»Es ist noch dieselbe Sonne,
Die derselben Erde lacht;
Aus demselben Schleim und Blute
Sind Gott, Mann und Kind gemacht.
Nichts geblieben, nichts geschwunden,
Alles jung und alles alt,
Tod und Leben sind verbunden,
Zum Symbol wird die Gestalt.«

Bewegten Herzens machte er sich auf den Heimweg, und je mehr er sich wieder der Stadt näherte, je trüber umschleierte sich sein Auge, als ahne er das not- und mühevolle Dasein, dem er zuschritt und das ihm ein nicht weniger strenges Antlitz zeigte, seit er den Preis kannte, um den es seine höchsten Kränze bot. Noch einmal hielt er inne und schaute zurück: der Strom krümmte sich in goldener Flut aus dem Hügelgelände hervor, ein paar schwarze Vögel geleiteten ihn, langsam fliegend, und Mond und Sonne standen zu gleicher Zeit am Himmel.

Anmerkungen zur Transkription: Dieses elektronische Buch wurde auf Grundlage der 1907 erschienenen Erstausgabe erstellt. Diese erschien in »Deutsche Romanbibliothek«, fünfunddreißigster Jahrgang 1907, Hefte 9–18. Die Seitenzahlen springen entsprechend dieser Heftaufteilung. Die Umlaute Ae, Oe und Ue wurden durch Ä, Ö, Ü ersetzt. Die nachfolgende Tabelle enthält eine Auflistung aller gegenüber dem Originaltext vorgenommenen Korrekturen.

Transcriber’s Notes: This ebook has been transcribed from the first publication of the novel in “Deutsche Romanbibliothek”, 35th volume 1907, issues 9–18. The page numbers jump according this segmentation. The Umlauts Ae, Oe and Ue have been replaced by Ä, Ö, Ü. The table below lists all corrections applied to the original text.