| Dies hier ist ein weitere Beitrag
von Joa Köster. Er setzt sich hier mit dem
scientologischen Charakterzug, Fragen nicht zu
beantworten, auseinander. Michael ist Scientologe und
Figaro ein Sympatisant. Hui Leute, Ich versuche hier mal einige Dinge wieder ins Gedächtnis zurückzurufen und mal zu beschreiben, wie bisherige Standard-Argumente oder "Kommunikations"-Techniken der $cientologen hier ihren Verlauf genommen haben. Vor allem ist es auffällig, das sich die $cientologen, die sich hier in der NG rumtreiben, immer wieder die gleichen Themen hochbringen und die gleichen Fragen vermeiden. Vielleicht könnte man ja diese Routine ein bischen unterbrechen und direkt die "Knallerfragen" stellen - sozusagen gleich eine kalte Dusche vorausschicken. Wär mal was anderes, finde ich. Der Aufbau ist ziemlich einfach: Thema: Dann folgen einige Fallbeispiele und Auszüge aus Threads. Und zum Schluss die kritischen Fragestellungen nochmal kompakt. Thema... .Naturgemäß kann diese FAQ niemals richtig vollständig sein und erhebt deshalb auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder eine 100%-igkeit, wie es andere Weltanschauungen tun ;) Also, los gehts: Thema: Fast schon besser als die "Titanic", nur leider unfreiwillig, ist das $cientology-eigene Blatt "Freiheit". Mit ein paar Probeheften ausgerüstet fällt es nicht schwer, grundlegende Tendenzen in den Heften festzustellen: - Arbeitsminister Blüm ist nur deshalb so sehr mit $cientology beschäftigt, weil er ein moderner Rasputin ist und er keine Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat. Deshalb sucht er sich ein Gebiet, auf dem er mehr Erfolg hat. (Man beachte die Implikation, dass nur noch Arbeitslose und $cientology das Weltbild Blüms prägen. Wie erstaunlich anmaßend muss jemand sein, um sich so wichtig zu nehmen?) - Das die "Religion", die angeblich die am schnellsten wachsende der Welt sei, komischerweise immer eine kleine Minderheit darstellt, wenn es an den direkten Vergleich gegen die in Deutschland vorherrschende christliche Kirche geht. Gerade noch superschnell wachsend, jetzt schon wieder eine kleine, beschützendswerte Minderheit. Je nachdem, wie es am besten in die Argumentation passt... - Psychiater/Psychologen/etc... bilden eine geheime Weltregierung, die angeblich schon im Dritten Reich für KZs gesorgt haben und auch heute eigentlich alle wichtigen Schaltstellen der Welt besetzt halten. Selbst für eine Akte-X - Folge wäre das zu paranoid, aber in "Freiheit" wird es schwarz auf weiss gedruckt. - für eine interne Zeitschrift, die aber nach aussen hin tragenden Charakter haben soll, ist die Themenausbeute erschreckend gering. Selbst bei den Zeugen Jehovas ist eine bessere Themenausbeute dabei. Warum gibt es zum Beispiel bei einer "Religion", die auch "wissenschaftliche" Züge trägt, keinen einzigen Artikel einer naturwissenschaftlich interessanten Bedeutung? Selbst die Zeugen Jehovas berichten immer wieder über die erstaunlichen Erkenntnisse, die Wissenschaftler haben, wenn sie irgendwelche Bäume und Pflanzen untersuchen und wundersame Eigenschaften feststellen. Von wissenschaftlichen Berichten ist in der Zeitschrift der "SCIENTology" nicht das geringste zu spüren. Statt dessen nur politisches Jammern, wie sehr man doch unterdrückt wird, und wie böse, böse Psychiater doch sind. Von eigenen Errungenschaften, die auch nach aussen hin Wert haben könnten, ist nichts zu spüren. Die Frage lautet also: Thema: Für eine "Religion", die angeblich keine Probleme damit hat, jede andere Religion in ihren Reihen zu tolerieren, geht sie dafür tatsächlich rigoros zur Sache, wenn es heisst, wirklich die spirituellen Techniken anderer Lebenseinstellungen und damit anderer Kulturen und Völker zu respektieren. Sie werden einfach als nicht oder nur unzuverlässig deklariert: >Michael wrote: Darauf lautete meine GegenFrage; Wenn ja, wo sind da Techniken, die nicht zuverlässig
funktionieren, Teil 2: also: Thema: Wahrscheinlich inspiriert von Aleister Crowley ist der Gedanke, dass man schon des öfteren gelebt hat. Analog auch ist die Betonung auf das Nacherleben dieser Leben zum besseren Verständnis des aktuellen Lebens. Interessant wird es aber dann, wenn man mal näher nachfragt. Ab da folgen wieder nur ausweichende Antworten oder Gegenfragen. Deshalb mal eine Frage, die jeder, der sich ein paar
Millionen Jahre zurückerinnern kann, locker beantworten
können sollte: Thema: Religion Ein (kontextgetreuer) Auszug eines solchen
Diskussions-Verlauf: Gegenfrage: Diese Kriterien wären sehr interessant, vor allem, inwieweit sich $cientology sich diesen Kriterien stellen muesste. Weitere Frage: "Scientology... is not a religion." Es drängt sich hier einfach der (sehr begründete) Verdacht auf, dass es sich hier um einen Versuch handelt, einfach nur die finanziellen Vorzüge, die eine gesetzlich anerkannte Kirche nunmal hat, für sich zu nutzen. Fragen: Warum soll $cientology eigentlich als Religion anerkannt werden, wenn selbst LRH von $cientology sagte, sie sei eben KEINE Religion? Thema: $cientology ist eine Sekte. Sie benimmt sich wie alle Sekten, ohne Ausnahme. Der einzige Zweck, zu dem Mitglieder angeheuert werden, ist, die Sekte am Leben zu erhalten. Darüber hinaus gibt es nur sekundäre Ziele, die aber völlig austauschbar und damit charakterlos sind. Wer einmal so ziemlich alle Mechanismen, die eine Sekte in sich trägt, unterhaltsam aufgeführt wissen will, sollte mal Frank Herberts Dune-Serie lesen, speziell den Band "Der Gottkaiser des Wüstenplaneten". Standardmethoden, die zur Kommunikation-(Un)Fähigkeit von Sektenmitgliedern beitragen, sind: Ausweichende Antworten: Pauschalisierte Fragen und Spezialisierte Fragen nicht
richtig beantworten können: Daten von Aussenstehenden werden als nicht gültig erklärt, ohne eine nähere Begründung liefern zu können. Fragen werden mit Gegenfragen beantwortet, um vom Thema abzulenken. Nach diversen nachbohrenden Fragen, die das Sektenmitglied zu sehr in die Enge drängen, wird das Thema auf einmal für abgehakt erklärt und fallengelassen. Diese Mechanismen konnte ich persönlich bei Mormonen, Zeugen Jehovas und natürlich $cientologen beobachten. Ich schätze, wenn man mehr Sekten untersucht, wird sich die Treffermenge entsprechend erhöhen. Die Frage lautet also (quasi als Aufruf zur Selbstreflexion gedacht): Warum benimmt sich $cientology so erschreckend sektenmäßig? Thema: LRH hat ja in seinen Büchern eine Skala verwendet, die angeblich dazu dienen soll, die "emotionale Stufe" eines Gegenübers einzuordnen, sich dann eine halbe bis ganze Stufe über diese anderen Stufe zu bewegen, sie einzunehmen und von dieser Warte aus entsprechend besser kommunizieren (und das Gespräch manipulieren) zu können. Das Problem mit dieser Skala ist nur. das sie - Emotion und Motivation miteinander verwechselt - ein die Gedankenwelt einengendes Gerüst darstellt, was der Person, die das System anwendet nur noch die Emotionen erlaubt, die auf der Skala angegeben sind (und das sind nicht im geringsten alle möglichen Emotionen). Eine Prise Zynismus, nicht durch ein ;) kenntlich gemacht, scheint für $cientologen schwer erkennbar zu sein. Sehr bedauerlich... Hier noch ein Beispiel, wie man ganz leicht die
Schwächen > [In einem Museum] Die offenkundliche Antwort: Interesse ist nur auf den ersten Blick zutreffend. Sie spiegelt nicht im geringsten wieder, was der Mann tatsächlich empfinden könnte. Vielleicht hat er sich beim Anblick des Bildes an seine Frau/Freundin erinnert gefühlt, womit er bei Sehnsucht angelangt wäre. Vielleicht ging ihm aber auch gerade ein Kochrezept durch den Kopf, weil er ja auf eine gemalte Küche schaute. Vielleicht war er aber auch wütend, weil er eine Rot/Grün-Blindheit hat und die Farben nicht richtig interpretieren kann, so dass er - vielleicht als Bildliebhaber - das Bild gar nicht genießen kann. Das wäre aber Wut. Das Tonstufensystem ist ein typisches Beispiel dafür, wie man leicht dem Gedanken verfallen kann, etwas dadurch zu beherrschen, indem man es mit einem Namen (bzw. einer Zahl) versieht. Also: Thema: Laut $cientology nimmt nur der Thetan wahr, das geistige Wesen. Der Körper dient quasi nur dem Herumwandern und dem Kommunizieren in unserem Universum. Wenn man sich ein bischen mit Biologie beschäftigt, führt dies schnell zu ähnlichen Gedankengängen wie diesem hier: >Michael wrote: Die bewusste Wahrnehmung der Fliege findet später statt, als die unbewusste. Das ist die Grundlage eines Reflexes. Bestimmte Wahrnehmungen werden ohne das Bewusstsein zu belästigen direkt gehandelt und später dem Bewusstsein bewusst gemacht. Also: willst du sagen, das du die Fliege früher wahrnimmst, quasi bewusst, und den Zwinkerreflex bewusst auslöst? > > Wenn sich Staubpartikel in eure Nase begeben
oder eure Wenn doch eh nur der Thetan die Umgebung wahrnimmt, wären Sinnesorgane doch überflüssig, ja sogar gefährlich, da verwundbare Stellen. Zur Nahrungsaufnahme brauchst du dann doch keine Geschmacks- und Geruchsnerven, weil doch eh der "Thetan" alles wahrnimmt. Dieses Nur-Der-Thetan-nimmt-alles-wahr-Denken widerspricht also sämtlichen biologischen Erkenntnissen. Deshalb nochmal die Frage: Um nur im physikalischen Universum bewegungsfähig und überlebensfähig zu sein, wenn der "Thetan" die Wahrnehmung übernimt, braucht man erheblich weniger körperliche Ausprägungen. Keine Augen, Ohren, Nase, Haut. Nur ein Mund und Extremitäten wären vonnöten. Kann ein blinder $cientologe, ohne Blindenhund und Stock, sich in einer für ihn neuen Umgebung genauso bewegen, wie ein Sehender? Wären Augen und Ohren nicht sogar hinderlich und sollten besser durch Glasaugen mit der Augenfarbe der persönlichen Vorliebe ersetzt werden? Wenn eh der Thetan alles wahrnimmt, brauche ich ja auch keine funktionstüchtigen Augen, wie halt ein Nicht-$cientologe, der seine Augen zum Schauen und Sehen braucht... > Ich habe oben gesagt, daß der Thetan den Körper
benutzt, um sich in Zum Kommunizieren brauchst du in erster Linie nur Wahrnehmung. Das ist aber Sache des "Thetan". Der Körper ist also hier gar nicht beteiligt, ja sogar lästig. Wie ist das denn, wenn der Körper alt wird. Hört dann ein "Thetan" auch schlechter? Sieht der "Thetan" dann auch schlechter? Sprich: Ist deine Wahrnehmung dann subjektiv schlechter als vor 20 Jahren? Die Kernfrage, die sich stellt, wenn man die oberen
Abschnitte liest, lautet also: Thema: Wissen Schon ziemlich auffällig ist das Bestreben der $cientologen, einen psychologischen Haken auszuwerfen, der auf der These basiert, das man etwas erstmal selber erlebt haben muss, bevor man es wirklich weiss. Vorher kann man es nur glauben. Die offensichtliche Schwachstelle, dass dieses Wissen auch nur subjektiv, da von den persönlichen Wahrnehmungen abhängig, ist, wird gerne verschwiegen. Subjektives Wissen ist aber keinen Deut besser als Glauben, da persönliche Wahrnehmungsfähigket, äußere Umstände, Interpretationsfähigkeit des Subjekts und aktuelle Informationsverfügbarkeit das "Wissen" bilden und damit "Gewissheit" illusorisch werden lassen. Es ist natürlich klar, dass ein öffentlicher Negativbericht über $cientologen in den Zeitungen immer wieder zu solchen Aktionen führt, wie folgt: > Figaro schrieb: Die Argumentation ist auf den ersten Blick stichhaltig. Aber auch nur auf den ersten Moment. Wenn man mal das Argument durchleuchtet, fällt auf, das den Leuten, die hier angesprochen werden, implizit die Fähigkeit abgesprochen wird, für sich selber zu denken. Also nichts zu reflektieren, keinen Kontext einbinden zu können und damit nur bessere pawlowsche Hunde zu sein. Dies ist dann die Grundlage für die Argumentation, dass man nur das als wahr erachten könne, was für einen selber wahr sei. Und das wiederum könne man nur, wenn man selber mal bei $cientology vorbeischaue... Zwei kleine Fragen, die diese Argumentation aus den
Angeln heben, wären: Thema: Es ist doch immer wieder faszinierend, wie sehr sich
$cientology dagegen wehrt, bestimmte wissenschaftliche
Fakten als gegeben hinzunehmen, sondern diese einfach
ignoriert und ihre Anhänger stellenweise einen
erschreckend niedrigen Selbst-Reflexions-Quotienten
vorweisen können. Es ist nicht mal das naive Anhängen an eine peinliche Weltraumgeschichte, es ist das glatte Ignorieren von Diskussionsbeiträgen: >Michael wrote: Danach wurde von Michael dieses Thema anscheinend nie wieder berührt. Oder erläutert, warum er die Quelle für unglaubwürdig hält. Selbst-Disqualifikation nennt man so was... Zur Xenu-Geschichte: Michael wrote: Nachdem ich das Xenu-Leaflet gelesen habe, habe ich
auch an Science-Ficion gedacht (vor allem bei dem
Abschnitt mit den DC-8 "Raumschiffen"). Es ist
eine Science-Fiction Geschichte eines
Science-Fiction-Autors und hat nicht die geringsten
Ansatzpunkte auch nur irgendwo wahr zu sein. Wo bleiben öffentliche Beweise von euch? |
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