Thema: Aufklärung - Aktuelle
Seite: 1
2 3 4
5 6 7
8 9 10
11
12 13
Clear The Planet
von Stephan Kleinert
Dieses Dokument ist mehrfach im Internet vertreten. Trotzdem hat
Scientology hat ein Copyright auf das erste Bild angemeldet und mit Prozessen gedroht.
Mein Provider sperrte daraufhin die Seite. Das Bild von L. Ron Hubbard ist direkt auf eine
Scientology-Seite gelinkt.
Seine Anhänger sehen ihn gerne als Universalgenie im Allgemeinen und
als Wissenschaftler, Entdecker, Forscher, Humanist, Philosoph, Schriftsteller, Arzt,
Erzieher und Kriegsheld im Besonderen an. Sie werden dabei nicht müde, ihn in einem Satz
zusammen mit tatsächlichen Wissenschaftlern wie Darwin und Einstein zu zitieren - ja,
mehr noch, seine Bedeutung für die Menschheit weit über jene seiner "Kollegen"
emporzuheben.

Die Rede ist von L. Ron Hubbard, dem Gründer der
Scientology-Kirche und Erfinder von "Dianetik". Auch wenn Scientology-Jünger in
zahlreichen Informationsbroschüren keine Gelegenheit auslassen, LRH's großartigen
Leistungen auf allen Gebieten zu loben, sieht die Wahrheit ganz anders aus. Bis zum Jahre
1938 war Hubbard nicht mehr und nicht weniger als ein durchschnittlicher Autor von
Trivialliteratur aller Art, ab Juli 1938 verlegte sich sein Hauptaugenmerk auf Science
Fiction- und Fantasygeschichten, die in einschlägigen Magazinen veröffentlicht wurden.
Nur
ein Jahr, nachdem Hubbard auf einem Schriftstellerkongreß erklärt hatte, "Es
wäre lächerlich, für auch nur einen Penny ein Wort zu schreiben. Will man eine Million
Dollar verdienen, so ist der beste Weg dazu, eine eigene Religion zu gründen",
erschien 1950 im Magazin "Astounding Science Fiction" Hubbards Text
"Dianetics: The Modern Science of Mental Health". Das Machwerk, in dem der auf
New-Age-Philosophien damals geradezu versessenen Welt zum ersten Mal die Technik der
"Trainingsroutinen" beschrieben wurde, schlug, dem Zeitgeist gemäß, wie eine
Bombe ein.
überrascht vom Erfolg seiner "Lehren", packte der bis
dahin erfolglose, hoch verschuldete und psychisch kranke (eine Hausdurchsuchung der
Scientology-Zentrale in Los Angeles brachte einen auf 1947 datierten Brief von Hubbard
zutage, in dem er bei der "Medical Veteran's Administration", von
Selbstmordgedanken geplagt, um Hilfe bittet) Schriftsteller die Chance beim Schopf und füllte
ein ganzes Buch mit seiner Philosophie. "Dianetik", die Bibel eines jeden
Scientologen, sprang auf Platz Eins der Bestsellerlisten und ebnete den Weg für eine
ebenso beachtliche wie beklemmende Entwicklung.
Den
ersten Schritt eines Menschen in die Abgründe scientologischer Wahnvorstellungen stellt
normalerweise ein sogenanntes "Kommunikationsseminar" (auch TR's -
Trainingsroutinen) dar. Schon bei dem Begriff zeigen sich erste, erschreckende Parallelen
zwischen Scientology-Terminologie und der von George Orwell in seinem Roman
"1984" vorgestellen Sprach-Perviertierung "Neusprech" - denn
Kommunikation in dem uns bekannten Sinne des Wortes ist das letzte, worum es in diesen
Seminaren geht.
Was
aber geschieht nun während eines Kommunikationskurses?
Durch
die mitunter Stunden währende Fixierung auf die Augen des Gegenübers, werden
Fehlfunktionen der Informationsübermittlung im Gehirn des Teilnehmers erzeugt. Wie so
etwas funktioniert, kann jeder bei sich zuhause im stillen Kämmerlein ausprobieren:
Fixieren Sie einfach einmal 10 Minuten lang starr und bewegungslos einen beliebigen
Gegenstand. Schon bald wird sich Ihre Wahrnehmung dieses Gegenstandes auf die eine oder
andere Art und Weise verändern: Störsignale in Form von Farben und eventueller
geometrischer Verzerrungen kommen hinzu und erzeugen durch die Beschränkung der
Wahrnehmung auf einen begrenzten Zusammenhang sehr schnell einen Zustand der Trance.
Nun
wird bei TRs aber nicht nur ein Gegenstand fixiert, sondern vielmehr ein Scientologe aus
Fleisch und Blut, welcher nun damit beginnt, den Kursteilnehmer zu provozieren, ihn
anzuschreien und zu beschimpfen, und gleichzeitig von ihm zu fordern, auf diese
Konfrontationen mit einem unbeweglichen Verharren zu reagieren. Schon nach kurzer Zeit
wird der Kursteilnehmer beginnen, diese Verhaltensweisen auch auf die Außenwelt zu übertragen
und auf Konfrontationen einfach nicht mehr reagieren.
Genau
dieser Umstand führt das Opfer dann nur allzuoft zu der irrigen Annahme, durch Anwendung
von Scientology-Kursen würde sich sein Leben verbessern. Denn nun, nachdem ihm
Konfrontationen lange nicht mehr so viel anhaben können, wie vor der Psycho-Maniuplation,
fühlt er sich selbstverständlich viel selbstständiger und unangreifbarer. Das Opfer
wird bereit sein, sich auch weiterhin in die Hände von Scientology zu geben. Und das
heißt: TRs, TRs, TRs und nochmal TRs. Und dann, wenn die Birne weich genug ist, Auditing.
So
gut wie alle Scientologen werden auf die Frage, was Auditing eigentlich sei, als Antwort
lapidar "die Tätigkeit, einer Person eine Frage zu stellen, welche diese beantworten
kann" nennen. So definiert das auch Ron Hubbard. Aussteiger reden meistens von
Gehirnwäsche.
In
der Tat verfeinert Auditing die psychologische Beeinflussung der Kommunikationskurse noch
insofern, als daß nun die Persönlichkeit des zu Auditierenden hinzugezogen wird: Der zu
Auditierende wird vom Auditor nämlich über persönliche ängste und Zweifel, über
intimste Probleme und Geheimnisse befragt, und sobald solche festgestellt sind, wird mit
Scientology-"Technologie" intensiv darauf eingegangen. Vereinfacht gesagt ist
Auditing eine Methode, ängste, Unsicherheiten und Zweifel durch die Lähmung der damit
verbundenen Empfindungen abzutöten.
Wichtigstes Hilfsmittel für den Auditor ist dabei das E-Meter, das von Hubbard
"erfundene" Artefakt der Scientologen, mit dem Gefühlsregungen angeblich
visuell sichtbar gemacht werden sollen (Scientology-Slogan: "Können Gefühle
technisch gemessen werden?"). Bei diesem Gerät, für das Scientologen schon mal DM
8000,- und für "Luxusausführungen" auch noch mehr auf den Tisch legen, handelt
es sich allerdings um nichts anderes, als um einen simplen und technisch veralteten Lügendetektor,
der den elektrischen Widerstand des Körpers des zu Auditierenden abmißt und somit Rückschlüsse
auf dessen gefühlsmäßige Reaktionen zuläßt, wenn dieser beispielsweise zu schwitzen
beginnt. Das E-Meter ermöglicht es dem Auditor somit tatsächlich, wenn auch in
begrenztem Maße, herauszufinden, was einen Auditierten bewegt und was nicht. Über all
das, über jeden kleinen Atemzug des Auditierten wird peinlich genau Buch geführt, über
jeden Auditierten wird eine Akte angelegt, in der sich nach einigen Auditing-Sitzungen die
allerpersönlichsten und intimsten Geheimnisse der Auditierten wiederfinden. Diese
Aktennotizen werden später nicht selten dazu benutzt, Aussteigewillige zum Verbleib in
der Sektengemeinschaft zu zwingen.
Abb. 3 - Hubbards "Erfindung" - ein
Widerstandsmeßgerät mit zwei Elektroden in Büchsenform
Es muß an dieser Stelle angemerkt werden, daß Auditing natürlich nicht kostenlos
ist. Ein "Intensive" (12.5 Stunden) Auditing kostet beispielsweise DM 4500,--.
Läßt man sich im Scientology-Huptqartier "Flag"in Clearwater/Florida von
sogenannten "Class 12 Auditoren" bearbeiten, so wird man pro Intensive DM
16200,-- los.
Und
das ist noch lange nicht alles. Ein "Purification Rundown" - eine von Hubbard
entwickelte Methode, mit der Menschen von Krankheiten wie Drogensucht, Krebs (!) und
Homosexualität (!!!) geheilt werden können, schlägt beispielsweise mit DM 4147,-- zu
Buche. Der "Patient" muß dabei mehrere Stunden am Tage in einer Sauna zubringen
und wird dabei hohen Dosen aller möglichen Vitamine ausgesetzt, unter anderem auch
Niacin. Dieses Mittel kann vor allem bei hoher Dosierung schwere Leberschäden
verursachen, besonders bei jenen Menschen, die eine vom Trinken oder von Hepatitis-B
(kommt oft bei Heroinabhängigen vor) angeschlagene Leber haben. Da gerade solchen
Menschen, die Drogenerfahrungen hatten (und dies beim Auditing natürlich nur allzugerne
"beichten"), nahezu immer ein "Purification Rundown" verordnet wird,
ist diese Behandlung nicht nur nutzlos, sondern darüberhinaus auch noch äußerst
gefährlich. Scientologen, die eine "Purification RD"-Behandlung mitgemacht
haben, reden oft von übersinnlichen Wahrnehmungen, die sie während des Prozesses gehabt
haben. Dieses Phänomen ist angesichts der komplett übertriebenen Behandlung mit Hitze,
Feuchtigkeit und Vitaminen kaum verwunderlich - wer hätte keine Halluzinationen, wenn er
einem anderen Menschen stundenlang in die Augen blickt und daraufhin über vier Stunden in
der Sauna zubringt?
Daß
bei Scientology alles Geld kostet, ist nicht weiter verwunderlich, denn schließlich
handelt es sich gemäß Hubbards Planung in erster Linie um ein Wirtschaftsunternehmen,
das der Menschheit Dienstleistungen anbietet. Der Zweck der "Kirche" ist es,
Scientology-"Technologie" zu verkaufen. Schon wer sich regelmäßig auditieren
läßt, wird schon mal eine beachtliche Summe Geld los. Doch Auditing ist, wie schon
gesagt, erst der Anfang.
Wer
Auditing "genossen" hat, der wird bald tiefer in die "Geheimnisse"
dieser Technologie einsteigen, und beispielsweise selbst Auditor werden wollen (und sollte
er es nicht wollen, so wird ihm bald nahegelegt, daß es jetzt unbedingt notwendig ist,
Auditor zu werden). Kein Problem, Scientology bietet für das passende Kleingeld die
passenden Kurse, umfangreiche Hochglanzschriften von LRH himself und selbstverständlich
auch die nötige Hardware (E-Meter) an. Ein Scientology-Mitglied wird nach und nach auf
eine Menge Lehrgänge für bessere Kommunikation, effektiveres Lernen, usw. usf.
geschickt. Dem Scientology-Begeisterten werden Therapien angeboten, in denen er sich früherer
Leben gewahr werden und von früheren, negativen Erfahrungen reinwaschen kann. Und bald
hat das Opfer nur noch ein einziges Ziel, nämlich zum "operierenden Thetanen"
zu werden.
Denn
nach und nach lernt der werdende Scientologe, daß nichts auf unserer Welt das ist, was es
zu sein scheint. Daß es keinen Gott und kein gottähnliches Lebewesen gibt, sondern nur
den Scientologen selbst, der fähig ist, Welten zu erschaffen und zu zerstören, rückwärts
und vorwärts durch Zeit und Raum zu reisen, gerade wie es ihm beliebt. Die Message ist
simpel: Jeder kann eigentlich "Gott" sein, die Menschen haben diese Fähigkeit
nur verloren. Allein Scientology vermag, dem seiner göttlichen Fähigkeiten beraubten
Menschen wieder zur Freiheit zu verhelfen. Aus dem "raw meat" (rohes Fleisch -
Scientology-Jargon für Nicht-Scientologen) soll ein "Clear" gemacht werden -
ein vollkommen befreites, intelligentes und kreatives Lebewesen, immun gegen Krankheiten
aller Art, immun gegen radioaktive Strahlung und psychisch voll intakt. Und das vielleicht
Wichtigste: Ein "Clear" kann sich per Definition nie irren.
Das
raffinierteste (oder schrecklichste) daran ist: Je mehr Auditing und sonstige Kurse ein
Scientologe empfangen hat, desto eher ist er bereit, die Wahnvorstellungen zu glauben, die
ihm nach und nach in kleinen Häppchen aufgetischt werden. Keinem Scientologen wird am
Anfang erzählt, daß die Menschheit eigentlich nicht von der Erde kommt, sondern von
einem anderen Planeten in einer anderen Galaxis. Doch nach einer Weile, wenn das
"rohe Fleisch" schon ein wenig angegart ist, und Unsummen an Geld für die
eigene Befreiung ausgegeben hat, werden mehr und mehr Facetten von Hubbards
erfolgreichster Science-Fiction-Phantasie ans Tageslicht gebracht. Hubbards grausige
Vorstellung von den Ursprüngen der Menschheit und den Schritten zu ihrer endgültigen
Befreiung sei hier kurz zusammengefaßt:
- Der Mensch ist im Grunde genommen ein aus einer anderen Galaxie stammendes, gottgleiches
Lebewesen mit unbegrenzten Mächten und Kräften. Er verlor das Wissen über diese Kräfte
bei einer 30 Millionen Jahre zurückliegenden, galaktischen Katastrophe.
- Bei jener Katastrophe wurden die Menschen auf dem weit entfernten Planeten Helotrobus
(zu deutsch, "Licht für alle") als Strafe für sozialschädigendes Verhalten
"tiefgefroren" und in einer Art "Schuhkarton" verpackt, auf die Erde
geschickt, und in Vulkanen abgeladen.
- Nachdem die Vulkane mit Atombomben gesprengt wurden, wurden der Menschheit von einem
despotischen Herrscher namens "Xenu" (man könnte sagen, der "Teufel"
der Scientologen) künstliche Erinnerungen in Form von stundenlangen Filmvorführungen
eingepflanzt, um sie an das Erdendasein anzupassen.
- Das "wirkliche Ich" eines Menschen ist der "Thetan" - ein
körperloses Geistwesen mit unbeschränkter Macht. Aufgrund oben erwähnter Vorfälle hat
der Mensch allerdings keine Ahnung mehr, welches Potential da in ihm schlummert.
- Scientology ist da, um dem Menschen dieses Wissen wieder zurückzugeben. Ein Problem,
das sich dabei stellt, sind allerdings die vielen Millionen Thetanen, die keinen neuen
Körper abbekommen haben: Diese kleben alle an dem Körper des Menschen, um seinem wahren
"Bewohner", dem Scientology-Thetan, die Herrschaft über diesen Körper streitig
zu machen.
- Durch Hilfe einer raffinierten und ungeheuer kostpieligen, von Ron Hubbard entwickelten
"Technologie" ist es möglich, diese unnützen und störenden Thetanen in
mehreren Stufen "wegzuoperieren". Die Stufe, auf der dies vollendet ist, lautet
"OT3" (Operating Thetan 3), bzw. "Clear".
Bezeichnenderweise
war "OT3" (Clear) noch in den 70er Jahren die allerhöchste und nahezu
unbezahlbare Stufe, die man als Scientologe erreichen konnte. In der Zwischenzeit kamen 5
neue OT-Level dazu, so daß das höchste aller Gefühle nun "OT8" darstellt und
ebenso unbezahlbar ist. Der Vorteil: Es ist einem breiteren Publikum möglich, OT3 zu
erreichen, und das bedeutet: Mehr Geld.
Natürlich
gibt es Menschen, die sich vehement dagegen wehren, von Scientology "befreit" zu
werden, und die - schlimmer noch - in der öffentlichkeit vor Scientology warnen. Solche
"suppressive persons" ("unterdrückerische Person", LRH-Definition) müssen
mit allen Mitteln bekämpft werden, und der Scientology-eigene Gehemdienst "OSA"
(Office for Special Affairs) geht dabei nicht zimperlich vor: Rufmord, Wohnungseinbrüche,
Drohungen, manche Quellen sprechen auch von Körperverletzung und Mord - das sind die
Methoden, mit denen Kritiker oder Aussteiger laut Ron Hubbard "gehandhabt"
werden müssen. "In dem Moment, wo Sie den Unterdrücker unfehlbar identifiziert
haben, fällt Ihnen unter Umständen auf der Stelle eine schnelle Lösung des Problems
ein. Leder ist sie ungesetzlich", schreibt Hubbard, und er gibt zu bedenken:
"Wir sind nicht an der Tugendhaftigkeit der Stiefellecker-Welt interessiert. Wir sind
nur daran interessiert, Scientology am Laufen zu halten". Wie das in der Praxis
auszusehen hat, weiß der Großmeister natürlich auch: "Der Politiker A stellt sich
in einem Parlament auf die Hinterbeine und kreischt nach der Verdammung von Scientology.
Wenn wir uns ihn genau ansehen, finden wir Verbrechen - Bestechungsgelder, moralische
Fehltritte, Begierde nach kleinen Knaben - schmutziges Zeug."
Mit
den Worten "Ihre letzte Stunde hat geschlagen" drohte die Hamburger
Scientology-Sprecherin Giesela Hackenjos dem kritischen Journalisten Uwe Birnstein im Juli
1992. Die Bundesrepublik Deutschland findet sich gerade im Moment wieder als Opfer einer
Scientology-Hetzkampagne mit dem dritten Reich verglichen. Auf den bayrischen
Staatsminister Peter Gauweiler wurde ein Detektiv angesetzt, der alles herausfinden
sollte, was "irgendwie gegen ihn verwendbar wäre". Der amerikanischen
Schriftstellerin Paulette Cooper wurde von Scientologen Briefpapier gestohlen -
welches anschließend bei Scientology-Zentralen, mit Bombendrohungen versehen, einging.
Nur mit großer Mühe gelang es der Schriftstellerin, ihre Unschuld zu beweisen. Es würde
den Rahmen dieses Artikels sprengen, alle Fälle von Kritikerverfolgung durch Scientology
aufzuzählen.
Eine
weitere Gefahr besteht darin, daß nicht nur dort, wo Scientology draufsteht, auch
Scientology drin ist. Scientology unterhält zahlreiche Tarnorganisationen, wie z.B.
- die "Kommision gegen Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V."
- die Drogenrehabilitierungseinrichtung "Narconon"
- das "Zentrum für individuelles und effektives Lernen e.V." (ZIEL)
- die "Kommission für Polizeireform"
und
viele, viele andere, von denen leider die wenigsten bekannt sind. Schaut man sich genau
die Zielsetzungen dieser Organisationen an, so wird schnell klar, auf welch heimtückische
Art und Weise hier der Sekte zugearbeitet wird: Viele junge Menschen werden aus sozialem
Engagement heraus Mitglied bei einer Scientology-Tarnorganisation, wie z.B der Kommision
gegen Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V. Unter dem Banner der sozialen
Mildtätigkeit jagt auch "Narconon" die Drogenabhängigen von einer Sucht in die
nächste. Das "Zentrum für individuelles und effektives Lernen" hat natürlich
zum Ziel, daß schon kleine Kinder von Scientology-treuen Lehrern mit
Ron-Hubbard-Technologie und Dianetik erzogen werden, während die "Kommision für
Polizeireform" staatliche übergriffe gegen Scientology verhindern soll.
Aber
auch von Firmen, die nach und nach von Scientology übernommen werden, geht eine große
Gefahr für das Individuum aus. Es ist erklärtes Ziel von Scientology, Ron Hubbards
Technologien in großen Wirtschaftsbetrieben einzuschleusen, und viele großen
Wirtschaftsbosse sind Scientology-Mitglieder. Wenn in einem Betrieb den Mitarbeitern
plötzlich "Kommunikationskurse" verordnet werden, wenn plötzlich über jeden
noch so kleinen Vorfall Aktennotizen angelegt werden, dann ist es höchste Zeit, etwas zu
unternehmen.
Wer
über eine Internet-Anbindung verfügt, der kann sich auch bei den folgenden WWW-Adressen
viele nützliche deutschsprachige Informationen über Scientology besorgen:
(dort befindet sich auch die Online-Version dieses Artikels)
Zu
guter Letzt bleibt noch eines zu sagen: Obwohl sich vieles davon, was in diesem Artikel über
Ron Hubbard, Scientology und scientologische Weltanschauungen berichtet wurde, wie ein
schlechter Witz anhört, ist Vernunft allein keine Garantie dafür, niemals mit
Scientology in Berührung zu kommen. Ich persönlich kenne Menschen, die jedermann als
hochintelligent und überaus vernünftig bezeichnen würde, und die sich dennoch Hals über
Kopf in die Abgründe scientologischer Glaubenslehren gestürzt haben. Es braucht nur ein
wenig Richtungslosigkeit, Einsamkeit, Sinnsuche - und natürlich Ahnungslosigkeit. Genau
aus diesem Grund ist die effektivste Waffe gegen Scientology die Aufklärung der
öffentlichkeit. Forderungen nach dem Verbot von Scientology oder das Boykottieren von
Filmen wie "Mission Impossible" sind letzten Endes nichts anderes als
halbherzige Unternehmungen, gepaart mit einer leichten Prise an politischem Populismus.
Nur mit massiven Aufklärungskampagnen an Schulen, Universitäten, Vereinen und nicht
zuletzt an Arbeitsplätzen, kann ein effektiver Schutz vor Scientology erreicht werden.
Politiker und Gewerkschaften sind gefordert, in dieser Richtung schnellstmöglichst etwas
zu unternehmen und die scientologische Vorstellung von einem "geklärten
Planeten" in keinerlei Hinsicht wahr werden zu lassen.
Stephan Kleinert, lemon@gromit.inka.de
mit herzlichem Dank an Freimann Boddhisatva für seine freundliche Unterstützung.
Copyright
© 1997 Stephan Kleinert, alle Rechte vorbehalten. Die unentgeltliche Verbreitung dieses
Artikels unter Angabe des Originalautors und dieser Webseite ist erlaubt und erwünscht.