2. Ferner spricht gegen Lippendorf, daß Jan von Bora 1505 alle seine Güter zu Lippendorf seiner Hausfrauen zu einem Leibgeding bekennt. — Lippendorf als damaliger Sitz dieser Linie wäre doch naturgemäß nicht als Leibgeding an die Ehefrau, sondern als Erblehen an die Kinder übergegangen (dieser Grund bestimmt G. v. Hirschfeld S. 110 f., gegen Lippendorf als Geburtsort Katharinas zu stimmen, und ihm folgt jetzt 1897 aus demselben Grunde auch Wezel, nachdem er 1883 Leipz. 8. Wiss. Beil. 71 dafür gewesen war). Indes war auch Sale ein „Sitz“ und wurde dennoch von Hans von Bora zu Lippendorf an seine Ehefrau Katharina verleibgedingt. Es kann ja ganz gut außer Lippendorf noch ein weiterer „Sitz“ für den Aeltesten vorhanden gewesen sein. Aeltere Männer pflegen in zweiter Ehe die Frauen zu Ungunsten der Kinder zu bevorzugen. Dies ist doppelt begreiflich in diesem Falle, wo aus erster Ehe, wie es scheint, nur ein Mädchen, Katharina, vorhanden war, höchstens noch ein Bruder, der mit einem geringen Gütchen abgefunden wurde (s.u. zu S. 4).

Schon Seidemann meint, L. scheine K.s Geburtsort zu sein (Br. VI, 647)
und neuerdings (1899) hat ein aus Medewitzsch gebürtiger Lehrer Dr.
Krebs in Lippendorf am Hofgut als der Geburtsstätte Katharinas eine
Tafel anbringen lassen.

Lippendorf gehörte zum Amte Weißenfels und dieses mit seinen
Zugehörungen nach dem Teilungsvertrag 1485 zum Herzogtum Sachsen (A. Fr.
Glasen, Kern der Gesch. der hohen kur- u. fürstl. H. zu Sachsen. 4.
Aufl. Nürnberg, 1753, S. 792.)

[2] Vielleicht wirkte auch die stärkere Mischung mit slavischem Blut bei den Meißnern auf diese Mißachtung.

[3] Katharinas Leichenprogramm C.R. VII. 1155. Nata ex nobili familia equestris ardinis in Misnia.

[4] Br. V. 792.

[5] 1733 bei M.D. Richter, Geneal Lutherorum, S. 750, „Alt- und Neu-Boren, Wendisch- und Deutschen-Boren“. Nossen liegt genau in der Mitte des heutigen K.-R. Sachen.

[6] Grimm, D. Mythologie, Göttingen 1835. S. 478. „Bor“ eigentlich Föhre, vgl. Fohre. — Der Name Bora wird sehr verschieden geschrieben: Bhor, Bohra, Bhora, Bor(a)ra, Bor, Bora, Borau, Boren, Born, Borna, Borna, Pora, lat. Boria, Bornia, Borana, Borenia, Borensis, griech. ἡ Βορεἰα. So steht sogar in ein und derselben Urkunde (27. Nov. 1534, Dresden, Copialb 82, Wiss. Beil. zur Leipz. Z. 70, S. 413 u. 414) oben „Hansen vonn Bora“ und unten „dem von Borau“. Auch auf dem Grabstein Katharinas in Torgau stand früher unten Borau, aber das Wort war schon vor 100 Jahren ganz von Salpeter zerfressen und ist jetzt gänzlich verschwunden. Keil, hist. Nachr. v. Geschl. L., S. 6.9. So wechselt auch durch die mundartliche Aussprache Torga und Torgau, sogar in derselben Urkunde, drei Zeilen von einander. Kolde, An. L. 200.

[7] Beste, 9. — Das Wappen ist auch auf K.'s Grabstein ausgehauen. Die Farben dazu wurden bei einer Renovation i.J. 1617 aus Eilenburg von einer an den dortigen Pfarrer Böhm verheirateten Enkelin Luthers geholt. Torgau. Kämmerei-Rechnung.

[8] Schon Hofmann 63 f. weist eine Anzahl Bora-Stätten ab. Ebenso G. v. Kirchfeld. a.a.o. S. 87-110, 113, 116-118. Aus Dohna stammt K. nicht, denn das dortige Bora-Haus am Markt kam erst 1573 in die Hände des Großneffen Katharinas: Clemens. Aus Moderwitz (s.o. S. 267) bei Neustadt an der Orla nicht, denn das dortige Gut war kursächsisch und gehörte der Familie Hayn, Motterwitz bei Leisnig aber denen von Bressen und das andere Motterwitz dem Geschlecht Staupitz, aus dem Luthers geistlicher Vater stammt. (Schmidt, Urkundenbuch S. 312: Günther von Staupitz auf Motterwitz, 1501.) Aus Schlesien stammt Katharina auch nicht, woher einmal ein alter Edelmann (Bernhard) von Bora, wahrscheinlich der Hauptmann von Oels, zu Luther nach Wittenberg kam und sich bei ihm über den Schwärmer Schwenkfeld Rats erholte. Denn dies schlesische Geschlecht heißt eigentlich Borau-Kessel und hat ein ganz anderes Wappen: im silbernen Feld nebeneinander drei rote Rosen und gelbe Butten. Br. VI, 647. Noch weniger stammt K. aus Ungarn, wie auch einmal behauptet wurde (Hofmann 64). Diese Meinung rührt wohl daher, daß der ehemalige Wittenberger Bürgermeister Christoph von Niemeck, dessen Mutter wohl eine Maria von Bora aus Zulsdorf war (s.o. S. 270 f.) in Ungarn Fundgrüberei trieb und dort (1564?) starb. (Seidemann, Ztschr. f. hist. Th. 1860, S. 529.) — Aus Simselwitz bei Döbeln kann K. auch nicht herstammen, weil die dortige Bora-Linie schon 1490, d.h. vor ihrer Geburt ausstarb (G. v. Hirschfeld a.a.o.).

Bisher hatte die Ueberlieferung sehr allgemein und zu verächtlich behauptet. Katharina von Bora sei in Steinlausig an der Mulde (setzt „Muldenstein“), ein paar Stunden nördlich von Bitterfeld auf die Welt gekommen, weil 1525 nach dem Tode Friedrichs des Weisen ein dort begüterter Ritter, Hans von Bora, nach Wittenberg gekommen ist und dem neuen Kurfürsten Johann Erbhuldigung gethan und dort eine Luther-Linde steht(!). Ja, es wurde sogar erzählt, daß Katharina in das dortige Kloster eingetreten sei. Diese Ansicht wurde festgehalten auf Grund der Nachricht von Mayer (S. 7): „welches wir in der Weimarischen Bibel (1641!) aufgezeichnet gefunden“, wo es heißt. „Geborene auß dem Adelichen Geschlechte derer von Bora, so in der Chur oder (!) Herzogthumb Sachsen zu Stein-Lausig (!) seßhaft gewest, wie auß der Ritterschaft im Chur-Kreiß Erbhuldung zu Wittenberg (!) 1525 zu vernehmen.“ Aber um 1500 war Stein-Lausig („Lussigk“, eine wüste Mark), wie die ganze Gegend _kur_fürstlich, und dieser Hans von Bora _kur_fürstlicher Vasall (daher er eben dem _Kur_fürsten huldigt) — während doch Katharina aus Meißen stammte und Unterthanin des Herzogs Georg war. Dieser Hans v.B. auf Steinlausig starb auch ohne Söhne, so daß sein Leben an Luthers Gevatter, Hans von Taubenheim, kam. Steinlausig endlich war ein Männerkloster! (Emil Obst, „Muldenstein und Steinlausig“, Bitterfeld, Selbstverlag, 1895, S. 30-35). Vgl. Wezel, S. 421. — Bemerkenswert ist, daß um 1520 in Nimbschen eine Katharina von Lausigk Bursarin war (Urkundenb. 166). Vielleicht suchte man Katharinas Geburtsort auch darum in Stein-Lausig, weil die Gemahlin von Katharinas Bruder Hans, Apollonia geb. von Marschall, verwitwete Seidewitz, aus Jeßnitz stammte. So hießen fünf Orte, darunter der bedeutendste: die Stadt Jeßnitz, nicht weit nördlich von Steinlausig. Thatsächlich ist aber das Dorf Jeßnitz bei Döbeln ihre Heimat. Br. VI. 705.

[9] Zulsdorf. (Zülsdorf, Zöllsdorf, Zölldorf, Zeilsdorf u.s.w.) „das wüste Dorf oder die Wüstung Czollsstorff“ (a. 1105: Zulänestorff), burggräflich-leisnigsches Lehen, gehörte zur Pfarrei Kieritzsch. Nixdorf: „Holzmark zw. Z. u. Kieritzsch“. Archiv f. Sächs. Gesch. 1864, S. 209. 97. Vgl. Br. VI, 705. Wezel 413. [Transkriptions-Anmerkung: Die genaue Position des Verweises im Text nicht markiert.]

[10] Beste 12.

[11] Br. VI, 649 f. V, 492. Walch, K.v.B. 23. 65. k.

[12] IV, 291. V, 106. 201. 411. 516. Burkh. Br. 303. 401. 423.

[13] Seidemann, Ztschr. f. histor. Th. 1860. S. 265-69.

[14] Urkundenbuch 318 ff. Sie war 1509 die 14. unter 43 Klosterfrauen, gehörte also schon unter die Seniorinnen. Muhme bedeutet freilich nicht bloß Tante, sondern im allgemeinen soviel wie das süddeutsche Base (sogar = Nichte); ebenso „Ohm“ = „Vetter“ (auch = Neffe). So nennt Luther seine Nichte (Lene) „Muhme“ (T.R. IV, 54) und Katharina ihren Neffen (Florian) „Ohm“. S.o.S. 239.

[15] Schumanns Lexikon von Sachsen. Bd. 13, S. 671.

[16] Br. V, 64.

[17] Richter. 674, nobilis sed tum fere ad incitas redacta prosapia. Br. VI, 649 f. IV, 291.

[18] Lorenz, Sachsengrün, 1861, 1, S. 82; Z.B. die 2 Schönfeld 3 Sch. 20 Gr., Ilse Kitschers 40 Gr., die 2 Zeschau je 4 fl. rh., Magd. v. Staupitz 2 fl. Hirschfeld a.a.O. 127.

[19] Wiss. Beil. zur Leipz. Z. 1899, S. 35a Erasmus Epist. ed. Cler. Tom. III pag. 790 indotata (ohne Aussteuer). — Vgl. Luthers Rede und Gebet bei seiner Krankheit 1527. L.W XIX, S. 160 ff. — Das sog. Bild Katharinas von Bora, das sie angeblich im reichen Brautstaat mit dicken silbernen und goldenen Ketten zeigt (bei Fr. G. Hofmann, Katharina v.B., Leipzig 1845) stellt sie gar nicht vor, wie schon die gestickte Schrift C A B an der Haube beweist, denn das heißt nicht etwa C. a Bora. Seidemann, Beitr. I, 92. Vgl. übrigens das Siegel 266.

2. Im Kloster

Hierher bes. „Urkundenbuch“. Ferner: „Sachsengrün“ Kulturhist. Ztschr. I S. 82; Bräß, Wissensch. Beil. der Leipz. Zeitung 1899, Nr. 9. Vgl. A. Thoma, Gesch. des Klosters Frauenalb, Freiburg 1899.

[20] Vierordt, Gesch. der ev. Kirche im Großherz. Baden, Karlsruhe 1847, I. Bd. S. 30 ff. Frauenalb S. 18. Th. Murner, Schelmenzunft (1512). „Kloster und Stifte sind überall gemeiner Edellüt Spital“.

[21] Frauenalb S. 31: „Da alle Klausur und geistlichen Leute erdacht und gemacht sind, daß sie unserm Herrn und Gott dienen und für Tote und Lebende und alle Gebresthafte Bitten füllen“.

[22] Vgl. „Wie Gott einer Klosterjungfrau ausgeholfen“, Walch, L.W. XIX 2095 ff. Diese Nonne Florentina von Oberweimar. „Da ich 24 Jahre alt wurde, begann ich mein Gemüt und meine Geschicklichkeit zu fühlen und erkennen“.

[23] Monachum aut paterna devotio aut propria professio facit. Decret II part. c. 3. C. XX qu. 1. Vgl. Köstlin I 592, Frauenalb 19.

[24] Florentina a.a.O.: „Von meinen Eltern, welche geistlichen Stand für gut und selig angesehen, durch Bitt und Anregung meiner Muhme, der Domina (Aebtissin) zu Eisleben, wurde ich in das Jungfrauenkloster daselbst gegeben.“

[25] Frauenalb 19. — Ave Grossin wurde in Nimbschen als Kind angenommen — (Sachsengrün 81). Florentina, welche mit dem 6. Jahr ins Kloster kam, erzählt. „Da ich 11 Jahre, bin ich durch Angeben der Domina (Aebtissin) ohne alles Befragen (und wenn ich gleich wohl befragt, hätte ich keinen Verstand gehabt) also unwissend eingesegnet“.

[26] Br. II, 323. 319.

[27] Br. II, 331 (lies invito dicatis). 324.

[28] Urkundenbuch 319 ff. Die Nonnen pflegten nicht nach dem Lebensalter, sondern nach dem Eintrittsjahr aufgezählt zu werden. (Frauenalb 42 f.)

[29] Seckendorf I, 274. Engelhard, Lucifer Wittenbergensis v.d. Morgenstern v.W., d.i. vollständ. Lebenslauff der Cath. v.B., des vermeynten Ehe-Weibs D.M.L. Landsperg, 1747. I, 27.

[30] Nimbschen. Der Name lautet: Nimetzsch, Nimtsch(en), Nympschen, Nimptschen. Bräß a.a.O. — „Gestiftet zur Ehre und zum Dienste Gottes und seiner geheiligten jungfräulichen Mutter“. — Das Amt und Kloster fiel bei der Teilung 1485 an das Kurfürstentum. Sachsengrün, I, 82.

[31] Zu S. 8 ff. Vgl. Thoma, Frauenalb 77 ff. Zu S. 9-12 s. Urkundenbuch 319 ff. Bräß, 35a.

[32] Urkundenbuch 337. Zum damaligen Geldwert: l Schock = 60 Groschen. 20 Gr. = 1 fl. 14 gute Schock = 40 fl. — Damals kostete 1 Huhn 1/2 Gr.; 1 Schock (60) Eier 1 Gr.; 1 Scheffel Weizen 7 Gr.; ein Scheffel Hafer 3 Gr. Urkb. S. 376.

[33] Amsdorfs Brief an Spalatin vom 11. April 1523. „Ordinis B. Bernardi“.

[34] Im Freiberger Kloster gingen durch das Fenster am Chor Sachen (bes. Schriften) aus und ein. (Seidemann 128). — canes (statt canas?) vetulas.

[35] cum pueris heißt es. Sollten die Knaben der Aebtissin (S. 11) gemeint sein?

[36] Ueber die Feierlichkeiten s. Frauenalb S. 23-25.

[37] Urkundenbuch S. 166. Frauenalb 22.

[38] Metze = Magda(lena).

[39] Margarete hatte (1497) von ihrem Vater Hans v. Haubitz samt ihrer Tante als Leibgeding 64 Groschen Geld, 9 Hühner, 30 Eier und ein Hofichen Butter vom Vorwerk Haubitz verschrieben. (Urkb. zu 1497).

[40] Als das Stift evangelisch geworden war. Großmann, Die Visitations-Akten der Diöces Grimma I.H. Leipzig 1873, S. 181.

[41] S. Seidemann, Kollektaneen auf der Dresdener Hofbibliothek II unter „Bora“. Zu S. 13-15 Urkundenb. 319 f.

[42] Cordatus Nr. 954.

[43] Urkb. 303: 1504 nahm das Kloster „zur Anhebung der hl. Reformation“ Geld auf. 324: „Obgleich noch viel zur Reformation gehört.“

[44] Die ständige Eingangsformel eines Antwortschreibens lautet: Euern Brief habe ich erhalten und verstanden.

[45] In der Zeit, da das Kloster evangelisch geworden war, wurde den Schreibverständigen unter den Klosterfrauen aufgegeben, die jungen wenigstens, die es noch nicht konnten, schreiben zu lehren. Dr. Großmann a.a.O. S. 80.

[46] Sachsengrün, 81, Urkb. 319, 323. Altes Gesangbuch 290.

[47] Seidemann, Kollekt. Pars II unter „Bora“.

[48] Florentina bei Walch XIX 2095 ff.

[49] Florentina. Walch a.a.O.

[50] Bräß a.a.O. Anderwärts waren die Spenden bei der Einsegnung tarifmäßig festgesetzt und sehr beträchtlich; z.B. im Kloster Hausdorf erhielt der Propst allein 32 Gr. und 1 Fingerlin (Ring), die Priorin und Kellnerin je einen Schleier, 15 Gr., 4 Stück Fleisch, 1-1/2 Stübchen Bier und ein St. Wein, und alle Beamte und Bedienstete bis zum Blasbalgtreter, Läuter und Fensterknecht, sowie jegliche Jungfer, ihren ganzen oder halben Solidus. Mitzschke, N. Archiv für Sächs Gesch. XIX, 347.

[51] T.-R. II 233. „Wider Willen geweiht“: Br. II 330, lies: invito dic(a)tis „Hitzig“, T.-R. II, 233, vgl. Urkb. 324: „in Gottesliebe hitzig“.

[52] Frauenalb. 31. Urkb. 324.

[53] T.-R. III 230, II 124. 235 sagt Luther: „Es war eine lautere
Stockmeisterei und Marter der Gewissen im Beten. Da war nur ein
Geplapper und Gewäsch von vielen Worten; kein Gebet, sondern nur ein
Werk des Gehorsams.“

[54] Daß Katharina, wie seltsamerweise die katholischen Schriftsteller bis auf Evers hartnäckig behaupten (vgl. S. 262, Z. 27), Aebtissin gewesen sei, wird schon durch die Thatsache widerlegt, daß Margarete von Haubitz von 1509 bis zur Aufhebung des Klosters Vorsteherin war.

[55] Von den Nonnenklöstern stammen die zahllosen Paramentstücke der mittelalterlichen Gotteshäuser. So hatte die Wittenberger Stiftskirche 32 Teppiche, 18 Fahnen, 12 Samtdecken, 138 seidene Vorhänge und 221 Meßgewänder! G. Stier, Denkwürdigkeiten Wittenbergs, S. 10.

[56] Urkb. 316-319.

[57] Ebenda. — Vgl. Myconius, Summarium der Ref.-Geschichte 4: „Vielfeiern: Tag und Nacht singen, plärren, murmeln“.

[58] Sachsengrün, I, S. 82. — Der Bischof von Merseburg (Adolf, Fürst von Anhalt) kam am 28. April 1524 zur Visitation nach Grimma mit 40 Pferden und sechs Geistlichen. Förstemann, Neues Urkundenbuch, Hamburg 1842, S. 97.

[59] 1. Jan. 1291. 7. Okt. 1296; s. Urkb. 226.

[60] 23. Aug. 1311. Urkb. S. 221. 337.

[61] Weimarer Archiv, Rechnungen von 1517, 1519, 1530. Seidemann, Kollekt. II. Vgl. Grulich, Denkw., S. 27. Urkb. 315.

[62] Urkb. 322 ff.

[63] Urkb. 334. Sachsengrün I, 82. Urkb. 303, 307. 313: Beschwerden über die Mönche: „Alle Diener (Beamte), die vom Fürsten dahingesetzt, worüber die Aebtissin und Sammlung hält, werden von den Mönchen verfolgt. Sie wollen auch die neue Abtissin entsetzen wie die alte, aus Neid.“

[64] Urkb. 328. Der Vorsteher hieß Matthias Heuthlin.

[65] Urkb. 329. 337 f.

[66] Urkb. 344. „Mutter Kühnen wartet auf die kranken Jungfrauen.“ So beklagten sich die Nonnen in Freiberg, daß ihnen keine Liebesdienste, wie Krankenpflege und dgl. verstattet sei. Urkundenb. 325: Die Aebtissin ermahnt die Nonnen, den Statuten nachzufolgen, „daß ihr also durch dieselben geistlich lebet, auf daß ihr aufs letzte das Verdienst der guten Werke („Uebungen“) und Vergeltung eurer Arbeit mit dem ewigen Leben möget erlangen.“

3. Die Flucht aus dem Kloster.

[67] L.W. XIX, S. 1797-2155.

[68] T.-R. II 124, S. oben S. 18, 2. [Transkriptions-Anmerkung: Die genaue Position des Verweises im Text nicht markiert.]

[69] Matthesius 31, wonach auch der Inhalt des Büchleins angegeben ist. Vgl. Seidemann, Erläuterungen zur Ref.-Gesch. 113.

[70] Grulich, Denkw. v.T., S. 28. S. unten S. 32.

[71] S.o.S. 21. Walch, Leben der sel. Kath. v. Bora 64 f.

[72] Florentina a.a.O.

[73] Vgl. Ztschr. f.d. Gesch. d. Oberrheins, 1899, H. 1. S.o.S. 28 und S. 32.

[74] Br. III 321, 322. — 1534, als Luther allerlei Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht hatte, mußte er die austrittlustigen Nonnen auf diese Schwierigkeiten aufmerksam machen. Br. II, 322, IV, 580, 583.

[75] Br. II, 322. 327.

[76] Br. II, 323. — „Kinder“ = freigeborne Söhne und Töchter (liberi); vgl. Frauenalb 18. Damit sind Seidemanns (Erläuterungen zur Ref.-Gesch., Dresden 1844, S. 109) Bedenken über die „Sammlung (Konvent) von Kindern“ in Freiberg erledigt.

[77] Br. II, 320. Luthers Auslegung von I. Cor., 7. Walch XII, 287 f. — So enthielt der Ave Schönfeld ihr Bruder nach ihrem Austritt ihr Erbe vor, indem er sich auf das päpstliche (kanonische) Recht berief. Br. III, 289 f.

[78] E. Wezel, Kath. v.B. Geburtsort, Wiss. Beil. z. Leipz. Z., 1883, Nr. 71, S. 423 f. — Br. II, 323.

[79] Vergleichen kann man mit den Nimbschener Zuständen diejenigen im Kloster Freiberg. Hier vermittelte die Herzogin Heinrich (Enkelin des Böhmenkönigs Georg Podiebrad) die Schriften Luthers. Die Schriften kamen auch durch den Klosterprediger, den Balbierer Meister Philipp ins Kloster, wurden abgeschrieben u.s.w. Bei einer Visitation vergrub die Herzogin Ursula einen ganzen Sack voll lutherischer Büchlein ins Korn. Beim Salva Regina sangen die Lutherischen andere Wörter. — Viele, darunter Katharina von Mergenthal, die Herzogin von Münsterberg „waren rege und wollten springen; die Heerführerin drohte immer mit Auslaufen“ (Seidemann, 120). Unter den 77 Freiberger Nonnen waren ein gut Drittel (besonders die jungen) lutherisch, ein anderes Drittel altgläubig, das dritte Drittel „wie der Wind geht“. Die einen hielten die andern für „bännisch“. Die Priorin war lutherisch und half zur Flucht. N. Archiv f. Sächs. Gesch. III, 290-320, Seidemann, Erl. zur Ref.-Gesch., Dr. 1844, S. 109 ff.

[80] Br. II 323.

[81] III, 9.
[82] II, 323.
[83] II, 323.
[84] II, 327.

[85] Br. II, 321, 322 f. — Auch Luther dachte an Todesgefahr: „ob's auch das Leben kosten müßte“. Um diese Zeit, vor oder nach Ostern 1523 wurde Heinrich Kelner, welcher eine Nonne aus Kloster Sornzig entführt hatte, durch Herzog Georg zu Dresden geköpft, gespießt und an den Galgen gesteckt. S. 36. Und als um Fastnacht (4. März 1524(?)) zu Torgau 16 Bürger das Barfüßerkloster stürmten, erregte das den größten Unwillen des Kurfürsten Friedrich, zumal damals gerade kaiserliche Gesandte sich in Torgau aufhielten, um über die Religions-Angelegenheiten zu verhandeln. Der Kurfürst wollte den 16 an das Leben, so daß sie Frau und Kinder in Stich lassen mußten und flüchtig wurden; ein Glück, daß Kurfürst Friedrich bald starb und sein Bruder Johann milder gegen die Verjagten gestimmt war.

[86] Hofmann, S. 8 f., Torgauische Denkwürdigkeiten 1749, S. 38; Grulich, Denkwürdigkeiten Torgaus, Torgau 1855, 2. Aufl. S. 24 f. M. Sam. Schneider, Neue Beiträge 1758. „Im Jahre später stürmte Koppe mit anderm Pöbelvolk das Mönchskloster.“ — Der Klosterstürmer war aber wahrscheinlich der gleichnamige Neffe des alten Koppe; auf den Neffen paßt das Herumtreiben mit jungen Edelleuten während der Flucht. Der junge Koppe konnte auch verwandt mit Kunz von Kaufungen sein. — Der Klostersturm war auch wahrscheinlich 1525 nicht 1524, sonst würde sich nicht reimen, daß der Kurfürst bald starb. Auch ist 1525 das Jahr der Bauernunruhen, wo sich eine solche aufgeregte That eher erklärt. Noch weniger kann es 1523 sein; denn sonst hätte Koppe, sei's der ältere oder jüngere, nicht nach Torgau sich wagen dürfen.

[87] Hofmann, S. 9 f.

[88] Die verschiedenen Berichte über die Flucht s. bei Walch 64, Hofmann 11, Seidemann, Ztschr. f. histor. Th. 1860, S. 475. Lutherbr. 14. Bräß 36. Von Heringstonnen berichtet Arnold, Kirchen-und Ketzerhistorie II, 513. Vgl. Beste 17 f. Die oft erwähnte Florentina entkam ohne weiteres, als ihre Hüterin ihre Zelle zu schließen versäumte und die andern Nonnen im Schlafhaus waren. Die Herzogin Ursula von Münsterberg entwich durch die schlecht verwahrte Hintertür im Garten (N. Archiv für Sächs. Gesch. III, 304, Seidemann 118 f.); auch in Nimbschen war die hintere Pforte schlecht verwahrt. (Urkundenbuch 324). Die mündliche Sage in der Umgegend erzählt, es hätten sich alle neun Nonnen durch das Fenster in der Zelle Katharinas herabgelassen; auch habe diese bei der Flucht ihren Pantoffel verloren. Das Fenster wird an den heutigen Ruinen (des Refektoriums?) noch gezeigt und lange Zeit sangen die Zöglinge der Landesschule zu Grimma, an welche das Kloster mit seinen Einkünften übergegangen ist, dort bei Ausflügen lateinische und deutsche Hymnen. Das Fenster aber hat schwerlich zu einer Zelle gehört. Ebenso wird noch in Nimbschen der Pantoffel gewiesen, der aber ist ein Machwerk des vorigen Jahrhunderts.

[89] Menken Annal. a. 1523. Script. rer. Sax. 571: singulari consilio et calliditate. Facinus plane audacissimum. Asus est ex monasterio clam abducere. Br. II, 319; satis mirabile evaserunt.

[90] Br. II, 318; vom 8. April ex captivitate accepi heri ex Nimpschen 9 moriales.

[91] Grulich. Denkwürdigkeiten S. 29. „Auch Zwilling war bei der Hand und führte den Zug der Nonnen an“.

[92] Br. II, 319. vulgus miserabile. Kolde Ann. Luth. 443.

[93] Anspielung auf 1. Petri 3, 19 und Ephes. 4, 8, wonach Christus am Karsamstag zu den Geistern ins Gefängnis hinabstieg und die armen Seelen befreite, wie das auf mittelalterlichen Bildern mit so großer Vorliebe dargestellt wird.

[94] Br. II, 321. „Euer Audi“ läßt Luther auch in der Einladung zur Hochzeit grüßen III, 9.

[95] Der offene Brief an Koppe Br. II, 321-7.

[96] Burkhardt, 56. 109. Lorenz: die Stadt Grimma, 1112 f. Lauterbach 163 f.

[97] Dr. Bräß 36. Lauterbach 163 f. Seckendorf I 272: Elcetor dissimulavit factum. Die Aebtissin schrieb schon vorher an den Kurfürsten.

[98] Seidemann, Beitr. zur Ref.-Gesch. I, Dresden 1846, S. 60. Lorenz 1108 f. Urkundenbuch 340. Großmann, Visitationsakten der Diöces Grimma I, L. 1873 S. 78 ff. 181.

[99] Hofmann 14. Seidemann, Beitr. I, 92.

[100] Br. II, 354. III, 9. 32. 33.

4. Eingewöhnung ins weltliche Leben.

[101] II, 323. 319.

[102] II, 319 f. Kolde, Ann. L. 443.

[103] Br. II, 334. 433. 473. 584. 330.

[104] Br. IV, 580.

[105] Br. III, 170. 229 f. 236. Schönfeld, T.-R. IV, 50. Burkh. 193.

[106] Reichenbach stammte aus Zwickau und studierte in Wittenberg 1510-11. 1525 nahm er sein Haus in Lehen, 1530 wird er Bürgermeister, 1541 heiratete seine Tochter, 1543 starb er. (Buchwald 74 f. 173). Consil. Theol. Witt. IV, 19. Hofmann 13 f. Reichenbachs Haus ist übrigens nur in dem hundert Jahre später erschienenen Werk der Consil. Theol. Witteb. als Katharinas Zufluchtsort genannt. Bei allen gleichzeitigen Quellen kommt es nicht vor; auch in allen Berichten über die Trauung und Hochzeit wird das Ehepaar nicht erwähnt und von irgend welcher Beziehung des Lutherschen Hauses mir der Familie Reichenbach findet sich keine Spur. Er gehörte allerdings in den Freundeskreis Dietrichs und Baumgartners. Dietrich meldet diesem am 29. Jan. 1535 die Vermählung von Reichenbachs Schwester mit dem Nürnberger Strauch. (Ztschr. f. hist. Th. 1874 S. 546 f.) Dagegen weisen andere Anzeichen darauf hin, daß Käthe vielmehr in dem _Kranach_schen Hause gelebt habe; der König Christian, welcher im Oktober 1523 dort wohnte, verehrte der Jungfrau Käthe einen Ring: das kann doch nur für Dienste geschehen sein, die sie im Kranachschen Hause that. Ferner ist bei der Trauung Luthers als einzige Frau die Kranachin zugeben. Endlich steht Luther, wie Käthe, mit den beiden Eheleuten, seinen Gevattern, auch in späteren Jahren noch in reger Beziehung, während nirgendswo von einem Verkehr mit dem Reichenbachschen Ehepaar im Leben Katharinas geredet wird. Ich möchte daher vermuten, daß Käthe nur kurze Zeit im Reichenbachschen Hause untergebracht wurde, dagegen im übrigen in dem sehr umfangreichen und wohlhabenden Hause der Kranach als Stütze der Hausfrau Verwendung gefunden. Bei Kranach konnte auch Ave von Schönfeld untergebracht sein, weil ihr späterer Gatte Lic. Basilius Axt in Kranachs Apotheke beschäftigt war. In dem Brief, worin Luther den Medicus Basilius Axt empfiehlt, wird von diesem gesagt, er sei Apotheker bei Kranach gewesen und seine Gattin (Ave von Schönfeld) eine Mitschwester von Luthers Frau. (B. III, 292 vgl. 291).

[107] Beste 20. Hofmann 13, 26.

[Transkriptions-Anmerkung: Zur folgenden Bemerkung gibt es keinen
Verweis im Text.]

Seidemann, Ztschr. f. hist. Th. 1874. S. 533 ff.

[108] Consil Witt. IV, p. 19.

[109] Br. II, 325.

[110] Br. II, 553. W.L.W. XXI, 916. Beste 22, 2.

[111] Ztschr. f. hist. Th. 1874. S. 544-58. Br. II, 553.

[112] Corp. Ref. I, 1114. Br. III, 532, wo Luther und Melanchthon an Abt Friedrich für eine Wittenbergerin fürsprechen, welche ein junger Nürnberger heiraten will.

[113] Abr. Scultetus Ann. ad. ev. renov. ad a. 1525. p. 80. Seckendorf II, 17. Walch 92-96. Beste 23 f.

[114] „Meine Käthe hatte ich damals nicht lieb, denn ich hielt sie verdächtig, als wäre sie stolz und hoffärtig.“ T.-R. IV, 50.

5. Katharinas Heirat.

[115] Ostern 1525. Br. II, 643. 646. — Vgl. T.-R. IV, 132.

[116] Schadow, Wittenberger Denkwürdigkeiten, W. 1825, S. 61.

[117] Hochmeister: Br. II, 673 f. 678. Spalatin: II, 643. Seckendorf II, 274.

[118] T.-R. IV, 145: „Die kaiserlichen Rechte sagen: Wer eine Nonne nimmt, der habe das Leben verloren und das Schwert verdient“.

[119] Br.: II, 35. 40. 49. 102 f. 583. 637.

[120] Cordatus 1509. Argula. Br. II, 570. 646. W. XXI, 931.

[121] Lingke, D.M.L. Reisegeschichte, L. 1769, S. 157. Luther war vom 16. April bis 6. Mai auf der Reise. Br. II, 643. — Anfangs März bat Luther Amsdorf, zu ihm zu kommen, um ihm in seinen Anfechtungen ein Trost zu sein. Br. II, 634.

[122] W. XX, 1685. X, 861. Seckendorf II, 17, I, 274. Scultetus p. 80. 274. Br. II, 643. 655. 678, III, 1. 3. 13. 21. 32. Consil. Theol. Witteb. IV, 19. Lingke 151-3. — „Es ist der Welt Gott der Teufel (der ja selbst ein Hagestolz ist), der Verspötter jeder Gott gefälligen Gattenliebe und jedes ehrsamen Familienlebens, der den Ehestand so verleumdet und schmählich gemacht hat“ (W. X, 806). „Wer dem Ehestand zuwider ist und redet übel davon, der ist gewiß vom Teufel.“ (Matthes. 138.) Erasmus spöttelte, Luther erlaube andern, was er selber nicht wage. Schlegel, Vita Spalatini, 211. 214. — T.-R. IV, 36.

[123] W. X, 962. Erasmi Opera ed Cler. III, 1 ep. 80. Br. III, 21. So schreibt L. 1526 bei der Taufe seines Erstgebornen. „Ich scheu des Prangens, als wollt ich mich mit einem Mönchs- und Nonnen-Kinde herfürthun“ (III, 113). — Nonne trotz kaiserl. Rechte: T.-R. IV, 145.

[124] Die Schönheit Katharinas behauptet u.a. Erasmus III, 1 ep. 730. „Ein Mägdlein von feiner Gestalt“. „Eine schöne Frau“: IV, 553. „Nicht in Leidenschaft entbrannt“: III, 9. Reim: Seidemann in Schnorrs Archiv IX, S. 3. Ueber schöne Frauen, T.-R. IV, 40.

[125] II, 646. Diese 2 Frauen waren wohl 1. die Ave von Schönfeld, von welcher L. 1536 sagt: „Wenn ich vor 13 Jahren hätte freien wollen, so hätte ich Eva Schönfeldin genommen, die jetzt der D. Basilius, der Medicus, in Preußen hat“ (T.-R. IV, 50); und 2. „jene Alemannin, meine Verlobte“, von welcher im Januar 1526 das Gerücht ging, Amsdorf habe sie geheiratet. Br. III, 77. Salus (=Ave) Allemanna, vgl. die vier Brüder Alemann III, 418. Man deutet aber diese Aeußerung L. drei „Frauen“ auch allegorisch auf die drei Mönchsgelübde (Beste 31) u.a.

[126] II, 655. Luther war am 19., 28., 29. April in Eisleben.

[127] Die üble Nachrede (III, 2 infamantibus me cum Catharina Borana) war vielleicht die Lüge von einem frühzeitigen unerlaubten Umgang der beiden Brautleute, welche auch Melanchthon in seinem bekannten vertrauten Brief an Camerarius zurückweist. S. 58. Luther war wegen der an sich selbst erfahrenen und auch sonst wahrnehmbaren Verleumdung Verlobter gegen lange Verlobungszeit. T.-R. IV, 41, Br. III, 1-3, 9-12.

[128] T.-R. IV, 73. Cord. 1511.

[129] Luthers Augen beschreibt Melanchthon (Ztschr. f. K.-G. IV, 326) als braun mit einem gelben Ring darum: der Ausdruck habe den kampflustigen Blick des Löwen. — Ueber Luthers Aeußere vgl. Küchenmeister, L.'s Krankheitsgeschichte, 42. 116. Bei dem Besuch bei Kardinal Bergerins (s.o.S. 115) trug, wie dieser bemerkte und aufschrieb, Luther ein Wams aus dunklem Kamelot, die Aermel mit Atlas eingefaßt, darüber einen kurzen Rock von Sersche mit Fuchspelz gefüttert, an den Fingern mehrere Ringe, um den Hals eine schwere goldene Kette. Luther wollte damals dem Kardinal imponieren und recht jung aussehen, um ihn zu ärgern; er meinte, so müsse man mit Füchsen und Schlangen handeln.

[130] T.-R. IV, 38.

[131] Kawerau, der Briefwechsel des J. Jonas, Halle 1884/5, I, S. 94.

[132] „Herkömml. Bräuche“: im Briefe Mel. an Camer. (ed. W. Meyer, München, Akadem. Buchdr., 1876, S. 6 f. Vgl. Köstlin I, 768 f., 817 f. — T.-R. IV, 72: L. führt nach dem Nachtessen die Braut zum Bette. S.u.S. 121 f.

[133] Die Trauform in Luthers Traubüchlein (1529), welche sich wohl dem herkömmlichen Gebrauch anlehnt, ist folgende: Vor der Kirche geschieht die Trauung durch einen Weltlichen oder Geistlichen. Da wird „Hans und Grete“ gefragt: Willst Du den oder die zum ehelichen Gemahl haben? Auf das Ja! wechseln sie Trauringe; der Trauende fügt die Hände zusammen und spricht: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ Und: „Weil denn Hans N. und Grete N. einander zur Ehe begehren und solches hier öffentlich vor Gott und der Welt bekennen, daraufhin sich die Hände und Trauringe gegeben haben, so spreche ich sie ehelich zusammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Darauf folgt in der Kirche Gebet und Segen. Später wurde in Wittenberg die Trauung in der Kirche üblich. Köstlin II, 642, 63. Vgl. T.-R. IV, 53. „Da verlachet D. Philipp höhnisch, wenn wir Braut und Bräutigam in der Kirche öffentlich zusammengeben, gleich als dürfte man nicht beten zu solchen Sachen.“

[134] Kawerau, Jonas' Briefw. a.a.O. — „Gelöbnis“ Wittenb. Stadtrechnung. Vgl. V, 196: sponsalia confimare.

[135] Hofmann 47.

[136] W. X, 855 f. 967 f. III 2, 567 f. 2565. Bugenhagen an Spalatin. Luther fordert im „Traubüchlein“, die Ehe als öffentlicher Stand solle auch öffentlich vor der Gemeinde vollzogen werden, vor oder in der Kirche, wie es die Brautleute begehren. — Auch Matthes. redet von einem öffentlichen Kirchgang Luthers, desgl. Consil. Theol. Witteb. — Bezeichnungen für die Hochzeit bei Schild, Denkwürdigkeiten Wittenbergs, W. 1892, S. 25. Luther hielt — gegenüber Melanchthon — sehr auf die herkömmlichen kirchlichen Bräuche bei der Hochzeit. T.-R. IV. 72. Als Wittenberger Brauch der Heimführung wird (Buchwald, Zur Wittenberger Stadt- und Universitäts-Gesch. 35) erzählt: „Röhrer führte seine Braut nach der Hochzeit im Hause Dr. Beiers in unser Haus mit feierlichem Geleite der Frauen.“ Vgl. M.H. Gottl. Kreußler, Denkmäler der Ref., L. 1817, S. 29. „Die kleine Gesellschaft brachte das Brautpaar heim.“

[137] Hochzeitsbriefe III, 1. 3. 9. 11-14.

[138] Hochzeitsgeschenke, Hofmann, 52 f.

[139] Siehe bei Hofmann das Titelbild. Seidemann, Beitr. zur Ref.-Gesch. I, 92.

6. Das erste Jahr von Katharinas Ehestand.

Br. II, 582, III, 32.

[140] „Schwarzes Kloster“ d.h. Kloster der schwarzgekleideten Augustiner im Gegensatz zu dem unteren „grauen Kloster“, dem Sitz der grauen „Minderbrüder“. — Studierstube, Br. II, 543, T.-R. IV, 476. Ausrüstung, Br. III, 472 f. Winterzimmer, III, 221. Bilder: Der Karlstadtianer Ickelsamer („Klag etlicher Brüder“) rügt, „Luther wolle bei sich gemalte götzische Bilder haben.“ T.-R. I, 137: „Gemälde an der Wand. Das Kindlein Jesus schläft in seiner Mutter Arm“. S. 311. „Da D.M. das Kindlein Jesus gemalt im Schoße der reinen Jungfrauen ansahe“. — Seidemann, Grundbesitz 496. Die gesamte jetzige Einrichtung des Lutherzimmers ist nicht echt, namentlich Tisch und Ofen aus späterer Zeit. Ueber das Lutherhaus s. H. Stein, Geschichte des Lutherhauses, Wittenberg 1883. Das Lutherstüblein war aber nicht im Turm, sondern ist das vorhandene. — S. Seite 74 f. und Anmerkung dazu. S. 285.

[141] In dem Krankheitsbericht des Jonas von 1527 speist die Familie, scheint es, im untern Stock und Luther geht von da in das Schlafzimmer hinauf.

[142] Seidemann, Grundbes. 484. S. 8. Kapitel und [239].

[143] Förstemann, N. Mitteilungen a.d. Gebiete hist.-antiq. Forschungen III, S. 113: „1 Schwäbisch, Frau katharin Doctoris Martinj Ehelichen Weyb zeum Newen Jhare geschenckt.“ — Consil. Theol. Witteb., Frankf. 1664, S. 19: „1 Sch. 8 Gr. 3 Heller vor ein Schwebisch Haub Frau Katharinen, Doctoris Martini Ehelichem Weibe zum Neuen Jahre geschenckt.“ Hofmann 52 meint: Ein Stück oder Schock schwäbische Leinwand. Kasten V, 162. Geräte VI, 325 f.

[144] III, 18. „Ich bin an Kethen gebunden und gefangen und liege auf der Bore (Bahre) scilicet mortuus mundo. Salutat tuam Catenam mea Catena. III, 9: „Ich bin meiner Metzen (Meid = Jungfrau) in die Zöpfe geflochten“. S. oben [38].

[145] T.-R. IV, 41.

[146] Im Studierstüblein Bücher auf Bänken und Fenstern, 111, 472. — Hochmeister Cord. 1510. Vielleicht aber meinte Käthe den Markgrafen Georg von Ansbach. — Brief über Erasmus 111, 212.

[147] Cord. 38. T.-R. II, 208, IV, 121, vgl. 78: „Die Weiber sind von Natur beredt und können die Rhetorikam, die Redekunst wohl, welche doch die Männer mit großem Fleiß lernen und überkommen müssen.“

[148] Garten und Brunnen III, 117. Schild a.a.O. Birnbaum, T.-R. II, 369.

[149] Das als Titelbild diesem Buch vorgesetzte Bild weicht bedeutend von dem im Text geschilderten ab.

[150] T.-R. IV, 114.

[151] Luther nennt es selbst „meine abenteuerlich Geschrei“.

[152] Br. III, 10. Camerarius. Narratio de Vita Mel., L. 1723, p. 103, CXXX.

[153] C.R. I, 754, Melanchthon. Camerarius p. 103 f. Vgl. Hausrath, Kleine Schriften, L. 1883, S. 253 f.

[154] III, 3.

[155] Quellensammlung fränk. Gesch., Bamberg 1853, IV p. LXII. Beste 103-6.

[156] Erasmi Opp. ed. Clerie. III 1. ep. 781. 790. 900.

[157] Seidemann 555.

[Transkriptions-Anmerkung: Zur folgenden Bemerkung gibt es keinen
Verweis im Text.]

Schmähschriften. Hofmann 190 ff.

[158] W. XIV, 1335 f. Br. III, 299. 365.

[159] S.o.S. 36. Br. III, 9. 32. 49. Hofmann 77. Ratzeberger 69 ff.

[160] III, 94 f.

[161] III, 125: Mihi morigera et in omnibus obsequens est et commoda plus quam sperarem.

[162] Mel. griech. Brief an Camerar. Vgl. Hausrath 254. T.-R. IV, 304.

[163] Br. III, 55. 58. 32. 49. Seckendorf II, 81.

[164] III, 9.

[165] L.W. „Das Pabstum mit seinen Gliedern gemalet“.

7. Katharina als Mutter ihrer Kinder und Hausgenossen.

[166] Der Gevatterbrief an Kanzler Müller lautet. „Gerne thät ich's, daß ich m. gn. Herrn (d.i. wohl der Graf von Mansfeld) zu Gevatter bäte: aber ich scheu des Prangens, das man mir würde zumessen, als der ich mich mit einem München- und Nonnenkinde wollt herfürthun und große Herren zu Gevatter bitten. Darum will ich hieneiden bleiben und bitte Euch, sich des Kindes annehmen und geistlicher Vater mit sein, daß es zum Christen möchte geboren werden.“ Br. III 113. T.-R. III 144. Br. III 115 f. 125. 128.

[167] III, 173. 213. 264. Kolde, An. L. 97. Natürlich säugte Katharina ihre Kinder selber. T.-R. II, 165.

[168] III, 364. T.-R. I, 44. 199. Cord. 639.

[169] Kawerau, Briefw. des J. Jonas, Halle 1884, I, 116. Beste 74. Br. III, 246. 364 f. 376. 390.

[170] III, 448. — Es war am Himmelfahrtsabend.

[171] III, 447 f. T.-R. II, 274.

[172] Mayer p. 40. Veit Dietrich 19. Juni an Käthe.

[173] T.-R. I, 205 f.

[174] Beste 77 f. Br. IV, 313. 320. 414. T.-R. I, 118. 200. IV, 131.

[175] Br. IV, 419.

[176] Hofmann 156 f. Vgl. T.-R. IV, 515. 525.

[177] Br. IV, 436. Hofmann 156-88.

[178] IV, 436 f.

[179] Mayer § 22. Cord. 1235.

[180] IV, 574. 623. V, 129. 163. VI, 153.

[181] T.-R. I, 118. 178. 181. 198 ff. 211. Br. III, 123. IV, 343.

[182] T.-R. I, 26. 213. Ratzeberger 60. Rietschel L. und sein Haus. Halle 1888. S. 45. („Der Kleider und des Baretts springen“ — Sack- oder Hosenlaufen und Barlauf?) Jost Br. IV, 7. Jost und Lippus; 41.

[183] T.-R. I, 13. Matthesius 145a. Br. IV, 41 f. 343. V, 163. Ratzeberger 59.

[184] T.-R. I, 294. 212. 185. 178. Cord. 732. Weißlinger in seiner Schmähschrift „Friß Vogel oder stirb“ (Straßburg, 1726, S. 78) hat ein Familienbild: D. Luther, die Frau Käth und liebe Jugendt; darauf stehen in einer Gruppe das Ehepaar, an den Vater angeschmiegt „Hänßchen“, dann dem Alter nach „Lisel“, als erwachsenes Mädchen (obwohl sie mit einem halben Jahr gestorben ist.), „Lenchen, Martin, Paulus, Gretel“; in der Thür steht ein älterer Knabe mit der Schrift. „Ich heiß Andräsel“. — Dies Bild hat mit Weglassung von Elisabeth ein Straßburger Maler etwas veredelt nachgebildet und diese Nachbildung ist in der „Niederlage Christlicher Schriften“ in Straßburg als Photographie erschienen und in G. Buchwalds D.M.L. deutsche Briefe (L. Bernh. Richter 1899) reproduziert. — Vielleicht ist das Weißlingersche Bild unter schmähsüchtigem Hinzuthun des „Andräsel“ einem älteren Original nachgebildet; die Tracht der Kinder weist zum Teil auf die Wende des 16. Jahrhunderts. Bei Luther, Käthe und Lenchen hatte der Zeichner offenbar die bekannten Originale vor Augen.

[185] Muhme Lene. Magdalena von Bora fehlt in dem Nimbschener Personenverzeichnis von 1525/6. Von 1520-25 fehlt ein solches. IV, 44 f. Vgl. T.-R. I, 200.

[186] T.-R. III, 153. Br. IV, 42. 132. 343.

[187] Lauterbach 2. 141 f. 164 f. Cyriak Br. III, 550. IV, 8. 15. 121. 139. VI, 123.

[188] Lies. gleichzeitig, statt „frühzeitig“. Von dem Adoptivsohn Andreas schreiben sich die katholischen Verleumdungen des Lutherschen Ehepaares her, daß er als „Sohn“ bald nach der Hochzeit geboren sei. (Vgl. oben S. 58). Ueber diese Verleumdung vgl. Lauterbach V und 141 Anm. desgl. Lutherophilus, „Das 6. Gebot und Luthers Leben.“ Halle, 1893.

Fabian hatte in der „Specke“ ein Abenteuer mit einigen Schlangen, das er daheim natürlich gehörig übertrieben erzählte: als er dahin spazierte und sich darin schlafen legen wollte, trat er auf ein Nest voll Schlangen, die über einen Haufen lagen; die Tiere zischten ihm entgegen, der junge Siegfried aber zog sein Schwert, hieb unter sie, der einen den Kopf, der andern den Schwanz ab, bis das ganze Nest zerstört war. T.-R. I, 233.

[189] Hans Polner Br. IV, 131. VI, 123. 151. Cord. 444 N. lies: Hans statt Andreas Polner.

[190] V, 492. VI, 649 f. Kolde, Anm. Luth. 428. Ztschr. f. Kirchengesch. 1878, S. 145. Neobulos, eigentlich Neobolos.

[191] IV, 342 f. T.-R. I, 350.

[192] III, 217 ff. VI, 683 unter „Mocha“.

[193] III, 178. V, 189.

[194] Ganerben = Gesamterben. Wie falsch diese Beschuldigung des Stehlens war, geht daraus hervor, daß die Herzogin mittellos zu L. kam und ihre Begleiterin ein großes Vermögen im Stich gelassen hatte. (Br. III, 290). Katharina von Mergenthal, (IV, 469) Anna und Christina Korb hatten nichts mitgebracht, als ihr Pelzlein und Ziechen vom Bettgewand. (N. Archiv f. sächs. Gesch. III, S. 319).

[195] S. 104. Br. III, 219. — Die Matronen Luther, Melanchthon u.a. pflegten in der Stadt schwangere Frauen zu besuchen und zu beraten. Seidemann, Beitr. S. 496. Kollekt. unter „Bora“.

[196] Köstlin II, 115. Nach Seckendorf II, 122 war die Kurfürstin drei Monate im Lutherhaus.

[197] Kolde, An. Luth. 378.

[198] V, 46 f.

[199] „Bildenhauer“ († 1539) T.-R. I, 206. 248. Br. V, 201. VI, 328.

8. Katharinas Haushalt und Wirtschaft.

[200] Seidemann, Luthers Grundbesitz. Ztschr. f. histor. Th., 1860, 475-570. Stein, die Geschichte des Lutherhauses. Wittenberg, 1883. Vgl. J. v. Dorneth. M. Luther, Berlin 1886. II, c. 12. III, c. 10. 24.

[201] Luther wußte, was ihm alles auferlegt wurde: „Luther hat einen dicken Rücken, er wird auch diese Last tragen.“ IV, 294.

[202] Cord. 1057. T.-R. IV, 78. 114. Br. III, 417. C. Ref. IV, 890. Vgl. Hofmann 93. — Zu I Cor. 7. W. II, 2830.

[203] Cord. 1079.

[204] V, 228. CR. VI, 625. VII, 144.

[205] H. Stein, Geschichte des Lutherhauses. Wittenb. 1883.

[206] T.-R. IV, 272 (Kellereinsturz). Vieh: Burkh. 409. 1 Kuh war damals wert 3 fl.; 1 großes Kalb 2 fl.; 1 Ziege mit 2 Jungen 2 fl.; 1 Schwein 1 fl.; 1 Ferkel 1/3 fl. — Hühner T.-R. II, 81. IV, 24. Schweinehirt Johannes T.R. III, 128.

[207] Reparaturen. VI, 327. V, 424.

[208] Grundbes. 484 f. Br. VI 324-326.

[209] 1541. Burkh. 403 f.

[210] Stein a.a.O.

[211] T.-R. I, 102. 123. 183. 213. IV, 291.

[212] Geräte VI, 325. Kasten V, 162. Becher IV, 342. Vermächtnis: Burkh. 362. Uhren III, 168. 449. Messer: Burkh. 270.

[213] Br. VI, 331.

[214] Urkunde: Burkh. 202 f.

[215] Myconii Summarium der Ref.-Gesch. Cyprian IV, 27. (2. Aufl.) W. XI, 67. Br. V, 11. 127. 493. 668. 629. 319. 602. III, 156. Ueber das teure Leben in Wittenberg beklagte sich auch ein Student 1532. Buchwald 103. Sonst 1 Kandel Wein 3 ₰. T.-R. I, 268.

[Illustration: Grundriß des Lutherhauses (um 1540).

(Nach H. Stein, Gesch. des Lutherhauses, Wittenberg 1883.)

  a Kollegienstraße.
  b Häuser darin.
  c „Haus Bruno“.
  d „Des Rymers Häuslein an Thor“.
  e Eingang.
  f Hof.
  g früherer Kirchhof.
  h altes Kirchlein.
  i Ställe.
  k Brauhaus.
  l Brauthor.
  m Thordurchgang (Turm?).
  n Garten.
  o Thür in der Mauer.
  p „Das hindere neue Haus“.
  q Lutherhaus (Schwarzes Kloster) 1. Stock.
  r Haupteingang.
  s Turm mit Wendeltreppe.
  t Flur im 1. Stock.
  u Vorzimmer
  v Wohnzimmer.
  w Schlafkammer.
  x Feuerungsraum.
  y Zimmer mit Fallthür und Treppe.
  z Studierstube.
  ab Aula.
  A Vorlesungssaal.
  B Stadtmauer.
  C Stadtmauer.
  D Wall.
  E Nebeneingang mit Wendeltreppe.

[216] VI, 297. T.-R. I, 258. 274 f.

[217] Jonas hatte einen Weinberg, Melanchthon (wohl durch seine Frau, eine Wittenberger Bürgermeisterstochter) verschiedene Grundstücke.

[218] Burkh. 319.

[219] T.-R. I, 141. 142. 146. IV, 667. C.R. XXIV, 392.

[220] Br. VI, 328. Garten: Burkh. 409. — Der Platz „Am Saumarkt“, später „Viehmarkt“, wo der kurfürstliche Karpfenteich war, („Saumärkterin“ V, 783, „auf dem neuen Saumarkt“, Burkh. 356 f.) ist heute die Lutherstraße. (Wittenberger Urbar VIa. 1625, Lagerplan.) — Richter, Geneal. 398 ff. Beste 127. Fischteichlein T.-R. I, 179. — In der Hausrechnung (VI, 2) 1536 ist nur vom Bildenhauerschen Garten geredet, in dem Steuerschlag 1542 (Burkh. 409) vom Garten an der Zahnischen Straße, im Teil-Receß 1553 (Beste 127) vom „Baumgarten am Sewmargkt“, der samt dem Hopfengarten an der Specke für 500 fl. angeschlagen wird — also scheint er an Gelände oder Gebäude (durch den Krieg?) verloren zu haben. Oder sollte der Garten an der „Zahnischen Straße“ = am Saumarkt sein? Nach weiteren Erhebungen ist wahrscheinlich, daß die Zahnische Straße den Anfang der heutigen Dr. Friedrichstraße bildete. Dann wäre thatsächlich der Saumarkt da, wo die Zahnische Straße und die Faule Bach sich schneiden.

Die Lage wäre so.

[Illustration: a-b Zahnische Straße. c-d Faule Bach. e-f Rische Bach.]

Der Bildenhauersche Garten (für 900 fl.) lag nach dem Steueranschlag nicht „unter dem Rat“ wie der an der Zahnischen Straße. (Burkh. 409)

[221] Br. IV, 575. VI, 328 f. Wolfs Vogelherd: 154 f. V 787. Vgl. Burkh. 409.

[222] Burkh. 403. Hofmann 98. — Der „Lutherbrunnen“ gehörte der Stadt.

[223] Br. VI, 547. Grundbes. 520. Pfähle Br. V, 637. Hauspostille 1. September 1532. Rebenstock II, 124b. Stehlen: Grundbes. 530.

[224] Bienenstock. Rebenst. II, 109. Fische T.-R. II, 80.

[225] a. 1542 schätzt L. Braunen Haus auf 420 fl. IV, 575. Grundbesitz 502. Br. VI, 328: Die 250 fl. scheinen übrigens eine Abschlagszahlung gewesen zu sein, denn das Haus kam höher zu stehen. Der Kaufbrief (v. 1541) bei Richter Geneal. Luth. lautet: Bruno Brauer Pfarrer zu Dobin verkauft erblich eine Bude im Elsterviertel zwischen D. Luthers Behausung und Bruno Brauer an Luther und seine Erben mit allen Gerechtigkeiten und mit Gehöft und Raum von der vordern Säule bis auf die erste Ecke des Brunnens und von der hintern Ecke des Brunnens bis auf die alte Badestube, zusamt derselben Badestube für 430 fl. zu 20 Groschen jeden.

[226] „Mein lieber Herr“ ist = mein Gemahl.

[227] Burkh. 319. Nach dem Bericht von Kanzler Brück an den Kurfürsten vom 13. März 1546 hat Frau Käthe dennoch „die Böse (das ist doch wohl das Gut Boos) zur Miet und um einen liederlichen Zins etliche Jahr her inne gehabt“. Förstemann, D.M.L. Testamente. Nordhausen 1846, S. 31.

[228] S.o.S. 3. T.-R. II, 233. Br. V, 358. 298. 318. 431. 434. 753. VI, 304. Burkh. 357.

[229] V, 312 f. 358. 495. 605. 609. 323. Ueber Käthes Walten in Zulsdorf vgl. Anton 193 ff.

[230] VI, 318. V, 313. 427. 448 f. 482. 507. 528. Burkhardt, Th. Stud. und Krit. 1896, S. 161. Der Scheunenbau spielt zwei Jahre lang. C.-R. VII, 125.

[231] Zulsdorf wird in 21 Briefen und T.-R. II, 233 erwähnt. (S. Br. VI, 705). V, 300. 318. 323. 394. 400. Den Mainzer Erzbischof und den Herzog Heinrich von Braunschweig nennt Lauterbach in dieser Zeit „die wahren Türken“. V, 401.

[232] V, 299. 659. VI, 304. — An der Decke war einer der bekannten Tintenflecke und am Balken ein Spruch, angeblich von Luthers (?) Hand. „Willt du Trost haben, so gehe nach Droßdorf“ (1/4 Stunde davon gelegen). Daß das Gütlein nicht ganz ohne Schmuck war, zeigen die noch vorhandenen Reliefbilder von Luther und Käthe, zwei Medaillons, das eine in Stein, das andre in Gips; beide, besonders das letztere, kraß realistisch; sie sind später auf das Hofgut Kieritzsch und dann in die dortige Kirche gekommen. Eine Nachbildung des Reliefbildes von Katharina ist in der Leipziger Illustr. Zeitung vom 2. Febr. 1899. Vgl. oben S. 263.

[233] L.W. II, 279. T.-R. IV, 59. L.W. XXI, 169*. Br. IV, 643. T.-R. III, 128. IV, 62.

[234] Cord. 1471. 1597. 589. Schlaginhaufen 419. T.-R. IV, 199.

[235] T.-R. IV, 306 (Cord. 980). L. führte diese Bezeichnung Käthes als „Morgenstern“ als Beispiel für die zahlreichen „Metaphern“ oder „verblümte Wort“ der deutschen Sprache an, neben Redensarten wie „groß Geschrei — wenig Wolle“; „er hängt den Mantel nach dem Winde“. — Bekanntlich hat Engelhard diese Methapher im gehässigen Sinn als Lucifer Wittenbergensis zum Titel seiner Schmähschrift gemacht: „Lucifer Wittenbergensis oder der Morgenstern von Wittenb., d.i. Vollständiger Lebenslauff C. von Bore, des vermerkten Ehe-Weibs D.M. Lutheri, in welchem alle ihre Scheintugenden, erdichtete Großthaten, falsche Erscheinungen weitläuffig erzehlet werden v. R.D. Euseb. Engelhard.“ Landsperg 1747. — Käthes Krankheiten: Cord. 965. T.-R. IV, 24. II, 230. 233. III, 37. 122. 131. IV, 259. Br. IV, 530. V, 271.

[236] VI, 547. 332.

[237] Lauterb. 111. T.-R. IV, 593. Rietschl 43 f. L.W. XXI, 163*.

9. „Wunderliche Rechnung zwischen D. Martin und Käthe.“

[238] Br. VI, 151. V, 403. IV, 342. Widerruf vom Fegefeuer. Cord. 105 f. Br. IV, 575.

[239] L. Grundbes. 518. (Burkhardt) Stud. und Krit. 1896, S. 158 ff. 1894 S. 769. Burkh. 432. Kolde, An. L. 396. 409.

[240] VI, 325 f. II, 524, 618.

[241] Diener III, 342. 449. VI, 324 f. Kolde, An. L. 195. Seidemann, Grundbes. 484 f.

[242] Br. III, 104. T.-R. III, 308. Br. III, 496.

[243] III, 495.
[244] V, 189.

[245] Ratzeberger 59 f.

[246] IV. 342.

[247] Mathes. 144b. 377. Vgl. Kolde, An. Luth. 254. Hoffmann 99 f.

[248] Lauterbach S. 5.

[249] VI, 328 ff.

[250] Eine Schneiderrechnung: „1 Rock, Hosen und Wams Doktori Martino zu machen bei Schneider Cunz Krug 18 Gr.“

[251] Würze und Zucker durfte allein der Apotheker (Lukas Kranach) verkaufen. — 1 Loth Seide kostete 1 Gr. 6 ₰; 5 Ellen Barchent 21 Gr. 8 ₰. — „10 Ellen schwarz puritanisch Tuch vor 3 Schock 20 Gr. hat der Rat (1524) D.M.L. zum Rock geschenkt und Hier. Krapp (Melanchthons Schwager war ein Gewandschneider) bezahlt.“ Schild, Denkw. Wittenb. S. 27.

[252] Die Paten waren in Wittenberg sehr zahlreich, wie man schon bei Luthers Kindern sieht. Am 20. Jan. 1536 wurden neun Kinder auf einmal getauft; da war natürlich auch D. Martinus, ferner D. Pommer, M. Philipp und viele andere treffliche ehrsame Leute Gevattern. T.-R. IV, 146. Luther stand zahllose Male zu Gevatter. Er hatte es so oft versprochen, daß er einmal gar nicht mehr wußte, wem, und es seinem Famulus auftrug, es auszukundschaften. IV, 559. (Das erinnert an den vergebenen Traum Nebukadnezars, Daniel 2). Hochzeiten V, 570.

[253] Br. IV. 342. Mathes. 144b: In der Teuerung zur Pestzeit borgte L. beim Schösser etliche Scheffel Frucht und „wagte sie an die armen Leute“. T.-R. II, 212. Bezeichnend ist ein Zettel des Doktors (an den Stadtrat?) vom März 1539: „Lieben Herrn! Es muß dieser arme Gesell auch Hungers wegen davon. Nu hat er keine Zehrung wie die andern und muß fern reisen; weil er aber ein fromm gelehrt Mann ist, so muß man ihm helfen. So wisset Ihr, daß meines Gebens ohn das viel und täglich ist, daß ich's nicht kann alles erschwingen. Bitt derhalben, wollet ihm 30 Gr. geben; wo nicht so viel da ist, so gebet 20, so will ich 10 geben; wo nicht, so gebet die Hälfte. 15, so will ich die andere Hälfte geben. Gott wird's wohl wiedergeben. Martinus Luther.“ VI, 226.

[254] III, 157. V, 570.

[255] Cord. 1601.

[256] VI, 329.

[257] Cordatus Nr. 1057 hat nur 50 fl. Im Jahre 1537 aber bei der zahlreichen Familie und den vielen Kostgängern kann das lange nicht gereicht haben, wenn er auch nur die Barauslagen rechnet. Sonst wäre ja auch die Haushaltung nicht „wunderlich“. — VI, 331.

[258] Fürstemann, Denkmale D.M.L. errichtet. Nordh. 1846. S. 27.

[259] III, 111. 115.

[260] Potentem et avarum. Strobel, Beitr. II, 481. C.R. V, 314. „Die richtige Bezahlung“. Förstemann, Luthers Testamente. Nordhausen 1846, S. 3.

[261] T.-R. IV, 62.
[262] VI, 329.
[263] IV, 342.

[264] An Link: III, 10. 104 an Rühel. „L. Hr. Dr. und Schwager! Das ihr meine Käthe hie zu W. geben habt, bin ich lang hernach inne worden; meinte nicht anders, Ihr hättet's hinweg, wie ich bat.“ — Käse: IV, 556 und 599 u.a. Kolde, Ann. L. 423. Kolde, M. Luther II, 519.

[265] Br. V, 605. S.o.S. 155 ff.

[266] Cord. 662.

[267] III, 157. V, 424. VI, 326.

[268] T.-R. I, 274. Br. III, 495.

[269] T.-R. IV, 130.

[270] Uebrigens war Käthe im Grundsatz mit Luther einigermaßen einverstanden, vgl. den Brief an Löser S. 83.

[271] T.-R. IV, 70 f. Spr. Sal. 31, 10-31.

10. Häusliche Leiden und Freuden.

[272] Das Folg. in D.T. Pommerani und I. Jonä Historie von L. geistl. und leibl. Anfechtungen. a. 1527. L.W. XXI, 158* ff. Br. III, 187-190.

[273] Br. III, 191. 205. Vgl. 200. 213. 170. — Ueber die Fortschritte der Pest. Vgl. auch G. Buchwald, zur Wittenb. Stadt- und Universitätsgeschichte, L. 1893, S. 3-17. — Mocha(u): VI, 683.

[274] Buchwald S. 7. Auf dem Pestkirchhof wurden die Kleider der Pestkranken verbrannt; daher wohl verbrannte dort Luther auch die Bannbulle.

[275] Br. III, 217 f. 221. Buchwald 9. 12. 15. Br. III, 188. 193 ff. 212. 215. 217-19. 221. Teuerung. Vogt, Bugenhagens Briefw. Stettin 1888. S. 106.

[276] III, 218. 221. 225. 240. 241. 243. 247. 253.

[277] III, 222. 246. 248 f.

[278] III, 314. 364 f. 376. 390. VI, 96.

[279] III, 390. 404. 423.
[280] III, 432. 469.
[281] III, 512.

[282] IV, 1 f. 34. 132. 179. V, 186 — „Gruboc“ umgekehrt von Coburg.

[283] Luth. Ztsch. 1880, 50. C.-R. II, 40 f. Br. IV, 115. 132. 2. 10. 12. 32. V, 186.

[284] IV, 132. 10. 19. 32. 43. 120. T.-R. IV, 244. „Oertlein“ 270.

[285] IV, 121. 51. 10 174.

[286] F. Eysenhardt und A. v. Dommer. Mitteil. a.d. Stadtbibl. zu Hamburg II, 1885, S. 96. — H … „Hürlein“. Es ist bekannt, daß für Kinder als Kosenamen oft die häßlichen Wörter gewählt werden z.B. „Du Spitzbub. Du Schelm!“ So hörte ich einmal eine alte Kindsmagd im Ueberschwang ihrer Gefühle sagen. „Du liebes Schindluderle“. — Luther gebrauchte also, wie sonstige Gelehrte, zum Lesen schon früh (1525) eine Brille. II,624. — Ueber den Goldschmied Christian Döring s. Br. VI, 657.

[287] IV, 7.

[288] IV. 39. 41. 7. 9. 16-18 (vgl. III, 219).

[289] IV, 4. 7 f. 13 f. 51 f. 41 f. 39.

[290] IV, 131 ff.

[291] Die Briefe waren lateinisch.

[292] Exemplar = Manuskript.

[293] VI, 121 f.

[294] Br. IV, 230. 322.

[295] Großeltern. T.-R. I, 201. Brief an den kranken Vater III 550 f., an die Mutter IV, 256 ff.

[296] Martin IV, 313. 320. 414. T.-R. 201. Paul IV, 411. 431. 436. Margarethe IV, 574, vgl. 555. Hans immatrikuliert, Lauterbach 141.

[297] Kolde, An L. 184. Br. VI, 144.

[298] Burkh., St. und Krit., a.a.O., 158.

[299] IV, 553.

[300] Köstlin IV, 380 f.

[301] IV, 362. V, 560. 643. 703 f., vgl. 524: „Euer Sohn hat jetzt die Masern gehabt; haben sein mit Fleiß gewartet nach Dr. Augustin (Schurf) Rat; ist nun wieder gesund.“

[302] IV, 342. T.-R. IV, 93, lies: Rischmann.

[303] Wenigstens wird Jakobs von Seidewitz sel. Sohn, Kammerjunker Martin von Seidewitz erwähnt. Ztschr. f. hist. Theol., 1860, S. 570.

[304] V, 106. 201. 411. 516. Ztschr. f. hist. Th., 1860, 565-69.

[305] T.-R. IV, 451 f. 244.

[306] T.-R. I. 201 f. 204. 205.

[307] V, 46 f. 492 f. Daß Luther seinen Sohn Hans schon (1533) im 7. Jahr ein lateinisches Urteil über Erasmus und im 11. Jahr (1537) einen lateinischen Brief schreibt (Br. IV, 497, V, 46), ist nicht zu verwundern; schrieb doch der 11jährige Herzog Wilhelm von Sachsen an Hans Luther auch eine, wohl mit Hilfe seines Lehrers, verfaßte lateinische Epistel 1541, Mayer § 17. (D. D. Richter, Geneal. Luther. 379).

[308] Lauterbach 141. Martin. T.-R. I, 205. Köstlin II, 491.
Florian, Ztschr. f. K.-Gesch. II, 145 f.: L. diktiert dem Buben zum
Willkomm drei Tage hintereinander je des Tages einen guten fetten
Schilling. — Zeile 10 lies: Florian (st. Fabian).

[309] T.-R. I, 202.
[310] T.-R. IV, 76. 64.

[311] T.-R. IV, 129. Matthes. 145.

[312] Muhme Lehnes Tod. T.-R. III, 153. — Rosine, Br. V, 625. 396. 506. 753.

[313] V, 101.

11. Hochzeiten und Krankheiten, Pest und Tod.

[314] T.-R. IV, 41. 84. 104. Br. V, 186 f. 198. II, 317.

[315] T.-R. IV, 53, 75. 51.

[316] VI, 189 f. 196. T.-R. III, 147. IV, 54-56.

[317] Br. VI, 217.

[318] T.-R. IV, 58. I, 184. — Wein und Brot. T.R. I. 106. Wenn Luther das Tanzen empfiehlt, so vgl. [445].

[319] T.-R. IV, 59.

[320] IV, 610 f. 618. 625. 627. Burkh. 237 f.

[321] V, 49 ff. 57 f. („hessische Betten“). Ratzeberger 105 f. (nasse Bettücher), Seckendorf III, § 60. Burkh. 276.

[322] Mist: In Schmalkalden gab man Luther ein Getränk? von Pferdemist und Knoblauch ein. Man hielt viel auf solche Mistkuren: T.-R. I 120: „Pferdemist dienet für Pleurosie“.

[323] V, 59 f.

[324] V, 59. 270. 58.

[325] Muhme Lene † T.-R. III, 153.

[326] IV, 524. V, 188. Burkh. 259. Schmidt, Ztschr. f. Gesch. II, 256. VI, 187 f.

[327] VI, 188.

[328] V, 579. 259 f. VI, 291. Seckendorf III, 182. V, 127.

[329] VI, 444 ff. schrofa (d.i. scropha) ista Boemica „jene böhmische Sau“, Burkh. 285 f. 289-95.

[330] Burkh. 365. 467.

[331] T.-R. I, 225. II, 212.

[332] T.-R. II, 441 f. IV, 257. Br. V, 218 f. 225. Auch Dr. Sebald und seine Frau hatte er besucht, angegriffen und betastet. Und da er ihre Kinder ins Haus genommen, gaben ihm etliche einen Stich, als wollte er Gott versuchen, T.-R. IV, 251.

[333] Jonas' Briefw. I, 381 f. Diese Krankheit muß es gewesen sein, von der Luther T.-R. IV, 259 redet. Als nämlich von den Schrecken des Todes die Rede war, sagte er. „Da fraget meine Käthe drum, ob sie des etwas gefühlet hat, denn sie war recht gestorben.“ Sie aber antwortete. „Herr Doktor, ich habe gar nichts gefühlet.“

[334] V, 269-271. 273. 277. 218. Ratzeberger, 104. T.-R. II, 230. 233.

[335] Jonas' Briefw. I, 383.

[336] V, 300.

[337] Burkh. 356 ff.

[338] Sprichwörtlich, vgl. S. 131. Seltsamerweise kehrt die alte Schreibart des Namens wieder, vielleicht bei einem Abschreiber, obwohl man auch damals wußte, daß L. seinen Namen von Lothar („vom Kaiser Luther“) habe, wie der Stadtpfarrer M. Cölius zu Eisleben in seiner Leichenrede erklärt. Förstemann, Denkm., Nordh. 1846, S. 55.

[339] Burkh. 131, I. VI, 269 f.

[340] V, 298.

[341] V, 299 f.

[342] V, 107. 201. 411. 516. Faber, Briefw. 14. Burkh. 401. 423.

[343] V, 306.
[344] V, 336. 346. 348-52.
[345] V, 416, 431. VI, 297.
[346] V, 744. 763.

[347] Vgl. S. 196. Cyriak: andere nehmen seinen Bruder Fabian als den heimlich Verlobten an; er war gleichzeitig mit seinem Bruder Andreas und seinem Vetter Hans Luther an Trinitatis 1533 immatrikuliert — also jünger wie Cyriak, welcher schon 1529 Student war. Daher wird auf diesen die Verlobung eher passen. — T.-R. IV, 96. 84 ff. 491 ff. 500 ff. Beier: Br. V, 619. 676. Burkh. 453 f. C.R. V, 313, 286 ff. Mel. d. J. Verlöbnis. Kreuzigers Klagebrief über die Wittenb. Händel. Br. V, 620: L. hat Melanchthon übermocht, daß er seinem Sohn nicht nachgebe. 616: Phil. und sein Weib vergehen fast an ihrem Sohn.

[348] V, 497. — Das folgende steht in T.-R. 258-265.

[349] Die folgenden Verse, in deutscher Uebersetzung, lauten:

  „Die ich in Sünden war geborn
  Hätt ewig müssen sein verlorn,
  Aber ich leb nun und hab's gut,
  Herr Christe erlöst mit deinen Blut.“

Sie sind vielleicht vom Berichterstatter. Mayer § 20. — M. Richter,
Geneal. Luther. 352.

[350] V, 502 f. 506.

[351] V, 520.
[352] V, 519.

12. Tischgenossen und Tischreden.

Vgl. Anton, Zeitverk. 145 ff.

[353] IV, 629.