magd, ob sie ihm wohl etwas zu trinken bringen könnte.
Dörte lief eifrig und holte aus einem nahen Quell Wasser für den Grafen und der sagte: „Halte beide Hände auf!“ Und er schüttelte Goldstücke in die ausgebreiteten Hände und rief: „Das ist für den guten Rat, den du Kasperle gegeben. Nun, Kutscher, fahr’ zu!“
„Trarira, trarira!“ Da kam die Grenze. Dort standen gleich vier Landjäger, die riefen alle vier: „Hier darf niemand vorbei!“
„Ei, potz Wetter!“ rief der Graf von Singerlingen, „wer will mich nicht vorbeilassen? Ja, das wäre ja eine neue Mode!“
„Wir sind der Graf von Singerlingen,“ schrie der Kutscher, und der Diener blies so laut „trarira, trarira!“ daß die Landjäger ganz erschrocken zurückwichen.
Und da war die Grenze und da rollte der Wagen darüber, und da — steckte das Kasperle seine freche Nase zum Wagenfenster hinaus.
„Kasperle, Kasperle!“ schrien die Landjäger. „Ganz gewiß, er war es!“
Aber der Wagen war vorüber, der rollte durch den Wald, rollte auf dem weichen Boden dahin, und auf einmal war das Waldhaus da und — vor dem Waldhaus saßen Meister Friedolin, Mutter Annettchen, die schöne Frau Liebetraut und Herr Severin mit ihren Kindern.
Ganz wunderhold aber saßen da auch Rosemarie und der Geiger Michele. Die waren just zu Besuch in das Waldhaus gekommen. Und gerade hatten sie alle von Kasperle gesprochen, als der Wagen hielt und das Kasperle mit einem großen Satz heraussprang. „Er hat gesagt, ich soll zum Teufel gehen, hurra, hurra!“ schrie er, „ich bin frei, ich bin frei!“
Auch der Graf von Singerlingen stieg aus, und als er das Waldhaus sah, uralt und putzniedlich, da sagte er, er könne schon begreifen, daß Kasperle so gern hier sei, lieber als im Herzogsschloß.
Der Graf trank mit Kaffee und aß von dem Kuchen, den die schöne Frau Liebetraut gebacken hatte. Dann sah er sich Meister Friedolins Kasperlepuppen an, fand eine, die so groß wie das Kasperle selbst war, und meinte, die möchte er wohl dem Herzog mitbringen. Meister Friedolin gab sie ihm gern. Der Graf stieg wieder in den Wagen und versprach Kasperle, er wolle das Marlenchen grüßen, vielleicht dürfe ihn die Kleine einmal besuchen. Dann ging es fort mit Trarira, und als der Wagen an den Landjägern Illustration 169 vorbeikam, ließ der Graf das hölzerne Kasperle hinausgucken. Da sagten die Landjäger verdutzt zueinander: „Er bringt es ja wieder mit!“
Auch auf dem Herzogsschloß riefen die Diener zuerst alle: „Der Graf von Singerlingen bringt Kasperle!“
„Hach,“ schrie die Prinzessin, „er will mich gewiß heiraten! Flink, flink, ich will mein allerschönstes Kleid anziehen!“
Doch der Graf wollte die Prinzessin nicht heiraten, und das richtige Kasperle brachte er auch nicht mit. Er sprach nur lange und ernsthaft mit dem Herzog, und da sagte der, er wolle das Kasperle nie mehr verfolgen, auch nicht, wenn es das Marlenchen besuchen würde. Ja, zuletzt schrieb der Herzog sogar einen Brief, in dem stand, Kasperle solle nicht eingesperrt und bestraft werden, wenn er in des Herzogs Land käme.
Als der Graf von Singerlingen gerade das Schloß verlassen wollte, traf er die Prinzessin, sehr schön angetan, auf der Treppe. Der hielt er den Brief vor die Nase und die Prinzessin wurde ganz gelb vor Ärger und sie rief eiligst nach ihren Kammerfrauen, die sollten ihre Sachen packen, sie würde nicht mehr wiederkommen.
Der Graf von Singerlingen reiste ab, er fuhr zu Marlenchens Vater und lud Marlenchen zu sich ein; sie sollten vier Wochen lang mit Kasperle zusammen bei ihm bleiben.
Auch die Prinzessin reiste ab und der Herzog blieb allein in seinem Schloß. Da spürte er erst, wie lustig es doch mit dem Kasperle gewesen war. Er stieg hinauf auf den Turm, sah aus Kasperles Zimmer über das weite Land hin, und er dachte an das kleine Waldhaus, von dem Kasperle ihm erzählt hatte, an die glücklichen Menschen, die dort wohnten, und das Herz wurde ihm sehr, sehr schwer. Warum ist nur das Kasperle nicht bei mir geblieben? dachte er. Und da war es ihm auf einmal, als riefe in seinem Herzen eine Stimme: Du bist schuld, du bist schuld!
Der Herzog seufzte. War er wirklich schuld daran? Er mußte daran denken, wie oft er schlechter Laune war, unfreundlich gegen seine Untergebenen, mürrisch, hart, und das arme kleine Kasperle hatte er eingesperrt hier in dem Turm, hatte es auch hungern lassen und nicht bedacht, daß eben ein Kasperle ein Kasperle bleibt und Gesichter schneiden und unnütze Streiche machen muß. Und nun hatte er das Kasperle verloren, das so lustig durch das Schloß geflitzt war, und eigentlich hatte das Kasperle ihm doch etwas sehr Gutes angetan, es hatte ihm seinen Glücksring zurückgebracht.
Da stand der Herzog plötzlich wieder auf und stieg in sein Arbeitszimmer hinab. Dort setzte er sich hin und schrieb einen Brief.
Am nächsten Tag, als Kasperle sehr vergnügt vor dem Waldhaus sich herumkugelte, kam auf einmal ein Reiter dahergeritten. Der rief schon von großer Weite: „Hollahe, Kasperle, Kasperle!“
Na, da blieb dem Kasperle aber doch der Mund offen stehen! Denn der Reiter war niemand anders als Veit. Der hielt einen großen Brief und sagte: „An dich, Kasperle, vom Herzog!“
Es war gut, daß das Michele zur Hilfe kam und den Brief lesen half, allein hätte Kasperle es wohl gar nicht fertig gebracht. Der Brief aber lautete:
Mein liebes Kasperle!
Ich bin dir gar nicht mehr böse, und ich lade dich ein, mich recht, recht bald zu besuchen. Du sollst so viel Spaß machen können, wie du willst, und die Prinzessin Gundolfine darf dich nie wieder verklagen.
Mit einem schönen Gruß für dich, mein liebes Kasperle,
Dein Freund Herzog August Erasmus.
Hurra! hurra! Kasperle stand flink mal Kopf vor Vergnügen, und dann lief er in das Haus hinein, purzelte in die Stube und schrie: „Ich bin eingeladen, eingeladen, eingeladen!“
„Jemine! Von wem denn?“ fragte Meister Friedolin.
Da stellte sich Kasperle feierlich hin und sagte stolz: „Vom Herzog, der ist jetzt mein Freund.“
Aber ach, mit der Freundschaft war es gar nicht weit her!
Von
Kasperles
erstem Ausflug in
die Welt, auf den hier viel-
fach Bezug genommen wurde, ist in
Josephine Siebes Buch „Kasperle auf Reisen“
(Verlag von Levy & Müller in Stuttgart) zu
lesen. Wer aber auch von Kasperles weiteren Schick-
salen noch etwas erfahren möchte, dem sei verraten, daß
Josephine Siebe diese in einem weiteren Kasperleband erzählt.