75Die Beweisgründe sind im folgenden teilweise der Anschauung entnommen.
76Ist z. B.Σ ein Polyeder, und geht eine Ebene dieses Polyeders durch S0, so gibt es Kegelkanten,die in diese Ebene fallen, und denen ein ganzes Stück der Oberfläche Φ angehört.
77Da ein Irrtum nicht entstehen kann, wird auch u als Umrißkurve bezeichnet werden.
78Man beachte, daß sich der Zylinder unsern Festsetzungen gemäß (§10) hinter derAufrißebene befindet, so daß der Grundriß beim Zurückdrehen hinter die Ebene des Papierstritt.
79Das Auge ist durchaus gewöhnt, Bilder, die sich auf die Kugel beziehen, in orthogonalerProjektion dargestellt zu sehen. Wahrscheinlich beruht es darauf, daß die Kugel dem Auge von jedemPunkte aus gleich erscheint, und zwar so, daß ihr wirklicher Umriß u ein Kreis ist. Es wünscht daherauch den scheinbaren Umriß u' als Kreis zu sehen. Dies ist aber nur für die orthogonale Projektion derFall. Bei schiefer Projektion ist der scheinbare Umriß eine Ellipse, doch projiziert sich auchbei ihr der zur Bildebene parallele größte Kreis in seiner naturlichen Form. Ihn pflegt mandeshalb bei schiefer Projektion im Bilde zu zeichnen. Er wird aber von den Bildern der anderengrößten Kreise im allgemeinen nicht berührt, sondern gekreuzt. Ein derartiges Bild entstehtz. B., wenn wir in Figur83den Kreisbogen AC zum ganzen Kreis und die EllipsenbogenAB' und CB' zu den ganzen Ellipsen vervollständigen. Die Ellipse, die in diesem Fall denscheinbaren Umriß darstellt, würde diese Kurven wieder berühren. Doch ist ein so gezeichnetes Bilddem Auge trotz setner Richtigkeit aus den genannten Gründen ungewohnt und wird deshalbbesser vermieden. Für einzelne Teile der Kugel ist dies, wie die Figuren zeigen, nicht derFall.
80Der Index 1 entspricht hier und im folgenden dem inneren, der Index 2 dem äußerenKreis.
81Das Bild des Kreises b2fehlt in der Figur, da er unsichtbar ist.
88Es ist für das Folgende bequemer, die sonst immer durch ε und ε' bezeichneten Ebenen jetzt εund ε1zu nennen.
89Im allgemeinen entpricht also einem Punkt der einen Ebene ein von ihm verschiedener Punktder anderen, nur S∞und die Punkte von s machen eine Ausnahme und entsprechen sichselbst.
90Die Ebene ε entspricht also der Ebene γ und ε' der Bildebene β.
91Man sieht leicht, daß die beiden Strahlen p und q in Σ und Σ1ein Ebenenpaar ε und ε1bestimmen, das sich selbst entspricht, und daßfür dieses Paar vereinigt liegender Ebenen die PerspektiveLage gemäß SatzIIIvorhanden ist.
92Die Fluchtebene von Σ, die also in Σ der unendlichfernen Ebene von Σ1entspricht, heißt auchVerschwindungsebene. Beide Fluchtebenen werden auch Gegenebenen genannt.
94Die räumliche Wirkung des Stereoskops beruht bekanntlich darauf, daß es zwei Bilder benutzt;eines, das für das linke, und eines, das für das rechte Auge hergestellt ist.
95Man erkennt dies z. B., wenn man in Fig.39(S.73) das Auge von links nach rechts über dieFigur wandern läßt. Dabei ändern sich die scheinbaren Dimensionen des Sockels erheblich. Ebensoist es mit dem Bild des Kastens in Fig.33(S.65).
96In den Figuren dieser Schrift ist dies manchmal in zu starkem Maße geschehen.